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Jahrgängen 1859. 1860 u. s. w.); s. auch mein Buch „Zur Volkskunde“

S. 310–341. b) M. B. Landstad, Norske Folkeviser; s. oben III, 2. c) P. M. Seegaard, I Fjeldbygderne; s. oben I, b. d) S. Serensen, Lidt om Sandeherred u. s. w.; s. oben II, e. e) J. Th. Storaker, Om de overtroiske Forestillinger, som knytter

sig til Hesten (in der „Historisk Tidskrift“ für 1871). f) Hallvard Bergh, Nye Folkeaeventyr u. s. w.; s. oben I, f.

V. Räthsel und Sprichwörter. 1. W. F. K. Christie, Norske Gaator, utgjevna av Kristofer Janson. Bergen 1868. 2. Ivar Aasen, Norske Ordsprog. Kristiania 1856. (Eine vermehrte und umgearbeitete Ausgabe wird vorbereitet.) Kleinere Sammlungen in: a) M. B. Landstad, Norske Folkeviser; s. oben III, 2. b) J. E. Nielsen, Segnir fraa Hallingdal; s. oben II, 4. c) Segner fraa Bygdom IV. (d. i. III.) Heft; s. oben I, e.

VI. Untersuchungen über norwegische Volkskunde.

Deren gibt es nicht viele und noch weniger haben besondern Werth; namentlich ist der wissenschaftliche Theil in mehrfacher Beziehung veraltet.

1. In Betreff der Märchen sehe man:

a) Jergen Moe's Einleitung zu „Norske Folkeaeventyr“ 2“ Utg. 1852 (wieder abgedruckt in den „Samlede Skrifter“ Bd. II, woselbst sich auch mehrere kleinere Abhandlungen über denselben Gegenstand finden).

b) P. Chr. Asbjörnsen og Jergen Moe, die Anmerkungen zu „Norske Folkeaeventyr“, 2“ Utg. 1852; s. oben I, 1.

c) P. Chr. Asbjernsen, Beretninger om Indsamlingsrejser i1847 og 1851 (in den „Norske Universitets-og Skoleannaler“ II. Reihe).

d) J. Moltke Moe, Untersuchungen und Erklärungen (in Kristofer Janson's Folkeaeventyr, s. oben I, 6).

e) Derselbe, Hellenske og Norske Folketraditioner (in der „Nordisk Tidskrift för Vetenskap, Konst och Industri, utgifne af Letterstedtska Föreningen. 1879 ff.).

2. Hinsichtlich der Sagen sehe man:

a) P. Chr. Asbjörnsen, Den vilde Jagt Aasgaardsreiden (Illustreret Nyhedsblad for 1852, Nr. 41 ff.).

b) Derselbe, Vorrede zur zweiten Ausgabe der „Norske Huldreseventyr" u. s. w.; s. oben II, 2.

c) Asbjtrrnsen's und Jargen Moe's Beretninger om Indsamlingsrejser; vgl. oben VI, c.

d) A. Faye's Abhandlungen in den „Norske Folkesagn" 2. Ausg.; s. oben II, 1.

3. In Betreff der Lieder und Stev sehe man:

a) Jörgen Moe, Samlede Skrifter Bd. II; s. oben III, a.

b) Sophus Bugge, Mythologiske Oplysninger til Draumkvsedi (in der „Nordisk Tidskrift for Videnskap og Litteratur. 1854).

c) Derselbe in den Erklärungen zu „Gamle Norske Folkeviser" s. oben III, 3.

d) Derselbe, mehreres in Svend Grundtvig's „Danmarks Gamle Folkeviser"; s. oben III, c.

LÜTTICH. FELIX LIEBRECHT.

GEBET DES XII. JAHRHUNDERTS.

