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Der Benedictiner — Аbtei U. L. Fr. zu den Schotten in Wien war das dankenswerthe Glück beschieden, mit dem Jahre 1858 das siebente Jahrhundert ihres Веstehens zu vollenden. Die doppelte Wirksamkeit der geistlichen Körperschaft dieses uralten Gotteshauses — für die Pflege der Religion und Wissenschaft — verpflichtete zu einer doppelten Feier des hocherfreulichen Ereignisses, zu einer religiösen und wissenschaftlichen. Аlle Sorge wurde der religiösen Feier zugewendet, wie sie nur aus der tiefen Uberzeugung, dass an Gottes Segen alles gelegen, hervorgehen kann; und diese Feier ward in den ersten acht Tagen des Monates Mai in wirdevoller Weise begangen. Dabei blieb die Absicht einer literarischen Begehung des seltenen Jubiläums nicht ausser Acht; sie sollte durch die Publication von auf das Stift bezüglichen Schriften ihren Ausdruck erhalten.

Da mir die Оbhut über das Archiv der Abtei anvertraut ist, so erhielt ich von meinem hochwürdigsten Abte den Auftrag, das Gedächtniss der Vergangenheit in einer geschichtlichen Arbeit zu erneuern, und diesem Auftrage suchte ich durch den „Аbriss einer Geschichte der В еne dictin erАbtei zu den Schotten" (Wien 1858, 4", 166 S., in der Месhitaristen-Соngregations-Buchdruckerei), dessen Herausgabe zunächst für die Mitglieder, Gönner und Freunde unseres Stiftes bestimmt war, nach Кräften zu entsprechen Zugleich aber war ich schon seit geraumer Zeit lebhaft mit dem Gedanken

beschäftiget, wie der nicht unbedeutende Vorrath unserer mittelalterlichen Urkunden für die vaterländische Geschichte nutzbar gemacht und dem regen Forscher- und Sammlergeiste der Jetztzeit auch seitens unserer Abtei die schuldige Rechnung getragen werden könnte. Wiewohl mir behufs dieser Аbsicht die Regestenform vorschwebte, so unterordnete ich doch bald meine Ansicht dem gewiegten Urtheile eines gefeierten Fachmannes, welcher jetzt leider schon — und viel zu früh — der waterländischen Geschäftsforschung entrissen ist. Der hochverehrte Gelehrte hielt dafür, es sei am zweckmässigsten, die älteren Documente unseres Archives in vollständigen und genauen Abschriften zusammenzustellen und in dieser Form zur Veröffentlichung bereit zu machen. So entstand denn, gleichfalls als ein bescheidener Beitrag zu unserer Jubiläumsfeier, vorliegendes Urkundenbuch.

Was man auch von mancher Seite über das Aufhäufen von historischem Мateriale sagen mag, eine gediegene, möglichst kritische und vollständige Darstellung der Vergangenheit wird desto sicherer erzielt werden können, je mehr und mannigfaltigere Quellen dem Geschichtschreiber zu Gebote stehen. Die einzelnen kleinen Quellen wachsen durch ihren Zusammenfluss zu dem gewaltigen Strome der Geschichtean.

Ubrigens dürfte die gegenwärtige Sammlung um so mehr eine Berechtigung haben, als gerade unser Stift, obgleich einzelne seiner Urkunden in verschiedenen Werken abgedruckt sind, bisher noch keine vollständige und zusammenhängende Нerausgabe seiner älteren Archivsschriften hatte erscheinen lassen, und als zudem auch der Wunsch darnach vielfach von berufenen Stimmen ausgesprochen wurde, indem man sich der Erwartung hingab, es wirde durch eine derartige Veröffentlichung manches schätzenswerthe Materiale für die Geschichte des Landes und der Hauptstadt gewonnen werden.

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