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En. 10251 (273, 3): Minne, nu gesachte mir etwat, dat ich dir gedienen möge diu bat.

En. 10306 (274, 18): owi, war umbe sprac ich dat? ich enmochtet niemer gedon.

En. 1827 (62, 39): do gesägens einen boum stän. dar tö quämen si gerant. dö halp der märe wigant der frouwen tö der erden. do moste dat werden, des lange gegert was.

En. 1851 (63, 23): als et frouwe Venus geriet.

En. 9224 (247, 20): der knop was goldin, dar op sat ein goldin are*).

En. 6319 (150, 13): nam er die forsten alle samen; somelike nande er sie met namen.

En. 1803 (62, 15): die den wech konden die wisten na den honden

und En. 4559 (121, 6): die wisten sie dare, die den wech konden.

En. 615 (32, 33): da nes koninges niet. wie danne so?

Lanz. 4386: Minne, tuo mir seihen rat, daz ich dir diene imer me.

Lanz. 4396: w6, war umbe sprich ich daz? möht ich wol, in wolts niht tuon (joh enwil ich ez niht tuon P.)

Lanz. 4664:

da erbeiztens beide
under eine grüene linden,
si enwolten niht erwinden,
si gesäzen üf daz gras,
swes 6 von in gegeret was,
des wart dö begunnen.

Lanz. 4673: als in diu minne geriet.

Lanz. 4778: ein guldin knöpf het ez bedaht, der was lobebaere. von golde ein ar vil maere was dar üf gemezzen.

Lanz. 6924: den rittern er zuo sprach, er nant ir ein teil bi namen.

Lanz. 7577. die die sträzen künden, die wisten sä ze stunden die riterschaft üf den wec.

Lanz. 8196: er sprach: hien ist küneges niet.

Hier greift wieder die gleiche Erwägung Platz wie bei Lanz. 4080: in En. 615 paßt die Antwort, da gefragt ist:

vondet ir den koninc da?

*) Auch Hartmann v. Aue hat diese Schilderung des Zeltes in der Eneide vor Augen im Erec: En. 9226 (247, 22) dat getelt was tweier vare, tweier bände samii = Erec 8905 zweier slahte samit, Von strichen swarz unde wiz. — En. 9224 u. 2;> = Er. 8915 daz der knoph wesen solde Daz was ein wol geworht ar Van golde durehslagen gar.

im Lanz. 8196 paßt sie nicht, da das Wort kunic vorher gar nicht ausgesprochen wird, sondern die Frage lautet:

wen sie da i'unden,

der des landes waere • ,

oberster rihtaere. Den Text sowie die Zählung in den vorstehenden Stellen aus der Eneide gebe ich nach der von mir vorbereiteten neuen Ausgabe. Den Text aber doch nicht ganz. Ich habe natürlich diejenigen Lesarten gewählt, die dem Lanzelot am nächsten stehen, und diese sind keineswegs immer zugleich die von der Überlieferung als die echten bezeichneten. Vielmehr scheint der Dichter des Lanzelot diejenige Handschrift vor sich gehabt zu haben, welche durch B, M und w vertreten wird; in En. 6090 haben EH olives twich, was durch un rain d' olive des Originals als das Ursprüngliche erwiesen wird; oleboumes dagegen stand in der Vorlage von BMw. In 8054 ergibt die Überlieferung lione degen als die echte Lesart, reine degen kommt wiederum dem Original von BMw zu.

HEIDELBERG, 16. März 1880. OTTO BEHAGHEL.

ZUM ALTERN MITTELFRÄNKISCHEN SPRACHSCHATZE.

Meine Quellen sind zwei Zollregister von Lahnstein-Lahneck aus der Mitte des 15. Jahrhunderts Papierhandschriften.

„In dem jare als man der (gepurt unsers herrn) schreib tusint vierhundert sechczig vier jare von sant Johannes Baptisten tag an biß wieder uff sant Johannes B. tag als man schribet tusent vierhundertsechczig und fünf jare han ich Johann Kaczman zolschriber zu Lanstein dieß nachgeschrieben ingenomen und ußgeben." Ich verdanke Herrn Prof. Dr. Karl Menzel hier, der den Text vollständig herausgeben wird, die genannten Quellen. Sie sind von großem Werthe, weil ein Sprachschatz dieser Strecke nicht vorhanden und doch die Wörter jener großen Straße weit verbreitet sein mußten. Nach dieser waren mir die Registra Johannis Hirßfelt cellerarii de anno domini 1444, 1445 sehr wichtig zur Herbeiziehung von beinahe zwanzig Jahren älteren Belegen und einigen neuen Wörtern*).

