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irish glossaries. With a preface ]and index by W. S. London 1862, S. XL ff. die folpende irische Aufzeichnung bekannt gemacht worden:

„Is fisigh cidh diandernadh adham .i. do Vii[i] rannaib: in ced rann do talmain: indara rann do mui: in tres rand do ghrein: in cethramha rann do nellaib: in cuigid rann do gaith: in se[isedh] rann do clochaibh: in sechtmadh rann don spirad naomh: [in tochmadh rann do soillsi in domuin]. Rand na talman, as i sin in colann in duine: rann na mara, is i sin fuil in duine: rann na greine a qhne 7 a dreach: [rann

dönellaib ]; rann na gaoithe anal an duine: rann na doch a chnamha:

rann in spirada naoim in anmain [leg. a anam]: an rann dorighne[dh] do soillsi in domuin as i sin a chräiqheacht [leg. chräibhdheacht]. Madhi in talmaidhecht bhus fortail isin duine bud lease. Madhi in muir budh enaidh. Madhi an grian bud alainn beödha. Madhiat na neoil bud otrom druth. Madhi in gaoth bud laidir fri gach. Madhiat na clocha bud cruaidh do traoth a[dh] 7 bu gadaiqhe 7 bu sanntach. Madhi in spirad naomh bud beodha deqhgneaeh 7 bud lan da rath in scribtuir dhiadha. Madhi in tsoillsi bü duine sogrädhach sotoqhtha."

D. h. nach der Ubersetzung des Herausgebers ins Englische: „It is worth knowing what Adam was made of, i. e. of eight part: the first part, of earth; the second part, of sea; the third part, oisun; the fourth part, of clouds; the fifth pari, of wind; the sixth part,| of stones; the seventh part, of the Holy Ghost, [the eight part, of the light oftheworld] The part of the carth, this is the man's body; the part of the sea, this is the man's blood; the part of the sun, Iiis face and his countenance; the part of the clouds.... ]; the part of the wind, the man's breath; the part of the Stoves, his bones; the part of the Holy Ghost, his soul; the part that was made of the dight of the world, this is his piety. If it be the carthiness that is prevalent in the man, he will be slothful. If it be the sea, he will be changeful (?). If it sun, he will be beautiful, lively. If it be the clouds, he will be light, forlish. If it be the wind, he will be strong to every one. If it be the stones, he will be hard to subdue and be a thief and be covetous. If it be the Holy Ghost, he will be lively, of a good countenance, and be füll of the grace of the divine scripture. If it be the light, he will be a loveable, sensible man."

Auch diese irische Aufzeichnung stimmt genau mit der französischen, und auch der achte Bestandtheil, dort „la clarte du monde", hier das Licht der Welt, fehlt nicht. Daß es im Französischen heißt: „la clarte du monde signifie Criste et sa creance", und im irischen: der Theil des Lichts der Welt ist die Frömmigkeit des Menschen, kömmt auf eins hinaus. Ebenso wenn im Französischen aus dem heiligen Geist das Leben, im Irischen und Provenzalischen die Seele herrührt.

Die französische, provenzalische und irische Überlieferung fließen offenbar aus einer und derselben Quelle, ohne Zweifel aus einer lateinischen. Läge sie vor, dann würden sich auch die scheinbaren Abweichungen in der Angabe der Eigenschaften beim Vorwiegen irgend eines der acht Theile wohl nur als verschiedene Übersetzungen herausstellen.

Die französische Überlieferung gibt — was Grimm nicht mitgetheilt hat — als ihre Quelle die Offenbarung des Methodius*) an, allein man sucht vergeblich diese Erzählung von Adams Schöpfung darin.

Mit der Stelle aus Gottfried von Viterbo bei Grimm S. 532 stimmt genau eine Stelle eines nicht näher bezeichneten Gedichtes einer Grazer Handschrift, welche Diemer in den Anmerkungen zu seinen deutschen Gedichten S. 78 hat abdrucken lassen. Der Dichter muß aus Gottfried selbst, oder aus derselben Quelle wie dieser, geschöpft haben.

