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Nachrichten

aus der

Brüder Gemeine.

1854.

56"" Jahrgang.

Gnadau,

im Verlag der Buchhandlung der evangelischen Bruder - UnitSt
bei H. L. Menz,

s« wie

in allen Bruder-Gemeinen; bei E. Kummer in Leipzig
und bei Felix Schneider in Basel.

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Rede

des Bruders Ernst Reichel an die Gemeine in Herrnhut am Feste der Erscheinung Christi, den 6. Januar 1853.

Ges.: Sei ewig gelobet, du heilige Liebe ?c. 1490, 1.

Loosung: Jch will die Uebrigen meiner Heerde sammeln aus allen Ländern, und will sie wiederbringen zu ihren Hürden, daß sie sollen wachsen und viel werden. Jer. 23, 3.

Amen, Jesu Wort ist wahr! Er wird Sein Versprechen halten; laßt Ihn walten; nehmt dran Theil und helfet gern, nah'und fern, unter aller Art von Leuten, Gottes Gnadenreich ausbreiten, ihr Erldseten des Herrn. 1451, 2.

Lehrtext: Die ihr in Christo seid, und weiland ferne gewesen, seid nun nahe geworden durch das Blut Jesu Christi. Evh. 2, 13.

Wo sonst Niemand willig war, Ihm sein Herz zu geben, sieht man nun so manche Schaar, Ihm zur Freude leben. 1446, S.

^er heutige Tag, meine lieben Geschwister, ist ein schöner Nachklang des eben gefeierten Weihnachtsfestes; denn derselbe mit seiner Geschichte führt uns aufs Neue zu dem Jesuskind, dessen Menschwerdung wir alles Heil und alle Seligkeit verdanken, von dem wir mit Recht singen: ,,Es ist doch nichts als des Sohnes Geduld Ursach an aller der Gnad' und Huld des gerechten Vaters, dem auf dem Throne Alles erträglich wird in dem Sohne, das wissen wir. Darum so stehn wir zu dieser Stund in einem Liebes- und Friedensbund, sind durch Jesum Christum versöhnte Sünder, Gott ist der Vater, und wir die Kinder, Brüder des Lamms." Denn es ist ja jene Geschichte, an welche wir uns an dem heutigen Tage erinnern, da die Weisen aus dem Morgenlande durch den Stern geleitet zu dem neugebornen König der Juden kamen, um Jhm ihre Huldigung zu bringen; da sie, nicht abgeschreckt durch die niedere, elende Hütte, vor dem Jesuskinde, als ihremKönig, ihre Kniee beugten und Jhm ihre Schätze hinlegten, und Jhm Weihrauch, Gold und Myrrhen gaben, und wieder in ihre Heimath zurückgingen, unendlich reicher, als sie gekommen waren. Aber, m. l. Geschw., es mahnt uns dieser Tag noch ftn etwas Anderes. Er ist ein Tag des Zeugnisses dafür, daß die Freude allem Volk widerfahren soll, daß das in Christo Jesu der Menschheit geschenkte Heil für Alle ist, daß darum die Botschaft zu Allen kommen muß und Niemand davon ausgeschlossen ist. Denn jene Weisen aus dem Morgenlande waren ja Heiden, und somit ist dieser Tag für uns eine Erinnerung an die unverdiente Gnadenwahl, die auch wir vor Tausenden und aber Tausenden genießen, daß auch wir zu diesem Bunde gekommen sind, daß Japhet, unser Geschlecht, wohnen darf in den Hütten Sem's, und wir mit ihm; (1 Mos. 9, 27) ,,daß, während einst unsre Voreltern, gleich andern Heiden, ohne Christum waren, fremde und außer der Bürgschaft Jsrael, und fremde von den Testamenten der Verheißung, daher auch ohne Hoffnung und ohne Gott, wir durch das Blut Jesu Christi nahe geworden sind, daß wir und unsre Nächsten, unsre Eltern und Voreltern aus der Finsterniß bekehrt worden sind zu Seinem ^wunderbaren Licht" (Eph. 2, 12. 13). Das, m. l. Geschw., ist für uns eine Aufforderung, daß wir dem König ebenfalls unsre Huldigung darbringen, gleich jenen Weisen aus dem Morgenlande; daß wir Jhm schenken den Weihrauch unsrer Gebete; daß wir ihm bringen das Gold unsers durch Seine Gnade gewirkten Glaubens; daß wir ihm bringen die bittern aber doch köstlichen Myrrhen der Buße und der selbstverleugnenden Liebe. Aber es ist noch eine andere Gnade, woran uns der heutige Tag erinnert, welche unser Heiland uns erwiesen hat, nämlich daß Er uns erwählt hat, daß wir Jhm haben bringen dürfen noch eine andre Gabe, als jene Myrrhen, jenen Weihrauch und jenes Gold; daß wir als Gemeine Jhm haben bringen dürfen die Erstlinge von vielen Heidenvölkern; daß wir Jhm Seinen Lohn haben einsammeln dürfen unter Grönländern, Eskimos, Jndianern, Negern, Hottentotten, Kaffern, Arawacken, Kalmücken und andern Völkern; daß Schaaren aus . jenen Völkern einmal vor Seinem Throne danken werden dafür, daß unsre Brüder der Stern waren, der sie zu dem Jesuskind leitete. Wenn, m. l. Geschw., der Apostel Paulus darüber hoch erfreut ist, ,,daß ihm," wie er sagt, ,,dem Allergeringsten unter allen Heiligen, Gnade gegeben worden ist,

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