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1331. 7. Februar. Die Herzoge Albrecht und Otto von Österreich erkaufen von den Herrn von Wallsee alle ihre Besitzungen in Schwaben um 11 Tausend Mark,

und verpfänden ihnen für diesen Kaufschilling Güter in Österreich.

Notandum quod anno domini 1331 feria quinta post Purificationem beate Marie Virginis Matris domini nostri Jesu Christi dominus Albertus et dominus Otto fratres Austriae et Styriae Duces rite et rationabiliter comparaverunt ab illis de Walse omnia bona eorum, que usque in hodiernum diem superius in Sweuia tenuerunt, videlicet Walse Castrum et Civitatem, Aduocatiam Monasterii Novi Walse, Warthusen, Swainhusen, Louphaim, Zelle und Swarczach cum hominibus, bonis et omnibus iuribus et attinentiis vniuersis pro 11.000 (undecim millibus) Marcis ponderati constantiensis (argenti), pro qua quidem peccunia dicti domini Duces prefatis de Walse Castra et bona infrascripta obligaverunt.

Primo domino Eberhardo de Walse, filio Eberhardi de Lyntz, obligata sunt Castra Valchenstein cum 32 talentis reddituum et Clôr (?) cum 20 tal. reddituum et in Muta in Lyntza 200 tal. den. cum omnibus attinentiis et iuribus, prout in literis evidentius continetur pro 2750 Marcis Argenti Constantiensis ponderati.

Item domino Hainrico, Reymperto et Friderico fratribus de Walse de Anaso filiis quondam Hainrici de Walse — anno et die prenotatis et pro eadem emptione obligata sunt Castra videlicet Wechsenberch et Othenshaim Castrum et forum cum omnibus iuribus, prout in ipsorum literis continetur, pro 2916 Marcis cum 1/2 argenti penderati memorati.

It. dominis Eberhardo et Friderico et Hainrico de Walse de Drozendorf pro predicta emptione obligatum est Castrum Potenstain cum omnibus Attinentiis, velud in literis habetur, pro 1800 Marcis ponderati prelibati — et solverunt pro eis in Judeis domini Duces 1233 tal, denariorum Wiennensium.

Urkandenbuch des Landes ob d. Eons. VI. Bd.

It. domino Vlrico de Walse et fratribus suis - filiis Vlrici antiqui de Walse Obligatum est Castrum Wechsenegg in Styria cum omnibus pertinentiis pro 2817 Marcis argenti ponderati predicti anno et die prenotatis.

Aus einem Cod. Ms. des k. k. geh. Haus - Archives: Rationarium der österreichischen Herzoge von 1326 – 1338. Fol. 71. b. Chmel, Geschichtsforscher. II. 211.

1331. 17. Februar. Wien. Herzog Albrecht von Österreich verleihet dem Kloster

Schlägl das Recht der freien Salzeinfuhr in seinen Ländern.

Wir Albrecht von gottes gnaden Hertzog zu Österreich und zu Steyr Veriehen vnd tůn chunt mit disem brief, Daz wier den erbern geistlichen leuten .. dem Probst vnd dem Conuent zv Slegel, daz vnser Vrowen stitt ist, zv vordrist durch gůt (sic) vnd durch vuser, ... unser bråder vnd vnser voruordern hail vnd selde willen die genad getan haben vnd týn ouh mit diesem brief also, daz si ewichlichen ains in dem Jar, swenn ez in füget, an vnser Mautt ze Lyntz vnd an andern vnsern Mautten auf dem wazzer verfüren mugen ein phunt weites saltzes und vier phunt chlains Saltzes an Mautte vnd an alle ierrung. Vud dovon gebieten wier allen vnsern Mauttern vnd amptleuten, die auf der Túnow gesezzen sind, vestichlich vnd wellen, daz si in noch iern dienern, die in disen brief zaigent, dhain ierrung daran tůn vnd si daz verfüren Jazzen an Mautt, als vor geschriben ist. Vnd daz in die genade stete beleibe, geben wier in disen brief zv einem offen ørchunde versigelt mit vnserm Insigel, Der geben ist zy wienn, do man zalt von christes gebůrde drevtzehen hundert Jar, darnach in dem Ayns vnd dreizzigistem Jar an suntag in der vasten, so mar singet Inuocauit.

Das Original auf Pergament zu Schlägel. Das halbzerbrochene Reitersiegel im weissen Wachse hängt an Pergamentstreifen.

