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5, 16, da hier in fraujin, wörtliche Übersetzung von iv xvgia, nicht bedeutet, daß der Herr der Gegenstand der Freude sein soll, sondern daß die Freude eine Freude im Gedanken an den Herrn, in seinem Sinn und Geiste sein soll. V. d. Gabelentz und Lobe sprechen von einem Causalis und Modalis, zu dessen Bezeichnung der Genitiv oder Dativ oder Umschreibungen mit Präpositionen dienen. Der Causalis wird bezeichnet (II, 2, 230) als der Casus, der einen Gegenstand als Grund einer Thätigkeit oder eines Zustandes anzeigt, der Modalis (II, 2, 232) als derjenige, der die Art und Weise anzeigt, wie etwas geschieht, wie eine Thätigkeit sich äußert. Beide, Causalis und Modalis, sind zusammenzufassen zu dem einen Casus, dem Ablativ. Irriger Weise rechnen v. d. Gabelentz und Lobe auch ganz entschieden instrumentale Functionen des Dativs mit unter die ablativischen, wie huhrau fraqistna, Luc. 15, 17; ufhropida Jesus stibnai mikilai, Matth. 27, 46. 50. Ablative finden wir in reichlicher Anzahl; ich führe beispielsweise hier an: Luc. 1, 74 unagein skalkinon (dtpößtos dovXsveiu); Marc. 1, 34 gahailida managans ubil habandans missaleikaim sauhtim; Rom. 7, 22 gavizneigs im vitoda gufis; 11, 20 ungalaubeinai usbruknodedun, v. 30 gaarmidai vaur]>u]j pizai ize ungalaubeinai; 12, 11. 12 usdaudein ni latei, ahmin vulandans, venai faginondans; I. Cor. 7, 27 gabundans is qenai und gleich darauf galausips is qenai (dagegen Rom. 7, 2 galausjada qens af Jjamma vitoda); 14, 20 fra])jam fullaveisai stjai]); II. Cor. 1, 15 pizai trauainai vilda faurpis qiman ai izvis; 9, 2 vait gairnein izvara, pizaiei fram izvis livopa; 12, 16 visands lüteigs hindarvisein izvis nam (akX vitüg%av navovgyos SöXa vfiag HAaßov); Phil. 3, 3 ahmin gupa skalkinondans und v. 8 allamma gasleipips im (tri itdvtcc, in jeder Hinsicht); I. Thess. 2, 17 appan veis gaainaidai af izvis andvairpja, ni hairtin;

1. Tim. 6, 5 usbalpeins fravardidaize manna ahin (nagadtccrgißcd dieq>9aQ(idvav ävfrgancov töv vovv) und v. 8 paimuh ganohidai sijaima (rovroig aQKS0d,r}(s6fis^a); IL Tim. 3, 8 pamtna haidau (ov tgöxov) und mannans fravaurpans ahin; Skeir. I, c mahlai gudiskai (eigentlich Comitativ: in Begleitung göttlicher Macht, mit göttlicher Macht) und svesamma viljin (proprio voluntate). — Offenbar ist auch ufarassau als Ablativ anzusehen, das sich sehr häufig findet als Übersetzung von negiaaotdgais, vasgnsgioaäs, vnsgexnsgiaaov, xa& vnegßoXijv, Marc. 7, 37; Rom. 7, 13; II. Cor. I, 8. 12; 2, 4; 7, 15; 11, 23; II. Thess.

2, 17; 3, 10; 5, 13, oder auch für vitig in der Zusammensetzung, wie ufarassau ufpanjan für vicegsxtfivttv, II. Cor. 10, 14, sowie in der Verbindung ufarassau haban oder ganohjan für ntgioGsvetv, Luc. 15, 17; Eph. 1, 8; Phil. 4, 12.

