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der sal daz suchen fur dir selber, da eynem iglichen cleger eyn volkomen recht wiederfaren sal, als billich ist. Mochte aber dem kleger von den dynen vur dir keyne recht wiederfaren, so mag derselbe kleger dieselben, von den yme nit rechte widerfaren mag, vur unser und des riichs hobegericht wol heischen und laden von allirmenlich ungehindert, als billich ist. Mit urkunde dises brifes versiegelt mit unserm kuniglichen majestat ingesigel. Geben zu Nuremberg, na Cristus geburte 1300 jare und darnach in dem 97. jare, maendages ma sent Francisci dag, unsers riichs des Beheymschen in dem 35. und des Romischen in dem 22. jare. Die Limburger Chronik (ed. Wyss, MG. D. Chron. IV.) S. 94 berichtet die Erhebung Philipps in den Grafenstand irrig zum Frankfurter Reichstage im Mai 1397. Vgl. Reichstagsakten II, S. 452 An. 2; Baur, Hess. Urk. I, 842. Philipp von Falkenstein war ein Bruder des Erzb. Werner von Trier.

6. (f. 166v.) K. Wenzel bestätigt Cuntz, dem Jäger des Grafen Philipp von Falkenstein, die Hufe Landes bei Frankfurt, die er vom Reiche zu Lehen trägt, und befiehlt dem Grafen Philipp, den Cuntz und dessen Nachfolger im Jägeramt in dem Besitz dieser Hufe zu schützen. – Frankfurt, 1398 (fridag vor s. Agnes) Jan. 18.

7. (f. 199.) Derselbe beurkundet, dass die streitenden Grafen Philipp von Falkenstein und Adolf von Kleve und Mark sich vor ihm auf den Erzbischof Friedrich von Köln als Schiedsrichter verglichen und gelobt haben, alles zu halten, was der Erzbischof mit der mynnen, doch mit wissen beyder teyle, ader mit den rechten an wissen beyder teyle ussprichet ader urteylet'. – Geben zu dem guldenen tale, 1398 [April]. Die 1395 verstorbene Gemahlin Philipps von Falkenstein, Margarethe, war die Tochter des Grafen Engelbert von der Mark, nach dessen Tode 1392 die Grafschaft Mark an den Bruder Adolf von Kleve († 1394) und dessen Söhne Dietrich († 14. März 1398) und Adolf fiel. Der Letztere, seit 1417 Herzog von Kleve, wurde am 8. Apr. 1398 von K. Wenzel in dem closter zu dem Guldental mit der Grafschaft Mark belehnt, Lacomblet UB. III, n. 1044. – Vgl. die von Arnold im Neuen Archiv XI, S. 586 n. 10 mitgetheilte Urk. von K. Wenzel über die Belehnung Philipps von Falkenstein mit der Grafschaft Mark vom 10. Jan. 1398. Sie hatte, gleich unserer n. 7 offenbar nur den Zweck, Philipp die Regulierung von Erbschaftsforderungen zu erleichtern, vgl. Lacomblet III, n. 1004, 1014.

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II.
Reichssachen.

(f. 52, wiederholt f. 92). Arnold, Kämmerer, Friedrich,
Schultheiss, Richter, Rath und alle Bürger zu Mainz
verzichten für sich und ihre Nachkommen auf alle An-
sprüche und Klagen wegen Schaden, Unrecht und Ge-
walt, welche Philipp von Falkenstein und seine Söhne
Philipp und Werner, sowie Werner und Philipp von
Bolanden Mainz zugefügt haben. – 1259 (donrstages
nach dem ersten sondage in der fasten) März 6.

Vgl. Ann. Wormat. in MG. SS. XVII, 57 und 59 und die

Gegenurkunde der Edeln von demselben Tage bei Guden Cod. dipl. II, S. 132.

2. (f, 25.) Peter, Erzb. von Mainz, beurkundet, dass er

als Bevollmächtigter und im Specialauftrag (speciale mandatum ad hochabentes) des Rheinpfalzgrafen Ludwig, Herzogs von Baiern, sich mit Siegfried von Eppenstein, Philipp d. J. von Falkenstein und Ulrich von Hanau dahin vertragen hat, dass ein jeder von diesen Edeln Ludwig tempore electionis regis Romanorum in Francfurd et tempore coronacionis sue Aquis cum triginta dextrariis seu caballis' dienen soll; Ludwig hat dafür Jedem 1200 M. Silb., zur Hälfte zu Weihnachten, zur andern zu Ostern zu zahlen, ferner je zwei Rittern derselben, welche die Edeln zu bestimmen haben, 200 F Heller zu entrichten und allen eventuellen Schaden zu ersetzen; während der Dienstzeit müssen die Edeln im Gefolge des Erzbischofs verbleiben (debent apud nos – stare et manere cum suo adiutorio); Herzog Ludwig soll diesen Vertrag durch eine eigene Urkunde bestätigen und ist die erzbischöfliche, sobald solches geschehen, dem Erzbischof zurückzugeben. – Aschaffenburg, 1314 (id. oct.) Oct. 15.

