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159.

der Würzburger Hs., die in einer Partie dieselbe Quelle wie BC voraussetzt:

I. E 170 — 173. C 144 – 147. L. 43, 9.
II. 174 – 177.

150.

60, 34.
178 — 181.

184 f.
182. 183.
155. 156.

45, 37.
184. 185.
157. 158.

46, 32. (IV.) 186. Wir haben hier in C und E fünf Töne in derselben Reihenfolge; und auch darin stimmen beide Hss. überein, dass die beiden letzten Töne durch einander geworfen sind. Der dritte Ton fehlt in C; das ist aber grade der Ton, zu welchem jene Nachtragsstrophe gehört. Daraus ergiebt sich mit grosser Wahrscheinlichkeit, dass ursprünglich die Strophen E 178-181, oder wenigstens einige von ihnen, in der Quelle BC standen, und erst später durch Verstümmlung der Hs. abhanden gekommen sind.

Im übrigen ist das Verhältnis der Hs. B und C hier dasselbe wie im ersten Teil. C hat in den gemeinsamen Tönen einige Strophen mehr, die vermutlich aus andern Quellen ergänzt, nicht in B aus Versehen übersprungen sind. Vier von diesen begegnen nachher in dem Anhang, der schon zur Quelle BC gehörte, aber nur eine von diesen (C 210) zeigt einen mit B verwandten Text, die übrigen (C 171. 174. 194) müssen anderswoher genommen sein. Ebenso ist die Quelle für C 137. 139 und für 209. 210 ungewiss, doch lässt für die beiden letzteren die Strophenordnung des Tones Benutzung einer E ähnlichen Quelle als möglich erscheinen. C 154 hat denselben Text wie A. Ob der Sammler C die Quelle BC auch in demjenigen Teile, der in B fehlt, vermehrt hat, kann man nicht wissen. 1

Die Liedersammlung, welche den Hss. B und C hier zu Grunde liegt, bietet uns Gesänge aus der besten Zeit Walthers; von seiner Jugenddichtung scheinen sie nichts zu enthalten. Den Kern bildet die vortreffliche Liedergruppe, in der er den Übergang von der hohen zur niedern Minne begründet; die Töne V. VI. X—XV. III. Aber in seiner Integrität ist der Vortrag

1) Dass Str. 202 vielleicht später nachgetragen ist, ist oben S. 2 bemerkt.

nicht überliefert; die Ordnung der Töne ist nicht genau inne gehalten, es fehlt namentlich der Schluss, und im Eingang, hinter Ton VI, sind fremde Liederfragmente eingeschoben. Eine authentische Sammlung bietet uns die Quelle BC also auch hier nicht, ebenso wenig wie in der Spruchreihe, die den ersten Teil der beiden Hss. bildet. Jedoch ist eine gewisse planmässige Ordnung nicht zu verkennen: zuerst die Lieder der Minne, dann das Preislied auf Deutschland, der Abschied von Frau Minne, ein spruchartiger Ton und zum Schluss eine Unterhandlung mit der Frau Welt.

C. B 90 — 107. C 222 — 239.
I. B 90 — 93.

C222 — 225.

C 222 — 225. L. 62, 6. 94 – 97. 226 — 229.

63, 8. 98 — 100. 230 — 233.

63, 32.
101.

65, 25.
102.
234.

66, 5.
VI. 103 — 107. 235 — 239.

66, 21. Die Abweichungen zwischen den beiden Hss. lassen sich erklären. Die vereinzelte Strophe B 101 ist in C übergangen, weil das ganze Lied, zu dem sie gehört, in C schon an anderer Stelle vorangeht. In dem dritten Tone hat C eine Strophe. mehr; B liels sie aus, weil sie schon vorher (B 84 = C 218) ihren Platz gefunden hatte.