Endlich gehört noch hierher eine Stelle aus einem Tractate des Bruders David von Augsburg (Zeitschrift 9, 29). Dort wird vom Menschen gesagt: „aller dinge nätüre und glichnisse istinime: der erden an dem vleische, der steine an dem gebeine, des luftes an dem geiste, der winde an den blaesten, des fiures an der werme, des wazzers an dem bluote, der liehte an den ougen, der bäche an den ädern, des himels an der hirneschalen." — Man bemerke, daß hier die Adern von den Bächen herrühren. Sonst kommen die Adern nur noch in dem Gedicht der Vorauer Handschrift bei Grimm S. 532, bei Diemer S. 320, vor, wo sie aber aus den Kräutern (würzen) hergeleitet werden.

Schließlich erwähne ich noch, daß der englische Herausgeber jener irischen Aufzeichnung, die er als besonders interessant wegen ihrer Übereinstimmung mit den von Grimm angeführten Überlieferungen bezeichnet, dazu noch bemerkt: „Ich confess that to me it appears tohave quite a Talmudic appearance. A some what similar pasRage, however, occurs in Yäjnavalkya," s. Dharmacastram, ed. Stenzler, 76, 77, 78, See, too, Spiegel's Die traditionelle Literatur der Parsen, S. 116.

Die Stelle aus Yäjnavalkya's Gesetzbuche lautet nach Stenzlers Übersetzung: 'Von dem Äther bekommt er (der Mensch im Mutterleibe im dritten Monat) Leichtigkeit, Feinheit, Laut, Gehör, Kraft u. s.w.; von dem Winde Gefühl, Bewegung, Entfaltung der Glieder und Härte. Von der Galle das Sehen, Verdauen, Hitze, Aussehen, Glanz; vom Wasser den Geschmack, Kälte, Geschmeidigkeit, Feuchtigkeit und

*) Nicht des Methodius Pataransis, des Bischofs von Tyrus, im 3. Jahrhundert,

sondern wahrscheinlich eines Patriarchen von Constantinopel dieses Namens aus dem 13. Jahrhundert.

QKRMANTA VIT. 23

Sanftheit. Von der Erde Duft und Geruch, Schwere und Form. Alles dies bekommt der neugeborne Geist im dritten Monat, dann bewegt er sich.'

Nach der citierten Stelle aus Spiegel's Werke heißt es im Bundchesch bei der Auferstehung: Zu jener Zeit entstehen (wieder) aus der göttlichen Erde die Knochen, aus dem Wasser das Blut, aus den Bäumen die Haare, aus dem Feuer die Lebenskraft, wie sie das bei der ursprünglichen Schöpfung angenommen haben. Vgl. Grimm S. 536.

WEIMAR, Juli 1862. EEINHOLD KÖHLER.

ÜBER JOHANNES ROTHE

VON

FEDOR BECH.

VH.

In dem sechsten Bande dieser Zeitschr. S. 51—67 *) wurde der Versuch gemacht, das von Vilmar herausgegebene Gedicht „Von der stete ampten" u. s. w. Johannes Rothen zuzueignen und auf S. 61 zugleich vermuthet, daß der eigentliche Titel des fraglichen Werkes „Des rätis czucht" gelautet habe. Diese Vermuthung gründete sich auf eine in den Eisenacher Rathsfasten dem Namen Reinhardus Pinckernail beigefügte Bemerkung: hio Reinhardus auctor est ritmorum Germanicorum gut inseribuntur des rathes zucht, ut pat[et] ex litteris initialib\us\ majusculis. Es kam dabei hauptsächlich darauf an, den Namen Reinhardus in den litteris majusculis (den houbilbuochstaberi) wiederzufinden. Die aus der Fuld. Handschr. dort mitgetheilten Hexameter zeigten vom Akrostichon wie es schien noch die Silbe Rein...., alles übrige war, so wurde weiter vermuthet, in Folge des Ausfalls mehrerer Verse verloren gegangen. Jetzt liegt mir eine durch die Güte eines Freundes besorgte Abschrift der in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts gefertigten Berliner Handschrift (hinter Philipps Marienleben, vgl. v. d. Hagens und Büschings Grundriß S. 420—421) vor, welche schon darum mitgetheilt zu werden verdient, weil sie nicht nur die Vermuthung jener Lücke in der Fuld. Handschr. bestätigt, sondern auch das

