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uii stichet. als in diu riwe brichet. daz wizzet öoh zware. der be-
libet Och dare. coccus der was rot. wände er was zware getunchot.

20 der bezeichent zware. die heren martersere. die ze minnen hab-
ten. die wile si lebten, ze gote uii zer Christenheit, si dulten ser

uii ilige her. vil schone an der wint were.

Ein pfellol d' hiez bisavs. daz sint die confessoribus. varwe habt ir
wizze. der was geworht mit flizze. vil wol si die livte lerent. ze

25 gote s.is cherent. si re..ent ir schvlde. uii gewinnent uns gotes hvl-
de. nu wizzet wol zware. mit wnnen sint si dare. Der pvrper
varwe phellol ds ist güt. der bezeichent di diemüt. got uns d*von sa-
gte, do er mit uns hie wonete. swer hie diemütclichen lebte, daz
er die hohis. en stat behabte. ez ist umbe die diemüt so getan, si sol

30 den gantzen Ion han. Diu tugent diu ist edele. si gwinnent den Ion der magede. nu wizzet wol zware. mit den bihtseren. ir en wirt d* Ion niht versaget, die die marteraare habent. vil wol

Bl. 1. b.

lichent si gote. er wil in Ionen sam den boten, wan si ist ein tugent hie nidene. vil here da ze himele. Der iochant der ist ein sch... er stein, wie schone er..d. m. gecelte schein, an dem tuncheln tage, so ist ds stein ascher vare. so der himel ist heiter, so ist ds stein lvter. er 5 bezeichent die liute. die noch sint in dem strite. Saphirvs der edele. der bezeichent die magede. er ist himellichen var. ir gemüte ziuhet si dar. zem wnneclichen lande, da gent si nach dem lambe. gotes müter ist ein magt. diu hat die andern dar geladet, ein niwez g. . anc s. singent. die Christen si minnent. des sänget niht vs

10 stat sw. r v'süchet hat die hirat. Ein stein heizet topazius. daz
ist der contemplativvs. der ist vil tiure. er ist gevar nach dem fiu-
re. sin schin ist von golde. er bezeichent die gotes holden, daz svlt
ir wol glöben. die da sehent mit den innern ougen. Ich wil
iu sagen msere. von dem innern altsere. der da beslozzen stünt. der

15 bezeichent daz herze uii den müt. ob wir mit der gotes minnen.
unser gebet dar uf bringen, ettewenne weine wir Och. daz bezei-
chent daz wiröch. die zwene die da stünden, un si des fivres hüten,
die bezeichent under stunde, daz alte Urkunde, uii bezeichent die
niwen e. diu ensol nimm* zergen. in unserm globen. daz heitert

20 uns die innern ougen. Ich wil iu sagen msere. von dem uzzern

altsere. da man daz vihe zü treip. daz ist der sunden gwizzenheit. der

Vermuthang, es sei geizeneme hare' zu lesen, scheint mir hei der Übereinstimmung beider Hss. unnöthig. da vor merken V. ist ez V. 18. ovh vor in V, brichet] begrifet V, auch hier scheint der Beim für unsere Hs. Veranlassung zur Änderung gewesen zu sein, öeh] wol V. 19. zware] in di uarewe V. 20. ze fehlt V. minne V. 22. abgeschaben. leit und daz heil sind noch äußerst schwach erkennbar. 23. Obwohl unser Bruchstück hiez bietet, was Diemer in den Anmerkungen als Vermuthung aussprach, halte ich doch heizet für die hier einzig richtige Lesart, confessores V. 25. reinent] vgl. zu 22. 28. hie fehlt V. 29. hohisten] s, zu 22. 30. den nach gwinnent fehlt V. 32. die die] den die V.

