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selben (Wilson: bhrama m. whirling, going round; a whirpool, an eddy; a drain, a water course; a lathe, a potter's wheel bhramana n. whirling, going round; bhramara adj. what whirls or goes round, n. vertigo, epilepsy; bhramaraka m. hair curled upon the forehead; a whirlpool; bhramarâlaka m. a hair curled upon the forehead; bhrami f. whirling, going round; a whirlpool; bhramin adj. whirling, going round or about; bhrâmaka the sun-flower; bhrâmara whirling, going round; a dance performed in a ring, dancing round about; bhṛmi m. a whirlwind, a hurricane, a highwind; an eddy, a whirlpool) zeigen jedoch, dafs die grundbedeutung die des sich im wirbel herumdrehens ist und daraus oder besser wohl zugleich damit hat sich offenbar, wie die bedeutungen wirbelwind und strudel zeigen, die des dumpfen rauschens von wind und wellen entwickelt, wie sie im griechischen und lateinischen zunächst vorliegt. Dals sie auch dem deutschen nicht fremd sei, zeigt das neuhochd. branden, brandung, welches sich zum ursprünglichen stamme, wie er im praet. bram auftritt, gerade so verhält wie latein. frendo zu fremo; zu voller bestätigung weisen auch das altnordische die einfachere wurzel in brim n. aestus littoralis maris, brimhliod fragor vel murmur undarum auf, und ebenso das angelsächsische, welches von dem stamme brim n. unda, mare eine ungemein reiche sippe von compositen gezeugt hat, unter denen namentlich brimsae f. oceanus und brimstream m. id. hervorhebung verdienen, da auch aus ihnen die bedeutung des rauschenden und brausenden hervorgeht, wie sie auch offenbar in bremme ora, margo vorliegt, welchem engl. brim, mhd. brëm m., nhd. bram n., bräme f. margo, fimbria, und verbrämen, sich anschliefsen. Wenn demnach die anwendung der vorliegenden wurzel auf die bedeutung des strudelnden rauschenden wassers die meisten spuren zurückgelassen hat und daraus geschlossen werden darf, dafs diese frühzeitig am umfangreichsten entwickelt war, so hat sie doch auch nach anderen seiten hin sich entwickelt wie gr. Poort zeigt, in welchem zugleich der begriff des angedonnerten, verwirrten zum vorschein kommt, wie ihn das ved. bhṛmi, der verwirrer und der verwirrte gleichfalls zeigt (Roth zu Nir. VI, 20), dasselbe wort bhṛmi bezeichnet auch mehrmals die aufwirbelnde flamme (Roth a. a. o.) und stimmt in dieser bedeutung mit dem altn. brimi, flamma, flammende ild. Daran schliefst sich das vedische bhrama m. an, welches der

commentar durch jvâlâsamûha, flammenmasse, wiedergiebt; es findet sich in einem liede des Rigveda, wo von der im waldbrande daher stürmenden flamme die rede ist und es (Rv. 6. 6, 4) heifst:

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yé te çukrasah cúcayah çucishmah xấm vápanti vishitaso

áçvâh |

ádha bhramás ta urviya' víbhâti yâtayamâno ádhi sa nu pr'çneh []

sie deine leuchtenden flammen, du flammender, mähen das land, die entfesselten rosse; da leuchtet weithin das (rauschende) flammenmeer, das da erfüllet die gipfel der Prçni". Und R. 4. 4. 2

Vâj. S. 13. 10: táva bhramâ'sa âçuya' patanti, dein flammenheer fliegt schnell dahin. Die Ilias bietet an einer einzigen stelle das entsprechende griech. Poóuos, und wenn es auch der im griechischen entwickelten bedeutung der wurzel gemäss nur das rauschen, das brüllen der flamme bezeichnet, so ist doch die ursprünglich gleiche anschauung des vedischen und griechischen sängers unverkennbar (§, 396):

οὔτε πυρὸς τόσσος γε πέλει βρόμος αιθομένοιο,
οὔρεος ἐν βήσσης, ὅτε τ ̓ ὤρετο καιέμεν ὕλην·
οὔτ ̓ ἄνεμος τόσσον γε ποτὶ δρυσὶν ὑψικόμοισιν
ἠπύει, ὅςτε μάλιστα μέγα βρέμεται χαλεπαίνων.

