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Peder Syv, der im Jahr 1695 eine dänische Volksliedersammlung herausgab, sagt in einer Anmerkung zu einer der Versionen des Liedes von der todten Mutter (Grundtvig Bd. 2, S. 473, Anmerkung): 'Ellers om Hanegalen haver mand og noget anderledis, nemlig at Dcedningen ej agtede den sorte eller hvide Hane, men ikkun den rcede; om hvilken hand sagde:

Nu gal Hanen den roede,

Til Jorden stunder den Doede. Derfor legges endnu helst roede Haner til.'

In zwei dänischen Märchen, die neuerdings aus dem Volksmund gesammelt worden sind (Svend Grundtvig Gamle danske Minder Bd. 1, S. 6 und Bd. 2, S. 14), kommen die Verse von den Hähnen auch vor, doch immer nur zwei Paare, so daß beide Mal ein Hahn fehlt. In dem einen Märchen besucht ein Todter Nachts einen lebenden Freund und sagt, als Mitternacht vorbei:

Nu galer Hanen den sorte:

nu aabnes Himmeriges Porte.

Nu galer Hanen den roede:

nu sover alle de Doede. In dem andern spielen Gespenster Nachts auf dem Kirchhof Kegel. Auf einmal sagt das eine:

Nu galer Hanen den roede:

til Jorden skal alle de Doede. Bald darauf ein anderes:

Nu galer Hanen den hvide:

til Jorden skal alle nu skride. Endlich kommen zwei — nicht drei — Hähne auch in zwei alten schottischen Balladen vor; in der einen: der weiße und der graue; in der andern: der rothe und der graue. Offenbar waren es also auch hier ursprünglich drei: der weiße, der graue, der rothe. Der graue ist hier an die Stelle des schwarzen getreten. Die Balladen, die ich meine, sind die von 'sweet William' (Percy Reliques of ancient Poetry, London 1839, S. 227, aus Allan Ramsay's Tea.-Table Miscellany) und von 'Clerk Saunders' (W. Scott Border Minstrelsy, Edinburgh 1861, Bd. 3, S. 183). Die erstere Ballade, nach welcher William's Geist seiner geliebten Margret erscheint, schließt:

Then up and crew the red red cock,
And up then crew the gray.

'T is time, 't is time, my dear Margret,
That I were ganc away.

No more the ghost to Margret said,

But, with a grievous grone, Evanish' d in a cloud of mist, And left her all alone. Die Ballade von Clerk Saunders, der ebenfalls als Geist seine Geliebte besucht, schließt:

Then up and crew the milk-white cock,

And up and crew the gray;
Her lover vanish' d in the air,
And she gaed weeping away.

Wie es scheint, gehört auch hierher das deutsche Volkslied vom Vorwirth, d. h. von dem verstorbenen ersten Ehemann, welches Meinen (Alte teutsche Volkslieder in der Mundart des Kuhländchens S. 13) aufgezeichnet hat. Die zum zweiten Mal verheiratete Frau geht hier an das Grab ihres ersten Mannes und klopft an und begehrt zu ihm.

Die Schöne erwischt' ihren Rocken,

Sie gieng ans Grab anklopfen.

'Thu doch auf und thu dich, Erdenkloß,

Und laß mich hinunter auf seinen Schoß.'

„Was willst du denn da unten thun?

Da unten hast du ja keine Ruh.

Da unten darfst du nichts backen,

Da unten darfst du nicht waschen;

Da unten hörst du keinen Glockenklang,

Da unten hörst du keinen Vogelgesang;

Da unten hörst keinen Wind nicht wehen,

Da unten siehst keinen Regen nicht sprehen."

Da krähte die erste Himmelstaub;'

Die Gräblein thäten sich alle auf:

Die Schöne stieg zu ihm hinunter.

Da krähte das andere Höllenhuhn;

Die Gräblein thäten sich alle zu:

Die Schöne mußt' unten verbleiben.

Wilhelm Wackernagel in seinem schönen Aufsatz 'Zur Erklärung und Beurtheilung von Bürger's Lenore' in den Altdeutschen Blättern (Bd. 1) bemerkt zu diesem von ihm mitgetheilten Lied (S. 198, Note 10): 'Der erste Hahn heißt die Himmelstaube: denn er warnt sie und mahnt zur Heimkehr; der zweite das Höllenhuhn, denn sein Ruf bedeutet, daß es nun zu spät sei. Ebenso werden in der weiter unten angeführten 92 EEINHOLD KÖHLER, DER WEISSE etc HAHN.

schottischen Ballade von Wilhelms Geist der rothe und der graue Hahn unterschieden.'

In einer erst neuerdings bekannt gewordenen Variante des Liedes (Anton Peter, Volksthümliches aus Österreichisch-Schlesien, Bd. 1, Troppau 1865, S. 200) ist der Schluß anders, vielleicht missverstanden und entstellt.

Und wie sie auf den Friedhof kam,

Mit ihrem Finger klopft' sie an,

Thu dich auf, thu dich auf, du Erdenkloß,

Nimm mich zu dir in deinen Schoß.

Was wirst du denn da unten thun?

Da geben nicht die Würmer Ruh'.

