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In Noth und Aengsten,

Den allerbängsten,

Bitt', Jungfrau Du, für uns Arme;

Mit heil'gem Munde

In lezter Stunde

Bitte, bitt' für uns Arme!

17.

Ich weiß vom Himmelsthaue
Eine Jungfrau ganz erfüllt,
Wie keine andre Fraue
Von zücht'gem Reiz umhüllt;
Die will mein Mund verehren
In reiner Sitten Zucht,
Und mit des liebeschweren
Herzens göttlicher Frucht.
Es schuf, was nie gewesen,
Der Welten, höchster Herr,
Die Jungfrau ward erlesen
Jhn zu gebären, Der,

Wie einst um anzusagen

Gesandt war Gabriel,

Sollt' Davids Scepter tragen

Nach ihm in Israel.

Bald war die Zeit verflossen,
Und schon der Tag so nah,
Wo ihrem Schooß entsproffen
Das Kind die Jungfrau sah;

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Cum subito describi
Augustus imperat

Orbem totum, quem sibi

Roma subiecerat.

Mox Ioseph festinabat
Promptus Bethlehem,

Inde nam numerabat
Suam progeniem.

Sponso pudico comes

It mater Numinis,

Quam nullus unquam fomes

Infecit criminis.

O urbium cunctarum

Regina, Bethlehem,

Exsurge tam praeclarum

Visura hospitem.

Quidquid palatiorum

Apud te splendicat,

Id omne iam coelorum

Rectori pateat.

Sed, heu! hac urbe tota

Quaerunt hospitium,

Nec mente tam devota,

Est ullus civium,

Als alle Welt zu schäßen
Augustus Wort befahl,

So weit als Roms Gesezen
Gehorcht der Völker Zahl.

Gen Bethlehem bald eilte
Darum auch Joseph hin,

Weil dort sein Stamm verweilte
Von seinem Anbeginn.

Die Gottesmutter schreitet

An keuschen Jünglings Hand,

Sie, die nie irrgeleitet,

Gott ohne Sünd' erfand.

O Bethlehem, von allen
Städten, du Königinn,
Osieh' in deine Hallen
So edlen Gast jezt zieh'n.
Und was nur von Palästen
In dir glänzt nah' und fern,
Das steh' heut mit dem Besten
Offen des Himmels Herrn.

Doch ach! im ganzen Orte
Sucht er ein Obdach nach,
Und mitleidsvoll die Worte
Der Bürger keiner sprach,

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Ut virgini, mox Dei
Daturae filium,

Vel unius diei

Det diversorium.

Cogunt, ut ruinosa
Adirent stabula,

Haec Deo pretiosa
Dabant cunabula !
Paupertas gloriosa,
Tu quantum es homini
Vilissimo perosa,

Tam grata es Numini.

Adeste posterorum

Adae reliquiae,

Gaudete gaudiorum

Quidquid est undique :
En prodit exoptatus
Tam diu gentibus,
Succurrere paratus

Cunctis languentibus.

18.

Orbis, gaude, quod nunc homo,

Degustato miser pomo,

Quod nos morti tradidit,

Fructu vitam de vitali

Ex radice virginali

Isthac luce recipit.

Daß er nur für die Zeiten
Des Tages Aufenthalt

Der Jungfrau wollt' bereiten,
Die Gottes Mutter bald.

Nach dem verfall'nen Stalle
Weist man ihn schnöd' hinab,
Der ist's, dem man zur Halle
Die Gottes Wiege gab!
Glorreiche Armuth, schelten
Mag dich des Pöbels Spott,
Doch desto mehr nur gelten
Wirst du vor deinem Gott.

Wer unter dieser Sonne
Vom alten Adam stammt,
Erfreue sich der Wonne,
Die alle Welt entflammt:
Er, den mit heißem Sehnen
Wir längst erflehten, kam
Und lindert alle Thränen

Und mildert allen Gram!

18.

Erdkreis jauchze, daß Gott allen Menschen, einst dem Tod verfallen Durch den leid'gen Apfelbiß,

Durch die Lebensfrucht das Leben, Aus der Jungfrau Stamm gegeben, Wieder neu erstehen hieß.

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