Bl. l.b. 2. nidere V. schöner s.zu 1 a, 3. 3. an dem] s. zu 1 a, 3. 9. gesanc si] s. züla, 9. niht] nine V. 10. swer] s. zu 1 a, 9. 11. contemplacius V. 16. gebe V. 18. under stunde — bezeichent fehlt V., der Schreiber verirrte von dem Worte bezeichent vor under auf das vor die, wodurch die paar Worte ausfielen. 20. mere V. 21. den svnden V.

ohse den der man slüc. d* bezechent die ub'müt. die wir von uns
svln tun. durh den himelischen Ion. diu getelosen pockelin. uncbiu-
sche mach iz wol sin. daz ist diu wirste meintat. gesah in got d*
si goph't hat. ds mach wol mit eren. ze dem inn'n alta3r keren. 25
Der' harte stozente ram. daz ist der zornige man. swaz ime
ze. . . .wirt getan, des enlat er niht svs hine gan. mit
vollen er giltet. ettewenne er schiltet. daz svln wir von
uns cheren. dvrh willen unsers vil lieben herren. der unz daz •
bilde hat vor getan, daz wir die räche lazen stan. Uu bezei- SO
chent diu höhe, drie namen hgre. den vater un den svn. unde
den spiritum sanctum. diu wite un diu lenge. bezeichent die
Bl. 2. a.

diu. .. .er. .rget. die wile diu werlt stet. Vvirn svln

vergezzen. daz der alter was beslozzen. so wir got minnen.

wir in twingen. wellen wirz dvrb rüm sagen, so müzen wir

ur den Ion haben. Si chomen in eine wste. ze lvtzelme

chomen wrme under die menige. sine mähten sich ir nih 5

sw. n gebeiz d* slange. des leben was unlange. Moyses

wise man. einen slangen er frvm began. uzer chopher un

z bezeichent dich christ herre. den hiez er in allen gahen.

r menige uf bähen, swer den frü ane Bach, dehein schade

geschach. Sine waren da niht lange, si hüben sich danne.

n in ein lant. da heten si michel getwanch. drie kvnige

die vart si in werten. Moyses mit in vaht. got im den

do gie d' vil küne. uf einen berc hohen, aaron un vr die gü

. . ; . .die arme si im stünden, so sis uf habten. die israhele gesi

er die arme nid* lie. den sinen harte misse gie. Diu me- 15

igte, als ez got wolte. do sanden die h'ren. vierzec un zwe

em güten lande, daz si daz erfunden, wie daz lant waere.

>is weher baere. si baten die gesinden. mit listen erfind

diu niwen mtere. in dem lande waeren. Die selben spe

everte was vil masre. si chomen ze iericho. dannen schieden 2 0

b div gute, die recken si behüte, mit allen ir sinnen.

daz ir da m'emen wart innen.

ie heiden wrden inne. ds niwen chömelinge. si suchten si

Unser Bruchstück bestätigt die Vermuthung Jac. Grimms in d. Anm. 22. der vor man fehlt V. 27. Loch im Perg. 28. zwischen er und schiltet ist in der Handschrift ein leerer Raum, ohne daß im Text etwas ausgefallen wäre.

Bl. 2. a. 1. minne V. nimmer zerget] abgeschahen, diu] diseu V. 2. des niht V. 3. daz siule V. 4. den lop für V. 5. tröste, do V. ir niht fehlt V. 6. irwerien V. swenl Loch im Perg., das noch dazu an dieser Stelle etwas abgeschabt ist. 7. was ein V. uzer uzze V. 8. uzer ere. V. daz] abgeschoben, dich christ herre] crist den herren V. allen] aller V. Das richtige, das unser Bruchstück bietet, hat schon Diemer in d. Anm. hergestellt. 9. under der V., hahen] haben V. von Diemer hergestellt. 10. ime V. Nach dem Baume zu schließen, stand in unserer Handschrift wohl noch ein Wort. 11. si chomen Y. drie] di V. 12. si irten V. 13. Sick gab V. üfen ein V. 14, güten under V. 15. gesigeten als V. 16. menige gesigete V. 17. zwene zu deme V. waere] päre T'. 18. unde wilch daz V. bacre] wäre V, in unserer Handschrift haben die beiden Worte die richtige Stelle vertauscht. 19. befinden, wilch V. 20. spehare. der geuerte daz V. vil vor maere fehlt V. 21 si fro. raap V. behüten V. behüte ist schon in d. Anm. hergestellt. 22 Hitr bietet V. keine Ergänzung. 23. Es fehlt nur der rothe Initial Die. 234

JOHANN LAMBEL, ZU DEN BÜCHERN MOSIS.

allenthalben, diu hvs in den walbeu. raab was ein heidenin.

25 och vil guten sin. si bare si mit sinnen, vf ir dillen. mit

e belegte, die herren si entsagte. Vil schiere si sich hüb

m lande si füren, raab bat si mit fiize. ich waene si irz

ob si mit gewalte dar wider körnen, daz sis in ir gnade. •

en. Do gap si in ein zeichen, si bat si daz sich mareten.

