Grammatik, Logik, und Psychologie: ihre Principien und ihr Verhältniss zu einander

F. Dmmler, 1855 - 392

-

ix - Walz' und Bgel: Ich stand am Tor, ihr solltet Schlssel sein; Zwar euer Bart ist kraus, doch hebt ihr nicht die Riegel. Geheimnisvoll am lichten Tag Läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, Und was sie deinem Geist nicht offenbaren mag, Das zwingst du ihr nicht ab mit Hebeln und mit Schrauben.
324 - Das erhitzt mir nun die Seele, wenn ich nämlich nicht gestört werde; da wird es immer größer; und ich breite es immer weiter und heller aus; und das Ding wird im...
324 - Wenn ich recht fr mich bin und guter Dinge, etwa auf Reisen im Wagen, oder nach guter Mahlzeit beim Spazieren, und in der Nacht, wenn ich nicht schlafen kann, da kommen mir die Gedanken stromweis und am besten. Woher und wie, das weiß ich nicht, kann auch nichts dazu. Die mir nun gefallen, die behalte ich im Kopf und summe sie wohl auch vor mich hin, wie mir andere wenigstens gesagt haben. Halt...
317 - Da keine Vorstellung unmittelbar auf den Gegenstand geht als bloss die Anschauung, so wird ein Begriff niemals auf einen Gegenstand unmittelbar, sondern auf irgend eine andere Vorstellung von demselben (sie sei Anschauung oder selbst schon Begriff) bezogen.
210 - Vorgange in der Wirklichkeit wird. Man denkt nicht blofs den einschlagenden Blitz, sondern der Blitz ist es selbst, der herniederfährt; man bringt nicht blofs den Geist und das Unvergängliche als verknpfbar zusammen, sondern der Geist ist unvergänglich. Der Gedanke, wenn man sich so sinnlich ausdrcken könnte, verläfst durch das Verbum seine innere Wohnstätte und tritt in die Wirklichkeit ber.
389 - Alphabet sich nur allmälig und zugleich mit der Sprache selbst so gebildet habe, wie wir es vorfinden. Hierdurch wird sein Ursprung in die Anfänge der Geschichte, und jedenfalls vor die Trennung des semitischen, ägyptischen und indoeuropäischen Stammes gesetzt. Dies fhrt auf eine Vergleichung des semitischen Alphabets mit dem indischen und den Hieroglyphen, und wird der gemeinschaftliche Ursprung dieser drei erhärtet.
388 - Eigentmlichkeiten derselben dar (. 13 18), nach welchen er sie classificirt (. 19). Als den Punkt aber, von dem die Vollendung der Sprache, ihre...
386 - Aegypten gesprochen und geschrieben wurde. Nicht nur sind die grammatischen Formen und ihre graphische Darstellung bis in die kleinsten Details wiedergefunden, sondern auch mit reichlichen Beispielen untersttzt worden, welche sich dem Verf. in allen Museen Europas und in Aegypten in Flle darboten. Um die Einheit des Ganzen und die Brauchbarkeit fr das Studium des Aegyptischen zu erhöhen, hat der Verf.
250 - Der so äußerst verschiedene Ausdruck der Gesichtszge in den verschiedenen Leidenschaften zeigt, dass je nach der Art der Seelenzustände ganz verschiedene Gruppen der Fasern des N. facialis in Tätigkeit oder Abspannung gesetzt werden. Die Grnde dieser Erscheinung, dieser Beziehung der Gesichtsmuskeln zu besondern Leidenschaften sind gänzlich unbekannt.
387 - Verwandtschaftsvcrhältnisse fast in allen Sprachen ähnlich klingende Laute vorhanden sind, kein Schlufs auf eine allgemeine Verwandtschaft der Sprachen gezogen werden drfe. Er bezeichnet diese einfachsten, aus dem Munde der Kinder zuerst vernommenen und folglich den Kindern geläufigsten Laute, die eben deshalb von allen Völkern in gleicher Weise auf die Begriffe von Vater, Mutter usw bertragen werden, mit dem Namen Naturlau t und stellt sie fr grofse Reihen von Sprachen iu Tabellen auf.