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sich unter den Schätzen der Kapitelsbibliothek zu Bayeux. Es dürfte ein Unicum sein in jeder Hinsicht, denn kein zweites handschriftliches Exemplar, weder aus dieser noch aus einer anderen Periode ist bislang entdeckt worden. Nur verwandt mit ihm ist ein im Jahre 1451 für die Kirche St. Pierre in Caen geschriebenes Missale, das ich in der Collection Mancel im benachbarten Caen vorfand. Jener Codex von Bayeux nun enthält eine einzige Sequenz, die dieser Diocese spezifisch eigentümlich ist, nämlich jene auf das Fest der hl. Reliquien Dies clausa prodiit (Nr. 291). Auch der Codex Mancel weist diese auf. – Das erste gedruckte Missale von Bayeux aber, datiert vom 15. December 1501, jetzt auf der Bibliothèque de l'Arsenal, hat unter seinen vielen Sequenzen bereits 8, die ausschliesslich der Diöcese Bayeux eigen sind. Datieren dieselben aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts ? Die Vermutung scheint begründet. Die späteren Messbücher von Bayeux aus den Jahren 1504 und 1529 ändern nichts an diesem Sequenzenbestand. Die Ausgabe vom Jahre 1545 aber zeigt eine Bereicherung von nicht weniger als 14 weiteren Sequenzen, welche Localheilige von Bayeux besingen. Alle diese 14 Sequenzen demnach, für die im vorliegenden Bändchen als älteste Quelle das Missale von 1545 verzeichnet steht, dürften in der Zeit von 1529—1545 zu Bayeux gedichtet sein. Kännten wir nur auch schon den Dichter! Vielleicht bringt uns das Akrostichon in der Sequenz auf den hl. Regnobertus „Grataletur urbs insignis“ auf die Spur *).

1) Nach dem Repertorium Hymnologicum Chevaliers müssten im Missale Baiocense von 1545 noch 2 andere Sequenzen, nämlich auf den hl. Contestus „Ecce dies ter a mata“ und auf den hl. Manvoeus „Hac die sit laetitia“, sich vorfinden; sogar die Seite des Missale wird von Chevalier citiert. Ich war nicht so glücklich, diese beiden Inedita in der bezeichneten Ausgabe zu entdecken, und kann versichern, dass niemand sie dort entdecken wird; dieselben finden sich überhaupt in keinem Messbuche von Bayeux, es sei denn in der Ausgabe vom Jahre 1521. Eine solche Edition, der ich nirgends begegoete, citiert nämlich Weale in seinem Missalienverzeichnis, ohne den Fundort namhaft machen zu können; dagegen fehlt die Ausgabe von 1529. Liegt nicht eine Verwechslung vor? Dass die von Weale ebendort citierte Ausgabe vom Jahre 1543 auf einer Verwechslung mit dem Missale Baionense beruht, wird bereits hinreichend bekannt sein nach den ausführlicher Erörterungen Dubarat's. (Le Bréviaire de Lescar de 1541. Paris 1891, p. LXXXVI sqq.) Wenn schliesslich Weale bemerkt, dass auf der Bibl. Nationale zu Paris sich ein Missale Baiocense vom Jahre „156 *“ vorfinde, so ist dagegen zu erinnern, dass dieses schadhafte, um Titelblatt und Explicit beraubte Exemplar im übrigen völlig identisch ist mit der Ausgabe vom Jahre 1545, die in Bayeux aufbewahrt wird. Die dortige Kapitelsbibliothek hat deren 2 Exemplare, das eine auf Papier (wie das Pariser Exemplar), das andere in vornehmer Ausstattung auf Pergament.

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YHE NEW YORK PUBLIC LIBRARY 265617

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SEQUENTIAE INEDITAE.

Liturgische Prosen

des

Mittelalters

aus

Handschriften und Früh drucken.

Sechste Folge

herausgegeben

von

Clemens Blume

S. J.

Leipzig.
0. R. Reisla ni.

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