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Friedens mitten unter Waffengeklirr die Sache der kirchlichen Archäologie selbst, in ihrer durch ihre Bedeutung gerechtfertigten separaten Behandlung, meines schwachen Theils mit fördern herfen, sowohl durch die Geltendmadyung ihres vollen Begriffs, als durch seine Realisation in Form einer überblicklichen Bearbeitung, welche in ähnlicher Weise, nur noch concinner, aber zugleich auch noch quellenbelegter, dem Bedürfnisse Studirender, eigentlicher und uneigentlidyer, entgegenkäme (daher denn eben „lehrbuch“), wie idy es in anderen Schriften, namentlich im Handbuche der Kirchengeschichte, gewollt habe*). Ich sehe nehmlich nicht, daß diesem Bedürfnisse zeither bereits eben genügt worden wäre. Die Dieciplin im Ganzen (neueste mehr nur monographische Behandlungen abgerechnet) ist neuerlich überhaupt nur wenig beachtet und bearbeitet worden, so daß jenes Bedürfniß zum Theil noch nicht einmal recht zum Leben gekommen ist. Wo es aber geschehen (und freilich geschehen auch nur schon eine geraume Zeit vor dem Moment der Gegenwart in dem jeßt so rapiden Zeitstrome), da fragt es sich doch, ob jenem Zwecke entsprechend. Die ausführlichen Augustischen Werke (um vorab hier nur beim Aeußerlicheren stehen zu bleiben und insbesondere von aller Verschiedenheit theologischer Anschauung abzusehen) sind eben zu breit-ausführlich, sein Lehrbuch aber ist zu dürftig; Dr. Böhmer's gelehrtes Werf schreckt durch des Verfassers Gelehrteneigenthümlichkeit ab, das nützliche Rheinwaldische aber durch den unverhältnißmäßig hohen Preis und durch das Zerbrödelnde der Form; der katholischen natürlich hier nicht zu gebenken. Ich nun habe im Maaße der Gabe zwischen Rheinwald und Augusti (dem kleinen) eine Art von Mitte halten wollen, eine Mitte, die aber doch vielfach - wie z. B. in der mit einiger Bevorzugung und etwas ausführlicher von mir behandelten Heortologie und mehreren anderen Zweigen, bezugsweise selbst allenthalben, zugleich auch mehr, mindestens in

*) Audy naturgemäße Anklänge aus der genannten Schrift, deren Material itbrigens mehr archäologisch, ale allgemein firchenhistorisch ist, also am wenigsten hier weggelassen werden durfte, ohnehin auch mannichsache Umgestaltung und weitere Ausführung erfahren hat, wird der geneigte Leser denn entschuldigen.

tensiv mehr, zu geben strebte, als der reichere dieser Vorgänger; und daß in der Gabe selbst eigne Quelleneinsicht und eigne Forschung und Anschauung bei all meinem dankbaren Gebrauch werther Führer und all unserer theilweise grundlegenden Nachfolge eines gemeinsamen Lehrers man nicht vermissen wird, deß bin ich mir bewußt. Auch neben einem umfassenderen Werke, welches etwa die Zukunft brächte, würde mein bescheidenes Lehrbuch immerhin als Grundriß bestehen könuen. Und so halte ich denn nicht zurück, was ich in Vorlesungen längst schon dargeboten und commentirt, einen Segen auch für das Geringe von dem erflehend, an dessen Segen Alles gelegen ist, und der zum Bau seines Reichs auch das Kleine nicht verwirft.

Halle, am 25. Februar 1847.

Zur zweiten Auflage.

Bei dem zweiten Erscheinen dieses Lehrbuchs der christlich kirchlichen Archäologie weiß ich im Grunde nur zu wiederholen, was ich schon bei dem ersten bekannte und – darauf zurückweifend neu bekenne. Die zweite Gestalt hat aber nächstdem

und darum eben ists mir eine Freude und Genugthuung, sie darbieten zu dürfen die gewissenhaft bessernde und uinarbeitende Hand des Verfassers gar reichlich fühlen und erfahren müssen und wirklich gefühlt und erfahren, nicht blos in Einzelnem, nach Inhalt und Form, sondern auch in Principiellem; und die Fruchtbarkeit der Neuzeit nun auch auf diesem Gebiete und der neue Kampf der Geister gerade auf ihm - der leidige Rampf insbesondere nicht für die göttlich geordnete Verwaltung der Gnadenmittel, sondern für die Verwalter; nicht für Wort und Sacrament, woran doch allein Alles liegt, sondern für die armen Personen, für uns arme Personen, die es fpenden, an denen doch

