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siner zcugehorunge, so verre daz nicht lehen ist, von dem obgenanten margraven Wilhelm zcu lehene nemen, ist es abir lehen, so sullin die Strusberg mit siner zcugehorunge von em zcu lehene nemmen; ez ist ouch geteydingit umme die margscheidunge zchuschin Arnstet unde Waszinburg, wie grave Iohannes von Swarczburg bekennet bie syme eide, daz sin vater Waszinburg gehabt hat, also sal daz blibin unde die von Swarczburg sullin ouch alle manschaft da selbins zcu Wassinburg bie rechte unde yn ouch daz recht unvorzcoglich gehen laszen unde en keyne gewalt thun, ez sal ouch der egenante margrav Wilhelm die obgenanten von Swarczburg getruwelich schutczen unde vorteydingin unde irs rechtin unde ir zcu dem rechtin volleclichin mechtig sin.

echtin vollerinde vorteydingin enanten von swem sal ouch der

274. Fricze Bruheym, Bürger su Arnstadt, Kunne seine Frau, und

Conrad Toppher, Bürger zu Arnstadt, und Thele seine Frau, verkaufen einen halben Gulden Zins den Vicarien (gemeynlichen) zu Arnstadt für 5 gute rhein. Gulden, die versichert sind auf einem in der Kohlgasse gelegenen Siedelhofe, der dem Johann Stützele, Pfarrer zu Apfelstädt zu Lehen geht. Gegeben noch Cristi gebort tusent iar vier hundert iar dornoch in dem achten iare; an sente Urbanstage des heyligen babist und merterers.

1408 Mai 25. Hdschr.: A. Sondersh. X. 1. Orig. Perg. mit anh. grat erh. Siegel des Pfarrers

Johann Stützel.

275. Günther, Graf von Schwarzburg, ersucht den Rath der Stadt

Arnstadt bei den Juden Ffridele und Mosschen, Elias Son von Thuderstadt zu Erfurt für 100 Mark Groschen, darauf wöchentlich 1 Groschen Gesuch haftet, Selbstschuldner werden zu wollen. Gegeben czu Erffurte dez donrestages sante Mathys abinde, anno MCCCC octavo.

Erfurt, 1408 Sept. 20. Hdschr.: StA. Arnstadt. Orig. Iap. mit hinten aufgedr. abgespr. Siegel des Aus

stellers.

276. Heinrich und Günther, Grafen von Schwarzburg, ersuchen den

Rath der Stadt Arnstadt bei Caspar Eberwein, Jacob, seinem Bruder zu Weimar für 100 Mark löth. Silbers Erfurter Zeichens und 10 Mark Zins Selbstschuldner werden zu wollen. Gegebin nach Cristi gebort virczenhundirt yare darnach yn deme achten iare; am fritage nehist nach sende Severi tage.

1408 Oct. 26. Hdschr.: Sta. Arnstadt. Orig. Pap. mit 2 vorn aufgedr. erh. Siegeln der Aus

steller.

277. Item eyn briff, inhalden 14 marg had gekouft Heynrich von

Wiczlouben der elder an graven Gunthern czu Swarczpurg und an den von Ilmen czu ierlichen czinszen gegeben anno MCCCCIX dominica ante pentecostem. Disszer briff ist by dy stad geleyt czu eyme testament), dar ober ist der rad zue vormunden gekorn und dy von Ilmen geben den czinsz ierichen.

1409 Mai 19. Hdschr.: Sta. Arnstadt. Archivalien-Verz. von c. 1467.

278. Heinrich, Graf von Schwarzburg, ersucht den Rath der Stadt

Arnstadt mit dem Grafen Friedrich von Beichlingen und der Stadt Frankenhausen bei Frydel Abraham und Rachel, seinem Bruder, Marien von Schmalkalden, Salomon, ihres Bruders Sohn, Juden zu Erfurt, und Loser von Weissenfels, gesessen zu Jena, für 400 rh. Gulden mit dem Gesuche darauf Selbstschuldner werden zu wollen. Noch Cristi geburte vierczenhundirt darnoch in deme czehinden iare; am suntage, als man in der heilgen kirche singet misericordia domini.

1410 April 6. Hdschr.: StA. Arnstadt. Orig. Pap. mit vorn aufgedr. erh. Siegel des Ausstellers.

279. Friedrich, Graf und Herr zu Beichlingen, ersucht den Rath

der Stadt Arnstadt, für ihn und Graf Heinrich von Schwarzburg und mit der Stadt Frankenhausen für 400 rh. Gulden bei Frydele Abraham, Rachel seinen Bruder, Marien von Smalkalden und Salmo, ihres Bruders Sohn, Juden zu Erfurt, und Loszer von Wisszinfels, gesessen zu Iehene, Oheim Frydels, bis nächste Walpurgis durch Anhängung des Stadtsiegels Selbstschuldener zu werden. Gegebin noch Christi geburte virczen

1) Willebrief Graf Heinrichs v. Schwarzburg zu diesem Testament von mccCCXXIII Andree, Willebrief Kirstans, Ditterichs, Heynrichs und Curds von Wiczlouben, brudere von mccccxxii Andree, und das Testament selbst von gleichem Datum sind an dieser Stelle als vorhanden gewesene Archivalien angezogen.

