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xcd iXuXsi Jisqi avtov itäot roTg repogd^oftfVoig Xvtqoogiv sv 'hgovoalrju. Wir werden demnach hier entweder einen Übersetzungsfehler des Ulfilas annehmen müßen, den wir ihm aber schwerlich zutrauen dürfen, oder aber, daß der dem Ulfilas vorliegende Text iv nußi rofg xtl. dargeboten habe, wenn wir es vermeiden wollen, die höchst auffall ige Construction mit in c. Dat. bei rodjan, die außerdem nur durch diese einzige Stelle verbürgt wäre, anzunehmen.

Ganz in der Ordnung finden wir es, daß ufhausjan den Dativ regiert und andhausjan, welche beide Verba „gehorchen" bedeuten*). Auffallen muß es aber, daß andhausjan in der Bedeutung „erhören" den Dativ regiert, Job. 9, 31; 11, 41. 42. In derselben Bedeutung findet sich das einfache hausjan Job. 9, 31 mit dem Dativ. Auch wenn hausjan nur ein einfaches Anhören, Zuhören bedeutet, ohne daß dabei an ein Beachten, Befolgen des Gehörten gedacht wird, so findet es sich mit dem Dativ verbunden, Marc. 6, 11; 7, 14; 9, 7; 12, 37; Luc. 2, 46; 9, 35; 10, 16; 19, 48; Rom. 10, 14. Öfters liegt der Begriff des Aufmerkens auf das Gehörte und demnach des Beachtens desselben in hausjan und dann müßen wir es zuweilen geradezu mit „gehorchen" übersetzen; auch in diesem Fall hat es den Dativ nach sich, Marc. 6, 20; Joh. 10, 3. 8. 20. 27. 47; 1. Tim. 4, 16; Skeir. III, b; IV, a. Wenn jedoch einfach das sinnliche Hören eines Tones, Schalles, einer Rede u. s. w. gemeint ist, so hat es meist den Accusativ bei sich, wie Matth. 7, 24. 26; Marc. 4, 16. 18. 20; 14, 16; Luc. 1, 41 u. s. w., wo auch im griechischen Texte der Accusativ steht; doch auch an folgenden Stellen, welche im Griechischen den Genitiv bei axovsiv aufweisen, findet sich nach hausjan der Accusativ; Luc. 6, 46; 15, 1; Joh. 7, 32; Col. 1, 23; II. Tim. 1, 13. Doch finden sich auch einige Stellen, in denen hausjan, analog dem griechischen axovsiv, mit dem Genitiv verbunden ist. Folgende zwei Stellen, Luc. 2, 47 allai hausjandans is, nävrsg axovovrsg awroü und Joh. 7, 40 managai pan pizos manageins hausjandans pize vaurde, xoAAol Ovv ix rov oj;Aot; axovdavres xov Xöyov können wir nicht als vollgültige Belegstellen ansehen, da das Participium hausjandans sehr wohl als Substantiv gefasst werden kann, als „die Hörer, Zuhörer," in welchem Falle der Genitiv absolut nothwendig sein würde. Noch weniger möchte ich die Stelle Joh. 6, 60

*) ufhausjan c. Dat. Matth. 6, 24; 8, 27; Marc. 1, 27; 4, 41; Luc. 2, 51; 8, 25; 10, 17. 20; Rom. 8, 7; 10, 3. 16; 13, 1; I. Cor. 16, 16; Eph. 5, 21. 22. 24; Col. 3, 18. 20. 22; Gal. 3, 1; 5, 7; II. Thess. 1, 8; Skeir. I, c und das Part. Praes. u/hauajandt c. Dat Luc. 2, 51; Philipp. 2, 8; I. Tim. 3, 4; andhausjan c. Dat. Marc. 6,20; Uc. 17, 6; I. Cor. 14, 21.

