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Die handschriftlichen Hilfsmittel für die Erlösung lassen sich noch weiter vermehren. Ich bedauere bei meiner Ausgabe vor allen nicht die Prager Handschrift, die leider auch nur Bruchstück ist, gekannt zu haben. Ihre Lesarten hat Kelle in der Germania, 3,465—480 mitgetheilt und bei dieser Gelegenheit die Vermuthung ausgesprochen, „aller Wahrscheinlichkeit nach" sei die Nürnberger Handschrift eine Copie der Prager; ja er hält es sogar für nicht unmöglich, daß letztere die Stammhandschrift sei, das Gedicht also vor dem Anfange des 14. Jahrhunderts nicht verfasst sein könne. Daß weder die eine noch die andere Vermuthung gegründet ist, zeigen zahlreiche Stellen, an denen P entweder Fehler oder Lücken hat, die N vermeidet. So fehlt 1238 in P das nothwendige was; 1456 reimt P geschiht: geschri/t, mit einer in der Erlösung wie in der Elisabeth unerhörten Freiheit; das richtige ist das von Bech vermuthete gesiht. 1504 für flüi, das das lateinische gurgites verdeutscht, liest P blut; N hat das richtige, was, wenn P Vorlage oder gar Originalhs. wäre, nicht sein könnte, namentlich wenn man den Schreiber von N für so gedankenlos hält wie Kelle thut. 1592 die er erkante sine frünt, quos cognovit amicos suos (auch diese Stelle gehört zu denen, wo der Dichter lateinische Ausdrucksweise nachbildet, vgl. oben S. 33); in N richtig, P hat sante für erkante, was sinnlos ist. 1661 und glich swer silber färet; P liest unsinnig ubir für swer, aber durch Verlesen leicht erklärbar. 1678. 79 fehlen in P, während sie doch den Schluß der Bibelstelle bilden, also nicht fehlen dürfen. 1783 der (der Hölle) porten sol er Vellen: in P propheten für porten; im lateinischen Texte inquirens tetri portas infringere averni. 1799 ein grülich büsünenschal: P hat trulich, offenbarer Schreibfehler 1811 entstellt P das richtige vleisch, wofür N libe hat, in vlttch; lat. carni. 1926 — 27 fehlen in P, nicht in N: sie übersetzen ecl. 4, 22; ebenso fehlen 1938. 39, die ecl. 4, 23 ausdrücken. Doch genug der Belege. Kelle wird hoffentlich die unbedachtsam ausgesprochene Behauptung fallen lassen.

Auf eine vierte Handschrift der Erlösung habe ich schon oben (S. 35) hingedeutet: sie befindet sich in der Stadtbibliothek zu Trier und ist von Hoffmann in den altdeutschen Blättern 1, 325 erwähnt (Pap. 15. Jahrhundert). Die Erlösung führt hier die Überschrift Hye liebet an eyn historyge wye got die werlt machet. Die wenigen Stellen, die daraus von Hoffmann mitgetheilt sind, V. 59—65, 81 —104, lassen nicht erkennen, ob die Handschrift das Gedicht vollständig enthält (es nimmt in derselben 31 Blätter ein): sie zeigen aber, daß eine Vergleichung für den Text sehr wenig ergiebig sein würde. Nicht nur sind die Verse schauderhaft entstellt, die metrische Form zerstört, sondern auch häufig ein oder mehrere Zeilen ausgelassen. Höchstens könnte es von Interesse sein, die auch durch P nicht ausgefüllte Lücke (ein Blatt in N) nach 2565 zu ergänzen, wenn man auch wird darauf verzichten müssen, sie nach der Trierer Hs. einigermaßen lesbar zu geben.

Ich lasse zum Schlüsse Verbesserungen zur Erlösung folgen, mit Benutzung der wohldurchdachten „sprachlichen Erläuterungen" etc. von F. Bech (Germania 3, 328 — 337) und der Lesarten von P (Germ. 3, 471—480). Die nun gewonnene Erkenntniss des Versbaues leitet an vielen Stellen zunächst auf Erkenntniss von Fehlern und hilft meist auch bessern. Die in den Anmerkungen schon gemachten Vorschläge, so wie die in vorliegender Untersuchung gebesserten Stellen übergehe ich. . .