Wenn v. d. Gabelentz und Lobe diejenigen Dative, welche den Preis angeben, um den Etwas gekauft oder verkauft wird, für modale, also für ablativische halten, so werden wir ihnen nicht beistimmen können, sondern sie vielmehr für instrumentale halten müssen. Daß auch Grimm sie für instrumentale hält, fällt hier nicht ins Gewicht, da Grimm Ablativ und Instrumental nicht unterscheidet. Wir gehen bei dem Gedanken des Kaufens von dem Begriffe des Erwerbens, Aneignens aus und das für das gekaufte Object Hingegebene, der Preis ist das Mittel zur Erlangung desselben; daher glaube ich, daß hier der Instrumental anzunehmen ist. Wir finden diesen Dativ des Preises Matth. 10, 29; Joh. 6, 7; I. Cor. 7, 23; sonst finden wir den Preis ausgedrückt durch in c. Acc. Marc. 14, 5; Joh. 12, 5 oder und c. Dat. Matth. 5, 8; 27, 10; Rom. 12, 17.

Über den Instrumental kann ich zu dem, was Grimm S. 709 — 715 und 750—752, sowie v. d. Gabelentz und Lobe II, 2, 231 ff. anführen, nur wenig Neues hinzufügen; ebensowenig über das, was bei v. d. Gabelentz und Lobe S. 234—244 über Orts-, Zeit- und Maßbestimmungen gesagt ist. Nur über den Dativ bei der Comparation muß ich Einiges bemerken. Grimm sagt (S. 752): »Wenn die Beschaffenheit zweier Gegenstände verglichen werden soll, entspringen eigentlich zwei Sätze: die Sonne ist größer als der Mond ist. Dieser mehrfache Satz verschwindet nicht durch die gewöhnliche Ellipse des zweiten ist, wohl aber durch die Verwandlung des zweiten Nominativs in einen obliquen Casus.

„In welchen obliquen Casus? Die griechische Sprache wählt den Genitiv, die lateinische den Ablativ, die deutsche den Instrumental oder an dessen Statt den instrumentalen Dativ.

„Daß von dem eigentlichen Dativ hier nicht die Rede sein kann, sieht man leicht, seine subjective Natur taugt nicht für das völlig objective Geschäft der Comparation. Es folgt auch aus der Anwendung des lateinischen Ablativs und des griechischen Genitivs, daß da, wo unser Dativ einem Genitiv begegnet, der ablative, d. h. instrumentale Dativ zu verstehen ist.

»Wir haben gesehen, daß bei dem Adjectiv galeiks neben dem Dativ ein Instrumental erscheint. Wie der Gleichung wird er also auch der Vergleichung angemessen sein."

Hiebei zeigt sich wiederum ein Irrthum Grimm's, der lediglich dadurch entstanden ist, daß er Ablativ und Instrumental nicht auseinander hält, sondern für völlig identisch ansieht. Wenn auch bei den Verben und Adjectiven des Begriffs der Gleichheit vereinzelt der Instrumental statt des erwarteten Dativs vorkommt, so ist dies noch keineswegs ein Grund, für das Geschäft der Vergleichung ebenfalls den Instrumental anzunehmen. Außerdem führt Grimm ausdrücklich einen Umstand an, der entschieden gegen die Ansicht spricht, als sei der Dativ nach Comparativen ein instrumentaler, nämlich, daß im Griechischen der Genitiv nach der Vergleichung steht; es steht aber fest, daß der Instrumental im Griechischen durch den Dativ, der Ablativ aber durch den Genitiv ausgedrückt wird. Die Annahme von der ablativischen, nicht instrumentalen, Natur des Dativs nach Comparativen wird also durch die Analogie des Griechischen und Lateinischen bestätigt, und zudem hat ja auch der Ablativ eine weit bessere Berechtigung als der Instrumental, bei der Comparation angewandt zu werden, denn ein Ding ist nicht größer, besser u. s. w. durch ein anderes, sondern rücksichtlich eines anderen, das die verglichenen Eigenschaften in geringerem Grade besitzt. —

Was den Instrumentalis und den Dativ als Stellvertreter desselben anlangt; so kann ich nur auf Grimm IV, 741 f. und 750 f. sowie auf v. d. Gabelentz und Lobe II, 2, 231 f. verweisen. Wo ich mit deren Ansichten nicht übereinstimme, habe ich meine abweichenden Ansichten oben gehörigen Orts angegeben.

