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verschiedenem Lichte zu zeigen. Gewöhnlich sind sie durch Konjunktionen verbunden (a), seltner stehen sie asyndetisch neben einander (b).

Beispiele, a. Substantiva: liut unde lant 124, 7. beidiu liute und ouch daz lant 21, 3. daz rîche und ouch diu krône 19, 36. des riches scepter und die krône 19, 10. wallære unde pilgerîne 13, 15. torinne unde narren 34, 23. rüemære unde lügenære 41, 25. wirt und heim 31, 25. gast und hereberge 31, 26. daz hêre lant und ouch die erde, dem man etc. 15, 1. durch mûre und ouch durch want 99, 30. die liehten helme und manegen herten rinc 125, 2. die vesten schilte unt diu gewîhten swert 125, 3. silber unt daz golt 13, 6. die huote und al ir lâge 11, 23. daz kinne und ein mên wange 8, 8. minen nac od ein mên wange 49, 18. ir hiuten und ir hâren 24, 13. smac unde schîn 68, 3. künege unde reht 9,6. ein sælic geist und gotes minne 34, 26. einen jungen lip und darzuo höhen muot 52, 26. freude und der gehelfen künne 60, 26. -- pris und êre 19, 22. êre und werdekeit 113, 14. laster unde strít 64, 7. nột und arebeit 53, 5. ein angest und ein nột 96, 29. haz und nît 59, 1. 61, 1. weder haz noch nît 64,5. triuwe und stætekeit 50, 13. tugent und reine minne 57, 11. fride und reht 8, 26. wân und wunsch 62, 20. gedinges unde wânes 95, 18. ein wünneclîcher wân und ouch ein lieber friundes trôst 71, 35. liebes unde quotes 14, 23. höveschen sanc und froide 31, 36. froide und sanges tac 48, 20. für trûren und für ungemüete 27, 34. – ir jâr und al ir zit 96, 3. rífe und ouch der snê 76, 37. varnde bluomen unde blat 13, 23.

Adjectiva, Participia, Adverbia: træge und alt 124, 9. kreftic unde guot 17, 31. breit unde ganz 4,16. beide michel unde grôz 27, 5. lûter unde klâr 27, 33. sleht und eben 30, 28. (süeze und linde 122, 35.) bleich und übergrâ 75, 30. reht und gefüege 65, 2. wol und hovelichen 32, 1. gewalteclich und ungezogenlích 32, 10. gar helfelôs und eine 78, 13. durchsüezet und geblüemet 27, 17. gehæhet und gehêret 5, 13. 27,30.

Verbale Verbindungen : storen unde wasten 34, 8. ermet unde pfendet 34, 15. sluoc unde stach 15, 40. besenget noch verbrennet 4, 15. bewarte und ouch bestelle 26, 14. klage und sêre weine 34, 33. gên und rîten 24, 19. die gerne tanzten unde sprungen 114, 35. erhelle im und erschelle im 18, 28. getiuret und in höher wirde 96, 2.

Zuweilen dient das zweite Glied dazu, das erste zu erläutern, genauer oder sinnlicher zu bestimmen, oder zu steigern.

geligeniu zuht und schame vor gesten 81, 12. milter fürste und marterære umb êre 32, 32. pfenden und mîn heil erwenden 60, 17. schouwen unde grüezen 86, 23. dringen unde schouwen 28, 15. hæret unde merket 66, 9. sprechen oder nîgen 31, 24. verlogenen munt unt twerhez sehen 59, 9. ein küssen und ein umbevâhen 119, 31. getiuret hân und mit lobe gekrænet 40, 23. daz man in wol sol sprechen unde dienen 27, 31. hiute und iemer 19, 26. 185, 32.

b. Asyndetisch werden in der Regel nur zwei attributive Adjectiva verbunden: diu reinen wolgemuoten wip 91 , 18. mit den getriuwen alten siten 90, 27. vil süeze were minne 76, 22. wider den jungen süezen man 18, 36. ein schone wol gezieret heide 21, 4. diu verschampt unmâze gîtekeit 26, 21. ir süezer rộter munt 27, 25. ein langer wernder strît 44, 25. Zuweilen tritt das Substantivum zwischen die beiden Adjectiva: die schænen frouwen guot 90, 6. daz hêre lant vil reine 78, 12. einen guoten friunt getriuwen 38, 10. Participia gewinnen in dieser Stellung grössere Selbständigkeit (verkürzte Nebensätze): vil süeze frouwe, hôchgelopt mit reiner güete 27, 27. ein edeliu schane frouwe reine, wol gekleidet unde wol gebunden 46, 10.