*) In der citierten Abhandlung muß es S. 62 Z. 14 ff. der Deutlichkeit wegen heißen: „bei ihm stehen die beiden gereimten Vershälften, wie jedenfalls schon in der Fuldaer Handschr., noch unter einander statt" u. s. w. Ferner auf S. 54 Z. 20 sind die Worte: „hiernach ist" u. s. w. bis „nichts Anstößiges hat," zu streichen, desgl. auch 8. 63 Z. 13—15 von „dagegen" bis „nachgewiesen wurde." S.65 Z. 6 von unten lies sen/ticlich fafie statt aenffticlich.

Akrostichon des Namen Reinhard vollständig bewahrt hat. Der Umfang des hier erhaltenen Gedichtes ist ohnehin weit größer als Vilmar auf S. 1 ff. vermuthungsweise angegeben hat; es enthält hier im Ganzen 577 Verse, während es nach Vilmars Annahme nur 244 (245) betragen würde. In ihm finden sich wieder die Verse 109—310, 360—373, 376—385 , 502—527 und noch einzelne versprengte; andererseits erscheinen hier mehrere längere Abschnitte, welche in der Fuld. Handschr. fehlen, so zwischen V. 282 und 283 einer von 58, nach V. 310 einer von 126, nach 527 einer von 96 Zeilen. Die bei Vilmar von 334—359 reichenden Verse bilden in der Berl. Handschr. zum Theil und mit neuen vermischt den Schluß. Der Abschnitt, welcher von der forstin rätgeben handelt und den letzten Theil in der Fuld. Handschr. abgiebt, fehlt dagegen hier gänzlich. Die vor V. 109, sowie die zwischen 385 und 502 vermissten Stücke sind, wie in dem Litterar. Grundr. bereits vermerkt worden ist, durch Ausschneiden von erst 4 und dann 2 Blättern verloren gegangen.

Schon aus diesen Angaben erhellt, daß beide Redactionen von einander durchaus unabhängig sind. Die um fast ein halbes Jahrhundert jüngere Berliner bietet trotz ihrer jüngeren Sprachformen, trotz ihres in Folge von Missverständniss und Willkür im Allgemeinen schlechter gestalteten Textes, doch im Einzelnen hin und wieder bessere Lesarten dar. Im Folgenden werden daher außer den neuen Abschnitten, welche die Berl. Hs. mehr enthält, auch die Abweichungen derselben vom gemeinsamen Texte angegeben werden. Sonst wurde nach den in dieser Zeitschr. 6, 40 angegebenen leitenden Grundsätzen hierbei verfahren.