Cap. III.

Der absolute Dativ.

Zum Schluß haben wir noch den absoluten Gebrauch des Dativs zu behandeln. Grimm bespricht das Capitel der absoluten Casus überhaupt S. 887—919. Ich kann mich auch hier nur darauf beschränken, einen kurzen Auszug aus Grimm's Resultaten zu geben und muß mich darauf beschränken, daß ich einige Stellen, an denen er mir Unrecht zu haben scheint, zu corrigieren versuche.

„Absolute Casus", sagt Grimm (S. 887), »sind, welche nicht regiert werden. Wenn ein Casus weder abhängig zu machen ist von einem herrschenden Verbo, noch von einem Nomen oder einer Partikel des Satzes, so verdient er jene Benennung. Er tritt, für eich bestehend, in den Satz ein. — Solche absolute Casus haben die Natur des Adverbs, und man darf auch alle aus dem Nomen entsprossenen Adverbia absolute Casus heißen." Dies Letzte hat seine volle Richtigkeit bei Casus von Substantiven, welche ohne Hinzutritt eines Adjective oder Participe absolut gesetzt sind, wie dagis, nahis, nicht aber bei Substantiven, die mit einem Adjectiv oder Particip verbunden, absolut gesetzt sind.

Ebensowenig, wie im Lateinischen, gibt es absolute Participia, bei denen das Subject im Dunkel gelassen und nicht gesetzt wird, wie im Griechischen, z. B. vovrog, dakai^otnog. Absolute Substantiva und Adjectiva werden im Gothischen nicht gefunden, dagegen äußerst häufig Substantiva mit Participien als absolute Dative, denen häufig die Präposition at voransteht, oft zur Wiedergabe von int, das sich jedoch nicht immer findet, wo der Gothe at setzt. Bemerkenswerth ist, daß das Participium bei absoluten Dativen stets prädicativ steht, nie attributiv.

Von anderen Casus, die außer dem Dativ absolut vorkommen, führt Grimm zunächst den Nominativ an und bringt als Beispiele dafür Marc. 6, 21 jah varpans dags gatils, pan Herodis nahtamat vaurhta und Joh. 11, 44 jah vlits is auralja bibundans, ij otytg avtov eovSaQto nsQtsdideto. Maßmann fügt an beiden Stellen, eine Ellipse vermuthend, in Parenthese vas hinzu. An der Johannisstelle bietet die Ellipse von vas sich sehr deutlich dar, besonders wegen der Fassung des griechischen Textes; auch Grimm weist den Gedanken einer Ellipse nicht direct zurück, obgleich er ihm bedenklich vorkommt. An der andern Stelle, Marc. 6, 21, hält Grimm eine Ellipse von vas aus dem Grunde für bedenklich, weil Ulfilas für vaurpans vas vielmehr einfach varp gesetzt haben würde. Diese Einwendung würde ganz gerechtfertigt sein, wenn hier einfach das Präteritum ausgedrückt werden sollte, aber es wird ganz speciell das Plusquamperfectum verlangt »als ein passender Tag gekommen war", wie es im Griechischen heißt: xai ysvofievwg rjftSQag Svxcciqov, und dieses Plusquamperfect konnte nicht anders ausgedrückt werden als durch die Umschreibung vaurpans vas. Wir werden also beide Stellen, wo Grimm absolute Nominative erkennen will, als solche nicht anerkennen dürfen, sondern als unabhängige Sätze, in denen das Hilfsverbum, vas, ausgelassen ist.

