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Cod. palat. 485 (S. Nazarii Lauriss.) der vaticanischen bibliothek su Rom. 113 pergamentblätter in fol. min. IX jh. beschrieben von Bethmann im archiv der gesellschaft für ältere deutsche geschichtskunde 12, 335f, worauf dr ESteinmeyer aufmerksam machte. genauerebeschreibung'und sorgfältig e abschrift der deutschen beichte verdanken wir der güte des hrn. dr Hugo Hinck in Rom. auf dem oberen rande von bl. 1* steht von junger hand Agenda sacramentorum et expositio misse duplex. in dieser expositio die bis an den schluss von bl. 3b reicht, steht bl. 2* eine lateinische beichte: INCIPIT CONFESSIO CUIUSLIBET SAPIENTIS. Quando uolueris confessionem facere peccatorum tuorum uiriliter age usw. dann die eigentliche beichte 'Domino deo omnipotenti confessus sum peccata mea et omnibus sanctis suis. et tibi dei misso quae feci ex quo sapere incipi. in cogitatione. et in uerbo. et in opere. aut in iuramentis. et periuriis. aut maledictis. et detractionibus usw. bis bl. 2b dominus dare indulgentiam peccatorum meorum' Et sacerdos benedicat et oret et dicat illi ‘Omnipotens deus qui dicit: qui me confessus fuerit coram hominibus et cet. Ille te benedicat et custodiat et det tibi remissionem omnium peccatorum tuorum amen'. (auf diese stelle durch ein kreuz bezogen, am rande von jüngerer hand: confessio omnium peccatorum) lh gihu usw. die deutsche beichte, alles bisherige von einer hand; erst mit bl. 4a beginnt eine neue und schreibt Cursus lunae per duodecim signa, 50 - 156 Ciclus lunaris undeviginti annorum per kl, 162 bis 176 Beatissimus hieronimus hebreorum nominum interpretationem primus in latinam linguam convertit, 176 – 276 Primum in ordine misse antiphona, 276 ff. wieder eine expositio missae und so liturgisches kirchenrechtliches dogmatisches bis zum schluss. 1. gote: die ergänzungen hier und sonst in keiner weise durch liicken der hs. veranlasst. sanctio: vgl. das indeclinable sente (zu XVI, 3), gleichsam stamm sanctja- santja-, zu grunde liegt der lat. genitiv, in welchem die heiligennamon so häufig gebraucht werden, dass oberdeutsche mundarten der

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in dem worte fällt nicht so sehr auf (Graff 5,514; Kelle Otfrid 2, 503, vgl. 493) als die
flexion nach der i-classe die sich dem anomalen deoto für deotôno vergleicht. dar-
nach uuiht oder niouuiht zu ergänzen, wäre voreilig. got. bileipan wird mit dem dativ
oder accusativ construiert, im negativen satz mit dem genitiv, gerade wie haban und
visan mit der negation, Löbe $ 235 s. 228; JGrimm gramm. 4, 961 (zu 650).
31. bisscoffa 36. so ih, vor i ein senkrechter strich über der linie. bî) die or-
gänzung ist zweifelhaft wegen LXXV, 29. doch vgl. den excurs. ein adverbialer
genitiv oder dativ -heitî wäre sehr unwahrscheinlich, gramm. 3, 133f. 135 f. 37.
path 38. Souuaz so 44. Inther für Int ther 4 5. custodit Inluminat

Indem ich an den excurs su LXXII anknüpfe, kann ich sofort feststellen dass
die vorliegende beichte mit der sächsischen (S) näher verwandt ist als irgend eine
der hochdeutschen beichten. zum teil habe ich diese verwandtschaft schon bei der
constituierung des textes verwertet. aus S 3. 4 ergibt sich dass der verfasser der
Lorscher beichte (L) von einem gideda zum anderen abirrte. den zweiten satz S 3-7
hat er, sum teil durch unkenntnis (anm. zu 5) bald erweitert bald verkürzt. im
dritten satze S 7-11 bietet L teils weniger (hetjas, liagannjas und den durch x
vorausgesetzten schluss von unzeitiger speise und trank) teils mehr (geilî slafheitî,
farligero ioti mordes). der vierte satz S 11. 12 ist, so weit er das verhältnis sum
herren betrifft, umgestaltet (R 28 spricht für die fassung von S) und in den fünften
gezogen, der senior nach den eltern eingereiht. sonst ist hier zu S 13-16 weib und
kind hinzugekommen, ganz singulär, sämtlichen anderen beichten fremd; die übrigen
änderungen nicht wesentlich. hierauf S 16--24 durch auslassungen in bessere ord-
nung gebracht. dadurch dass S 16. 17 wegfällt (su arma man vgl. R 21 durfdige
man) treten die jünger und taufpaten unmittelbar an die übrigen angehörigen heran.
dann heiligung von sonn- und feiertagen: das abendmal S 20 ist aber hier mit un-
recht weggeblieben und frir später (L 27) aufgehoben: indessen wird wenigstens
die fassung von L uuîha uuizzôd dam, hialt, êrêda,' nicht S ûsas drohtinas lîkhamon
endi is blôd antfêng, durch R 16 (vehôda) F 11. 12 erita, M 11 P 10 gihialt bestä-
tigt, hierauf aus dem folgenden S 21--24 die zehntenzahlung herausgenommen S 23
(die fassung von L fargalt statt S gal durch R 27 bestätigt) und aus S 30 mit steh-
len und hehlen vermehrt. im übrigen dann S 21--24 dem sinne nach nicht ver-
ändert. hiermit wird aber der erste teil nicht geschlossen, sondern S 30 heraufge-
nommen 'ich glaubte was ich nicht glauben sollte' mit dem beigefügten gegensatze
ich glaubte nicht was ich glauben sollte'. ' der zweite teil beginnt wie in S; der
erste satz S 25 – 29 unverändert, nur ein paar umstellungen, und helsjan ausgelas-
sen. die folgende partie in L zum teil schon vorweggenommen, hêthionussja und
sespilon übergangen, ebenso âna orlof gaf, âpa orlof antfêng, welche letztere phrase
sich in x und den davon abgeleiteten jüngeren beichten überall wieder findet F 12,
M 13, P 12. 13. hierauf der meineid S 31, erweitert. der in L sich anschliessende
und unvollständig überlieferte satz (vgl. zu 26) entsprach dem was in S 31-34 folgt.
gebet L 27 wie $ 33, dazu aber noch einmal heilac ambaht (schun 7 trâgî gotes am-
bahtas) vgl. S 34 unrehto las, unrehto sang; dazu das früher fortgebliebene abend-
mal, das ehren und tragen des heiligen kreuzes, fasten und trachten nach dem kreuze.
hiernach lenkt L wieder ein, indem es nur die ordnung verändert: bischöfe und

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