Vgl. den Vertrag des Erzb. Peter mit dem Abt Eberhard

von Fulda vom 13. Oct. und dessen Bestätigung durch Herzog Ludwig am 18. Böhmer, Reg. Lud, Wählakten n. 34, 37.

3. Markgraf Waldemar von Brandenburg überweist seinem

Unterkämmerer Philipp von Falkenstein die ersten 300 Mark Silber, welche der dem Markgrafen von K. Ludwig bis zum Betrage von 12000 Mark zugewiesene Zoll zu Leudesdorf ergeben wird, unter der Bedingung, dass Philipp nach Empfang der Summe den Markgrafen von Brandenburg Güter im Werthe von 30 Mark auflasse und zu Lehen empfange. – Frankfurt, 1314. Oct. 24.

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(f. Ä Wir Waldemar von Goddes genaden marggreve zu Brandenburg, zu Lusiczen und von Lindawe, bekennen in diessem brieffe und verjehen, dazwir von den zwolfdusent marcken silbers, die uns von unserm lieben herren, hern Ludewig dem Romschen konige sint bewiset offzuheben von dem zolle Luderscopp , dem edel man hern Philip von Falckenstein dem eldesten, hern zu Minczenberg, unserm underkemerer, druhundert marck silbers von Colscher wicht bewisen und antwerten genczlichen offzuheben von dem ersten zolle, der daselbes vallende ist. Und wan er dye druhundert marck hat ingenomen, so sal derselbe here Philip uns offlazen driszig marck geldes lodiges silbers eigens guddes oder lihens gudes, und sal dye von uns und von hern Johanne margreven zu Brandenburg, unserm swager, zu rechtem und gewonlichen lehene entphan. Geschein und gegeben zu Franckenfort, nach Goddes gebort druzehenhundert jar in dem virzehenden jar, des andern dages nach sant Severins dage*.

4. (f. 153b.) Herzog Heinrich von Baiern verspricht Philipp von Falkenstein bis zum nächsten Weihnachtsfeste 1000 F Heller, die er ihm schuldet, zu zahlen; Philipp hat dafür dem Herzog eine Burg (eyn feste) aufzulassen und zu Lehen zu empfangen. – Frankfurt, 1334 (an s. Sebastians und s. Fabians d.) Jan. 20. Vgl. Boehmer, Reg. Lud., Reichssachen 358.

1) So die Hs. – Der Zoll zu Leudesdorf a. Rh. hördlich von Andernach wurde 1309 von Heinrich VII. errichtet, Böhmer Acta imp. n. 586, und wird seitdem häufig erwähnt, so auch in der zu n. 2 angeführten Urkunde des Herzogs Ludwig für Fulda vom 18. Oct. 2) [Die vorliegende Urkunde ist von Bedeutung für die Beantwortung der von mir, Handbuch der Urkundenlehre I, 388 N. 2 aufgeworfenen verfassungsgeschichtlich wichtigen Frage, wann der Brauch aufgekommen sei, dass die Stellvertreter der weltlichen Reichserzbeamten von diesen und nicht mehr vom Kaiser selbst belehnt werden. 1257 belehnt noch K. Richard Philipp von Falkenstein mit dem “officium camere' (BF. 5301). Hier bezeichnet der Markgraf von Brandenburg einen anderen Philipp als “unseren underkemerer" und vereinbart eine lehnsrechtliche Transaction mit ihm. Die Analogie zu den gleichzeitigen Bestrebungen der Reichserzkanzler, die Kanzler von sich abhängig zu machen, springt deutlich in die Augen. H. B.]