30 an ir wende, haben einen roten pentel. durh diu venster

ivre. si bat vil tiure. daz si ir des gedachten, wie si si dan

hten. Daz gelobten die herren. vil schiere si dannen füren.

Bl. 2. b.

si ilten vil harte, in einen wingarten. da vvnden si einen tr

un tiuren. si trügen in danne. gebunten an einer Stange, si w

ze minnen. under daz her bringen, daz si dar an stehen, wi

weher in dem lande wsere. Do si den trvben brahten. a

5 harte vahten. si sagten in diu msere. diu wids got waren, si sa

lande, die starken Wigande, die bvrge wseren werhaft. des liv. . . . .

si die craft. die tvrne sint mit chrefte. gemuret in die lvf

ein beslozzen. mit plie begozzen. ez si iu leit oder liep. sine e . . . .

in daz lant niht. Do wart michel brachten, und* den z

10 hten. von chinden uii von wiben. vil michel we schrien, v

ren ir schulde, da verlvrn si gotes hulde. si begunden sich Ve....

wolden Moysen steinen, der hat uns braht in die not. in der

uns die friunt tot. Do waren in den geslsehten zwene

knajhte. die waren also werhaft. der tugende heten si die c

15 was caleph uü iosue. si ilten drate dar gen. si sagten in do

daz iz gelogen wsere. weit ir got minnen. mit einvaltige

sone dorfet ir deheinen zwifel han. iu wirt daz la

Moyses der gute man. gie zü d* wölken su da fleg

von himele. umbe die schuldigen menige. des antwrte

20 stimme, von dem hohen himele. si habent erwecket minen

hulde habent si vlorn. heiz si her für mich gen. ir ensol dehei. . . .

sten. In der selben stunte. Moyses dem liute daz kunte. ir

oder alt. ir Bit blöde oder balt. Iwer deheiner s abe sten

si fehlt V. 24. V. bietet keine Ergänzung 25. si habete doch V. vil fehlt V. ufen V. 26. flahse si si V. in segete V. insegete, intsegete (verläugnete sie) ist richtige Lesart. Diemer's Vermuthung ni segete = ne Seite wird dadurch überflüssig. 27. hüben, uz deme V. 28. gehizen V. sis] si V. in fehlt V. 29. gefingen V. Unser Bruchstück hat sicher das richtige; es heißt, wenn sie wieder mit Gewalt kämen, wollten sie ihr gnädig sein, sie in ihre Gnade aufnehmen. Die Emendat. gefinge wird damit unnöthig. 30 si wolde V. 31. an der V wie] daz V.

Bl. 2. b. 1. trüben edele. V. Unser Bruchstück bestätigt Diemers Vermuthung einen trüben. 2. si wollen in V. 3 wi feizt daz V. 4. wider got si V. 5. sahen in deme V. 6. Hutes habeten V. 7. lüfte mit regelen V. 8. lant euh V. 9. in fehlt V. zwelef geslahten V. 10 vil fehlt V. vil groz wart V. 11. vereinen, si V. 12. unsich V. wüste sint V. 13. zwelefe tuerliche V. Hier hat offenbar unsere Handschrift das richtige; denn nicht zwölfe werden in der Folge genannt, sondern nur die zwei: Calejih u. Josua. 14. craft. daz was V. 15. daz ze wäre. 16. einvaltigen dingen. V, 17. lant understan V. 18. sule stan] abgeschoben, flegete er got V. 19. ime den V. 20. zorn. mine V, 21. neheiner da besten V. 22. An der V. selben fehlt V. daz den liuten V. Sit iunc V. 23. sol des verwischt, abe gen V. ir sult V. 24. für got V. zornigem. alle her für gen. Do sprach got der gute mit. . .nigem n

mich habent erbliget. ze dem zorne gereitzet. die müzen lideD 2 5

in dirre wste ligent si tot. an iria chint un. . . .wip. min

ist michel cit. un elliu diu houbet. die in die luge habent

Do sprach unser herre. ze dem liute mere. ez si iu leit od'

chomet in daz lant niht. ich wil ez mit minnen. tei

kinden. caleph un iosue. die suln in daz lant gen. die hab 3 0

vollen, un niezen ez swie so si wellen, daz si durh minen

ubel ilten stillen, des habent si immer ere. under allen isr

WTEN, 11. Mai 1862. JOHANN LAMBEL.