Für den absoluten Genitiv bringt Grimm nur eine einzige „unsichere" Stelle bei, Marc. 16, 1 invisandins sabbate dagis, dtaysvopivov zov ßaßßäzov, cum transisset sabbatum. Grimm bemerkt hiezu (S. 896): »Ulfilas nimmt dtayivtö&ai, für intyCvsO&ai, instare, scheint aber invisandins attributiv mit dem absolut gesetzten dagis zu verknüpfen. dagis steht, was auch die neuesten Herausgeber bemerken, ganz wie 16, 2 auf die Frage: Wann? Der Sinn ist also: am Vorsabbat. Wäre das Particip prädicativ, so würde der Dativ invisandin daga auf ge

wohnliche Weise gebraucht sein, freilich mit wenig abweichender Bedeutung."

Absolute Accusative hält Grimm für unbestreitbar. Außer den von ihm (S. 900) angeführten Stellen habe ich keine gefunden, welche auf die Vermuthung von der Existenz absoluter Accusative führen könnte, und unter den citierten Stellen ist keine, die nicht eine andere, mindestens ebenso gute Erklärung zuließe, als mit Hilfe der Annahme eines absoluten Accusativs. Matth. 6, 3 tjl) puk taujandan armaion, ni viti hleidumei peina, hva taujij) taihsvo peina, ßov dl itoiovvzog iletjuoavvriv xzX. Trotz des absoluten Casus im Griechischen halte ich es doch für bedenklich, hier einen absoluten Accusativ anzunehmen, da sehr wohl der Accusativ puk taujandan armaion von viti abhängen kann und der Nebensatz hva taujip taihsvo peina eine nähere Ausführung zu J)uk taujandan armaion enthalten. Marc. 6, 22 jah atgaggandein inn dauhtar Herodiadins jah plinsjandein jah galeikandein können die Participien ebensowohl Dative als Accusative sein; zu den Dativen würde aber der Accusativ dauhtar nicht stimmen, indeß durch eine leichte Conjectur, die Stamm vorschlägt, indem man dauhtr für dauhtar schreibt, hilft man dem ab und wir erhalten einen absoluten Dativ, entsprechend dem griechischen absoluten Genitiv dieser Stelle. Ferner wird als Belegstelle für den Gebrauch des absoluten Accusativs citiert Skeir. IV, c. ip po veihona vaurstva, unandsakana visandona, gasvikunpjandona pis vaurkjandins dorn, bairhtaba gabandvjandona, sed sanctis operibus irrefu~ tatis, operantis Judicium mani/estantibus et clare significantibus; Grimm wirft hiebei die Frage auf: „Alle diese Accusative könnten ebensowohl Nominative sein?" Ferner hält Grimm visandona für attributiv und ist ungewiss, ob er nicht auch gasvikunpjandona dafür halten soll; dann müßte es aber auch gabandvjandoa sein; anscheinend ist auch unandsakana visandona in der That attributiv, die anderen Participien aber prädicativ und haben wir keine Accusative in veihona vaurstva u. s. w. zu sehen, sondern Nominative und die Copula sind zu ergänzen. Daß Matth. 26, 71 usgaggandin ina in daur gasahv ina anpara von absolutem Accusativ nicht die Rede sein kann, lehrt schon der griechische Text dieser Stelle, der gleichfalls doppelten Accusativ aufweist: i%ek&6vza Sl avzov elg zov nvläva, sldev avzov äkkrj. Auch Luc. 15, 20 nauhpanuh pan jairra visandin gasahv ina atta is kann unmöglich als absoluter Accusativ gelten, da das erstemal (bei visandin) der Accusativ weggelassen ist; im Griechischen steht der absolute Genitiv. Luc. 9, 42 duatgaggandin ina gabrak ina sa unhulpa haben wir, trotz des absoluten Genitivs im Griechischen, doch wohl nur eine Wiederholung des Ob

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