Im Abgrund Zeit: Paul Celans Poetiksplitter

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Vandenhoeck & Ruprecht, 2007 - 180 من الصفحات
Nirgends formulierte Paul Celan systematisch seine Poetik, vielmehr geschah dies in Ansätzen in den Gedichten und auch in anderen Texten, die immer wieder Züge des poetologischen Entwurfs zeigen. Die zahlreichen Notizen zur Büchner-Preis-Rede, »Der Meridian«, lassen erahnen, mit welcher Intensität er weitere Stränge seiner Poetik hätte verfolgen und ausbauen können. Die Interpretation zentraler Aspekte der Poetik verschränkt sich in der vorliegenden Studie mit der eingehenden exemplarischen Lektüre einzelner Gedichte und Gedichtübertragungen (z.B. der Gedichte von Esenin, Mandel'Stam oder Shakespeare), um ein erweitertes Verständnis des Gesamtwerks in seiner Folgenhaftigkeit zu erreichen. Auch intertextuelle Anspielungen auf lyrische oder philosophische Texte anderer erleichtern Zugänge zu Celans Werk.

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المحتوى

Danksagung
7
Zwischen Heimat und Abgrund
27
Eine Art Heimkehr
41
Das zu Erreichende hieß Wien
57
Feigengenährt sei dein Herz
89
Constantia
103
Spiel der Spiegelungen
125
Sergej Esenin bei Paul Celan
139
Schweigen wie Gold gekocht
159
Register
177
حقوق النشر

عبارات ومصطلحات مألوفة

مقاطع مشهورة

الصفحة 17 - Ich finde das Verbindende und wie das Gedicht zur Begegnung Führende. Ich finde etwas - wie die Sprache - Immaterielles, aber Irdisches, Terrestrisches, etwas Kreisförmiges, über die beiden Pole in sich selbst Zurückkehrendes und dabei - heitererweise - sogar die Tropen Durchkreuzendes — : ich finde . . . einen Meridian.
الصفحة 125 - Thou art thy mother's glass, and she in thee Calls back the lovely April of her prime : So thou through windows of thine age shalt see, Despite of wrinkles, this thy golden time.
الصفحة 60 - Mitsamt meinen Steinen, den großgeweinten hinter den Gittern, schleiften sie mich in die Mitte des Marktes, dorthin, wo die Fahne sich aufrollt, der ich keinerlei Eid schwor. Flöte, Doppelflöte der Nacht: denke der dunklen Zwillingsröte in Wien und Madrid. Setz deine Fahne auf Halbmast, Erinnrung. Auf Halbmast für heute und immer.
الصفحة 65 - In dieser Sprache habe ich, in jenen Jahren und in den Jahren nachher, Gedichte zu schreiben versucht: um zu sprechen, um mich zu orientieren, um zu erkunden, wo ich mich befand und wohin es mit mir wollte, um mir Wirklichkeit zu entwerfen.
الصفحة 123 - Wir stehen umschlungen im Fenster, sie sehen uns zu von der Straße: es ist Zeit, daß man weiß! Es ist Zeit, daß der Stein sich zu blühen bequemt, daß der Unrast ein Herz schlägt. Es ist Zeit, daß es Zeit wird. Es ist Zeit.
الصفحة 57 - Erreichbar, nah und unverloren blieb inmitten der Verluste dies eine: die Sprache. Sie, die Sprache, blieb unverloren, ja, trotz allem. Aber sie mußte nun hindurchgehen durch ihre eigenen Antwortlosigkeiten, hindurchgehen durch furchtbares Verstummen, hindurchgehen durch die tausend Finsternisse todbringender Rede.

نبذة عن المؤلف (2007)

Dr. Leonard Olschner ist Professor der Germanistik und Komparatistik am Queen Mary College der University of London.

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