*) Die Texte veröffentlicht Menzel in Picks Monatsschrift für Geschichte Westdeutschlands 1880, Heft 3 ff.

H o e d, Hoede: item umbe die phingsten mym hern von Mencz 50 (hoede) salczs, facit 2\ zollfuder. item nach nativitatis Marie 26 hoede salczs. Mein Wb. zu den Köln. Chroniken XIII, XIV 990". Schiller-Lübben s. v. Hut. In einer Schaffhauser Urkunde 1376 bei Mone Ztschr. 12, 426 kommt ein Salzmaß Kröttlein, d. h. Krätlein, Körbchen vor, das vier Salzscheiben faßen konnte.

Abeslag, m. wie neuhochd. Abschlagszahlung: item gab ich mynem genedigen herren von Ißemburg — in abeslag 15000 fl. — item gab ich Diether Hüben — in abslag syner schulde 500 fl. — in abeslag sins Schadens — gab ich in abeslag 50 fl. syner schulde. — geben und bezalt in abslag syner drier thornes. — Dief. Wülcker I, 16. — stv. item uff dieselbe czyt gelühen 1 fl. den han ich jme uf Crucis abgeslagen.

Enzlingen niederrh., einzelingen mhd.: die han ich ime enczlingen bezalt — hat er enczlingen vorfüren lassin an wyne 18 zolfuder. — enczlingen keuffen. — Öfter.

In nemen, stv. vertragsmäßig, friedlich Besitz ergreifen: zum ersten als myn gnediger herre von Ißemburg Laneck das sloß in name u. 8. w.

Oberheupt überhaupt mhd. überhoubet: item vor 1 fuder 1 ame 6 virtel wins oberheupt 8 fl. 6 Alb.

Sal, m. mhd. der große Rittersaal, Fest- und Empfangssaal, niederrh. Amtsstube, wo Richter, Domherren zu Sitzungen zusammenkommen, Herrenstube; in Köln hieß die Bischofspfalz am Domhofe so; hier Halle oder Herrschaftsweinkeller: item hat der keiner uff dem Säle uff Lanecke geschickt an wyne 1 fuder 6 vertel. — uff dem sale und hie inn wine abczelaßen. —4 bender 5 tage die kleyne fasse uff dem sale zu binden. — 5 bender die roden wine uff dem sale abezulaßen. — dem keiner uff dem sale bestellunge uff den herbst damit zu thun. — a. 1445 oft sail, sailthorn.

Wises Geld, Silber: 1126 Gulden an golde und an wisem gelde zusamen han ich ingnomen — an wisem gelde 110 fl. u. s.w. sehr oft. Es können die sog. 'Weißpfenninge' (Albus), niedersächs. 'Witten' nur gemeint sein. Man hatte zweierlei Weißpfenninge, letztere am Niederrhein, die Witten in Niedersachsen; dazu kommen die 'silbernen oder weißen Oehre' zum Unterschied von den kupfernen; sie waren schwedischer Herkunft und nur insofern deutsch zu nennen, als die schwedische Krone deutsches Land zeitweilig besaß und sie so in Umlauf kamen.

Welbaum, Achse des großen Waßerrades, axis: item uff dieselben czit vor ein welbaum uffdieRyn molen quam von Franckfurt 1 gülden. — eyn bant umbe den welbaume uff der Ryn moein. — 'Wellbäume' in der Holzhändlersprache, s. Frisch II, 438".

Afterseil: item vor 4 sehein, ein affterseheln und 4 halftern zu den wagenpferden.

Pferdegezauw, Pferdegeschirr: item vor 1 virtel strenge zu der perdegezauw 10 alb. wagenzauw, unten.

Quaste m. büschel-, bürstenartiges Geräthe: item vor zwen quaste kannen und fleschen schone damit zu machen 2 alb. SchillerLübben III, 405. Frisch II, 77": was von Haaren oder Borsten gebunden, als die Pinsel der Tüncher u. s. w.

Slange: item vor ein blech zu der slangen uff Lanecke 1 alb. Es ist wohl die Notschlange gemeint zum Unterschied von Feldschlangen; erstere das schwerste Geschütz nach den Carthaunen. Vgl. Frisch II, 692c.

Spicher, eine Art kleiner eiserner Nägel. 1445: große spichernele. cleyne spycher. — item vor 2000 gancze spicher und 2000 halbe spicher mit den Unkosten 3 fl. 3 alb. — item vor syntel und spichern zu der ßynmollen zu buwen. — Teuth. clavus spiker, vgl. spikerbore Schiller-Lübben 4, 324. Kilian.