hieherziehen, patiuh managai gahausjandans pize siponje is qepun, icoXloi ovv axovöuvtss ix täv (itx&qzäv avrov elnov, da is weit natürlicher m pize siponje gezogen wird, ganz so wie im griechischen Text avrov zu ix täv ua&r\xcäv. Man hat gar nicht nöthig, p<znuh als Object, von gahausjandans abhängig, anzusehen, was an sich recht wohl gienge (panuh zusammengezogen aus dem Accusativ pana, hunc, und dem Copulativsuffix uh), denn im Griechischen steht dxovaavTsg gleichfalls absolut. Dahingegen ist der Gebrauch des Genitivs bei hausjan sicher verbürgt durch zwei Stellen, wo hausjan als Vcrbum finitum fungiert, Joh. 10, 16 ja anpara lamba aih.. . jah stibnos meinaizos havsjand und Joh. 18, 37 hvazuh saei ist sunjos, hauseip stibnos meinaizos, wozu noch Joh. 19, 13 zu rechnen ist, wo zwar das Part. Praes. steht, aber in solchem Zusammenhange, daß die für jene oben besprochenen Stellen vorgeschlagene Deutung als durchaus substantivisch, nicht zulässig ist; panuh Peilatus hausjands pize — (hier bricht der Text ab), 6 ovv IJildiog «xovttag tovzov xov köyov. — Wir haben demnach eine dreifache Construction von hausjan: Genitiv und Accusativ werden angewendet, wenn von sinnlichem Hören die Rede ist, jedoch tritt der Genitiv nur dann ein, wenn der Begriff des Aufmerkens, des Gehorchens mithereinspielt; tritt dieser Begriff nur ein wenig hervor, so ist auch der Dativ zulässig, der nothwendig stehen muß, wenn jener Begriff stärker sich geltend macht oder so sehr in den Vordergrund tritt, daß er den des Hörens ganz verschwinden macht, sei es nun ein Gehorchen, wie es dem Abhängigen, Untergebenen ziemt, oder sei es ein gnädiges Erhören von Seiten eines Mächtigeren, namentlich Gottes.

Hieher gehören noch einige Verba des Dienens: andbahtjan, siponjan, skalkinon, welche den Dativ der Person, deren Diener oder Schüler man ist, bei sich haben. Nur Matth. 27, 57 findet sich siponjan mit dem Dativ: saei ja silba siponida Jesua; dagegen skalkinon mit dem Dativ sehr häufig, Matth. 6, 24; Luc 15, 29; 16, 13; 1, 74; Joh. 8, 33; Rom. 7, 25; 9, 12; 12, 11; 13, 3; 14, 8; I. Cor. 5, 10. 11; Gal. 4, 8. 9; 5, 13; ebenso andbahtjan Matth. 8, 15; 25, 44; 27, 55; Marc. 1, 13. 31; 15, 41; Luc. 4, 39; 8, 3; 17, 8; Joh. 12, 26; I. Tim. 5, 10; H. Tim. 1, 18; Phil. 13. drauhlinon kommt nur einmal vor mit dem Dativ der Person, der man Kriegsdienste leistet, II. Tim. 2, 4 ni ainshuh drauhtinonds fraujin dugavandip sik gavaurkjam pizos aldais, ei galeikai pammei drauhtinop. — Iliebei sei gleich erwähnt der dem Begriff des Dienens nicht allzufern stehende Begrifi' des Folgens, den das Verbum laistjan ausdrückt. Dieses regiert stets den Accusativ, ganz wie lateinisch sequi. Daß das Compositum afarlaistjan den Dativ regiert, wird unten besprochen werden. Einmal tritt laistjan in Begleitung der Präposition 7nip auf, Luc. 9, 49 mite ni laistip mip unsis als Übersetzung von ort ovx äxolov&ei (ie& y[itöv, wo es seine gewöhnliche Bedeutung durchaus nicht hat, sondern „begleiten, mitziehen" bedeutet.

Den oben behandelten Verben gerade gegenüber stehen diejenigen, welche den Begriff des Befehlens, Herrschens, sowie des Verbietens ausdrücken, anabiudan, „befehlen", und faurbiudan, das sowohl „befehlen" als „verbieten" heißen kann, haben beide den Accusativ der Sache und den Dativ der Person bei sich. Bei faurbiudan habe ich an allen Stellen nur den Dativ gefunden (Marc. 6, 8; 8, 30; Luc. 8, 25. 56;

5, '4; I. Tim. 1, 3) und das directe Object entweder im Infinitiv eines Verbums oder in einem durch die Conjunction ei eingeleiteten abhängigen Satze umschrieben; bei anabiudan finden sich gleichfalls die genannten Bezeichnungen des Objects, doch findet sich dieses auch häufig durch ein Relativpronomen ausgedrückt, wie z. B. Matth. 8, 4; Marc. 1, 44; Luc. 5, 14; 17, 9. 10; der Dativ der Person neben anabiudan ist äußerst häufig, von vielen Beispielen nenne ich nur Matth. 11, 1; 27, 10; Marc. 1, 27; 8, 6. — Wichtiger und interessanter sind die übrigen Verba des Herrschens. Regelmäßig den Dativ hat reikinon bei sich, welches stets ag%siv c. Gen. wiedergibt, Marc. 10, 42; Joh. 14, 30; Rom. 15, 12; piudanon, welches ßaoilevuv übersetzt, hat stets ufar c. Dat. bei sich, Luc. 1, 33; 19, 14. 27 (im Grichischen steht int c. Gen.), sonst steht es absolut (I. Cor. 4, 8; 15, 25; I. Tim.

