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Quae semper subtrahunt Aeterna praemia,

Et ducunt hominem

Ad dura devia.

O esca vermium,
O massa pulveris,
O ros, o vanitas

Cur sic extolleris?
Ignoras penitus

Utrum cras vixeris:

Fac bonum omnibus

Quamdiu poteris!

Haec carnis gloria,
Quae magni penditur,

Sacris in literis

Flos foeni dicitur.

Ut leve folium,

Quod vento rapitur,

Sic vita hominum

Hac via tollitur.

Nil tuum dixeris

Quod potes perdere,

Quod mundus tribuit

Intendit rapere.
Superna cogita,
Cor sit in aethere:

Felix qui poterit

Mundum contemnere.

S. Bernardus.

Ach und den ewgen Lohn
Raubst du der Menschenbrust,
Führst auf dem irren Weg
Nur zu des Heils Verlust.

Speise der Würmer du,
Asche nach kurzer Frist,
Thau vor dem Sonnenstral,
Der sich so hoch vermißt.
Ist dir doch unbekannt
Ob du noch morgen bist:
Eile dich wohlzuthun
Weil es noch thunlich ist!
Weltliche Herrlichkeit,
Die für so werthvoll gilt,
Schildert uns Gottes Wort
Unter des Laubes Bild.

leicht entführtes Blatt,

Wie nur ein Lüftchen schwillt!

Flüchtiges Leben, dieß

Führest du auch im Schild.

Was sich verlieren läßt
Eigne sich keiner an:

Die Welt nimmt ihr Geschenk
Wieder von Jedermann.
Denk an das Bleibende,
Herz, strebe himmelan:
Selig ist in der Welt
Wer sie verachten kann.

De Novissimis.

Hora novissima

Tempora pessima

Sunt, vigilemus !

Ecce minaciter
Imminet arbiter

Ille supremus.

Imminet, imminet
Ut mala terminet,

Aequa coronet,

Recta remuneret,

Anxia liberet,

Aethera donet.

Auferat aspera,

Duraque pondera

Mentis onustae;

Sobria muniat,

Improba puniat,
Utraque iuste.

Ille piissimus,

Ille⚫ gravissimus

Ecce venit rex.

Surgat homo reus,

Instat homo Deus,
A patre iudex.

Vermeßenheit der Zeit.

Stündlich, ach, wächst der Zeit Arge Vermeßenheit:

Laßet uns wachen!

Siehe mit Drohewort

Nahet der Hohe dort

Ende zu machen.

Nahet schon, nahet schon,

Wendet der Uebel Drohn,

Redliche frönend;

Gutes er treu vergilt,
Löset von Sorgen mild,

Himmlisch versöhnend.

Tilget was rauh und schief,
Hebet die Schwere tief
Geistigen Leides;

Lohnt der Enthaltsamkeit,
Züchtigt Gewaltsamkeit,
Billig ist Beides.

Sieh, dieser liebende,

Strenge doch übende

König, schon naht er.

Sündiger Mensch, ersteh,
Gottmensch ist in der Näh,
Er für den Vater.

Carmen poenitentium.

O caeca mens mortalium,
Quousque quaeris vanitatem,
Oblita spiritualium

Non cogitas aeternitatem?
Quo tendis, ah, quo properas?
Cur finem haud consideras?

Honores, opes, praedia

Et sceptra transeunt momento; Venustas formae, media

Sunt saepe nobis nocumento: Mundana quid sunt omnia Quam fumus, umbra, somnia?

Sic ergo cuncti vivite
Vivatis ut aeternitati;
Sic mori iam nunc discite
Ne moriamini damnati:

Aeternitas vos terreat,

Aeternitas vos urgeat.

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