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Tbabiloenfche rike was teerfte

Tftarcfte en bet v'chierfte

Dat roemfche was tiefte

Van den iiij ende tbefte

Maer machidonen ende carthago 140

Enwaren niet alfo

Stare als dander twe

Tbabiloenfche was ftareker mee

Menich tijt en menich iaer

Tote dat chyrus quam daer 145

Diet al warp in den gront

Alfo als ic v fal doen kont

Chirus alfo ikt las

Die cö van perfen was

Voer in Orienten ftrijden 150

En wan in dien tijden

Een groet deel van lande

Do bi dat hadde in die bände

Woudi trecken teenre an der ftat

Dat hi meere vonde den feat 155

Vor babilone trat hie fchiere

Daer ftout eene riuiere

Tuffchen hem entie ftat ghereet fo g°t

Dat fi den ghanc verboot

Want fij was breet en diep 160

Die riuiere diere voren liep

Datfe niemet paffen endorfte

Doe was daer een vorfte

Een ridder een vroem man

Alfe hi den pas zoeken began 165

DER WEISSE, DERROTHE UND DER SCHWARZE

HAHN.

Es ist ein alter und weitverbreiteter Glaube, daß der den Tagesanbruch verkündende Hahnenschrei allen nächtlichen Spuk, alles Dämonische verscheucht (sieh P. Cassel, Eddische Studien 1, 53—57). 'Der Hahnenschrei', sagt Clemens Brentano (Gründung Prags S. 419), 'ist den wandelnden Geistern, was den Soldaten der Zapfenstreich, sie mäßen dann nach Haus gehen.' Und wer erinnert sich nicht der Worte Shakespeare's im Hamlet?

I have heard, The cock, that is the trumpet to the morn, Doth with his lofty and shrill-sounding throat Awake the god of day; and, at his warning, Whether in sea or fire, in earth or air, Th' extravagant and erring spirit hies To his confine. Während aher nach der gewöhnlichen Annahme der erste Schrei des ersten besten Hahnes, den Teufel oder Gespenster gerade hören, sie vertreibt, geht aus den folgenden Stellen, die meines Wissens von mir zum ersten Mal zusammengestellt sind, noch ein besonderer Glaube hervor. Hiernach verkünden drei — in einigen Überlieferungen auch nur zwei —, durch die Farbe unterschiedene Hähne den Dämonen und Gespenstern den Morgen, und erst beim Krähen des dritten — oder des zweiten — Hahnes verschwinden dieselben. Wo drei Hähne vorkommen, sind es immer ein weißer, ein rother und ein schwarzer; ihre Aufeinanderfolge ist aber nicht immer dieselbe. Wo nur zwei Hähne vorkommen, fehlt eben eine der drei Farben.

Die von mir gesammelten Stellen sind die folgenden: Von der s. g. Teufelsbrücke, einer höchst wahrscheinlich künstlich hergestellten Landzunge im Gahlenbecker See südöstlich von Friedland, erzählt eine Sage (Niederhöffer, Mecklenburgs Volkssagen 3, 29): Der Teufel erschien einst des Nachts einem Schäfer und versprach ihm noch in derselben Nacht eine Brücke über den See zu bauen, wofür ihm der Schäfer, wenn der Bau vor dem dritten Hahnenschrei fertig sei, seine Seele verschreiben sollte. Der Schäfer gieng darauf ein und der Teufel machte sich rasch ans Werk. Bald aber ergriff den Schäfer Keue, doch der Bau war schon weit vorgeschritten und der Morgen noch fern. Da weckte er seinen Hahn und warf ihm dreimal Hafer vor, so daß der Hahn dreimal in Zwischenräumen krähte. Als der Teufel den ersten Hahnenschrei hörte, rief er höhnisch: Dat is de witt,

dat is so vel als wenn der Hund schitt! Beim zweiten rief er ärgerlich: Dat is de rohd', dat geht mi dörch' t Blood! Beim dritten aber rief er wüthend:

Dat is de 8wart', dat geht mi durch 't Hart! ließ alles stehen und liegen und fuhr von dannen.

Von der Teufelsmauer bei Hohenfurt an der Moldau (Vernaleken, Mythen und Bräuche des Volkes in Österreich S. 370) geht die Sage: Der Teufel wollte das Wasser auf das Kloster hinleiten, und auf einem Teufelsstein sitzend, trieb er die Arbeiter an. Das Krähen eines weißen Hahnes machte keine Unterbrechung. Da krähte ein rother Hahn, und der Teufel sagte: 'Rother Hahn, todter Hahn!' und hieß sie eilen. Endlich krähte ein schwarzer; da sagte er: 'Schwarzer Hahn, Himmelshahn!' und alle liefen davon.