6, 15); mit dem bloßen Dativ, den man nach Analogie von reikinon erwarten sollte, kommt es nie vor. Dagegen hat fraujinon (xvQisveiv), sowie die verstärkte Form desselben, gafraujinon, den bloßen Dativ überall, Marc. 10, 42; Luc. 2, 29; Rom. 7, 1; 14, 9; IL Cor. 1, 44; 8, 8; mit Ausnahme der einzigen Stelle I. Tim. 2, 12, wo die Präposition faura c. Dat. zur Umschreibung verwendet wird: ip galaisjan qinon ni uslaubja, ni fraujinon faura vaira, aide avdsvzetv «vsqosI. Tim. 6, 15 findet sich das Part. Praes. hievon, aber ohne Object. Das Verbum raginon (riyspoveveiv) findet sich bei Ulfilas nur Luc. 2, 2 uud 3, 1, aber beidemal ohne Objectsbestimmung. valdan in der Bedeutung „verwalten, vorstehen" hat den Dativ bei sich I. Tim. 5, 14 garda valdan, otxoSeaitoxttv; das Part. Praes. davon kommt in Zusammensetzung mit dem Dativ garda vor als Substantivum gardavaldans Matth. 10, 25; Luc. 14, 21, otxodsoanozng *). Noch einmal findet sich

*) Es könnte jedoch das a in garda möglicher Weise nicht als Dativeudung anzusehen sein, sondern vielmehr als Biudevocal, der bei der Zusammensetzung gebraucht wird, wie z. B. in dem Compositum kaUaragild. Vielleicht ist auch svultavairthja so su beurtheilen.

valdan mit dem Dativ Luc. 3, 14 jah valdaift annom izvaraim, xal aQxeie&e toig oxfxovioig v/teäi>. Luther übersetzt nach den Worten des griechischen Textes ganz richtig: „und Iasst euch begnügen an eurem Solde." Ob es aber gerechtfertigt ist, mit v. d. Gabelentz und Lobe für valdan aus dieser Stelle die Bedeutung „sich begnügen, auskommen" abzuleiten, scheint mir mehr als zweifelhaft. Es ist nicht recht einzusehen , wie valdan von seiner ursprünglichen Bedeutung zu dieser so ganz direct übergehen sollte; zumal ist dies bedenklich, da sie nur durch diese einzige Stelle belegt wäre. Früher haben v. d. Gabelentz und Lobe der Ansicht beigestimmt, daß Ulfilas in dem ihm vorliegenden griechischen Texte nicht ägxtlafte., sondern Uq%sts oder ap^ffftf« gefunden habe *). Diese Conjectur wäre recht wohl annehmbar, nur ist das Schlimme dabei, daß sie eben eine Conjectur ist. Aber auch ohne dieselbe läßt sich recht gut verstehen, warum Ulfilas an dieser Stelle agxelod-ai nicht mit ganohips visan, sondern mit valdan übersetzt hat, da man in dem Ausdruck „den zukommenden Sold verwalten" recht gut den Sinn finden kann, daß bei dem Verwalten des eigenen gebührendermaßen zukommenden Soldes das Begehren fremden, unrechtmäßigen Besitzes ausgeschlossen werden soll und auf diese Weise das Begnügen mit dem einmal Zuertheilten gewissermaßen involvirt gedacht wird.