Im Jahre 1861 schrieb ich mir aus einer dem Antiquar Schreiber in Nürnberg gehörigen Handschrift des 15. Jahrhunderts, welche Gebete in deutscher Sprache enthielt, nachfolgendes meine Aufmerksamkeit erregende Gebet ab. Das Blättchen verkramte sich unter andere Papiere, und erst als ich vor einiger Zeit behufs einer von mir beabsichtigten Quellenkunde altdeutscher Poesie alle meine Sammlungen und Excerptc aus Handschriften genau durchging, fand ich es wieder. Es ist fortlaufend ohne trennende Punkte geschrieben. Ich gebe zuerst einen zeilengetreuen Abdruck und dann einen hergestellten Text. Trutinne ich bite dich das du mich bewaren wollest so mine sele scheide vor der helle leide und gib ir zu lest die himlischen raste das si bi abraham und sime barn ruowe Amen. Der Abschreiber, der offenbar eine alte Vorlage vor sich hatte, hielt ersichtlich das ganze für Prosa. Die poetische Form blickt jedoch sofort durch und ist mit einigen Beßerungen vollständig herzustellen. Der Umstand, daß die Abschrift wie Prosa fortläuft, macht eine Vorlage wahrscheinlich, in welcher die Verse nicht abgesetzt, sondern nur durch Punkte geschieden waren. Ich lese das ganze so:

Truhtln, ich bite dich

daz du bewaren wellest mich,

so min sele scheide,

vor der helle leide,
5 und gib ir ze jungeste

die himelischen reste,

daz si bi Abrahame

in sime barme räwe. 1. Daß trutinne entstellt ist, scheint mir sicher. Man könnte allerdings an triutinne denken und es auf Maria beziehen; aber ich könnte mir wohl denken, daß Maria als gotes triutinne bezeichnet werden kann» aber die einfache Anrede triutinne ist mir unglaublich. Ich weiß wohl, daß in dem pseudogottfridischen Lobgesang Maria angeredet wird (32, 2) du triutinne aller gnaden vol, aber dabei ist zu erwägen, daß jener Lobgesang sich in einer Fülle von Bezeichnungen für Maria erschöpft, und daß er einer beträchtlich Jüngern Zeit als dieses Gebet angehört. Indeß muß truhtin schon in der Vorlage zu trutinne entstellt gewesen sein, denn ein Schreiber des 15. Jahrhunderts wäre nicht auf trutinne verfallen.

5. zu lest: ich habe ze jungeste geschrieben, weil mir wahrscheinlich ist, daß der Schreiber die ältere Ausdrucksweise mit der jungem vertauscht hat. Allerdings kommt ze leste schon in der Mitstäter Genesis vor, überall aber hat die Wiener Hs. die vollere Form lezzest, die vielleicht auch hier gestanden hat. Indeß für so alt halte ich das Gebet nicht, um ein nicht zusammengezogenes lezzest zu wagen.

8. Die Vorstellung vom Ruhen in Abrahams Schöße ist eine so häufige, daß die Verbeßerung in stme barme fast gewiß erscheint. Isaac in diesem Zusammenhange wäre fremdartig, da dann auch Jacob erwartet würde (vgl. Fundgr. 2, 83, 19). Doch wird schon die Vorlage die Entstellung, die bei der Ähnlichkeit von in vn, harne barme und bei dem frühen Veralten des Wortes barm sehr erklärlich ist, gehabt haben; denn der Schreiber des 15. Jahrhs. wäre kaum auf barn verfallen.

ruowe Amen in räwe zu verändern, machte schon der Vers wahrscheinlich. Vgl. Genesis Fundgr. 2, 83, 18 der hat mit Abrahame \ die ewigen räwe. amen war eine sehr naheliegende Reimglättung, die vielleicht schon in der Vorlage stand. K. BARTSCH.

BRUCHSTÜCK AUS HARTMANNS IWEIN.

Nachfolgende Verse aus dem Iwein Hartmanns von Aue (ed. ßenecke und Lachmann v. 331 — 427) stehen auf einem Pergamentblatte, das sich im Besitze des Herrn Dr. GL von Buchwald befindet, der mir die Veröffentlichung des Bruchstückes mit freundlichster Bereitwilligkeit gestattete. Das Blatt nebst anderen Fragmenten erhielt der Besitzer in Rinteln durch gütige Vermittlung des Herrn Staatsanwalt Wippermann auf einer im Auftrage der Gesellschaft für Schleswig-HolsteinLauenburgische Geschichte unternommenen Archivreise. Die Vermuthung liegt nahe, daß es aus dem Schauenburgischen stamme. An einer Seite und auch in der Mitte finden sich in dem Pergamente mehrere Lücken. Das Format ist Octav. Die Handschrift ist sauber von einer Hand des 14. Jahrhunderts mit gelblicher Tinte geschrieben. Der Anfangsbuchstabe eines jeden Verses ist durch einen rothen Strich ausgezeichnet; die Verse 331 und 369 beginnen mit rothen, zwei Reihen einnehmenden Initialen. Am Schluße eines jeden Verses stehen zwei schwarze Punkte. Die Reihen enthalten einen oder zwei Verse, je nach deren Länge. Oft ist der Schluß des zweiten Verses, wenn der Raum es erlaubte, in die obere Zeile hineingeschrieben und durch rothe Striche die Zusammengehörigkeit der Verse angedeutet. 331 Uvir zwei bieben aleine do ich mit ir ce tische genc

