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die

Staatswissenschaft

auf eine
festzuftelleq.

Von einem'

Staatsmann c.

.' — ^ X

Wien, 183S.

In Commission beiRohrmann und Schweigerd.

„Das, das ist das Gericht der Welt. Pas „Licht Kam in die Welt, doch Finsternis) war den „Menschen tieber ats das Licht, denn ihre Werke „waren böse. Wer Wses thut, der haßt das Licht, „nnd tritt nicht gern an das Licht hervor, daß „seine Thaten nicht bestrafet werden. Wer thnt, „was wahr und gut ist, der tritt an das Licht „hervor, daß seine Werke öSlentUch gesehen wer„den, denn sie sind Gottes Werke.« Jog. III. 19—SI.

Vorwort.

Äöir leben in einer tief bewegten Zeit. Die Geschichte von Jahrhunderten hat sich in Ereignisse von Jahrzehenden, von Jahren und Tagen zusammen gedrängt. Wa5 noch daraus erfolgen werde, läßt sich mit vollkommener Verläßlichkeit kaum voraussehen, nachdem uns die Erfahrung, der Weisheit Vorschule, vielfach gelehret, daß so manches politische Ereigniß die mit vermeintlicher Staytsklugheit tief durchdachten politischen Berechnungen zu Schanden gemacht hat.

Nur Eines ist gewiß: Weder die verflossenen vier Zahrzehende, noch die Verhältnisse der Gegenwart haben allgemeines, wahrhaftes und dauerndes Glück über die Menschheit verbreitet.

Haben unsere Zeitgenossen die Förderung des Staatszweckes nicht etwa zu viel im Scheine, in eitlen Formen, zu wenig im Wesen, in der Hauptsache, in dem Einen Nothwendigen gesucht? Dieß ist eine Frage, deren gründliche Lösung jeden wohlwollenden Menschenfreund irtteressiren dürfte.

Sollte es nach so vielen staatswissenschaftlichen Sistemen, wovon nach und nach eines das andere verdränget, so manches aber bei der versuchten Aussührung blutige Spuren in der Geschichte der Menschheit zurück gelassen hat, nicht dennoch möglich sein, endlich einmal eine unwandelbare, Glück und Seegen über die Menschheit verbreitende Grundlage für die interessanteste der Wissenschaften aufzufinden, und fest zu stellen? Dieß ist eine Frage, welche mit der vorerwähnten in der engsten Verbindung stehet. Ihre Lösung ist diö Aufgabe des gegenwärtigen Versuches.

Keine Partei von irgend einer Farbe wird darin den Wieverhall ihrer Lieblings-Meinung finden. Parteilichkeit und Leidenschast sind un^ bleiben dem Prinzip, dessen Anwendung auf die Staatswissenschaft ich versucht habe, ewig fremd.'

Diejenigen, welche das Höchste in der Bestimmung des Menschen und der im Staate lebenden menschlichen Gesellschaft wahrzunehmen fähig sind,— edle Menschenfreunde, denen reine Wahrheit und Menschenliebe über Alles Werth und theuer ist, werden in diesem Versuche Gedanken unö Gefühle finden, mit denen sie simpatWren. Keine Regierung in irgend einem geordneten Staate der Christenheit wird in diesem Versuche Grundsätze entdecken, gegen deren Verbreitung sie irgend ein Bedenken hegen könnte. Die Sache ist an und für sich einfach, wie das Ei des Columbus. Ob und in wie ferne die Ausführung gelungen sei, darüber steht mir kein Urtheil zu.

Wien, den 43. Oktober 13Z4.

Der Verfasser. Inhalt.

Seite

Einleitung. . . . . . . 1

Ersttv Ruch.
Der Mensch.

Erstes H a u p t st ü ck.
Von der menschlichen Natur überhaupt . . . . 77

Zweites Hauptstück. Von der menschlichen Sprache im Besonderen ... 9t

Drittes Hauptstück.'
Von dem Unterschiede zwischen Verstand und Vernunft . 96

Viertes Hauptstück.
Von den Unterschieden des Geschlechts und Alters der

Menschen . . . . . . . . . 1<ZZ

Fünftes Hauptstück. Von der Tbätigkeit des menschlichen Erkenntniß-Vermögens. 114

Sechstes Hauptstück. Von der Tbätigkeit des menschlichen Gefühlvcrmögens . 139 .

Siebentes Hauptstück. Von der Tbätigkeit des menschlichen Begehrungsvcrmögeys. 146

Achtes Haupt stück. Von den phisischen und moralischen Verhältnissen, welche auf die verschiedenen Scelenzustände der Menschen einwirken . . '. ' ' .-' - .' > . . . IS« Neuntes ßauptstück. Von der Hipothese eines allgemeinen inneren Sinnes

(-vnsorium commune) . ...- . . 164

Zehntes Hauptstück. Von der Selbstbeherrschung . . ... .169

Eilftes Hauptstück. Von der Reinheit der Seele . . .' . . 18»

Zwölftes Hauptstück.

Von der Verwilderung der Menschheit . . . .186

Zweites Much.
Die menschliche Gesellschaft.

Erstes Hauptstück.
Von den sieben Stufen der menschlichen Gesellschaft . 192

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