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vero retinere domino non licet nisi ex consensu vasalli, totum vero alienare potest ex consuetudine ped' (?) maiori, minori vero ita demum sciente , totam partem in eos in quem * beneficium* alienet, quod in curia Mediolanensium 4 mom licet s. Si hereditas vasalli repudietur, feudum etiam amittitur, quod si ab negato °, ad quem pertinebit, repudiata fuerit, feudum paternum nihilominus retinebit*.

III. (Siehe m. 2.)

Illud quidem non diffiteor, si vasallus maxime qui fidelitatem domino fecit vel facere debet alicuius rei se a domino noviter investitum contendat, etiam per alios, qui non sunt pares, probare possit. Huius rei ratio talis inest natura, ut Sicut de curia mon debet exire nisi per curiam hoc est per vasallum curie, ita non poterit intrare rem nisi per pares curie. Ceterum si in euria sit, etiam per alios qui incendit (!) probare potest.

§ Quidam sine herede masculo decessit relicta filia vel alia quae in allodio succedere debet. Quaestio est inter dominum seu parentem de aliquo manso vel terra dicendo feudum esse et ideo ad se reverti debere et filia quis probare debeat quaeritur. Et primo dominus vel parentes feuidum fuisse, et si non poterit probare, tunc filia probabit allodium. Utroque in probatione deficiente, dabitur défensio domino, et si dominus defendere noluerit, tunc si filia Lombarda est, defendat se cum 12 et optineat, sed si Romana et si non praestiterit, obtineat*. XIII.

1) 'scientem' M. 2) “quod' M. 3) 'est' add. M. 4) *Mediolami' M. 5) Vgl. II/34 § 2. f ) 1. 'ab agnato'. 7 ; Tgl. II.': 1

§ 4; II/45. 8) Vgl. II 41 § 1; II '21, § 1. 2.

MiS Cellen.

Die Fortsetzung der Capitularien - Ausgabe.
Von Victor Krause.

Nachdem sieben Jahre seit dem Erscheinen des I. Capitularien-Bandes verflossen sind, ist es nunmehr möglich, das erste Heft des II. Bandes der Oeffentlichkeit zu übergeben. Dasselbe enthält den Rest der Capitularien Ludwigs des Frommen (n. 184–194) mit den dazu gehörigen Additamenta (n. 195–200). Daran schliessen sich die Gesetze Lothars I. und der übrigen Herrscher Italiens (n. 201–225) mit ihren Additamenta (n. 226–232). Ihnen folgen, gewissermassen als Appendix, die Venetianischen pacta und praecepta (n. 233–241). Den Schluss bilden die im ostfränkischen Reich entstandenen Capitularien (n. 242–246) und die denselben zugewiesenen Anhänge (m. 247–250). Gänzlich Neues, was nicht auch von anderer Seite her bekannt wäre, enthält das Heft nicht; dagegen erscheinen zum ersten Mal in der neuen Ausgabe der Capitularien Lothars I. capitulare de expeditione contra Sarracenos facienda (a. 846); die pacta et praecepta Venetica, von denen die Praecepte Ludwigs II. (a. 856), Widos (a. 891), Rudolfs (a. 924), Hugos (a. 927) hier zuerst in ihrem ganzen Wortlaut bekannt gegeben werden; endlich das erste Mainzer Concil vom Jahre 847. In seinem Aeusseren unterscheidet sich der Band von seinem Vorgänger dadurch, dass zum bequemeren Nachschlagen auf jeder Seite am Kopf neben der vollen Ueberschrift des Abschnittes die Nummern der Stücke und ausserdem am Rande neben der ersten Zeile die in Frage kommende Jahreszahl angegeben sind.

Wie in der Vorbemerkung schon erwähnt, ist das vorliegende Heft die gemeinsame Arbeit von Boretius und mir. Ich betrachte es deshalb als meine Pflicht, sowohl meinem Vorgänger wie mir gegenüber, schon jetzt das Verhältnis klar zu stellen, in welchem meine Ueberarbeitung der von Boretius schon fertiggestellten Nummern zu der ursprünglichem Form derselben steht, und die Principien darzulegen, welche mich sowohl bei dieser Thätigkeit wie bei der selbständigen Edition geleitet haben.

Als ich im Mai vorigen Jahres als Mitarbeiter bei den MG. eintrat, zunächst für die Herausgabe des Benedictus Levita bestimmt, wurde mir, nachdem inzwischen Herr Professor Boretius sich wegen seines Gesundheitszustandes genöthigt gesehen hatte, auf die Fortsetzung des begonnenen Werkes endgültig zu verzichten, dessen Manuscript, enthaltend die Capitularien von 828–850 (d. h. n. 184–205, 208, 226–228, 247), welche Boretius als druckfertig bezeichnet hatte, übergeben mit dem Auftrag, dieselben vor der Drucklegung durchzusehen und nöthigenfalls zu ergänzen. Um dieser Aufgabe gerecht werden zu können, suchte ich mich zunächst unbefangen, als sollte eine neue Arbeit in Angriff genommen werden, und ohne mich von den Boretiusschen Ergebnissen beeinflussen zu lassen, mit der handschriftlichen Grundlage vertraut zu machen. Die Resultate, zu denen ich auf diese Weise kam, wichen so erheblich von denen, die B. gewonnen hatte, ab, dass ich eine einfache Durchsicht und Ergänzung ohne einschneidende Aenderungen für zwecklos hielt und die Verantwortung, welche ich mit zu übernehmen hatte, bei diesem Vorgehen glaubte ablehnen zu müssen. Auf meine Vorstellungen hin und unter Darlegung der Verhältnisse erhielt ich daher auch von Herrn Geh. Rath Dümmler, welcher ursprünglich von B. um die Drucklegung angegangen worden war, die ausdrückliche Vollmacht, frei schalten und walten zu dürfen.

Zunächst gab ich, um diese Aeusserlichkeit zu erledigen, dem ganzen für den II. Band bestimmten Stoff eine andere Eintheilung. B. hatte alle Stücke von 828 ab in der chronologischen Reihenfolge wie bei Pertz fortgezählt, also italische, ost- und westfränkische durcheinander. Da er aber selbst im I. Band die italischen Capitularien für sich zusammengefasst hatte, glaubte ich, dies auch hier thun zu müssen; und trennte man einmal Italien ab, so lag kein Grund vor, nicht auch West- und Ostfranken zu sondern: ebenso wie es eine territoriale italische Gesetzgebung der Karolinger giebt, existiert doch auch nach 840 eine territoriale ostfränkische und eine territoriale westfränkische. Ich theilte deshalb die Capitularien des II. Bandes in Capitularia Hlotharii I. et regum Italiae, indem ich Lothar I. als Kaiser zu Italien rechnete, in Capitularia regum Franciae orientalis, in Capitularia regum Franciae occidentalis. Die Verträge, bei welchen mindestens zwei Herrscher aus den Theilreichen als Parteien auftreten, sind, wie dies auch, Mühlbacher in seinem Regesten gethan hat, bei dem älteren abgedruckt worden, so dass also z. B. die beiden Meersmer Verträge bei Lothar I., mithin unter dem Capitularia regum Italiae stehen. Um aber jegliches Missverständnis und jede Möglichkeit des Uebersehens dieser Nummern zu verhüten, sind bei der anderen contrahierenden Partei an der betreffenden

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