Thür. Gesch. Qu. IV.

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hundirt darnach yn deme czehinden iare; am suntage, als man in der heiligin kerchin singet misericordias domini.

1410 April 6. Hdschr.: StA, Arnstadt. Orig. Pap. mit vorn aufgedr. Siegel d. Grafen Friedrich.

280. Friedrich, Vorsteher, Barbara, Priorin und Convent des Frauen

klosters, Benedictinerordens in Arnstadt, bekennen, dass der Geistliche Ludwig und dessen jüngerer Bruder Cristan, Söhne des Arnstädter Bürgers Peters Molitor und Heinrich Kühne, Sohn des Martin und der Ermeltrud, letztere Schwester Ludwigs und Cristans zu ihrer, ihrer Vorfahren und Nachkommen Seelenheil einen Altar oder eine ewige Vicarei zur Abhaltung einer ewigen Messe in der Bonifaciuskirche zur Ehre der Jungfrau, der Apostel Peter und Paul, Bartholomäus und Andreas, der Barbara und Katharina unter nähern Bestimmungen für die Dotirung und die Abhaltung der Messe gestiftet haben. Actum et datum anno a nativitate domini millesimo quadringentesimo decimo; in crastino sancti Bartholomei apostoli.

1410 Aug. 25. Druck: Olearii syntagma Thuring. pag. 23; nach Hellbach's Frauenkirche S. 106 unvollständig abgedruckt.

281. Heinrich, Günther und Heinrich, Grafen von Schwarzburg, er

suchen den Rath der Stadt Arnstadt bei Erhard Morung für 1000 rh. Gulden Hauptsumma und 88 Gulden Zins Selbstbürgen werden zu wollen. Gebin under unsin sigillen am mittewochen Remigii, anno dom, millesimo cccc decimo.

1410 Oct. I. Hdschr. : Sta. Arnstadt. Orig. Pap. mit 3 vorn aufgedr. erh. Siegeln der Aus

steller.

282. Heinrich Hartung, Priester und Vicar des Altars der Früh

messe in unser lieben Frauen Münster zu Arnstadt, bekennt, dass Apel Junge, Bürger zu Arnstadt, und Katharine seine Frau, vier Schillinge Pfennige und 2 Hühner dem Priester Ulrich Meynhard, früher Vicar des h. Kreuz - Altars in der Jacobskirche, für 5 Pfund auf Wiederkauf verkauft haben, welche Zinsen auf dem Hause der Verkäufer bei der Mauer, wenn man zu dem Wachsenburger Thore von dem Münster geht, zur linken Hand, gelegen sind. Gegeben noch Cristi ge

burten vierczenhundirt darnoch in dem eylfften iare; an der heilgen drier konige tage.

1411 Jan. 6. Hdschr.: A. Sondersh. X. 1. Orig. Perg. mit anh. gut erhalt. Siegel des Probstes

Friedrich Eilger.

283. Mattheus Tungdorf, Bürger zu Arnstadt, verkauft mit Wissen

Friedrich Eylers, Probstes zu Arnstadt und Vicars zu Sanct Katharinen ausserhalb des Rieththores, einen Gulden jährlichen Zinses dem Conrad, Frühmesser in der Pfarrkirche zu St. Jacob auf dem Riethe und seinen Nachfolgern auf einem Acker Weingarten am Weinberge für 10 gute rhein. Gulden auf Wiederkauf. Gegeben noch Cristi gebort vyrczenhundirt iar dor noch yn deme eylfftin iare; an deme montage an sente Applonien tage der heyligen iungfrouwen.

Frankenhausen, 1411 Februar 9. Hdschr.: A. Sondersh. IX. 14. Orig. Perg. Das angeh. Probsteüinsiegel fehlt.

284. Heinrich und Günther, Brüder und Grafen von Schwarzburg, theilen ihre Herrschaft.

Frankenhausen, 1411 Juli 30. Hdschr. : Gem A. Rudolst. No. 216. Orig. Perg. mit zwei anh. gut. erh. Siegeln.