Die Berliner Hs. (= B) beginnt mit V. 109 bei Vilmar (= A): 109 B. den. 112 hy weck. 113 besser ist dir eyn auge in daz h. 114 dan mit beyden äugen. 116 in fremde lant. 117 dan du hettest. 118 und erworbest damit eyn bose e. 119 g.g. ist gar wol auch st. 120 wart eyn h. 121 da werden sie von. 122 die kamer hie mit ich m. 123 soln (so immer!). sin fehlt, getraw. 124 buwe. 125 und soln nicht s. sy g. 126 dicz bekomet vnd stet. 127 soln den schaden m. 128 bezzern vnd g. Darauf Uberschrift: von den schopphen. 129 dye k. der menschen vnd den m. 130 by den xoort vnd dicz kunt. 131 gericht : nicht. 132 die warheyt. 133 rechtes. 134 vnd auch daz recht sagen. 135 wyß man. 136 i. d. buche] etwaß. 137 d. g. mannet. 139 spricht . gericht: pflicht. 140 alle zyt in w. phl. 141 gesecz g. daz ist. 142 sinen. 143 kundigen . gebot. 144 gesecz. derat. 145 auch (so immer!), den stunden. 146 den munden. 147 wer auch wol durch miß (weiß ?) kan spehen. 148 die boßwicht. gegehen. 149 vnd die spüret als eyn getrewer hunt. 150 iren lumunt. 151 vnd erkennet der lute vnder scheyt. 152 a. t. vnd an boßheyt. 153 vnd meldet waz do ist vntogtlich. 154 wol. 155 die den edeln g. enpheet. 156 vnd auch den stanch. 157 nach den also spricht hie von. 158 i. d. w. buch Solomon. 159 ich habe in allem myne lelM. 161 also der wirre den vserweckt. 162 des geruches nymandes vor silct (?). 163 Überschrift: von den wechtern. (D) y em die sin den w. gut. 164 die di stete haben in hutte. 165 gen. 166 neme. 167 die in den st. 169 tagh. 170 enmag] magh. 171 an der stat da haben sie macht. 1*75-—176 aber die wechter uff den muren \ die soln horchen vnd schuten (schüren ?) \ vor den finden die /runde \ vnd al (?) wachtene wol vor (?) künde. 177 das der rynt sie icht der sleyche. 178 vnd daz volgk vortilge glich. 179 d. s. st. geschriben also. 181 flyssyclichen. 182 ir wist . wan u wir . Sachen. 183, 184 kome vnd uch heymelich \ slahn vorderbe alle glich. 185 Überschrift: von den wepnern. Dy armen daz sin die wepnere. 186 stete auch z. 187 dicz mag . mercken. 188 arme, starcken. 189 auch fehlt in B. 190 also eyn iglicher daz wol acht. 191 a. tr. an heben an r. 193 es geschriben stet. 195 sein. 196 synem armen. 197 Überschrift: von den schützen. [d]y arme daz sein auch. 198 die zu der were dich musßen. 199 vnd alle ander W. 200 muß lian. 201 Überschrift: von den hauptmann. [d]as vorhercz vne die brüst. 2()2 die mag man wol duten alsust. 203 es mag . heubtm. 204 saclie fehlt. nympt. 205 dy an treffen d. g. 206 beyde in den st. 207 voyt. ampm. 208 wepner. 209 zu den krigen. 210 <S. underthan wohl gestercken. 211 aller stete lute. 212 also daz herz den steten chute. 213 deß im ampman gehurt. 214 sey. 215 Überschrift: von den kauffluten. sich] sie. 216 fehlt mit. 217 also. 219 stetichlich. 220 also . kaufflute. 221 bringen. 222 dorff ader nichten hat. 225 wann. edemet rne. 226 geschit . allen gliden. 227 wan man der nicht füret zu. 228 noch ir so müssen sie u. g. 229 wofietin] waren. 231 müssen dar vmb. 232 vnd also die auge edempten mensclien. 233 Uberschrift: von den hruwern vnd scliencken. die bloßen. 234 sin. 235 der trenckerie wolden. 236 taberne. 237, 238 die muß man in den steten han | uff daz trincken daz finde eyn iglich man. 239 Überschrift: von den fleischman fischer vnd becken. ich] ich uch 240 den mögen. 241—244 mit den fischern vnd becken \ die den magen denen vnd smecken \ hacken (?) krichen (?) vnd garbretere [cfr. Ortloff, Distinct. 5,22 knochenhouwer kouche und dy garbretere, und Anzeiger f. K. d. D. Vorz. 3, 303, wo zu dem fleißwerg gerechnet werden ieger weydelute fleißhower Schinder koche garbreter.] dieser haben die stet nuz vnd ere. 245 Überschrift: von den treger vnd schrotere. 246 die dich die last muß drucke. 247 bezeigen uns die tr. 248 vnd der legel vaß pfl. Darauf noch vier Verse, welche in A fehlen:

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