1331. 25. Februar. Wien. Herzog Otto von Österreich erlaubt dem Kloster Schlägl einmal im Jahre ein Pfund weites und vier Pfund kleines Salz an

seinen Mauten in Österreich frei vorbeizuführen. Wir Ott von gotes gnaden Herczog ze Österreich vnd ze Styr veriehen vnd tůn chunt mit disem brief, Daz wir den erbern geistleichen Leyten .. dem Brobst vnd dem Conuent ze dem Slegel, daz vuser vrowen stift ist, zv vordrist durch got vnd durch unser ... vnsrer Brüder vnd unsrer vordern Hail vnd selde willen di gnad getan haben vnd tůn ouch mit disem brief Also , daz si ewichleichen ains in dem jar, swenne ez in fügt, an vnsrer Maut ze Lincz vnd an andern ynsern Mavtten auf dem wazzer verfüren mugen ein phunt weites salczes vnd vier phunt chlaines salczes an Mautt vnd an alle ierrung. Vnd dovon gebieten wir allen vnsern Mauttern und Ampleuten, di auf der Túnow gesezzen sint, vestichleich vnd wellen, daz si in noch iern Dyenern, di in disen brief zaigent, dhain irrung dar an tůn vnd si daz verfüren lazzen an alle Mautt, als vor geschriben ist. Vnd daz in di gnad stête beleibe, geben wir in disen brief zi einem offen vrchunde versigelten mit vnserm jnsigel, Der geben ist ze wienn an Mentag nach sand Mathietag des Zwelfbotten, Do man zalt von Christes geburt Driuzehen hundert jar, darnach in dem Ain vnd Dreizgistem Jar.

Das Original auf Pergament zu Schlägel mit einem an Pergamentstreifen hängenden grossen Reitersiegel von weissem Wachse, zum Theile zerbröckelt : Der Herzog mit geschlossenem Helme, gekrönt, Pfauenschweif, wallende Helmdecke; am linken Arme der Bindenschild, in der rechten Hand die Fahne mit dem Panther. Das bedeckte Pferd springt rechts.

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1331. 12. März. – Dienstrevers Ulrich's des Weidenholzer auf die Grafen von

Schaunberg bezüglich der Veste Weidenholz. JCH Vlrich der Weidenholtzer, mein Hawsfraw ynd all vnser Erben veriechen vnd tůn kund offenlichen mit dem brief allen den, die in sechent, Hôrent oder lessent, das wir mit wolbedachtem mutt vnd nach Ratt aller ynser pessten frewndt, willen vnd wortt vnd zw

der zeitt, da wir es wol getůn machten, Den Edlen wolgeboren ynsern gnadigen Herren Graf Hainreichen, Graf Wernhartten, Graf wilhalbmen, graf ruedolffen vnd graf fridreichen gebruedern grauen zw Schawnnberg vnd allen iren Erben vnd nachkomen mit der vest Weidenholtz gewartig vnd warttund sein, wie es in aller fueglichistenn zw allen Iren nottdurfften vnd yemant andern, Es sey dann mit irm gutlichem willen vnd wortt. Wir schullen auch dj vest in haben vnd warttund sein, damit das kain gefar icht da sey vnsern vorgenanten gnadigen Herrn, Es sey dann mit irn gutlichem willen vnd wortt, das in vnd iren Eriben vnd nachkomen von kain Herrn, wie der genant ist, geistlichen oder weltlichen Herrn ichtt Krieg dauon auferstund. Tatten wir des nichtt, was sy des schaden nainen oder wie der schad genant mag sein, den vnser vorgenanten herrn oder ir Erben vnd nachkomen an ayd vnd vngesworn mit iren worten darumb zu gelauben gesprechen mügen, dieselben schaden alle schullen sy haben vnuerschaidenlich datz vnns, vnsern Eriben vnd vnsern trewn vnd darzw auf aller voser hab, wo wir dj haben, lassen, gewingen, versucht vnd vnuersuchtt, da schullen sy sich derselben vnser hab vnd gutt vnderwinden mit vnserm vnd irenn gutlichem willen vnd wortt vnd dahin kain widersprechen nicht mer haben an als geuår, vnd was wir mit vnserm vorgenanten gnadigen Herrn kriegen oder rechten woldenn, das wår mit geistlichem oder weltlichem rechten, oder wie es genant mag sein, das habent sy alles an aller Statt behabt vnd gewunen vnd wir voraws gantzlichen verlorenn vnd schullen auch des vnser vorgenant lieb Herrn vnd jr eriben vnd nachkomen gein kain Herrn, wie die genant oder gehaissen mügen sein, geistlich oder weltlich Herren ir gnad vnd huld in kainer weis darumb nicht verliessen, vnd des zw ainem warenn Vrkund geben wir vnsern vorgenanten gnådigen Herren vnd iren Erben vnd nachkomen den brief Besigelt mit meinem anhangunden Jnsigl und zw ainer pessern sicherhaitt vnd Zewgnús der sach mit der Erbern liebn Herrn Gothartten flachnekher, Herrn Jacobs des strachner, Herrn dietreichs des geltinger, Herrn Bernhartten des aistershaimer ynd Herrn Konrades des Mosár aller anhangunden Jnsigeln, die wir vleissigklich darum gepetten haben, das sy der sachen zewg sind mit jrenn jnsigeln in vnd iren Erben an schaden; Darunder wir vnns verpundten mit vnsernn trewn alles das war vnd statt zw halten vnd zw voltüren, das oben geschribon stett Trewlich an alles geuår.

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