Koordinierte Satzglieder anderer Art werden selten asyndetisch neben einander gestellt, und fast nur, wenn das zweite zur Erläuterung oder Steigerung des ersten dient, eigentliche Koordination also nicht stattfindet: rôs âne dorn, ein tûbe sunder gallen 19, 13. — den díemant, den edeln stein 80, 35. dicke schalkhaft, zêren blint 87, 37. ûf gotes vart, ûf künftig êre 36, 1. innan swarzer varwe, vinster sam der tôt 124, 38, boume, türne ligent vor ime erslagen (?) 13, 16. mit triuwen state sunder wanc 89, 15.

Viele koordinierte Satzglieder zu verbinden und durch die Fülle des Gleichartigen den Leser gleichsam zu überschütten, ist nicht Walthers Art; sein Vortrag sucht Durchsichtigkeit und Schärfe. Wo er drei oder mehr koordinierte Satzglieder mit einander verbindet, stehen sie fast immer in einem klaren mit Bewusstsein erfassten Verhältnis. Was die Verbindung betrifft, so braucht der Dichter sowohl das Asyndeton (a), als auch das Polysyndeton (b), oder die Konjunktion steht nur vor dem letzten Gliede (c).

a. zungen, ougen, ôren sint dicke schalkhaft 87, 36. halsen, triuten, gelegen 92, 2. unstete, schande, sünde, unêre 44, 30. fürsten meister .. getriuwes küneges pflegere .. keisers êren trôst .. drîer künege und einlif tûsent megde kamerære 85,5. 4, 35. 7, 21. Selpvar ein wip, an verniz rôt, ganzlicher stæte, [ungemâlet] daz si niht gebuggerâmet wære 111, 12 (s. S. 75 f.). - b. frume und gotes hulde und weltlich êre 83, 33. lip und êre und al mîn heil 61, 24. den höhen und den nidern und den mittelswanc 84, 23. swaz kriuchet unde fliuget und bein zer erde biuget 8, 31. hæret witze zuo und wachen gegen dem morgen fruo und anders manic schoener list 105, 2. So auch gewöhnlich in disjunktiven Verbindungen: weder schapel noch gebende noch frouwen 25, 9. in lüften noch üf erden noch in allen grüenen ouwen 27, 19. in wil sîn ouch niht brennen noch zerliden noch schinden, noch mit dem rade zerbrechen, noch ouch darûf binden 85, 14. — c. Kristen, juden unde heiden 16, 29. wisheit, sterke und erzenie 79, 11. wisheit, adel unde alter 102, 18. triuwe, zuht und êre 38, 18. triuwe, milte, zuht und êre 112, 14. schade, sünde und schande 83, 36. sîn selbes lîp, wíp unde kint 22, 26. tanzen, lachen unde singen 51, 23. guote liute sult ir êren, minneclich an sehen und grüezen wol 86, 18. daz wir die gloggen gegen iu liuten, dringen

unde schouwen 28, 14. sît si den man an lîbe, an quot und an den êren krenket 29, 28. von den vogellinen, von der heide und von den bluomen 28, 4. herze, will und al der muot 99, 37. velt, walt, loup, rôr unde gras (?) 8, 31. – daz ich in niht begrifen mac, gehoren noch gesehen 27, 10. – im gebreste muotes, libes alder guotes 88, 3.

In längeren Aufzählungen lässt der Dichter Asyndeton und Polysyndeton wechseln: offenbâre, stille und eine und als ez der mâze danne zimt 91, 25. gelücke, heil und sælde und êre 29, 31. ir sult ê spehen war umbe, wie, wenn unde wa reht, unde weme 102, 11. diu welt was gelf, rôt unde blâ, grüene in dem walde und anderswâ 75, 25. (loup unde gras .. ez dunket mich alsô gestalt; darzuo die bluomen manicvalt, diu heide rôt, der grüene walt 122, 28).