so wenig liegt; nicht für den weitherzigen und großartigen, in allen Gliedern der Kirche d. h. der Gemeine nach Aemtern, Ständen und Berufen geordneten Organismus einer ächt protestantischen hierarchia triplex in ihrem status ecclesiasticus, politicus und oeconomicus, sondern für Reservation nur des ersten und Verkrüppelung desselben, des ministerium verbi, nein des ganzen evangelischen Kleinodes rechtfertigenden Glaubens oder mit anderem Worte allgemeinen Priesterthums aller Gläubigeu selbst, in das Vermittlungsprivilegium einer im Grunde kryptopapistischen Corporation gegenüber der rudis indigestaque moles dann schier christusverlassener Gemeine - hat mich unterstüßt und erfrischt. Wenn schon die frühere Gestalt des Buche nicht wenigen wohlwollenden und nachsichtigen Freunden begegnet ist, so darf ich daher auch wohl, und selbst zuversichtlicher nocy, für die jepige, die ohnehin durch die Fürsorge des neuen Herrn Verlegers für bedeutend concinneren und doch zugleich schöneren und deutlicheren Druck noch käuflicher geworden ist, ein Aehnliches hoffen und erbitten.

Halle, am 25. Februar 1859.

nhalt.

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Seite Einleitung

1-15 $. 1. Begriff und Grenzen der firchlichen Archäologie

1-4 §. 2. Inhalt, Eintheilung und Ziel der kirchlichen Archäologie 4-6 $. 3. Quellen der firdlichen Archäologie

6–11 (1. Denkmäler S. 6 f. 2. Urkunden S. 7 ff.

3. Privatschriften S. 9 ff.) §. 4. Neuere Bearbeitungen der kirchlichen Archäologie

11-15 Erfter Theil. Archäologie der socialen Zustände der Kirche

16-110 Erster Abschnitt. Die Kirche in ihren einzelnen Gliedern

16-23 §. 5. Die Kirchenglieder in ihrer Unnnterschiedenheit.

Ihre gemeinsamen Namen

16-18 $. 6. Die Kirchenglieder in ihrer Untersdriedenheit. Claffen 18-19 §. 7. Die Kirchenglieder in ihrer Unterschiedenheit. Kleriter und Laien insbesondere

19-23 Zweiter Abschnitt. Hirchengemeinen

24-45 §. 8. Aelteste Kirchengemeinverfassung

24-34 §. 9. Ausbildung des specifischen Episcopats

34-40 $. 10. Mannichfache Arten der christlichen Gemeinen .

40-45 Dritter Abschnitt. Hirchenämter insbesondere

45-90 g. 11. Der Bischof .

45-56 Anm. Oixovó uot, Defensores, 'Anoxproibio. S. 56 f. $. 12. Presbyteren .

57-61 (Seniores plebis S. 60 f.]

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Seite 61– 73

73-78 78— 80

80-90

f. 13. Diakonen (und Diakonissen)

(Diakonissen S. 68 ff.) §. 14. Ordines minores §. 15. Mehr außerordentliche Kirchenämter .

(1. Hermeneuten. 2. Katecheten.)
§. 16. Voraussegungen und Vorbildung zu den Kirchenämtern ,

(1. Voraussetzungen S. 80 ff.
2. Bildungsanstalten S. 84 ff.)

Vierter Abschnitt.
Kirchlicher Gemeingeist
§. 17. Kirchliche Gemeinschaft

(1. Kirchliche Briefe S. 91 ff.

2. Synoden S. 93 ff.) g. 18. Kirchliche Philadelphie

(1. Im Leiblichen S. 100 ff.

2. Im Geistlichen, Seibenmiffion S. 105 f.) S. 19. Kirdlide 3uct

Anmerk. Kirche und Staat S. 110.

91-110 91-100

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100-106

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106-110

Zweiter Theil. Archäologie des firdlichen Cultus

111-323 f. 20. Genetische Ausbildung des christl. Cultus im Augemeinen 111-112

Erster Abschnitt.
Von den kirchlichen Orten

112-136 $. 21. Kirchgebäude

112-124 (1. Erbauung von Kirchen S. 112 ff. 2. Kirchlicher Baustyl S. 116 ff. 3. Einrichtung der Kirchen S. 118 ff.

4. Kirchweihe S. 123 f.) §. 22. Ausschmüdung der Kirchgebäude, insbesondere relig. Bilder 124-136

(Kirchliche Bilder S. 125 ff. Kreuzeszeichen
6. 132 ff. Anderer Schmuck S. 134 ff.)

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Ziveiter Abschnitt, Von den firchlichen Zeiten (Heortologie §. 23. Christliche Festfeier im Allgemeinen

Erste Unterabtheilung. Wöchentliche Feiertage §. 24. Sonntag · g. 25. Alter Sabbath . g. 26. Wöchentliche kirchlidhe Gedenktage

136--227 137-141 141-150 141--145 146-148 148--150

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