19 phundes Bech. 56gevruht Bech: über die Kürzung (= gevruhtei) vgl. Anm. zu 5051. 58 daz üz eim eie wirt ein hün. 80 wil düten. 87 vieren nach der Trier Hs. 99 iedoch oder doch den sinen. 101 die rede ist ernestlivh gevar. 106 wereli, vgl. Anm. zu 1435; und ebenso ist zu schreiben 119. 1163. 1378. 1485.1777.1800.1902.1964.1967 u. s. w. 108 gotelichen und so immer gotelich für gotlich, vgl. 113. 155. 174. 739. 1398.1399.1724.1961 etc.; ebenso boteschaft für botschaß 2434 u. s. w. goteheit für gotheit 700. 731. 779. 811. 836. 1038. 1403.1589. 131 ime, und ebenso für im 2052. 2158. 2458. 2867. 4216. 4450. 4846. 6009. 148 unde. 150 Jane, und so noch 273. 2869. 6552. 154 gute war. 165 gar lobesam. 216 ewiclichez. 256 schemeliche. 282 da wohl zu streichen. 291 zegelich. 331 wander: ander; der Reim war gleitend, demnach wanderen: anderen, und die zweite Zeile ist fehlerhaft. Wenn man klingenden Vers mit überzähliger Silbe gestattet, so wäre erlaubt sus schüte iclichz ab dem anderen. 393 der trön der was gemachet wol. 429 samen schin Bech. 436 sechin Bech. 459.460 finster (= fensler): dinster Bech. 463 vinsternisse, ebenso 1300.2295. 507 um den zweisilbigen Auftakt zu entfernen, etwa die herren se alle gliche. 521 Barmeherzikeit, und so auch 537. 549. 553. 585.659.715. 853. 873.1030.1057.1067.1404. 2809; und barmeherzic 529.4113. 556 gedenke ouch, vgl. 588. 638. 567 worle als Nom. Plur. wie wibe, kinde in der Elis., vgl. oben S. 7. 618 und da die rede verneme. 651 sollent, und ebenso 1257. 1319. 2418. 3065. 695 harte für gar. 705 alle. 766 barmeliche, vgl. 861. 809 der da kunftic was. 881 nimmer mer. 892 ein die ist zu streichen. 916 luste. 926 wider zu streichen. 958 geboren, und ebenso 1222.1741. 1845. 1899. 1989.2012. 2039. 2241. 2244.2262 u. s. w. 1055. 56 wie der mensche sterben tnust und so gar verderben. 1073 wan. 1093 sie sungen algeUche sus, vgl. 1131. 1105 vogt: verzogt Bech. 1143 etwanne. 1157—62 der sechsfache Keim ist zu verwerfen; zwei Zeilen (1159. 1161) ganz zu streichen und 1160.1162 reimen zu predegen und zu sagene und gotes wort zu tragene. 1200 irkante P. 1206 sus drilich ime got erschein P. 1214 solden P. 1234 inkeinen P. 1243 heimelicher P. 1248 genomen wirt der juden e. 1250 ein leider P. 1254 des da beident P. 1271 dienest. 1277 P/iaraons. 1278 seht; gote: geböte klingend. 1290 joch virhört als iz gezimt P. 1291 irit P. 1295 des behaut P. 1301 bequamV. 1326 zite. 1329 hatte ouch vor hin lange P. 1355 — 58 der Besserungsversuch Bechs, plüme für lüme, ist, da P wollen für wölken bietet, nicht statthaft: P liest für 1355.56 wunnecliche dirre herre kumit, alsd sanfte er sich niht sümit, was nicht richtig sein kann, da diese "Verse mit vier Hebungen und überzähliger Silbe gelesen werden müssten; auch schließt sich dann 1357 nicht an, wo wenigstens ein sam vor regen stehen müsste. Ich bleibe daher bei lüme von N: nu schouwet wie gar wonneclich der herre kume, als sanfte joch als lüme regen in wollen slüfet und druf (N draüf = mhd. trouf, druf = truf im Passional) üf erden trüfet. 1361 vur dem mänen P. 1368 im ouch P. 1344 gar] vil P. 1384 gesegent P. 1406 vorte (=vorhte) P. 1415 vor in in dirre P. 1417 kunnent P. 1421 diu zeichin und din w. P. 1431 wie got sich wolde geben P; geben: leben klingend. 1432 menschliche P. 1440 die tilge mit P. 1451 der heilege kumit P. 1456 gesiht Bech. 1458 doch tilge mit P. 1463 und sal niht lange sumen sich P, oder lezzit mit Bech. 1466 gegebin P. 1482 ander] alre P; omnes gentes Vulg. 1488 ff. gein dem solt ir sin gereit, eren unde wirdikeit der tempel sol ervullet sin. 1498 in Judeen lant P. 1499 die minsle (minima) P, ebenso daher auch 3289. 1502 vil rehte hän P. 1526 heiler :kumit er) P. 1540 inne P. 1564 dine flüt P. 1574 mich P, wie schon Bech vermuthete. 1578 was also P. 1579 abir dd P. 1582 in dinen t. P. 1607 sollen. 1629 swd. 1630 man] U P. 1641 gotheit wol gezam P. 1678 enslage Bech. 1689 der wissage ouch geschriben hat P. 1694 invortet üch (uch fehlt P) niht, sit gemeit P. 1698 ubir üch gesehen P. 1719.20 biz ich daz wevel und daz warf unz aldd hin hän getragen P. 1721 alhie P. 1730 hat P. 1751 wer in daz niht P. 1752 tilge ouch. 1755 hat unsir got verzigen P. 1758 wort P. 1759 wundir vort P. 1765 heimelichen P. 1772 ein kuninc P, rex im Latein. 1782 dann tilge mit P. 1790 besser erhöhet werdent alle tal. 1801 er kündet uns den jämertage: uns aus P, wo aber den fehlt.