Die beiden schlufsverse, wo Boέuerai vom winde gebraucht wird, mögen zugleich zeigen, dafs auch hierin die Veden mit dem Homer in der anschauung stimmen, da auch sie durch bhṛmi den wirbelwind bezeichnen (vgl. Roth a. a. o.).

Betrachten wir diese mannichfache übereinstimmung zwischen den europäischen sprachen und der indischen schwester, so scheint es doch fast, als sei der begriff des tons auch wohl schon im sanskrit mit der wurzel verbunden gewesen, wie denn in der that das summen und schwirren mit jeder lebendigen menge (und von solchen wird bhram oft gebraucht) schon von selbst verbunden ist. Andrerseits müfste es auffallen, wenn jener begriff des wirren durch einander, wie er in der indischen wurzel erscheint, in den übrigen sprachen ganz verschwunden sein sollte. Ich glaube für beides noch spuren nachweisen zu können.

Leider ist das Petersburger wörterbuch noch nicht bis zum gediehen, wir müssen uns deshalb vorläufig noch meist mit nheimischen lexikographen begnügen; da wird denn dem irama aufser der bedeutung wirbel (âvarta) vom Amara

Sinha (ed. Loisel. Desl. p. 56, 5. 8) im plural noch die bedeutung jalanirgamâḥ gegeben, was Loiseleur übersetzt Tranchée, ou conduit le long d'un mur d'un édifice und in der klammer hinzusetzt: ou bien bouillonnement d'eau, ou bien encore ressac de la mer, wozu man Wilson unter jalanirgama m. vergleiche, der die bedeutungen a drain, a watercourse, a pipe along a wall or building for carrying off water, a waterfall, the descent of a spring, etc. into a river below giebt. Wenn hier die bedeutung ressac de la mer nachweisbar wäre, so würden wir allerdings den begriff des dumpfen rauschens ebenfalls im sanskrit voraussetzen müssen. Den ähnlichen des summens und schwirrens scheinen doch auch die wörter bhramara m. a large black bee, bhramarakîța, a sort of wasp that builds a solitary nest in the angles of walls, doors etc. (vespa solitaria) vorauszusetzen, denn wenn man bei dem ersten auch etwa daran denken könnte, dass das thier von der eigenschaft, im schwarme zu leben, so genannt sei, müfste man den letzten namen schon auf das blofse umherfliegen beziehen, während es wahrscheinlicher scheint, dafs beide wie ahd. bremo, alts. bremmia, ags. brimse (tabanus), ahd. primissa, nhd. bremse und brumme das summende thier bezeichnen. Durch jene wörter möchte deshalb auch wohl der mit der wurzel bhram verbundene lautbegriff im sanskrit ziemlich wahrscheinlich werden.

Andrerseits zeigt sich der begriff der wilden und wirren menge wie des umherschweifens, wie er im späteren sanskrit fast allein vorhanden ist, im ahd. brâma, brombeere, brâmal, ags. brêmel, brembel id. und in ags. brôm m. myrica, scopae, brômfästen n. myricae campus, ahd. brima, brimma, mirica, nl. broem, brom, fland. brem = genista, spartum, ndd. brâm, genist, pfriemkraut, wovon e. broom, da ginster, besenkraut, häufig zu besen verwandt wird, ahd. erdbrama, erdbeere; pflanzen, die durchweg den begriff der dichten und zugleich wirren masse zeigen und wie erdbeere und brombeere ihre weithinschweifenden sprossen entsenden. Den begriff der dichten masse zeigt auch das durch das femininsuffix -te abgeleitete schweizerische brint, brente, ein dicker nebel, der auf der oberfläche liegt, während die wurzel im schwäbischen brähme f. weifsgrauer nebel, der einer dicken schwarzgrauen wolke vorangeht und einen heftigen sturm ankündigt, reiner bewahrt ist. Der aus diesem begriff sich entwickelnde der verwirrung, wie er unter andern in skr. bhrânti

f. error, mistake, ignorance u. s. w. zum vorschein kommt, tritt auch im schwäb. brand, m. brändle, n. rausch, räuschchen sowie in brentelen, brenzelen 2) nicht in der regel, nicht in der ordnung sein z. b. im vermögen, in der rechtgläubigkeit u. s. w. hervor.