Wir Heinrich und Gunther, gebruder von gots gnadin, graven von Swarczborg, herren czu Arnstete und czu Sundirshusin, bekennen und thun kunt uffintlichin mit diseme brieve vor uns und unsir erbin, daz wir uns mit wolbedachtem mute und gutem vorrate unsir guten frunde und manne getruwen und heymelichin fruntlichin uz unszern herschaften, sloszen, steten, landin und luten mit allin und iglichin yren zcugehorungen geteilt und entsaczt haben, also daz uns graven Heinriche Arnstete, slosz und stad, Blankinberg slosz und stad, Plauwe slosz und stad, Kuncz das slosz, Klingen, sloz und vlecke, Martgruszin die stad, Groszinsomerde daz dorff, Schalkeborg daz dorff, und waz wir zcu Aroldishusen miteynandir gehad habin, und Arnsberg daz slosz, nemelichin mit dem see und tiche zcu Gelingen, und mit allin yren gerichten und rechten und allin lehin, geistlichin und werntlichin, allin gevelin und zcugehorungen, wie die nahmen habin, und darczu die slosze in der voitelande und Ilmena, und uns graven Gunthere Sundirshusen, slosz und stad, Frankinhusen beide slosze und stad, Ichstete daz slosz, Struszberg daz slosz, Kula daz sloz und Almenhusen daz slosz und landgerichte, gancz und gar mit allin yren dorfirn, die czu den egenanten sloszin gehoren, mit allin yren gerichten und rechten, mit allin lehin, geistlichin und werntlichin, und allin gevellin und czugehorungen, wie die nahmen gehabin mugen, und darczu die slosze Kuffhusen, Rotenborg und Slatheym gevallin und volgen sollin. Und wir obgenanten greve Heinrich und greve Gunther, sollin die obgenanten slosze, waz wir der in phandschaft habin, unsir iglicher verteydingen und schuczin, die in seynem teile ym geburen und legen. Waz auch der slosze von uns, wilcheme unser eyme daz were adir wurde, wurden gelost, daz geilt, damit daz adir die gelost wurden, soldin wir beyde glich teilen ane alle argelist und geverde. Darnoch habin wir grave Heinrich unsirm brudire graven Gunthere alle wyngarten, die zcu Klingen zcugehoren, halb bewiset und die zcubestellen und ierlich zcugebruchen, sollin laszin volgen, und wir grave Gunther an unsin brudir graven Heinrichen vierhundirt martscheffel batehafirn gewiset haben uz unsirm lantgerichte, nemelichen an dissen nochgeschribin dorfern: czu Runstete nån und driszig martscheffil und sechs scheffil batehafirn, czu Trebre, funff und sybenczig martscheffel und nyndehalbin scheffil batehafirn und syben martscheffil zcinshafirn, czu Veilengilde funff und sechczig martscheffil und zehin scheffil batehafirn, czu Atenstete, achtehalbin und driszig martscheffil batehafirn, vier martscheffile und zcwene scheffele zcinshafirn, czu Besa zcehn martscheffil batehafirn, czu Talheym syben und driszig martscheffile batehafirn, czu Ubirnspira funff und funffczig martscheffele und funff scheffele batehafern, czu Westirnengilde eyn und funffczig martscheffele und eyn vierteil batehafirn, czu Kirchengilde sechczen martscheffele und vier scheffile batehafirn, die wir ym die lute von denselbin unsirn dorfirn ierlichin reichen, ane insprache gein Klingen antwerten und dahien furen laszin sollin ane vorczog, wilchezcyt des nicht geschee, so sollin wir ym unsirn richter unverzogelich von den luten helfen laszin, daz sie den hafirn ane verczog gebin muszen. So haben wir uns beiden glich unszern groszin czol zcu Frankinhusen unsirer sture an dem Ryne, alle unsze manschaft, die die aldin lehin von Swarczborg genant von uns haben, unsze iayt und wilden pherde uff der Hayliten semptlich ungetailt behalden, und eyn iglich czolner zcu Frankinhusen, der yozund ist ader hernoch wirdt, den doch unser keyner ane des andirn wiszen noch willen entsetzin sal, sal unszerm iglichem mit synem halbinteile des zcollis getruwelichen ane vorehaldina) zcugewarten sweren und globin, desselbin glich eyn amptman am Ryne auch thun und daz also ane geverde haldin, und wir grave Heinrich die aldin lehin, als dicke sich daz geburen mag, von unsirs selbis und auch unsz graven Gunthers wegen liehen und thun sollin. Auch umb daz die slosze, die uns graven Heinriche in disser teylunge gevallin, mynner gehulczes habin, denn die uns grave Gunthere geburen, so haben wir czu dem gehulcze, daz von aldir czu dem slosze Arnsberg gehort had, von der Hayliten darczu gelegit den groszin

a) Msc.: Wenebaldin; jedenfalls Schreibfehler.

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