im ustunt s de rein. d* wirt n unde . . . .c

daz ich gerne bi ir was 355 iz nebot ne wirt mere

an ein daz schoneste gras sine gaste . roz. . . . e

335 daz die gen. . . er tete den stigen vn den wegen

da brachte sie mich an manigen gotlichen segen

ein weininc uon den luteu baz die mich ge. . .et .eitc. . .r

daz weit got an .... 360 hie nam mir mit vlize war

da uandich wisheit bi der iügend daz er mich nie verliez

340 groze schone vli ganze tilgend vnde mich so gotliche ....

sie sat mir gotlichen bi mit der iunevrowen ezen

vnde swaz ich sprach daz hoile . . oveh enwart da nicht vgezcu

vii antwordes mit gote 365 wer betten alle dere craft

iz nebedwanc min gemote daz man heizet wirtscaft

345 vn bechummere . . minen lip men gaf uns spise die was got

nie so sere maget noch wip dar zo den willigen mot

vfi entot ouch lichte nember me Do wir mit vrowedö geazen

o we iember vnde owe 370 vii dar nach gesazen

waz mir vrouden benam vii ich eme hette geseit

350 ein bot daz uon dem wirde quam daz ich nach auenture reit

die heiz vns beide ezen gan das wuderet (so!) in uil sere

do mustich urowede unde rede lan vn iach daz i. nie mere

ein breit gerüte Rückseite.

ane die lute 375 .....st da were komen

da sa ...... uil leide von de er daz hette vernomen

ein swar ougenweide ........ ture sochte

405 aller .... ier, ande va baz daz ich des rochte

die men mir ie genande ....' rite

veht ... 1 ri.gen 380 daz ich in nicht nemite

mit eislichen dingen .......ch neinen strit

da w..... mit grimine ich lobtez va lestet sit

410 unit grulicher stimne ......ns cit wart

wisen ... vrrinder ich dachte an mine vart

da gehabt ich binder 385 .... ich nie newolde

iz ru mich daz ich da was cboinca noch beliben solde

vn hetten sie miner ware genomen .. wart der rittarlichen maget 415 so entrochte ich mich anders nicht von mi gnade saget

erwern .. gåten handelunge

wan ich bat mi got nern 390 div suze vñ div iunge

von in woltich gne von dan ..e lachete vn nech mir

do sa ich sitzen einen man do mostich von ir

mitten vnder in . az gesinde beual ich gote

420 daz troste mir den sin ce mines wirtes gebote

do ich im naer quam 395 dar bot ich mich vil ofte zu

on sin rechte war gebam
dannen schiedet ich vn reit uil vrv ich vrocht in so sere
ce walde uan geuilde

..n die tiere ode mere
da ramte ich der wilde

425 sin miuslich (so! bilde yn vant .ach mitten morgen

....ders burte wilde 400 in de. .alde uerborgen

er was einem more. lich WOLFENBÜTTEL, 10 September 1879.

Dr. P. ZIMMERMANN,

ZU KUDRUN.

Zu 18 findet sich bei Martin die Bemerkung: Schlechte Strophe". W. Grimm. - Ich halte diesen Tadel für ungerecht. Die Gegensätze in Z. 2 sind nicht zu übersehen sin was ein kiiniginne, dô was er dannoch koneht, d. h. er (Sigeband) war noch nicht zum Ritter geschlagen, also poch nicht würdig, sie, die Königin, zu heiraten; Z. 1: daz er si solte minnen, daz dûhte nieman reht. Zu vergleichen ist Mai 81, 7 fr. 52, 35. 83, 4. In der 4. Zeile hat Vollmer ze kiinde in de kinige gebelert, was die späteren Herausgeber, wie mich dänkt mit Lnrecht, nicht aufgenommen haben; sit wart er ze kunde lobeliche wäre eine ganz lerre Strophenfullung, wahrend sit wart er ze kunige lobeliche sich vor trefflich anschliegt an dies hulfen im sin meige (nämlich dazu, dat er gekrönt wurde).

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