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minabundus, dichtend (Sidon. ep. VIII, 11); câsabundus, im begriff zu fallen, wankend (nur Naev. bei Varro L. L. VII, 3, 91); cavillabundus, durch sofismen hintergehend (nur Tertull. Anim. 34 ende); certabundus, streitend (nur Appul. Apol. s. 288, 23); cogitabundus, nachdenkend, gedankenvoll (nur Appul. Apol. II, 1, 2); comissabundus, einen lustigen umzug haltend, umherschwärmend (Liv. Curt. und Plin.); comminabundus, drohend (nur Tertull. adv. Marc. IV, 15); concionabundus, in einer versammlung vortragend, rufend (Liv. und Tac.); conspicabundus, aufmerksam betrachtend (nur Tertull. adv. Marc. IV, 40); cruciabundus, marternd, quälend (nur Cyprian ep. 55); cunctabundus, zaudernd, zögernd (Liv. und Tac.); deliberabundus, reiflich überlegend (nur Liv. II, 45 und I, 54); deplorabundus, heftig weinend (nur Plaut. Aul. II, 4, 38); deprecabundus, heftig bittend (nur Tac. Ann. XV, 53); excusabundus, sich entschuldigend (nur Appul. Apol. s. 324); exsultabundus, vor freude aufspringend (Justin. und Solin.); famulabundus, eifrig dienend, dienstbar (Tertull.); festinabundus, eilig (Val. Max. und Augustin.); flamma bundus, flammend (Mart. Capell. I. s. 22); gloriabundus, sich rühmend, prahlend (Gell. V, 5, 4); gratulabundus, glückwünschend (Liv. und Justin.); haesitabundus, stockend, verlegen (nur Plin. I, 5, 13); imaginabundus, sich vorstellend (Appul. Met. 3, anfang); indignabundus, unwillig, entrüstet (Liv. Suet. Gell.); insultabundus, spottend, höhnisch (Augustin.); jactabundus, hin und herwerfend, stürmisch (Gellius XIX, 1 und XV, 2); jactitabundus, prahlerisch (nur Sidon. ep. III, 13 ende); jocabundus, scherzend (Valer. Max.); lacrimabundus, in thränen ausbrechend, weinend (nur Liv. III, 46); laetabundus, hocherfreut, fröhlich (Gell. X1, 15); latitabundus, sich versteckt haltend, versteckt (nur Sidon. ep. I, 6); lurchinabundus, fressend (nur Quint. Inst. I, 6, 42); meditabundus, eifrig auf etwas sinnend (Cato R. R. III, 5 und 12); mendicabundus, bettelnd (Augustin.); minitabundus, drohend

(wohl nur Liv. XXXIX, 41 und II, 13); mirabundus, sich verwundernd, voll verwundrung (nur Liv. III, 38 und XXV,37); munerabundus, geschenke bringend, beschenkend (Appul.); murmurabundus, murmelnd (Appul.); nauseabundus, zum erbrechen geneigt (nur Seneca ep. 108 ende und 47 mitte); noctua bundus, bei nachtzeit, in der nacht (nur Cic. Att. XII, 1, 2); noscitabundus, erkennend (nur Gell. V, 14); nûtabundus, wankend, wakkelnd (Appul. und Lactant.); oscitabundus, gähnend (Sidon. ep. II, 2); oscula bundus, küssend (Suet. Vit. 2); otiabundus, mufse haltend, feiernd (Sidon. ep. IV, 18); pâlabundus, umherschweifend, umherirrend (Augustin.); peregrinabundus, herumreisend (Liv. XXVIII, 18); periclítabundus, versuchend (Appul.); populabundus, verwüstend (Liv. I, 15. Sisenna bei Non. CDLXXI, 23); praedabundus, auf beute ausgehend (Sall. Jug. 90. Liv. II, 26); precabundus, bittend (Pacat. Paneg.36); reptabundus, kriechend, schleichend (Senec., Vitr.); rìmabundus, betrachtend (nur Appul. Met. 2, s. 116); saltabundus, tanzend (nur Gell. XX, 3, 2); salutabundus, grüfsend (nur Mart. Capell. VII, 237); speculabundus, aufpassend, lauernd (Tac. hist. IV, 50; Suet. Tib. 65); spûmabundus, schäumend (nur Appul. Apol. s. 303); stomachabundus, ärgerlich, unwillig (nur Gell. XVII, 8, 6); sûdabundus, schwitzend (nur Auct. Carm. ad. Pis. 177); tentabundus, versuchend (nur Liv. XXI, 36, 1); tuburcinabundus, schmausend, prassend (nur Cato bei Quint. inst. I, 6, 42); undabundus, stark wallend, wogend (Gell. II, 30, 3; Ammian. XVII, 7); vagabundus, umherschweifend (Augustin. und Solin.); vastabundus, verheerend (nur Ammian. XXXI, 8); venerabundus, verehrend, ehrfurchtsvoll (Liv. V, 22, 4; V, 41, 8. Suet. Calig. 5); ventilabundus, sich hin- und herschaukelnd (nur Varro bei Non. CCCLVI, 28 zweifelhaft); versa bundus, sich herumdrehend (Lucr. VI, 438. Vitr. IX, 7); vibrabundus, zitternd, schimmernd (nur Mart. Capell. VIII, 297); vitabun

