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Flavins.

Zur Fußwaschung.

Himmel und Erde jauchzt in Lust
Heut' bei des großen Königs Mahl,
Der, reinigend des Menschen Brust,
Reicht Lebensnahrung ohne Zahl.

Der Alles schuf durch seine Macht,
Verwandelt wunderbarer Weis'

Sein Fleisch und Blut in dieser Nacht
Für uns zu uns'rer Seelenspeis'.

Aufstehend vom hehren Mahls-Genuß
Hat Er die Sterblichen gelehrt
Die Demuth üben, als den Fuß
Des Petrus knieend er begehrt.

Der Jünger folgt dem Rufe bleich,
Als so der Herr der Himmelswelt
Mit Wasser und dem Tuch zugleich
Vor ihm im Staubę niederfällt.

Die Waschung, Simon, dulde igt,
Sie zeigt geheimnißvoll Dir an,
Wie Höchstes selbst das Niedre stüßt,

Wie Staub dem Staube dienen kann.

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Laeva tortoris accubat Verbique favos aggregat, Quos inter hostem denotat, Necis dolos qui ruminat.

Trux lupe, Iuda pessime, 76 Fers agno miti basia,

Dans membra loris regia, Quae sorde tergunt saecula.

Nexi solvuntur hodie Carnis ac cordis carcere, Unguen sacratur chrismatis Spes inde crescit miseris.

Victori mortis inclyto Pangamus laude gloriam, Cum Patre et sancto Spiritu Qui nos redemit obitu.

Hugo Aurelianensis.

Laudes crucis attollamus, 77
Nos, qui crucis exultamus,
Speciali gloria;

Nam in cruce triumphamus,

Hostem ferum superamus
Vitali victoria.

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Zu des Verräthers Linken kniet

Er hin und spricht mit sanstem Wort
Zu ihnen nun, wo den er sieht,

Der brütend sinnt auf seinen Mord.

Judas, gleißend Ungeheuer,

Der Kuß, den Du dem Lamm geweiht,
Gibt Martern preis den Leib so theuer,
Der Welten von der Sünd' befreit.

Es lösen heut' von Leib und Seel'
Sich jeglich Band und Fessel ab,
Geweihet wird das heil'ge Oel,
Das jedem Elend Hoffnung gab.

Darum des Todes Sieger preist
Mit Jubellied und Hymnenklang,
Den Vater und den heil'gen Geist,
Der uns erlöst vom Untergang.

Hugo v. Orleans.

Laßt des Herrn Kreuz uns loben,
Laßt uns jubelnd und gehoben
Preisen seine Herrlichkeit;

Denn im Kreuze soll'n wir、 siegen,
Wird der böse Feind erliegen,

In des Lebens Kampf und Streit.

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O quam felix, quam praeclara
Fuit haec salutis ara

Rubens agni sanguine,
Agni sine macula,

Qui mundavit saecula
Ab antiquo crimine.

Haec est scala peccatorum

Per quam Christus, rex coelorum,

Ad se traxit omnia;

Forma cuius haec ostendit,

Quae terrarum comprehendit

Quatuor confinia.

Nulla salus est in domo,

Nisi cruce munit homo

Superliminaria.

Neque sensit gladium,
Nec amisit filium

Quisquis egit talia.

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O wie herrlich strahlend leuchtet

Der Altar des Herrn, befeuchtet

Von dem Blut des Lammes roth; Jenes Lamm's, das fromm und reine Einst zur Sühne sich alleine

Für der Welten Sünden bot.

Ja es ist der Sünder Stiege,
Auf der Christus nach dem Siege

Alle, Alle zu sich zieht;

Schon die Form kann es dir sagen,

Daß es einst wird überragen

Aller Welttheile Gebiet.

Immer wird das Glück entweichen,
Wo des Kreuzes heilig Zeichen
Nicht des Hauses Schwelle ziert;
Keines Schwertes Schneide spüret
Und kein theures Kind verlieret,
Wer es immer bei sich führt.

So gibt Labung es und Stärke,
Hilft zum Sieg in jedem Werke,
Und bezwingt der Hölle Macht;
Alle Kerker reißt es nieder.

Und es bringt der Menschheit wieder

Alte Herrlichkeit und Pracht.

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