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Lateinische

Hymnen und Gesänge

aus dem Mittelalter,

deutsch,

unter Beibehaltung der Vers ma ße.

Mit beigebruďtem lateinisdem Urterte.

Von

Dr. G. A. Königsfeld.

Nebst

Ginleitung und Anmerkungen; unter Beifügung brieflicher

Bemerkungen und lieberseßungen

bon

A. W. von Schlegel.

Bonn,

bei Ebu ar 23 e ber.

1847.

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An die deutschen Lerer!

Wie id, fie in Mußestunden
In Folianten aufgefunden;
Wie, von lust und Muth gedrungen,
Ich fie deutsch dann nachgesungen:
So bring' ich mit reinen Hånden
Diese fremden Dichterspenden ,
Zóne einer fernen Zeit.

Nicht des Glaubens strenge Såße,
Doch der Dichtkunst freie Schåbe,
Poller Schönheit, Gluth und Leben,
Wollte ,deutsch" ich wiedergeben.
Und so nehm't denn, ein Vermächtniß
Edler Geister, zum Gedåchtniß,
Deutsche! diese Lieder heut !

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Großartige und ungewdhnliche Schöpfungen des menschlichen Geistes können nicht als ein auss schließliches Eigenthum dessen, für den oder durch den sie entstanden sind, angesehen werden; wie die Kraft des Geistes, der sie erschaffen hat, so gehören auch sie der ganzen Menschheit an!

In diesem Sinne betrachte ich diese, uns von der Vorzeit überlieferten ehrwürdigen und erhabenen kirchlichen Dichtungen als ein geistiges Gemeingut. Wenn auch einzelne, besonders ausgezeichnete ders felben von einem Wieland, Herder, Tiek, Schlegel

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