صور الصفحة
PDF

jectsaccnsativs der stärkeren Hervorhebung des Objects wegen anzunehmen. Demnach werden wir auch schwerlich at maurgin vaurpanana, Matth. 27, 1, als absoluten Accusativ, dem die Präposition at vorantritt, wie so häufig dem absoluten Dativ, anerkennen können, da nach dem oben Gesagten alle sicheren Analogien eines solchen mangeln. Das von Grimm angesetzte maurgin vaurparara als Accusativ der Zeitbestimmung habe ich nirgends finden können.

Nicht selten kommt es vor, daß im Griechischen wie im Gothischen ein Dativ in einem Satze steht, auf welchen ein zweiter Satz mit wiederholtem Dativ folgt; in solchen Fällen ist ein absoluter Dativ nicht anzunehmen; so Matth. 5, 1. 23; 8, 22; 9, 27; Marc. 5,2; Luc. 8, 27.

Auch Auflösungen des griechischen absoluten Ausdrucks finden sich zuweilen, wie Matth. 9, 18 zaiha avrov Xalovvzog avrolg, mippanei is rodida pata du im und v. 33 xal ixßXfi&dvTog xov dcufiovtov, jah bipe usdribans varp unhuipo u. s. w.

In Betreff des absoluten Dativs habe ich Nichts gefunden, was ich gegen Grimm's Resultate einzuwenden oder wodurch ich sie zu vervollständigen wüßte; höchstens hätte ich noch mehr Beispiele sammeln können, bei der unzähligen Menge derselben eine überflüssige Arbeit.

ALTHOCHDEUTSCHE GLOSSEN.

In der Germania I, 110—114, 465-475, VIII, 383—414 ist von Holt/mann nachgewiesen, daß die ahd. Übersetzungen des ersten Evangeliums, des Isidorischen Tractates, der Homilie „de gentium vocatione" und der Predigt „de Petro titubante" von dem Angelsachsen Pirmin, dem Stifter von Reichenau, herrühren, daß ebenderselbe auch ein Glossenwerk über die ganze Bibel gleichsam übersetzte und daß sämmtliche Reste dieser Übersetzungen und Glossen direct oder indirect Abschriften der Pirminischen Sammlung seien.

Diese Sammlung wurde durch unterhaltene Verbindung mit Reichenau und besonders bei Klöstern, welche unter unmittelbarem Einflüsse Pirmins gestiftet wurden, für den nothwendigen Bücherbedarf eines jeden Klosters abgeschrieben: wie es von Altaich, Murbach und Pfäflers bekannt ist (Germ. I, 473). Dabei gieng die ursprünglich angelsächsische Übersetzung ins Hochdeutsche über und die Glossare waren bis ins 13. Jhd. in der anfänglichen Form nach dem biblischen Texte allgemein im Gebrauch.

Auch in der k. k. Studienbibliothek zu Salzburg befindet sich ein Fragment einer solchen Abschrift dieser Firminischen Glossen aus dem 11. Jhd. auf einem Pergamentdoppelblatte gr. Fol., welches bisher als Einband eines mathem. Werkes des 16. Jhds. diente. Jede Seite hat 3 Spalten und 38 Zeilen; es sind gegen 450 lateinische Ausdrücke angeführt, wovon 170 durch nebenstehende oder übergeschriebene deutsche Glossen erklärt sind. (Die übergeschriebenen, welche vielleicht Zugabe des Abschreibers oder eines Gebrauchenden sind, obschon die Schrift ganz dieselbe bleibt, wurden durch gesperrten Druck kenntlich gemacht.) 50 Worte sind gar nicht glossiert und die übrigen haben Synonyme oder erklärende lateinische Phrasen neben sich.

Das erste Blatt stimmt überein mit den von Graff VP bezeichneten Tegernseer Glossen, welche ich auch in dem schriftlichen Nachlasse Schmeller's auf der k. Hofbibliothek in München unter seinen Glossae interlineares I, 400 und II, 1007 abgeschrieben fand und verglichen habe.

Das zweite Blatt hat mit diesen nichts gemein und stimmt überein mit den Monseer Glossen (p. 380 — 382 nach Pez). Die beiden Blätter bildeten vielleicht das äußere Doppelblatt einer Lage, welche den Schluß eines Abschnittes der Tegernseer Glossen und den Anfang der Monseer (Pez I, 374—380) enthielt. Sie sind, wie die angeführten Abweichungen beweisen, weder eine Abschrift des einen, noch des andern Codex, haben aber offenbar mit beiden die gleiche Grundlage.