Von der Teufelswand bei Langeck an der Donau (Vernaleken ii. a. O. 369) wird erzählt: Der Teufel wollte die Donau anschwellen, und als er zu dem Zweck die Mauer aufführte, krähte ein weißer Hahn dreimal, und am andern Tag ein schwarzer. Der Teufel sagte, er höre nicht eher auf, als bis ein rother Hahn krähe. Da erschien am dritten Tag ein rother Hahn auf der Spitze- des Kirchthurms von St. Johann und krähte dreimal. Nun mußte der Teufel aufhören. Voll Zorn schoß er nach dem Hahne, der noch am Thurme zu sehen ist. — Daß in dieser Sage die drei Hähne an drei verschiedenen Tagen krähen, ist wohl Entstellung; wahrscheinlich haben sie ursprünglich in einer und derselben Nacht gekräht.

Nach einer neugriechischen Sage (J. G. v. Hahn, Griechische und albanesische Märchen Bd. 2, S. 82) kommen Neraiden Nachts auf eine Tenne und tanzen, bis bei Tagesanbruch die Hähne krähen. Zuerst kräht der weiße Hahn; da sprechen sie zu einander: 'Es ist der weiße, der mag krähen!' und tanzen weiter. Darauf kräht der rothe und sie sprechen: 'Es ist der rothe, der mag krähen!' und tanzen weiter. Endlich kräht der schwarze; da rufen sie: 'Jetzt ist es Zeit, unsere Flügel zu nehmen und aufzubrechen!' und fliegen weg.

In einem griechischen Märchen (v. Hahn 1, 210) wird von einer nächtlichen Versammlung der Teufel unter einem Baum erzählt. 'Da krähte der weiße Hahn, und alsbald rüsteten sich die Teufel zum Abzug; darauf krähte der schwarze Hahn, und nun giengen sie aus einander, und indem fieng es an zu tagen.' — Hier fehlt also der rothe Hahn. Ebenso erscheinen nur der weiße und der schwarze Hahn in einem griechischen Elfenmärchen (v. Hahn 2, 79), wo Elfen ein auf einem Maulthier reitendes Mädchen verfolgen. 'Und so oft der schwarze Hahn krähte, wichen sie vom Maulthier zurück, und so oft der weiße krähte, kamen sie wieder heran.'

Die drei Hähne finden sich ferner in alten dänischen Volksliedern. Erstlich in mehreren Bearbeitungen des Liedes von der todten Mutter, welche eines Nachts ihr Grab verlässt und zu ihrem wieder verheirateten Gatten geht und ihm die schlechte Behandlung ihrer Kinder durch die Stiefmutter vorhält (Svend Grundtvig Danmarks gamle Folkeviser Nr. 89). In einer Bearbeitung (Grundtvig Bd. 2, S. 479) schließt die Todte ihre-Rede an ihren Gatten mit den Worten:

Nu gaaller Haanen den suorte:
saa snarlig mae ieg buorte.
Nu gaaller Haanen den rædde:
tili Graffue stundder alle dy Dcedde.
Nu gaaller Haanen den huidde:
ieg maa nu icke lenger biidde.

In einer andern (Grundtvig S. 488):

Og nu galer Hanen den sorte:
nu aabnes Himmelriges Porte.
Og nu galer Hanen den roede:
til Jorden skal alle de Doede.
Og nu galer Hanen den hvide:
nu maa de Drede ej længer bide.

In einer dritten (S. 487):

Nu galer Hanen den roede
til Jorden skal alle de Dæde.
Nu galer Hanen den sorte:
nu aabnes Himmeriges Porte.
Nu galer Hanen den hvide:
jeg kan ej længer bide.

Endlich in einer vierten (S. 486):

Og nu gal Hanen den sorte:
nu aabnes Himmelens Porte.
Og nu gal Hanen den hvide:
fra Jorden stiger alle Lige.
Og nu gal Hanen den roede:
til Himlen stiger alle de Dæde *).

*) Auch in einer norwegischen Bearbeitung des Liedes kommen, wie Grundtvig S. 473 bemerkt, die drei Hähne vor. Ich kann die Stelle leider nicht mittheilen, da mir Landstad's norwegische Volkslieder nicht zu Gebote stehen.

In dem verwandten Lied vom todten Bräutigam (Grundtvig Nr. 90) sagt der Todte zu seiner Braut in der einen Bearbeitung (Grundtvig

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In einer dritten Bearbeitung endlich (Bd. 2, S. 497) fehlt der weiße

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