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IV.

Allheil'ger Du im Himmelsraum,
Der dieser Erde fernsten Saum
In Gluthenfarben eingetaucht,
Vom ros'gen Schimmer überhaucht.

Und an dem vierten Tage drauf
Der Sonne ihren Feuerlauf
Gezeichnet und dem Mond die Bahn
Und allen Sternen wiesest an.

Damit sich Nacht- und Tages-Licht
In stetem Wechsel unterbricht,
Und Monat's Anfang und Beschlußz
Nach Deinem Willen regeln muß:

O, banne unsres Herzens Nacht

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Und was den Geist noch unrein macht, Tilg' alle Schuld, die uns erfaßt,

Und lös' uns von der Sündén Last.

V.

Gott, der in seiner Allmacht groß, Befruchtend einst der Wogen Schooß, Die Thiere schufest für das Meer Und für den Aether ringsumber.

Demersa lymphis imprimens,
Subvecta coelis erigens,

Ut stirpe, ab una prodita,
Diversa repleant loca.

Largire cunctis servulis,

Quos mundat unda sanguinis,

Nescire lapsus criminum

Nec ferre mortis taedium.

Ut culpa nullum deprimat,
Nullum efferat iactantia:

Elisa mens ne concidat,
Elata mens ne corruat.

VI.

Hominis superne conditor, 14
Qui cuncta solus ordinans
Humum iubes producere
Reptantis et ferae genus.

Et magna rerum corpora,
Dictu iubentis vivida,
Per temporum certas vices
Obtemperare servulis.

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Der Fisch durchmißt die nasse Gruft, Der Vogel wiegt sich in der Luft; Was einem Schooß entsprungen faum, Belebt so ganz verschiednen Raum.

Schent' allen Dienern Deine Huld,
Dein Blutstrom tilge alle Schuld
Und alle Fehl' vom Sündenfall
Und auch des Todes Schmerzen all:

Daß Niemand von der Schuld erdrückt,
Von Hoffarth Niemand sei berückt,
Das Herz in Kleinmuth nicht erstirbt,
Das Herz in Hochmuth nicht verdirbt.

VI.

Urew'ger, der den Menschen schuf,
Und Welten lenkt durch seinen Ruf,

Der aus der Erde einst gezeugt

Von Thieren, was da kreucht und fleugt.

Der alle Werke der Natur

Belebt mit seinem Winke nur,

Und durch der Zeiten Wechselgang

Dem Menschen sie zu Diensten zwang.

Repelle quod cupidinis
Ciente vi nos impetit,
Aut moribus se suggerit,
Aut actibus se interserit.

Da gaudiorum praemia,
Da gratiarum munera,
Dissolve litis vincula,
Adstringe pacis foedera!

Hymnus de passione Domini.

Dei fide, qua vivimus,

Spe perenni, qua credimus,
Per caritatis gratiam
Christo canamus gloriam.

Qui ductus hora tertia
Ad passionis hostiam,
Crucis ferens suspendia,
Ovem reduxit perditam.

Precemur ergo subditi,
Redemptione liberi,

Ut eruat a saeculo,

Quos solvit a chirographo.

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O halte sündige Begier,

Die mich beschleichen will, von mir,
Wo sie sich in mein Wollen drängt

Und in mein Thun und Wandeln mengt!

Des Himmels Glück, der Gnaden Heil
Es werde mir durch Dich zu Theil,
Die Zwietracht löse deine Hand
Und festige des Friedens Band!

Hymnus auf die Leiden des Herrn.

Dem Glauben, der uns stets belebt,
Dem Hoffen, das uns gläubig hebt,

Der Liebe Süßigkeit zu Dank
Tönt Christo unser Lobgesang.

Der, als die dritte Stunde tam,
Den Kelch des Leidens auf sich nahm,
Und durch des Kreuzes-Opfers Macht
Das irre Schaf zurückgebracht.

In Demuth darum flehen wir,
Die einst durch Dich Erlösten hier:
Errett' aus Erdennoth und Trug,
Die Du getilgt im Schuldenbuch.

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