Deckende, Deckenägel? item vor 2000 latte und deckenele

2 fl. — 1445: item laz- und decknele — zelet man zwen decknele für ein laznele.

Decksteine: quam eyn schiff mit decksteinen. 1445.

Decketticher, velamina super lectum: item zu Franckfurt in der vasten messe vor 2 decketucher an der Statt die uff Lanecke komen sin 1 fl. 14 alb. — von 8 nüwen secken, 2 decktücheren, liegelachen, secke zu placken. — Decklach, Decktuch, lodix stragulum DW. II, 892.

Dreiich, hochd. Drilich: item vor 20 elen drelichs zu 8 malesecken (Reisesäcken) 1 fl. 12 alb. Vgl. DW. n, 1412: ein mit 3 Fäden gewebtes Leinenzeug; vgl. Zwillich.

Smicken, Peitschen. 1445: item dieße zyt für smicken den kriecht 3 alb 6 hl. item vor 100 smicken den wagenknechten 4 alb. Es sind die langen Fuhrmannspeitschen. Kehrein Wb. 356. Sonst versteht man nur die sog. Treibschnur darunter. Daß nicht letztere gemeint ist, ersieht man aus dem Preise. Frisch II, 208°.

Sleuffen, pl. Löcher, durch die Eisenstangen, Hacken gehen, Hacken, Henkel selbst. Item von den banden, riegeln, cloben und sleuffen an den zwen thoren in den murenwenden. — 1445: item eyn schleypen an den marstall VI hlr. Gehört das vielleicht hieher? — item 1 schleype an die porte der kirchgaßen u. s. w.

Zweilinge: item vor 3 fünfzigschueholzer die schuren damit zu spannen, 3 drißigschuehölzer und virtel zweilinge die schuren zu unterfahen und zu stoczlen, zusamen 5 fl. 6 alb. – item ein halbviertel zweilinge 1 fl. 6alb. Es sind Bretter, 14 Zoll breit und 2 Zoll dick und 16 Schuh lang, es gab auch 18schüchige und 2 Zoll dicke. Man rechnete sie für zwei gewöhnliche Bretter. Die Z. konnten aus Tannen- oder Eichenholz sein. In der Flößersprache des Kinzigthales hieß so ein 18–20 Schuh langer, 3–5 Zoll starker Stamm von Tannenholz. Verkorn bort, Ausschußbretter? item vor eyn viertel verkorn bort zu der brucken an der Fihephorten. Zappenbore: item vor eyn gut zappenbore in den keller ließ ich von Collen bringen 11 alb. Alteil, Altel: zum ersten vor 100 alteil habern brachte der beseher in dem cranenschiffe von Hoeste, je 3 altel vor 1 f. Ufrucken: zum ersten zymmermennern von 12 tagewerken die stelle uffzurucken. Butelkasten: 9 tagewerk an dem butel kasten uff die Rynmolen an dem borne ime slosse. Erdénen, swv. item eym manne der dem graen pherde geholfen hat als sich das er den et hatte. Malnslössel, Schlüßel zu einem Vorhängschloß, zu einem Reisetaschenschloß: item vor eynen malnslos sel 4 hl. item eynen malnslos sel und das sloss gebessert 6 hlr. – item sircken zu einem maleschloß 6 hlr. – male, meile, ahd. malaha, mhd. malhe ist Reisesack. Vgl. Schiller-Lübben III, 13. Bei Fischart und Abele ebenfalls. Malesecke, pl. Reisetaschen. 1445: item so waren die malesecke bose vnd zebrochen, die umbzuwenden und placken 3 alb. Stoppen, swv. ausbeßern, altsächs. stuppon, obstruere, obturare: und eynen knecht der jne geholffen hat 1 woche uff Laneck zu stoppen und zu machen wes noit gewest ist. – item Heinzen Decker von 28 tagewerken zu decken und zu stoppen allenthalben in slosse und uff den stellen. – im slosse und uff den stellen zu stoppen. – Auch 1445 sehr übliches Wort. Gemere, n. item dem fischer und andern die das gemere und lannen han helfen suchen und heben. dabinnen hat man gehabt 6 die lannen und das gemere zu der moelen helfen suchen 3 tage, 8 die moeln helfen uffuren tag. Ist es gemare (Lexer I, 386) Gespann? gemorre ist Beispanner? Nass. Wb. Kehrein 158. Lanne wäre dann Deichsel (Land, alem.), Kehrein s. v. Lohne. – Weiter unten lese ich: han ich laßen keuffen 1 wagereder und 2 wage gemarißen

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