Auch sonst sorgt der Dichter durch verschiedene Mittel für eine angemessene Mannigfaltigkeit in der Verbindung; er löst ein Glied von den übrigen ab: schæniu lant, rấch unde hêre 15, 16. liebez herze in triuwen stât, in schoene, in kiusche, in reinen siten 93, 2. möhte ich ir die sternen gar, mânen unde sunnen 52, 35. daz hât ir schoene und ir güete gemachet und ir rôter munt 110, 18. fröw dich lîbes unde guotes unde wirde dînen jungen líp 91, 19. Er setzt darzuo vor das letzte Glied, hebt es durch einen Zusatz vor den übrigen heraus, oder braucht ungewöhnlichere und nachdrücklichere Formen der Verbindung: edelunde rîche sint si sumeliche, darzuo tragent si höhen muot 51,1. golt, silber, ros und darzuo kleider 25, 7. mîn fröide und al mîn heil, darzuo al mîn sælikeit 97, 15. küene und milte und daz er darzuo stæte ; den zwein stêt wol daz dritte 35, 29. mîn junger hêrre ist milte erkant, man seit mir er stæte, darzuo wol gezogen, daz sint gelobter tugende drî: ob er die vierden tugent etc. 85, 20. — guot und weltlich êre und gotes hulde mêre 8, 20. — daz wilt und daz gewürme, die strîtent starke stürme; samt tuont die vogel under in 8, 36. triuwe unde warheit sint vil gar bescholten, daz ist ouch aller êren slac 21, 23. diu liebe stêt der schone baz danne gesteine dem golde tuot; jehent waz danne bezzer , hânt dise beide rehten muot 92, 25. ir sît schoene und sít ouch wert, den zwein stêt wol genade 62, 16. gotes hulde und mîner frouwen minne darumbe sorge ich, wie ich diu gewinne; daz dritte etc. 84,7. – Vier Glieder gruppieren sich leicht zu zwei Paaren: Ein niuwer sumer, ein niuwe zît, ein guot gedinge, ein lieber wân 92, 9. schæne und êre, dâbî liep und leit 116, 27. wîsheit unde jugent, des mannes schoene noch sîn tugent 82, 24. witze und manheit, darzuo silber und daz golt etc. 13, 6. ir tragent die liehten helme und manegen herten rinc, darzuo die vesten schilte und diu gewîhten swert 125, 2.

In derselben Weise wie einzelne Satzglieder werden auch parallele Sätze mit einander verbunden: sîn süener mordet hie und roubet dort 30, 29. si widerwürkent sâniu werc und felschent sîne wort 33, 27.

die selben brechent uns diu reht und stoerent unser ê 83, 25. schîne ich geil und træste selben mich 116, 36. alsô hân ich dicke mich betrogen und durch die werlt mange froide erlogen 116, 37. mit dem trôste ich dicke trûren mir vertrîbe unde wirt mîn ungemüete krank 110, 7. daz ist ir liep und tuot ir wol 100, 14. lît gelust des herzen an und gît ouch höhen muot 103, 9. fröu dich lîbes unde guotes unde wirde dînen jungen lîp 91, 19. diu werlt gestüende trứriclîcher nie und het an froiden abgenomen 121, 34. der uns da sünde lêret und der uns úf unkiusche jaget 3, 24. von din name gêret und ouch đîn lop gemêret 3, 21. mîn dach ist fül, rîsent mîne wende 25, 5.

der dankes triege unde sînen hêrren lêre daz er liege 28, 21. wan daz siz umbewerfent an ein triegen, daz lêrent si die fürsten unde liegen 83, 33. al min ungelücke wil ich schaffen jenen, die sich hazzes unde nîdes gerne wenen, darzuo mîn unsælikeit 60, 38. – Nicht selten dient der zweite Satz zur Erläuterung oder Steigerung des ersten: wan deichz im muoz ver sagen und wîbes êre sol begân 114, 10. disiu wirtschaft name mich úz sendem muote und nem iemer von ir schone niuwe jugent 93, 38. alle zungen suln ze gote schrîen wäfen und rüefen ime, wie lange er welle sláfen 33, 25. der sich selber twinget und alliu sîniu lit in huote bringet etc. 81, 9. sist .. fül und ist der wibel vol 17, 29. si schallent unde scheltent reine frouwen 24, 12. Die lösen scheltent guoten wîben mînen sanc und jehent 58, 30. ich sol ab mîner zühte nemen war und wünneclîcher mâze pflegen 61, 36. ir hậnt wol gedienet und alsó daz etc. 85, 2. ez ist iu wol ergangen und also schône daz 28, 11. gieng er ebene und daz er selten missetræte 85, 23. ich sah mit mînen ougen manne und wibe tougen, daz ich gehörte etc. 9, 16. diu merke disen sanc und kiese denne 49, 2. swerz an im weiz und sichs verstât 22, 21. daz wir in hiezen herre und vor im knieten 11, 11. der dir volget unz anz ende mite und der dir aller dîner vuore stât mit willen 38, 14. wir volgen ime und komen niemer fuoz ûz sînem spor 33, 14. - Drei Sätze: diu witewe wirt gerochen und der weise klagen mac und der arme den gewalt 16, 10. des hinket reht unt trûret zuht und siechet schame 102, 27. Asyndetisch: tumbiu Werlt, ziuh dînen zoum, wart umbe, sih 37, 24. vereitet ist daz velt, verhouwen ist der Walt 124, 10. ez ein lüge, ich tobe 67, 25. des lop was ganz, ez ist nach tôde guot 35, 5. stîge unde wege sint in benomen , untriuwe ist in der sâze, gewalt vert ûf der strâze, fride unde reht sint sêre wunt 8, 23. 30, 28.