- Man wird diese sechs Töne nicht als einen Teil des vorhergehenden Anhangs, sondern als eine zweite selbständige Liedersammlung ansehen müssen. Denn während der Anhang nur einzelne Strophen zu den vorhergehenden Tönen nachträgt, haben wir hier wieder selbständige Lieder; und die Thatsache, dass Str. C 218 in 233 wiederholt ist, findet eine ungezwungene Erklärung nur in der Annahme, dals hier eine neue Sammlung benutzt ist. Eben diese Strophe führt weiter zu dem an und für sich nicht unwahrscheinlichen Schluss, dass die beiden Sammlungen sich teilweise deckten. Denn wenn, wie sich als wahrscheinlich ergab, Str. C 218 eine Nachtragstrophe war, so muss das Lied 63, 32, zu dem sie gehört, ursprünglich auch in der ersten Sammlung vorhanden gewesen sein. Nur weil es dort ausgefallen war, behauptete es in der zweiten Sammlung seinen

Platz. Es kann also die zweite Sammlung ursprünglich sehr viel mehr Lieder umfasst haben, als uns jetzt an dieser Stelle der Hss. B und C vorliegen; der Sammler überging sie, weil er sie schon aus der ersten Sammlung aufgenommen hatte. — Übrigens waren beide Sammlungen ähnlich angelegt; auch in der zweiten bildet eine Unterhandlung mit der Welt den Schluss.

Wir fassen das Resultat der vorhergehenden Untersuchung zusammen: B 1— 20. 40 — 107 und C 1—29. 126 — 239 gehen auf eine gemeinsame Quelle BC zurück, die aus drei Teilen bestand. Der erste enthielt Sprüche und das Kreuzlied, der zweite und dritte Lieder. Die zweite und dritte Sammlung deckten sich teilweise. Die zweite war durch Nachträge vervollständigt, hatte aber dann, schon ehe sie mit der dritten Sammlung verbunden wurde, Verluste erfahren. – B repräsentiert die gemeinsame Quelle im allgemeinen treuer, zeigt jedoch eine bedeutende Lücke in ihrer Überlieferung; C hingegen hat sie aus andern Quellen ergänzt und berichtigt.

In beiden Hss. sind dann mit der Quelle BC noch andere unverwandte Bestandteile vereinigt: B 21 — 39. 108 — 112. C 30 --- 125. 240—444, und zwar ist ein Teil dieser in beiden Hss. hinter dem ersten Teil der alten Sammlung eingeschoben. Dies letztere hat seinen Anlass vermutlich im Inhalt; der erste Teil enthielt die Sprüche, an die man andere Sprüche anschloss.

Sammlung AC. Eine ähnliche Sammlung Waltherscher Lieder wie sie in A vorliegt, ist in C an zwei Stellen benutzt, einmal in Str. 240 — 273, sodann in Str. 355 — 378. Zwar entsprechen den 151 Strophen der Hs. A an der ersten Stelle nur 34, an der zweiten nur 24; die bedeutende Minderzahl hat ihren Grund darin, dass ein grosser Teil der Lieder, die A enthält, in C schon vor Str. 240 resp, 355 aus andern Quellen, namentlich aus BC aufgenommen waren. Wir bezeichnen in der folgenden Tabelle die in C schon vorhergehenden Strophen mit v, die fehlenden mit f.

I. A 1-3. C1 v. C2 v. L. 45, 37.
II. 4. 5.
III. 6- 9.

58, 21.

v.

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XIV.

. v.

v.

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V.

IV. A 10–13.01 240 — 243. C2 v. L. 69, 1.

v. f. 244, 245. v. 70, 1.
VI.
246-249. v.

70, 21. VII. 18—23.

54, 37. VIII. 24—27. 250. 251. (24. 26 f.) 355 — 358. 71, 19. IX. 252—254.

71, 35. X. 31—37.

v.

88, 9. XI. (38—40 v. 41 f.) 378.

40, 19. XII.

f.

XIII. ΧΠΙ. 43–45.

8, 4. 46–49. 270—273.

76, 22. XV. 50-56.

14, 38. XVI. 57–61.

