صور الصفحة
PDF
النشر الإلكتروني

als g eft altete und geků hlte Flamme, und
ein neugeborner Gott ersdeint, wo von eis
ner M i Bheirath die Rede ist, die gerviser:
maßen durch einen Pflegevater wieder gut ge:
macht wird u. f. w. - Maria ist nach einem ans
dern åsthetischen, protestantischen Mystiker ,,die
Sonne der Frauen, die alle Jahrtausende
hindurch jedes weibliche Gemüth errårmt, bei
dem der Proceß der Fleisch es ertödtung an
dem Busen eines liebenden, geliebten Wesens
vorgeht; bei dem sich der Stein regt und
Blume, die Blume aber auch, losgerissen von der
Erde, Jhier werden möchte; bei dem man im
Brote des Abendmahls sich mit der ganzen Körs
perwelt innig verbindet u. 1. m. - My thischer,
allegorischer Mysticismus. Uues Historische
Tchwindet dabei : der ersten Menschen Sünde ift
Mythe eines alten Weisen; die Erzählung von
der Sündfluth ist Mythe von — dem scythischen
Kriege; die ganze mosaische Gesepgebung ist
Mythe; alle Reden Gottes sind - der Donner;
Zacharias glaubte blos im Rauch Etwas zu ses
hen; der Bahn war ein inneres factum;

Jesus ist nicht wirklich ger Himmel gefahren;
die Apokalypse ist eine Oper mit Prolog und
Epilog. – Was wird auf diese Urt aus der Bi-
bel ? - Indeß gab es allerdings wahre Mythen.
Warum man aber jent offenbar als Jhatsachen an:
gegebene Erzählungen zu Mythen machen will.. 337

F ů n f und dreißig st e r Brief.

Un denselben.
Noch eine andere Urt von falschem Mysticismus, den

man den spierenden nennen könnte. Er entstand
oder verbreitete sich durch die Iractatengesellschaft
in England und in der Schweiz. Dort erschienen
in Zeit von zehn Jahren an zwanzig Millionen sols

cher kleiner Iractate. Sehr viele Vorstellungs-
,arten davon sind craß, spielend, unleidlich jedein
durch Bibelgeist genährten Geschmack; aber sie
enthalten auch viele echt christliche Ideen, die in:
deß eben so bitter getadelt werden. Ob man
blos Moral predigen d. h. einen Wegweiser statt
einer Postkutsche brauchen kann. . . . . . . 958

[ocr errors]

Cartesius wollte seine Schrift úber den Menschen der Sorbonne zueignen, um sich auf eine Autoritåt stüßen zu können. „Ich bekenne dir,“ schreibt er an den Pater Mersinne, „daß ich mich durch das Gespotte von Manchen dahin gebracht sehe, mich, so viel ich kann, auf eine Autorität von Undern stüßen zu wollen, weil die Wahrheit an sich so wenig gilt." So will ich mich auf eine literarische Sorbonne, auf die Aussprüche berühmter Männer stůßen, weil ich die Mystik in Schutz nehme.

Stellen von berühmten Mystikern und Philo: fophen, die von dem Geiste wahrer Mystik zeugen.

Auch ihre (der Perser) Mystik rollte uns an(prechen. Sie verdiente wenigstens eines tiefen

und gründlichen Ernstes wegen mit der unsrigen (dem neuen Mysticismus) verglichen zu werden, die in der neuesten Zeit, genau betrachtet, doch ei: gentlich nur eine talent - und charakterlose Sehnsucht ausdrückt.

Goethe.

Alles Bildliche war Leiter, worauf wir hins .. aufstiegen zum Himmel. Wir glaubten ihm sehr nahe zu seyn, witterten schon im Wahne reine åtherische Luft, stießen die Leiter unter uns weg, und griffen verwegen nach oben. Da merkten wir erst unsern Geistestrug und fanken so wieder zurück zur mütterlichen Erde. Nur der Glaube konnte 'uns in jenem Uether der Begeisterung und Ahnung festhalten!

(9b es nicht manchen Philosophen so geht? Aber ob sie es auch ehrlich bekennen?)

Wie der Mensch die heilige Schrift versteht, das richtet sich nach dem, was er selbst ist und geworden ist. Steht er noch im natürlichen Leben, so spricht ihm auch die Schrift vom Natürlichen; ist er aber selbst höher gekommen, so

geht ihm auch das Wort der Schrift auf's Höhere; und je höher er steigt, desto höhere Zeugnisse entdeckt er im Worte Gottes. Doch ist das frühere, die Schrift nur auf's Niedere und Natürliche bes ziehende Verständniß deswegen nicht unrichtig, weil das höhere und geistliche Verständniß das richtige und eigentliche ist; denn ein und dasselbe Wort geht auf's Natürliche und Geistliche zugleich, weil alles Höhere' ein Bild und Gleichniß in einem Niedern hat. . (Mathes Weyer.)

Die Gott lieben und im Gebet beharren, wera den heimlich gelehrt, was sie nicht wußten.

(Makarius.) Meine echte Religion ist auch eine echte Magie.

(Lavater.) In göttlichen Dingen sieht man nur so viel, als man dieser Welt abstirbt; so viel man aber nach der Welt lebt, sieht man Nichts. (Uugustin.)

Gott kann nicht demonstrirt werden, er muß im Herzen seyn; und da ist er immer besser, als ihn ein ganzes Concilium definirt. (I. H. Vogt.)

Wer will wissen, was in einem Tempel sey, muß nicht draußen bleiben und blos lesen und

[blocks in formation]
« السابقةمتابعة »