Diese zusammenstellungen, denke ich, werden genügen, um die zusammenstellung der wurzel bhram mit fremo, Boéμo, brimme u. s. w. zu rechtfertigen; sie werden darthun, dafs ein unmittelbarer zusammenhang mit skr. brû, sprechen, nicht vorhanden sei, wenn gleich die möglichkeit der verwandtschaft nun noch näher tritt, da wir gesehen haben, dafs der mit der wurzel verbundene begriff des tones an der form bhram so ganz in den hintergrund getreten ist, während er in den europäischen schwestern zum hauptbegriff wurde. Allein ist wirkliche verwandtschaft da, so wird man annehmen müssen, dafs die differenzirung sehr früh eingetreten sein müsse und wahrscheinlich aus dem bh ein v entwickelte, woraus sich dann géo, sage, das man in der regel mit brû zusammenstellte, erklären würde. Diese annahmen haben jedoch mancherlei bedenkliches, es scheint mir daher vor der hand noch räthlicher, beide wurzeln bhram und brû noch auseinander zu halten.

Grimms wörterbuch war mir, als ich obiges schrieb, nicht gleich zur hand; ich ersehe, dafs branden nur bis Klopstock hinauf nachweisbar ist und dafs Grimm vermuthet, es sei mit nnl. branden brennen gleichzustellen. Doch wohin gehört ags. brant (bront) adj. aestuans, Ettm. lex. p. 316?- brame f. u. s. w. führt auch Grimm auf unsere wurzel zurück, doch sucht er die vermittlung in anderer weise als hier geschehen ist, indem er auf die brummende bremse hinweist, die zugleich sticht, und darauf die bezeichnung obiger gewächse als stachlichter bezieht. Dazu will sich aber namentlich das schweizerische brom m. nicht recht fügen, das einen jungen zweig an bäumen, oder stauden, bezeichnet, besonders aber solche zweige, die dicht mit blüthen oder früchten besetzt sind z. b. ein chriesibrom, kirschenzweig mit früchten, was besser zu der oben gegebenen auffassung stimmt.

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fio.

Die bildung von fio ist bereits von Pott etym. forsch. I, 217. 218 richtig auf einen stamm fi, welcher der conjugation von

capio folgt, zurückgeführt und daher die länge des i durch contraction erklärt, nur fit ist der analogie aller auf consonanten endigenden, nicht substantivischen wörter gefolgt. Als wurzel von fio nimmt Pott fu an und setzt fio ursprünglichem fuio,

was mir nicht recht einleuchten will; mir scheint es neutropassivische bildung von dem stamme von facio, wobei nur die schwächung des wurzelvokals zu i und das schwinden des c schwierigkeit macht. Beginnen wir mit dem letzteren. Das lateinische zeigt mehrfach den ausfall eines gutturals im inlaut, sei es vor consonanten, sei es zwischen vocalen. So erklärt sich semen zu seges (vgl. I, 230), fames, famulus zu skr. wrz. bhaj, stimulus zu wrz. stig, fulmen zu fulgeo, lumen, luna zu luceo, major zu mag-nus, fruor, frumentum neben fruges, fructus zu skr. wrz. bhuj, goth. brukan, nhd. brauchen, auch wohl jumentum zu jungo, wenn man nicht vorzieht, es von der einfacheren skr. wrz. yu abzuleiten. In allen diesen fällen muss man wohl annehmen, dass g, c zunächst in h übergingen und darauf der ausfall, sei es mit ersatz durch längung des vokals, sei es ohne denselben folgte. Ebenso ist anzunehmen, dafs in subtemen, semestris, seni, telum, temo zuerst übergang des x in hs und nach dem ausfall des h auch der des s vor den liquiden wie immer im lateinischen eingetreten sei. Für den ausfall des c ist noch arista anzuführen, das doch wohl mit ahd. ahar, ähre, zum stamm acr- gehört, ferner erklärt sich doch wohl nur so die assimilation von serra aus secare, indem es zunächst wie in seg-mentum zu seg-ra, dann zu seh-ra und so assimilirt wurde. Endlich hat den ausfall des c in vitare und invitus auch Curtius II, 153 ff. angenommen. Danach scheint mir denn auch dasselbe für fio anzunehmen, indem sich mit der verschiedenheit der bedeutung auch die der form für facio und fio entwickelte; die schwächung des vokals zu i wird dann aber der assimilation ihren ursprung verdanken, und der stamm faci wahrscheinlich wie im umbrischen mit gleicher ausstofsung des c erst zu fai, fei (vergl. AK. umbr. sprachd. I. §. 6, 6 d.), dann zu fî geworden sein.

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Genau wie neben dem mhd. dirre, dieser (als nom. sing. masc., gen. und dat. sing. fem., und gen. plur. masc. fem. neutr.)

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