ZU DEN DEUTSCHEN APPELLATIVNAMEN.

Wackernagel hat in seiner Abhandlung über die deutschen Appellativnamen auch die geographischen Eigennamen berücksichtigt. 'Es werden — sagt er Germania 5, 310 — 'auch Landes-, Volks- und Ortsnamen, die wirklich bestehen, wortspielsweise umgedeutet und zu Appellativen erweitert, es werden andere den wirklich bestehenden charakteristisch nacherfunden'. Der reichen Beispielsammlung, die Wackernagel gegeben hat, mögen sich noch die folgenden Beispiele anschließen.

Altenhausen. Sie ist von Altenhausen, H. Sachs Werke, Nürnberg 1578, IV, 3, 72\

Altheim. So sie gen Altheim werden schieben, Fastnachtspiele 245, 31.

Beiteinweil. Komm ich nit hinüber, so bleib ich im Dörflin Beiteinweil unterwegen. Fischart, Geschichtklitterung, cp. XXXIX.

Bubenhausen. Leichtmann von Bubenhausen. Erasmus Alberus Ehbüchlin C, iij\

Darmstadt. Da fieng sie der Happetit von Darmstadt und Eßlingen an zu reiten, satzten sich der wegen ordenlich zu tisch. Fischart, Geschichtkl. cp. XXVI.

Eichenstett. Man soll ihm den Vogt von Eichenstett mit seiner ungebrenten Eschen übers Leder schicken. Spangenberg's Lustgarten 453 bei Grimm WB. 1, 581.

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236 REINHOLD KÖHLER, ZU DEN DEUTSCHEN APPELLATIVNAMEN.

Eßlingen, s. Darmstadt.

Fingerwalde. Da klatscht, da kämmert sich das alte Trödelweib... Wie oft sich Frau und Mann bei dem Begräbnis raufen Und Fritz und Florida nach Fingerwalde laufen. Günther, der entlarvte Crispinus von Schweidnitz, in den Gedichten, Breslau und Leipzig 1751, S. 501.

Höhnstadt. Seid ihr von Höhnstadt? Complimentierbüchlein von 1654, im Weimarischen Jahrbuch 1, 326.

Koldingen. Im Eulenspiegel, Cap. 16, fragen nackte Buben zu Peine den Eulenspiegel, wo er her käme? 'Er sprach, ich kum von Koldingen, er sach wol, daß sie nit vil an hetten. Sie sprachen: Hör hierher, wa kamstu von Koldingen, was enbüt uns dann der winter? Ulenspiegel sprach: der wil euch nüt enbieten, er wil euch selber ansprechen, und reit hin. Koldingen ist ein Dorf bei Peine; das Wortspiel zwischen diesem Namen und kold, kalt, ist nicht zu verkennen; s. Lappenberg zu der Stelle.

Laufenburg. Er hat nach Laufenburg appelliert, Eiselein, Sprichwörter S. 411.

Nagelstadt, Nageleck, s. u. Wargelstadt.

Ribeleck, s. Wargelstadt.

Steiermark. Ein wegen seiner Einfälle bekannter Lumpensammler aus der Gegend von Buttstädt im Großherzogthum Sachsen - Weimar begegnete einst dem Herzog Ernst August (1728—1748). Nun waren gerade damals gewisse Steuern in empfindlicher Weise erhöht worden, und als daher der Herzog den Lumpensammler fragte, was es in seiner Gegend neues gebe, antwortete er: Durchlaucht, die Leute in Buttstädt sagen, die Welt hätte sich gedreht und sie seien nach Steiermark gekommen. (Mündliche Tradition.)

Taubach. Er ist aus Taubach d. h. ist taub. Diese Redensart hört man zuweilen in Weimar und Umgegend; Taubach ist ein fünf Viertelstunden von Weimar entferntes Dorf.

Wargelstadt. Ein schwäbisches Räthsel vom Floh bei Meier (Deutsche Kinderreime aus Schwaben S. 83) heißt:

In einem engen Gässchen

begegnete ich einem schwarzen Pfäffchen.

Da nahm ich es nach Wargelstadt,

von Wargel Stadt nach Nagelstadt

und da ward er gerädert. Ahnlich ist ein schweizerisches lläthsel bei Rochholz. Alemannisches Kinderlied S. 223:

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