Wo parallele Ausdrücke (a) und namentlich wo parallele Sätze (b) asyndetisch neben einander stehen, wird die Wirkung nicht selten durch die anaphorische Wiederholung 1 eines Wortes unterstützt:

a. ûf gotes vart, ûf künftig êre 36, 1. mîn lîp, mîn herze, ir beider sinne 98, 13. ir kel, ir hende, ietweder fuoz 54, 17. an die reinen, die lieben,

1) S. Burdach s. v. Anapher.

die guoten 110, 21. liebez herze in triuwen stât, in schoene, in kiusche, in reinen siten 93, 2. mit gebærde, mit gewisser rede, mit der tæte 30, 16. hêr Michael, hêr Gabriel, hêr tiuvels fîent Raphael 79, 9.

b. ichn tuon diu rehten werc, ichn hân die wären minne 26,6. ez allez tôt, ezn lebe nieman etc. 58, 22. ine kan im nâch sîner schulde keine marter vinden .. in wil sîn ouch niht brennen .. ich warte allez etc. 85, 12. er machet manic herze frô, er ist guot nider unde 18, 36. si behielten alle samt, si volgten sîner lêre, si zuhten ûf 36, 3. si sündent âne vorhte .. si wîsent uns ze himele .. si sprechent 33, 34. er mac, er hật, er tuot 35, 3. denk an den milten Salatîn . . gedenk an den von Engellant 19, 23. sîn kamerære stilt im sînen himelhort, sîn süener .. sîn hirte 33, 27. — wie guot si , wie's iemer wer 67, 27. wer sleht den lewen? wer sleht den risen? Wer überwindet jenen und disen? 81, 7. waz stêt übel, waz stêt wol 48, 33. Swaz ieman tet, swaz ieman sprach 9, 19. waz ich dir êren bột, waz ich dir dînes willen lie 100, 35. waz sol lieplich sprechen? waz sol singen? waz sol wîbes schæne? waz sol guot? sît man nieman siht nâch fröiden ringen, sît man übel âne forhte tuot, sît man triuwe, milte, zuht und êre wil verpflegen etc. 112, 10. Mînes herzen tiefiu wunde etc. 74, 14. In freierer Anwendung: Ich hân gemerket von der Seine unz an die Muore, von dem Pfâde unz an die Traben erkenne ich al ir fuore 31, 13. Ich hörte ein wazzer diezen und sach die fische fliezen; ich sach, swaz in der werlte was .. daz sach ich 8,28.

c. Zuweilen findet sich die anaphorische Wiederholung neben der Konjunktion: die nach dem guote und nach der schöne minnent 49, 36. – der gedenke an quotiu wîp .. und gedenke an liehte tage 42, 15. swâ übric rîcheit zühte zucket, und übric armuot sinne slucket 81, 28. waz der pfaffen werc und waz ir lêre 34, 27. bedûhte mich zehant, wie mir dienten elliu lant, wie mîn sêle were .. und wie der lîp hie etc. 94, 29.

Zuweilen findet die Wiederholung ihre Stütze im Metrum; sie schmückt nicht entsprechende Stellen des Satzes, sondern des Strophengebäudes. 1 In den Tönen 13, 5. 124, 1 beginnen alle Strophen mit owê; in dem Liede 85, 34 die drei an die Frau gerichteten Strophen mit dem Worte frouwe, mit demselben Wort drei auf einander folgende Strophen in den Tönen 62, 16. 112, 35. Das Wort Minne wird 57, 27 am Anfang aller Strophen wiederholt, mit variierenden Attributen 55, 8 in drei Strophen (vil minneclîchiu Minne, Genâde, frowe Minne! Genædeclîchiu Minne); vgl. auch 40, 26. 27. 35. 41, 5. Ferner die Anrede im Tagelied; das Mahnlied 87, 1 (hüetent). 119, 17. 26 (got). – Den Refrain braucht Walther 110, 13 und 39, 11.

1) S. Haupt zu MF. 181, 13. Burdach S. 117. 88 f.

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