Die Salzburger Hs. zeigt die Consonanten fast durchgehends auf einer andern Stufe als die beiden andern, z. B.: b : p, g : i, o : ch, h : ch, z : c, /: ph etc. Der Schreiber subscribiert meistens das i nach m und n; er setzt im An-, In- und Auslaut nur ein langes /, schwankt öfters zwischen e und ae, cio und tio, wechselt jedoch selten zwischen v und u, nie bei vv.

Ich habe nur die deutschen Glossen herausgenommen.

SALZBURG. M. A. WALZ.

Blatt I, Seite 1, Spalte a. 6. Idiota, heimzugilinc, hei

1. Fax, fachal. miska.

5. Arram, phant. 7. Scirpus, pinuz.

Abweichungen von Schindler: 1. fachala. 5. arrabonem. 6. heimzugilinch. heimiaci.

[table]

Operculum, v p e r 1 i d, quod

operit summitatem vasi.
Mutuavit, intlehinota.
Resarcitas, gipuozta.
Distrahis, firchoffest.
Invisi sunt, arpundun.
Instrumentum, giziuc.
Repausavit, gilabota.
Exterminabitur, zistorit vvirdit.
Parcus, furipurtiger.
Calamis, s x x f g b 1 x n.
Cataplasma, vasca.
Reniti, vvidersten.

Seite 2, Spalte a.
Detrimentum, vngifvori.
Retulerit, narravit, zalta.
Expensas, gizivcb.
Eulogia, o b 1 e i.
Tridens, mistcapula.
Efiicacia, gifrumida.
In proeinctu, in vvicki garavva.
Inruptiones, anauart.
Strages, slahta, vvala.
Stipendium, Ion, fuora.
Satisfacere, givvillan.
Exoffensa, missitati.
Gratifice, liupliho.
Diversorium, gastvvissida.

Seite 2, Spalte b.
Monstri, gitroges.
Simias, affinna.

9. sechil. — 10. bei Graff 1, 91. — 18. bei Graff 4, 235. — 19. spililiho. Seh. bemerkt dazu: „unleserlich", — 24. fehlt bei Graff 4, 363. — 25. sulcicharili. — 31. cfaurpizkartun. — 37. durahpporanten.

(S. 1, Sp. b.) 7. merratich. — 16. roz. — 23. giziueh. — 28. anasaget.

(S. 1, Sp. c.) 1. chuhmun. — 5. intlehnota. — 9. firchoffes. — 10. arpunnun. — 12. giziueh. — 14. gilapota. — 24. cistorit unirdit. — 32. Schindler bemerkt: das ä scheint durch bf = Sb, und 6 durch pf = ce angedeutet worden zu sein.

(S. 2, Sp. a.) 10. Graff: mistgabala. — 12. giurumida. — 13. uuikki garauua. — 17. anafart. — 20. giual.

19. Cepas, phlanzun. 23. Dumtaxat, doh. 25. Trabes, gipretto.

31. Leuitonarium est colobium

lineura sine manicis quäle egiptii monachi utuntur. 35. Concludere, gisueigan.

Seite 2, Spalte c.

3. Incutiens, anavverfentaz.

4. Obsecuntur, dionont.

de appelle:

5. Prouectus, gidiganer.

6. Mente exciderat, tobota.

7. Jumentorum cingula. satalgis

cirri.

Isidori. 9. Armonia, lutnussida. 11. Novalia, niulenti.

de appollonio. 16. Confutabant, valscotun. 19. Examen, suaram.

22. Oratores, redinari.

23. Vermiculos, worma.

vita sancti hilarionis.

32. Sagum, filz, gallicum nomen, dictum autem sagum quadrum eo, quod apud eos primum quadratum aut quadruplex esset.

Blatt II, Seite 1, Spalte a. 2. Sollicitet, inspenet.

3. Ambicioni, frehbi.

6. Si quid alterius, id est givüori.

15. Promamus, gioffanen.

16. Ambitus, rihtuom.

20. Praeposterum, missisazten.

24. Notari, piscoltan werdan.

25. Absurdum, tumplih.

26. Kudes, unchustiga.

28. Trutina, vvaga.

29. Probatus, livper.

32. Damnum, fiornussi.

33. Frequenturibus, stivren. 35. Obscuris, unwerden.

Seite 1, Spalte b.