Wenden wir uns nun zu den hieher einschlagenden Substantiven. Grimm bemerkt im Allgemeinen über den von Substantiven abhängigen Dativ (S. 746): »Ein eigentlicher Dativ wird nur selten neben Substantiven stehen können, in welchen ein verbaler oder adjectivischer Begriff lebendig ist, von dem der Dativ abhängt." Und es sind in der That auch nur drei Substantiva, von denen ein Dativ abhängt (wenigstens scheinbar), und zwar nur solche, welche mit den eben behandelten Verben des Herrschens und Gehorchens zusammenhängen, frauja, skalks, siponeis. Wir finden Marc. 2, 28 svaei frauja ist sa sunus mans jah Pamma sabbato, äots xvgiög ictiv o vCog xov Ccv&qoijcov xal roü Oaßßäzov und Luc. 6, 5 ja qap du im, patei frauja ist sa sunus mansjah pamma sabbato daga, iksysv avrotg, ort xvgiög iaziv o vlog roü avftQoixov xal Tov aaßßärov. skalks findet sich ausnahmslos mit dem Genitiv derjenigen Person oder Sache, deren Knecht, Diener man ist, Luc. 7, 2. 3; Marc. 14, 17; Joh. 18, 10. 26; Col. 4, 12; Tit. 1, 1; Neh. 5, 15; wo sich neben skalks ein Dativ findet, ist er von dem dabei stehenden Hilfsverbum abhängig: Marc. 10, 44 sijai allaim skalks; Joh. 8, 34 skalks ist fravaurthai; Col. 7, 23 ni vairpai]> skalkos mannam. siponeis kommt nur Joh. 9, 28 vor (zweimal): pu is siponeis pamma, ip veis Mose siponjos sijum, <$v alg ftaöijtijg ixsivov, rtuiig ds Tow Mmcäag iGulv fiu&rjrai. Grimm erklärt den Dativ bei frauja daraus, daß frauja ist an Bedeutung dem verbalen Ausdruck fraujinop gleich sei (S. 746). Aber dann ist auffallend, daß fravja nicht auch da, wo es attributiv steht, den Dativ bei sich hat, da man es ja eben so leicht in diesem Falle für einen Ersatz für das Participium fraujinonds halten könnte, wie frauja ist für einen anderen Ausdruck für fraujinop. Es findet sich aber kein einziges Beispiel für den Dativ bei frauja in attributiver Stellung, sondern regelmäßig der Genitiv und zwar der Genitiv in seiner eigentlichsten Function, als der Casus, der das Zusammenhangsverhältniss zweier Nomina bezeichnet, der in den Schulgrammatiken der classischen Sprachen sogenannte Genitivus subjeetivus. Wir finden diesen Genitiv bei fravja Luc. 19, 33; 20, 13; Joh. 15, 15; Matth. 9, 38; Marc. 12, 9; Rom. 10, 12; 1. Tim. 6, 15; Skeir. IV, c. Desgleichen finden wir stets diesen Genitiv bei piudans, Matth. 27, 11; Marc. 15, 2. 9. 12. 18. 26; Luc. 1, 5; Joh. 12, 13; 18, 33. 39; 19, 2; I. Tim. 1, 17; 6, 15 und bei reiks (ap%rav) Joh. 12, 31; Eph. 2, 2. Ich kann deshalb mich nicht zu der Ansicht bekennen, daß in den angeführten Stellen, wo der Dativ bei frauja angetroffen wird, sowie bei skalks und siponeis, derselbe von jenen Substantiven abhänge, sondern ich meine vielmehr, daß er durch das dabei stehende Verbum substantivum visan hervorgerufen sei. Über den Dativ bei visan und vairpan wird weiter unten gesprochen werden. — Was nun die hieher gehörigen Abstracta anlangt, so finden wir sie, wenn sie in Verbindung mit andern Substantiven vorkommen (und nicht den bloßen Infinitiv bei sich haben, wie valdufni Matth. 9, 6; Luc. 5, 24; 10, 19; Joh. 10, 18; 19, 10; Köm. 9, 11; I. Cor. 9, 4 oder die Präposition du mit dem Infinitiv, wie Marc. 3, 13) mit dem sogenannten Genitivus objeetivus, wie Marc. 6, 7; Luc. 4, 6; Joh. 17, 2; Skeir. V, c.; skalkinassus immer in Verbindung mit dem Genitiv galiugagude (eldaHolargsia) Gal. 5, 20: Eph. 5, 5; Col. 3, 5. Nur zweimal begegnet valdufni mit der Präposition ufar c. Dat. Luc 9, 1; 19, 17 (mäht jah valdufni ufar allaim unhulpom und sijais valdufni habands ufar taihun baurgitn); an ersterer Stelle steht im Griechischen ini c. Acc., an letzterer der Genitivus objeetivus. Diejenigen Stellen, welche im Gothischen den Genitivus objeetivus haben, weisen denselben auch im Griechischen auf, eben so wie im

*) Prolegg. pag. XXVII. Ad Luc. 3, 14 nos probasse conjecturam Mareshalli, judicantis Ulfilam pro aQitiiade fortasse agxtTf au' &QXe°** legisse, nunc poenitet, pivpterea qtwd nulluni verbum cum „valdan" compositum illud eie^ftv conlinct et rganohidai sijai]>", quod in margine scriptum est, glossa potius quam vcra leclio esse vileJur

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