56, 14. XVII. 62-73.

31, 13. XVIII. 74–76.

26, 3. (XVII.) (XVIII.)

(79 v.) 359.
XIX. 80–84. (80. 84 v.) v.

(81—83 f.) 360— 362.
XX. 85-88.
XXI. 89–93.

v.

v. XXII.

(94. 97. 98 v.)

(95. 96 f.) 363. 364.
XXIII.
99— 103.

v.
XXIV. 104.

365.
XXV. 105-107.

V.
XXVI. 108–110.

366— 368. 105, XXVII. 111-115. 255 — 259.

v. XXVIII. 116— 120. 260, 261.

(116. 117. 120 f.) 369—371. 73, 23. XXIX. 121 — 125.

49, 25. XXX. 126 – 129.

Rotenburg XXXI. 130-132.

59, 37. XXXI. 133.

100, 24. XXXIII. 134-138. 262—264.

(137. 138 f.) 372. 373. 74, 20. XXXIV. 139–143.

V.

94, 11. XXXV. 144-146.

Rubin. XXXVI. 147—151. 265 — 269.

v. 75, 25. XXXVII. Liut. v. S.

374—376. 110, 27. XXXVIII. Niune.

377. 111, 12.

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72, 31.

Was zunächst C1 betrifft, so zeigt die Übersicht, dass unsere Hs. A eine nicht unerhebliche Anzahl von Strophen, 43 im

ganzen, mehr hat, als in (1 aufgenommen sind. Es fehlen sowohl ganze Töne als auch einzelne Strophen, und unter ihnen selbst solche, die augenscheinlich mit den aufgenommenen in Zusammenhang stehen. Dass der Sammler, dem es auf Vollständigkeit ankam und namentlich auf Vollständigkeit der aufgenommenen Lieder ankommen musste, sie absichtlich ausgelassen habe, ist höchst unwahrscheinlich; es ist vielmehr anzunehmen, dass er sie in seiner Quelle AC 1 noch nicht vorfand. Ob das Minus sich ursprünglich auf die 43 Strophen beschränkte, muss dahin gestellt bleiben; denn unsere Hs. C legt für diejenigen Strophen, welche sie hier nicht bietet, weil sie schon vorher Platz gefunden haben, natürlich kein Zeugnis ab, dass sie in der Quelle AC1 vorhanden waren. So hat möglicherweise der ganze Abschnitt A 62--110 in AC1 gefehlt; denn von den Strophen, die nicht vorangehen, findet sich in C1 keine.

Dem bedeutenden Minus von C1 steht ein kleines Plus gegenüber. Zwei Strophen C 244. 245 fehlen in A. Vermutlich fehlten sie auch in der gemeinsamen Quelle; den Anlass sie einzuschieben gab die Ähnlichkeit ihres Tones mit den vorhergehenden Strophen: gleich viel Zeilen, gleiche Reimstellung, gleiche Verse, nur in der letzten Zeile haben sie eine Hebung weniger.

CR steht der Hs. A schon bedeutend näher; die meisten der vorher übergangenen Strophen und Töne sind hier nachgeholt. Es fehlt nur noch die einzelne Strophe A 42, die Lachmann mit allseitiger Zustimmung als unecht beseitigt hat, und die beiden Lieder A 126 — 129. 144-146, deren Verfasser Rotenburg und Rubin sind.

Hinsichtlich der Reihenfolge der Töne ist sowohl in C1 als in C 2 je eine Abweichung von der Ordnung der Hs. A zu bemerken. In C1 bildet der vierzehnte Ton, in C? der elfte den Schluss. Es ist demnach anzunehmen, dass diese Töne in der Vorlage von C nicht wie in der Hs. A in der Mitte der Sammlung, sondern an ihrem Ende standen. Und da C1 und C? miteinander übereinstimmen, so darf man ferner annehmen, dass sie die ursprüngliche Ordnung bewahren und in A die Umordnung erfolgt ist. Wie viele Töne von dieser Umstellung

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