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Auf blühenden Auen

Im Himmelreich bauen

Hier alle fröhlich die Zelten;

Bei offenem Saale,

Am festlichen Mahle

Tönt ewige Musik der Welten.

Am Tische so reine.

Mischt Gott hier die Weine

In stetiger Weisheit und Wahrheit; Er ruft, die verlangen,

Und hält sie umfangen

In ewiger Liebe und Klarheit.

11.

Gebet des Herrn.

Vater, der Du im Himmel bist,
Und rings das All' durchdrungen,
Dein Name hochgeheiligt ist,

Von Engelsmund gesungen.

Es komme zu uns, Herr, Dein Reich,

Von Deinem Licht geleitet,

Das den Erwählten Du zugleich

Nach ird'scher Last bereitet.

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Ut nutus tui seraphim
Adorant maiestatem,
Mortalium sic perpetim
Tu rege voluntatem.
Da nutrimento corporis
Panem quotidianum,

Ut sentiamus numinis,

Quod mentem nutrit, manum.

Dimitte nobis debita,

Quae coram te ploramus,
Ut debitorum debita

Ex corde condonamus.
In nos debachans dissipa
Tentationis flamen,

Nunc et in morte libera

Nos malo quovis! Amen!

12.

Sinae sub alto vertice,
Coelo tonante, lex data,
Inter tubas et fulgura

Praesens minabatur Deus.

Nunc temperato Numine
Per vela carnis blandius
Amat videri, languidis

Se lumen aptans sensibus.

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Wie demuthsvoll die Seraphim
Anbetend Dich umstehen,

So soll Dein Wille immerhin
Auf Erden, Herr, geschehen.
O, gib uns unser täglich Brod
Zu unsrers Körpers Speise,

Daß unser Geist die Hand, o Gott,
Die ihn ernährt, recht preise.

Vergib uns uns're Schuld, die wir
Uns zu Dir fleh'nd erheben,
Wie unsern Schuldigern auch hier
Von Herzen wir vergeben.
Jede Versuchung in uns sei
Ersticht durch Deinen Namen,
Jezt und im Tode uns befrei'
Von allem Uebel! Amen!

12.

Vom Sina hoch im Donnerhall
Ward das Gesez dem Weltenall,
Und bei Posaunenklang und Bliz
Droht Gott aus seinem Wolkensiz.

Nun ist die Gottheit mehr versöhnt,
Und durch des Fleisches Aug' gewöhnt
Zu sehen uns in milderm Licht,
Sich fügend irdischem Gesicht.

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Insculpta saxo lex vetus
Praecepta, non vires dabat;
Inscripta cordi lex nova,
Quidquid iubet dat exsequi.

Scripsistis hanc fida manu,
Hanc voce, voci consonis,
Hanc praedicastis moribus,
Signastis hanc et sanguine.
Afflante divo Spiritu,
Quae verba vitae traditis,
Haec ille nostris imprimat
Delenda numquam cordibus.

Da, Christe, nos tecum mori,
Tecum simul da surgere,
Terrena da contemnere,
Amare da coelestia.

Sit laus Patri, laus Filio,
Qui nos, triumphali nece
Ad astra secum dux vocat,
Compar tibi laus, Spiritus.

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13.

Ave sidus, lux dierum,

Ave gemma mulierum,

Quae lactasti regem regum
Genitorem filia,

Der alte Bund, in Stein gehau'n,
Gibt nur Gefeß, nicht Kraft, Vertrau'n;
Der neue Bund, in's Herz geprägt,
Zum Wollen das Vollbringen legt.

So schreibt es hin mit treuer Hand,
Und macht's mit laut'rem Mund bekannt,
Und fündet es mit freiem Muth,

Und siegelt es mit eurem Blut.

Dies Wort, von Gottes Hauch durchweht,
Im Herzen unauslöschlich steht

Als Lebenswort gegraben ein,
Und soll stets unvertilgbar sein.

Laß, Christus, in den Tod uns gehn
Mit Dir und mit Dir d'raus erstehn,
Wend' ab vom Jrdischen den Sinn,
Und zu des Himmels Gütern hin.

Dem Vater und dem Sohn sei Lob,
Der einst gesiegt dem Tode ob,

Und uns den Weg zum Himmel weis't,
Dir auch zugleich, o heil'ger Geist.

13.

Gruß Dir helle Tagessonne,

Aller Frauen Perl' und Krone,

Die die keusche Brust dem Sohne,
Der der Könige König, gab,

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