1805 böse und reht den hoen vot (=vogi) P, von Bech schon gebessert.

1806 zusehen heilic Bech, tuscher heilich P. 1813 sunder ewic Bech: P bestätigt. 1822 erwegen] ergerenV: das echte wird sein ergenen, debiscens. 1832 Übende P. Die zehn Verse in P nach 1837 sind ohne Zweifel echt: sie beziehen sich auf das im lateinischen Texte liegende Akrostichon, das aber in der von mir nach einer Nürnberger Hs. gegebenen Gestalt vielfach zerstört ist. 1839 hän wir noch hie vor P. 1852 die flamme P. 1852 die rihte vierzic P. 1854 schächbanden P, von Bech schon gebessert. 1903 ist für sol P und B (das Bruchstück des Schauspiels). 1911 da« B. 1936 kielen aber vert P. 1944 er] hint P. 1947 koufschatz P und B; von Bech gebessert. 1951 sich] sie B. 1952 dot P und B. 1954 er tilge mit den Hss. 1957 kein tilge mit P und B. 1965 erbibet P und B. 1968.69 begin: sin. 1973 herre für Jter, wie auch die Hs. (B here) lesen. 2004 üf ime P; vgl. super eum Vulg. 2024 etwa er sol ouch g. 2031 Bechs Vermuthungen sind unhaltbar; slagen, was ich vermuthete, bestätigt P: die swert zu sensen alle slagen. Vomeres wäre genau plügisen, nicht sensen, und so ist wohl das echte die sivert zu plügisen slagen. 2033 sol an den Anfang der nächsten Zeile mit P. 2045 die wäre minne P. 2058 clagelit P. 2064 wir hän gesehen in zu vrist; zu fehlt in N; P liest in gesehen. 2087 den tilge mit P. 2110 aldä zustunt P. 2113 sprich.it P. 2114 daz ich wil wecken P. 2122 gereht ist unser herre wolV. 2125 wanhaft: N wdrhaft, P wonaft. 2126 gar getrüweliche dan P. 2147 demonstrasti P. 2157 vesticliche. 2181 der (P de) sprach P. 2182 gesiht Bech. 2189 mite, ebenso 2477. 2216.17 waz mac ouch sin die dore, beslozzen vast da vore: klingend. 2222 daz reine P. 2284 zite. 2289 einzelingez. 2325 daz wir die niht gar schone enphän. 2329 durch daz wart die frist getan. 2361 Sit unser herre doch niht e. 2363 danne. 2380 sehen. 2381 den zu streichen. 2396 der selbe man der häte. 2397 einen. 2455 ungelouben. 2483 dtnes. 2497 die Bech. 2499 dine gnade oder din genäde. 2522 blüwet (= blüejet); ebenso 2559 blüwest. 2524 gnade, oder ein zu streichen; ebenso 2590. 2526 «2e wohl zu streichen. 2593 gebenediet. 2597 ane. 2598 gespradi. 2601 komit oder komt mir. 2613 üfe. 2632 komit. 2637 unde sin vil mehtic kraft. 2652 gescheite. 2691 schrifte, und ebenso 2915.3030.3535. 3817. 3943. 5119. 6018. 2704 sim. 2711 herre zu tilgen. 2751.52 nein ez sol in keine wie genennet werden Z. 2768 besser reden geriet er schiere. 2773 und hat ez fri gemäht: 2774 heil hät er uns üf, nobis Vulg. 2778 besser durch der hochpropheten munt. 2796 gefrit von aller vorhte gar. 2803 sine spor. 2808 ir zu streichen. 2832 besser und da geschehen solde. 2843 waz solde der rede me. 2866 daz ez ouch an. 2902 Bech will kint für kindetin: glatter wird der Vers durch frowe oder maget. 2912 sine. 2914 als der herre. 2927 häte oder hine. 2930 vor geseit. 