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Fünftes Jahrhundert.

Prudentius. Aurelius Prudentius Clemens, geb. zu Cäsar Augusta, in Spanien, unter der Regierung des Honorius und Arcadius. Zuerst auch im Staatsdienst, entsagte er mit 57 Jahren allen Aemtern und lebte theologischen Studien. Einen großen Theil derselben widmete er der Ausbildung der Hymnologie, die er durch bedeutende eigene Gedichte bereicherte. (Hymnen für alle Tage und Zeiten; Hymnen zum Preise verschiedener Märtyrer. Streitlieder gegen Symmachus.) Er starb um das Jahr 405.

Sedulius, Cölius (Scotus), wahrscheinlich ein Schotte von Geburt; lebte um die Hälfte des fünften Jahrhunderts, und ist Verfasser mehrerer geistlicher Lieder, namentlich eines großen Gedichtes: opus paschale: über die göttlichen Wunder in 5 Abtheilungen.

Ennodins, Magnus Felix, geb. zu Arles in der Provence 473, zuerst Rhetoriker, dann seit 511 Bischof von Ticinium (jest Pavia), wo er im Jahre 521 starb.

Elpis, auch Helpidia, Gattin des durch seine Verdienste und Schicksale berühmten römischen Consuls Boethius, mit dem sie das Exil theilte bis zu seinem Tode durch das Schwert. Ihr Brustbild wurde in Palermo bei Ausgrabungen im vorigen Jahrhundert aufgefunden; fie starb 530.

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Prudentius.

Hymnus matutinus.

Lux ecce surgit aurea, 30. Pallens facessat caecitas, Quae nosmet in praeceps diu Errore traxit devio.

Haec lux serenum conferat,
Purosque nos praestet sibi,
Nihil loquamur subdolum,
Volvamus obscurum nihil.

Sic tota decurrat dies,
Ne lingua mendax, ne manus,
Occulive peccent lubrici,

Ne noxa corpus inquinet.

Speculator adstat desuper, 31 Qui nos diebus omnibus Actusque nostros prospicit, A luce prima in vesperam.

Deo Patri sit gloria! etc.

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Prudentius.

Morgengesang.

Es steigt des Lichtes goldner Strahl,
Und scheucht die Blindheit, bleich und fahl,
Die lang', in Jrrwahn uns versenkt,
Vom rechten Wege abgelenkt.

Dies Licht mit seinem hellen Schein
Mach' unser Herz von Sünden rein,
Der Lüge Feind, der Wahrheit Freund,
Daß es stets hell und klar erscheint.

So fließe hin der ganze Tag,

Wahr sei der Mund, der Sünde Schmach

Beflece weder Hand noch Blick,

Daß Schaden nicht den Leib umstrid'!

Gott droben hält ob Aller Wacht,

Er sieht bei Tage und bei Nacht
All' unser Sinnen, unser Thun,
Vom Morgenlicht, bis wenn wir ruh'n!

Dem Vater sei 2c.

Hymnus.

Quicunque Christum quaeritis, 33

Oculos in altum tollite:

Illic licebit visere

Signum perrennis gloriae.

Illustre quiddam cernimus,
Quod nesciat finem pati,
Sublime, celsum, interminum,
Antiquis coelo et chao.

Hic ille rex est gentium,
Populique rex Iudaici,
Promissus Abrahae patri
Eiusque in aevum semini.

Hunc et prophetis testibus,
Isdemque signatoribus,

Testator et Pater iubet

Audire nos et cernere.

Iesu tibi sit gloria,

Qui te revelas parvulis,

Cum Patre et Spiritu sancto
In sempiterna saecula.

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