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Du bist hieher gekommen
Durch Lieb' zu mir und Huld,
Für mich hast übernommen
Du meiner Sünden Schuld.

D'rum diesem Kind ihr alle
Zeigt eure Jnbrunst heiß,
Und immerfort erschalle

Dem Himmel Dank und Preis!

Was sei für solche Liebe,

Was, Jesu, Dir geweiht?

Was bring' im Dankes Triebe
Jch Deiner Menschlichkeit?

Nimm mich an Stalles Stätte,

Als Lager meinen Leib,

Nimm hin mein Herz als Bette

Und tröstlichen Verbleib!

Anfang aller Dinge,

Du Wort, das Fleisch einst ward,

Für mich geschmäht, geringe,

Nach armer Sclaven Art!

Ja, ja, nach armer Sclaven Art.

20.

Des Knaben, der in Bethlehem
Gebor'n, freut sich Jerusalem.

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Hic iacet in praesepio,
Qui regnat sine termino.
Cognovit bos et asinus,
Quod puer erat Dominus.

Reges de Saba veniunt,
Aurum, thus, myrrham offerunt.

De matre natus virgine

Sine virili semine.

Sine serpentis vulnere
De nostro venit sanguine.

In carne nobis similis,
Peccato sed dissimilis.

Ut redderet nos homines
Deo et sibi similes.

In hoc natali gaudio

Benedicamus Domino,

Laudetur sancta Trinitas

Deo dicamus gratias!

O ter foecundas,

O ter iucundas

Beatae noctis delicias,
Quae suspiratas,

E coelo datas

In terris paris delicias.

Man wieg't ihn in der Krippe ein,
Deß' Reich unendlich sollte sein.

Die Thiere selbst erkennen gern
Im Kindlein hier der Welten Herrn,
Aus Saba bringen Kön'ge gar

Ihm Weihrauch, Gold und Myrrhen dar.

Die Jungfrau-Mutter ihn gebar,

Der nie ein Mann genahet war.

Von unserm Blut kam er gewiß,

Doch unverlegt vom Schlangenbiß.
Uns allen gleich an Menschlichkeit,
Blieb er doch von der Sünd' befreit.
Damit der Mensch schon hier auf Erd'
Ihm und Gott selber ähnlich werd'.

An diesem hohen Freudentag

Ich d'rum den Herrn wohl preisen mag,

Und mit Dir, o Dreieinigkeit,

Sei Gott das gleiche Lob gemeiht.

dreimal fröhlich,

O dreimal seelig,

21.

Preis' ich dich, Wonne der heil'gen Nacht,

Die die ersehnten,

Himmel entlehnten

Freuden hernieder zur Welt gebracht.

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Gravem primaevae

Ob lapsum Evae

Dum iam mundus emoritur,

In carne meus

Ut vivat Deus,

Sol vitae mundo suboritur.

Aeternum lumen

Immensum numen

Pannorum vinculis stringitur;

In vili caula,

Exclusus aula,

Rex coeli bestiis cingitur.

In cunis iacet

Et infans tacet,

Verbum, quod loquitur omnia;

Sol mundi friget

Et flamma riget:

Quid sibi volunt haec omnia?

Quod in spelaeum

Depressit Deum?

O hoc amoris telum est!

Astra, valete,

Antra, salvete,

Iam mihi stabulum coelum est!

Als längst gestorben

War und verdorben

Durch Eva's Sündenfall die Welt,

Jst Gott erstanden

In Fleisches Banden,

Als Lebenssonne am Himmelszelt.

Den ewig klaren

Und unmeßbaren

Gott der Windlen Bande umschlingt;

Im morschen Stalle,

Statt in der Halle,

Gethier den Himmelsfürst umringt.

Seht schweigend lieget

Das Kind gewieget,

Das Wort, das Alles in sich schließt;

Das Weltlicht starret,

Die Flamme harret

Gebannt, wer ist's, der mir das erschließt?

Was so beenget

Gott eingezwänget?

Die Kraft der Lieb' ist's, groß und zart!

Lebt wohl, ihr Sterne,

Dich grüß ich gerne,

O Stall, der mir jezt zum Himmel ward!

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