2962 deme: Bech will dem kindelin. 2974 der selben zit. 2999 dehein. 3004 den sinen. 3005 weder zu streichen, oder noch dafür. 3036 doch zu streichen. 3038 hat geprediget. 3096 ditze. 3121 nam do wunder. 3178 dare. 3180 vorgesihticliclien. 3187 ir komm Bech. 3227 ni/t« verbräclien Bech. 3237 kundiclich Bech: doch liest auch P wie N. 3243 herre P. 3247 solde P. 3248 wfoV aZZe kuninge rieh P. 3259 Aa£>i< ir. 3262 die rede er&an« P. 3263 oriant P. 3264 und zu streichen. 3280 wir« P. 3281 verrihtet. 3292 w<7e<. 3300 hän erslagen. 3303 besser konige rieh, vgl. 3248. 3309 und zu streichen; ebenso 3391. 3317 beger. 3330 diz zeichen eines kuniges ist. 3340 dem selben hüse, oder deme /twse. 3355 deme. 3376 Äam P. 3378 furesihtikeit oder furgesihlikeit. 3394 machte he P. 3407 «z P. soMe. 3412 Jacken /an< P. 3428 die im P. 3477 noch zum vorigen Satze. 3479 sin leben P. 3482 vogelen P. 3490 kindes P, wie Bech vermuthete. 3520 herre got (gegen NP) nu les(P les iz) du mich. 3527 in zu streichen. 3541 des P. 3570 daz P. 3595 iesä Bech. 3598 und min (1. mine) man P. 3599 mäzen, was Bech vermuthete, liest auch P: doch halte ich an mästen fest. 3603 bitten P. 3608 her wider P. 3609 sie Mten iht. 3612 sie betrugen mich P. 3622 vorderlicli] weiz got P. 3627 hie wa hat P für höre in N: es muß ein Ausruf sein; entstellt aus eid? 3628 setzen hie gein uns. 3650 Sarracen P. 3651 det uf alsolih leit ersten P. 3663 Ramä P. 3670 getröstit P. 3677 «öÄtr (= siecher) vor «eZöe P. 3697 gesendet P. 3701 dd tilge mit P. 3717 e P. 3718 die schrift uns offenbar. 3723 kindelin. 3734 ie«d P. 3745 in widerstrit P. 3775 gesüchet. 3799 sieA Awp zw Cäna in Galile P. 3800 was tilge. 3801 sine. 3807 einen. 3811 sc/m/fe Adn«. 3819 sie mohtis niet P. 3835 vliezen P. 3846 dis P. 3847 hat unsir lwrre da getanY. 3851 hielt an im. 3854 heilikeite. 3858 wereltlichen. 3868 dekeinen. 3872 in dem walde P. 3873 burnen. 3874 eine. 3880 aZ w&ir «Z P. 3886 ötmüdekeit P. 3898 dem zu tilgen mit P. 3900 alle halten, vgl. P. 3901 Diz (Dise P). 3904 besprächin P. 3906 da« uns «int komen mere P. 3913 machis P. 3914 dou/e P. 3919 kumit P. 3920 iw P. 3925 sine P. 3926 der herre P. 3933 in alle wis P. 3942 reA< als P. 3945 die rede nider P. 3958 an dem ich min (P mir) bevallin hän P. 3969 wan er begienc den ungevüc P. 3988. 89 sie lerten ouch die jüngeren vasten dursten hungeren P. 3994 iedoch] also P. 4011 dine. 4016 von des brotes (P in des b.). 4017 wan ouch. 4036 dine P. 4037 awe P. 4063 smac P. 4079 lät üre sunde üch ruwen P. 4135 gebenediet; ebenso 4407. 4137 herre hat P. 4153 ei frunt P. 4166 unz tilge mit P. 4169 wichte hin P, wie Bech schon besserte. 4175 kuninc her P. 4181 sine. 4193 sine. 4194 zw den Zwden 'hin von gote P. 4202 gesehen P. 4206 die Vermuthung Bechs, halzen für hinken, bestätigt Elis. 479. 488. 4207 und

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