1. Municipiis, cuphon.

2. Ventilentur, irsuochit werdan.

4. Mansura, festiu. 8. Adspiret, zuoille.

10. Non resecat, dananinimit.

12. Compendium, gimah.

13. Testamentario, arplihemo.

16. Inpulsu, anazungo.

17. Litterario, prieflihemo.

22. Municipii, dorffes.

23. Diocesis, piscoftuom.

25. Prospexit, giriet.

26. Divinationes, vvibi.

27. Praeproperum, zivilogaha.

29. Damnabili, lastarparero.

30. Retundi, irrwentit werdan.

31. Resultat, widarstritit.

31. Sehnt, bemerkt: „Am Rande steht hantscuoha." — 35. giswegan.

(S. 2, Sp. c.) 7. satilgiscirri. — 22. redinara.
Abweichungen von Pez:

(Bl. II, S. 1, Sp. a.) 2. intspenne. — 20. missisaztes. — 26. unchunstiga. — 32. vlornussi. — 33. frequentioribu8. — 35. unwerdin stetin.

(S. 1, Sp. b.) 4. menuura. — 10. [Schiller bemerkt in seinem Glossar S. 202 zu dananimit, non resecat, Gl. Mons. p. 386: „hie particula negativa theodisca haud dubie vitiose est omissa." Die zwei ersteren i sind in vorliegender Handschrift den vorhergehenden n subscribiert.] Sämnitliche Glossen von Adspiret bis Blatt EL, Seite 1, Spalte c fehlen bei Pez und theiltoeise bei Graff.

Blatt II, Seite 1, Spalte c. Si quis esset et rel. 3. Plectibiles, vird am liha. 8. Faciendo, vvihanto. 9. Tranquillitatem, gidult. 10. Exaggerare, gimeron. 11. Publicare, giliutmaren. 12. Causam, dinc. Flavio et rel. 14. Infucatim, untru giliho. 15. Lance, vvago. 16. Usura, manacfalti. 17. Resipiscunt, pichennant. 20. Investes, ungiparta. Necessaria et rel. 23. Moderatione, rihtungo. 24. Librare, gichiosan. 25. Retro, pivore. 26. Metiri, pidenchan. 27. Eatenus, unzinandaz.

Seite 2, Spalte a. 2. Acta, irleitter. 7. Adsecutus est litteras, chan puoch.

10. Confutemur, pischoltan vverd. 13. Investationi, anavarti. 14. Subrogandis, zipicellanne. 16. Condicionarios, zin sara. 17. Discussos, irsuohta.

18. Praefigant, forapimeinant. 20. Inlationibus, altasungun. 21. Tendere, ilan. 22. Fastigio, stiuri. 23. Suppetit, hilft, 25. Motu, gitrahte. 26. Deferente, meldentemo. 28. Tractatus, gichosi. 31. Praefixa, vorapimeintiu. 33. Strenuitate, vradi. 34. Infulis, garavvin. 35. Decoloratione, honido. 36. Mutilanda, girranne.

Seite 2, Spalte b. 5. Incuria, ungivvari. l 1. Late, follihliho. 12. Praeterimus, uperpurian. 13. Desertor, flazari. 16. Indicio, potascefti. 19. Prosternere, ginidiran. 20. Declives, vv illiga. 21. Admittit, gilazit. 25. Elisor, vliosari. Exordium etc. 30. Scandalum, asvih. 31. Onerosum, ungimah. 33. Floruerunt, irscinun. 35. Concinens, gihellenter. 36. Serenitatis, herscefti.

(S. 1, Spalte c.) 10. gimerr. – 12 dinch. – 15. Lanze. judicio vel vvago. – 17. pichennent. – 20. sine barba. – 26. pedenchan. – 27. unzinanandaz.

(S. 2, Sp. a.) 2. irleiter. – 10. pischoltaman. – 13. infestatur. – 14. zipizellanne. – 18. vorapimeinnent. – 19. illan. – 31. vorapimentiu. – 34. garauin. – 36. zigiranne.

(S. 2, Sp. b.) 5. ungivueri. – 11. follichliho. Grimm Gr. 2, 304 sagt:

die Glossae Mons. haben sogar follichliho, folliclihho zu emendieren; die echte Form

eine unbegreifliche Lesart, vermutlich ist aber ahd. vollih, mhd. vollich. –

12. uperpuriemes. – 16. potascephti. – 19. fehlt bei Pe:. – 20. vulliga. –

36. herscephi. GERMANIA XI.

20

« السابقةمتابعة »