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1. 1205. Mainz 21. Jamuar. K. Philipp mimmt das Kloster St. Alban bei Mainz gegem Bedrängumgem kaiserlicher Beamtem in seinem Schutz. Philippus dei gracia Romanorum rex et semper augustus universis imperii Romani fidelibus tam presentibus quam posteris innotescere volumus, quod nos animadvertentes pressuras atque iacturas rerum et bonorum, quas monasterium sancti Albani apud Magonciam sepe per offieiatos nostros ac alios homines sustinuit, ad supplicacionem nobis dilecti fidelis nostri Heinrici eiusdem loci abbatis moderni ac fratrum ibidem ipsum monasterium recepimus per presentes sub specialem nostram et Romani imperii proteccionem cum universis hominibus, mancipiis, curtibus, grangiis, rebus ac possessionibus eidem monasterio nunc attinentibus seu imposterum acquirendis. Nulli omnino igitur officiato nostro vel alio homini cuiuscumque condicionis liceat ipsum momasterium, personas, bona vel possessiones eius ex quacumque causa vel occasione inquietare, invadere vel turbare. " Quod si quis ausu temerario contra hoc preceptum mostrum attemptaverit, presumptionis sue penam nos ab ipso severius mullatenus dubitet exacturos. Ad cuius rei seu facti in perpetuam evidenciam hanc paginam exinde conscriptam sigillo mostro iussimus communiri. – Datum Maguncie anno dominice incarnacionis Mo CCo IV, XII kal. Februarii, indiccione VIII. Severus Ms. ex libro copiali. — Es giebt von dieser Urkunde eine erweiterte Fassung , mit Zeugenreihe, welche mehrfach gedruckt, aber handgreiflich unecht ist, vgl. BF. m. 94 und Scriba, Hess. Regestem, Rheinhessen m. 1198. Unsere Urkunde, gegen derem Echtheit sich nichts einwenden lässt, diente offenbar zur Herstellung der Fälschung.

2. 1273. 31. December. K. Rudolf gestattet der Stadt Gelnhausen im Walde Büdingerwald das auf der Erde liegende Holz ohne alle Beeinträchtigung zu holem.

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Hagenau. II. kalend. Ianuarii anno domini M° CC" LXXIII" indictione secunda, regni vero nostri anno primo.

Kindlinger Ms. 137, 234 Auszug.

3. 1332. 1. Februar. K. Ludwig vergiebt den Hirzberg bei Schloss Gelnhausen. Wir Ludwig romischer keyser bekennen, daz wir den berg genannt den Hirzberg by dem schloss Gelnhusen gelegen Wernher und Gyselbrecht gebrüder, Bertold, Johann und Heilmann gebrüdern genannt Ziegenbart, Heilmann genant Stock, Kulmann genant Becheler, Hartmann genant Peter, Conrad genant Fulder, dorflüde von Rode, Heylmann und Rudolf gebrudern genant Schalhase, Conrade genant Krygk, Heilmann by der Bach, dorflüden von Lybeloss, iren erben und iren myderben zu rechtlichem erbe gelihen han und lyhen um funf pfund wedereischer pfenninge of sanct Martinstage järlichen zinses davon zu geben. Und darumb sollen sie den ehegenanten berg ewiglich besitzen, den vorgenanten berg zu irer narunge zu erneuwen, zu arbeiden und zu eren, nachdem als sie dunket, dazyn daz bequemelich, daz nymant, wie he sy, welcherlei wesens oder welcherlei states he sy, an der übunge wegen des vorgenanten bergis in keyne wyse hindere oder leydigen oder keynerley zins me uber den zins, als vorgeschriben steet, heissen oder fordern. Und zu gezugenisse der oben geschrieben dinge ham wir diesen brief gegeben und mit unserm keiserlichen majestät ingesiegel versiegelt. Geben zu Franckfurt kal. Februarii 1332. Kindlinger Abschrift aus Hartmann Brells Copialbuch saec. XV.

4. 1342. 21. September. K. Ludwig gestattet den Bürgern zu Gelnhausen Brennholz aus dem Büdinger Walde zu holen. Wir Ludwig von Gots gnaden romischer keyser zu allen zyden merer des richs enbiden unsern forstmeistern und forstern in dem Budinger wald unser hulden und alles gud. Wir lassen euch wissen, daz wir den bürgern zu Geilnhusen gemeinlichen erlabt und gunnet haben, daz sie urholtz und clains prennholtz, daz zu andern sachen nit gut ist, uz dem Budinger wald nemen und füren sollen, als viel sie des bedörffen. Darumb wollen und heissen wir euch ernstlichen, daz ir sie daz ane irrung und hindernisse füren und nemen lasset, wann sie des bedorffent. Geben zu Franckenfort an sanct Matheus tag in dem XXVIIII. jare unsers richs, und in dem XV. des keisertums. Kindlinger Ms. 137, 224 nach Brells Copialbuch.

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