Da unten ist die himmlische Ruh',

Die Gräber decken alles zu.

Da unten hörst nicht Glockenklang,

Da unten hörst nicht Vogelsang.

Da schreit ja stets die himmlische Taub':

Ihr Gräber, schließt euch alle auf!

Da unten schreit das Höllenhuhn:

Ihr Gräber, schließt euch alle zu!

Ihr Gräber, schließt euch feste,

Die erste Ehe die beste.

Schließlich will ich noch auf die von J. Grimm in der deutschen Mythologie S. 262 angeführte Stelle aus dem Reinardus aufmerksam machen, wo es von der Herodias heißt:

quercubus et corylis a noctis parte secunda

usque nigri ad gall i carmina prima sedet.

Hier haben wir also wenigstens den einen der drei Hähne und zwar den schwarzen, der gerade in mehreren Überlieferungen derjenige ist, bei dessen Krähen die Dämonen erst weichen.

Wie die drei Hähne der Völuspa (J. Grimm, Deutsche Mythologie S. 635) sich zu den besprochenen verhalten mögen, überlasse ich Andern zu erwägen.

WEIMAR, December 1865. REINHOLD KÖHLER.

ZU ULFILA.

A. UPPSTRÖM AN DEN HERAUSGEBER.

Upsala den 30. Jul. 1864. Högtärade Herr Professor!

Innan månaden går till ända, anser jag mig ej längre böra fäsumma att tacka för skrifvelsen af den 7 dennet, som Herr Professor haft godheten tillsända mig. Det gläder mig, att Herr Professarn funnit nöje af den bok, som Lidforss öfverlemnade. Det var ej mer än en tackdamhetgärd åt utgifvaren af Germania, i anledning af Leo Meyers artikel, der ak jag var ihågkommen.

När frukten af min Italienska resa förtiden sommar ser dagsljuset, kan jag ännu ej säga, utan jag får lof att bedja mina vänner hafva tålamod, ty jag märker nog, att det går långsammare, än första afsigten var. Ju mer man fördjupar sig in en dylik sak, ju mer finner man, att varsamhet är af nöden. Har man dessutom tjensteåligganden, som under läseterminerna upptaga mycken tid, och är man derjemte någat kommen till åren, så att man behöfver göra afseende på huad helsa och krafter medgifva, så är det förklarligt nog, att enskilda arbeten måste läggas å sido, och det oftare, än annars önskligt vare.

Då det torde interessera Herr Professoren att se några andra af mina rättelser, ån dem Leo Meyers artikel innehåller, så följer häv en lista öfver de vigtigaste:

Rom. 8, 9 habai pis ni ist is" läs: habaip sa nist is. – 9, 17 in pize jah raisida du pamma silbin urraisida. – 9, 25 po unliubona liubona po unliubon liubon. 9, 27 greteip hropeip. – 10, 19 inuh piudom in piuda in unpiudom in piudai. – 11, 1 managein seinamma arbja seinamma. – 11, 15 was andanumts wa so andanumts. – 11, 17 vaurhtsa vaurtai. – 11, 18 po vaurts po vaurt. – 11, 24 intrusgans intrusgips. – 12, 16 ni .... hnaivam ni hauhaba hugjandans ak paim hnaivam. – 13, 9 faihugeironjais faihugeigais. I Cor. 1, 21 niu ni kunnaida ni ufkunnaida. 4, 11 ungastopanai ungastopai.

– 9, 21 in vitop invitops.

1 Cor. 15, 54 A. skula auk ist

2 Cor.

B. skula ist auk 15, 57 sihv (B in marg) 16, 19 Akvila 4, 17 kaurein l airpeina unsara 1 1 munp 12 gagreftai 4 nemub , 21 Cod. B. aglaiteino 14 usgasaw 10 bairaib 26 flautandans 9 afmaindai 14 arbjos 8 ushunb 9 undaraisto 12 ustauhein 14 usvalugidai – in – liuteis – listeigon usvandjai 4, 16 ainis warjoh 4, 31 hropei Cod.

hropi Cod. B. 5, 18 anadriggaib 6, 20 kunavedom 6, 21 Tukeikus

I

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Philipp. 1, 22 wa bau

1, 24 baurftizo 2, 28 ufmunnands 1, 7 triggva l, 22 unfairinans 3, 5 faihugeironi 3, 8 aflageib 3, 10 gaskof 3, 14 gabindi – ustauhtais 3, 15 svignjaib in 4, 6 gasuqop

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skuld ist auk.
sihu (victoriam).
Akyla.

kaurei.
sa airbeina unsar.
munbs.
gagreiftai.

nimip.

aglaitein.
ik gasaw.
bairai po.
flautai uns.
afmausdai.

arbjis.

ushanb. undaristo. ustauhtai. usflaugidai. vinda. liutei (veri similiter). listeigai usvandeinai. ana ainwarjoh.

. hrops.

anadrigkaib. kunavidom Tykeikus. wabar. baurftozo. ufkunnands. triggvs. usfairinans. faihugeigon. aflagjib. gaskop. gabinda. ainamundibos. svignjaipan (veri similiter). gasupop.

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