dus, ausweichend, vermeidend (Sall., Liv., Tac.); volûtabundus, sich herumwälzend (nur Cic. Rep. II, 41).

Schwieriger ist die deutung des c in dem suffix cundus, das sich nur über die folgenden wörter erstreckt: verêcundus, schüchtern, schamhaft (von verêri; das adverb reverêcunditer, ehrfurchtsvoll, nur Enn. bei Prisc. s. 1010 P.); fâcundus, beredt, gesprächig (zu fàri); irâcundus, zornig (ira, irasci); fêcundus, fruchtbar (von einem alten causale zu skr. bhû, sein, werden, zu dem auch femina, eigentlich die gebärende, und fêtu, m. das geborne, frucht); rubicundus, rothfarbig, roth (zu rubêre) und jûcundus, angenehm, erfreulich. Die unmittelbare zusammenstellung der letztgenannten form mit lat. jocus, scherz, verbietet das vocalverhältnifs, obwohl man das gleiche aus homon, mensch, und hûmânus, menschlich, zu folgern geneigt sein könnte. Da sich in den übrigen aufgezählten formen das suffix cundus überall an eine verbalform anschlicfst, so ist auch jûcundus unmittelbar zu jŭvare, erfreuen, unterstützen, zu stellen. Vielleicht ist der guttural in den formen auf cundus nicht verschieden von dem nominalsuffix skr. ka, das sich im lateinischen auch sonst leicht mit andern suffixen verbindet (wie in culo, ciò, ceo); doch scheint der vergleich mit bundus vielmehr auf eine verbalwurzel zu deuten und so dürfte man wohl zunächst denken an das skr. kar, machen, das mehrfach sein r einbüfst, wie dieser laut überhaupt häufig abgestofsen wird; so in dem suffix von èpérns skr. aritar, ruderer, und den ähnlich gebildeten wörtern. Ueberhaupt scheint die genannte wurzel in der verbalbildung weiter ausgedehnt, als man gewöhnlich anzunehmen geneigt ist. Mir wenigstens ist durchaus nicht unwahrscheinlich, dafs mit ihr auch das sk in vielen präsensformen (wie skr. gacchâmi aus **gaskâmi griech. Bάozw, lat. pascere und andern) ursprünglich identisch ist, da die wurzel kar ein anlautendes s, das in sam-skṛta erhalten blieb, früh verlor, wie wir denn in unserm schaffen, goth. skapjan ein altes causale dazu haben, das jenen ursprünglichen zischlaut im anlaut noch bewahrte,

ἐρέτης

=

auf der andern seite aber auch den eben erwähnten verlust des r zeigt. Benfey (kurze sanskritgramm. §. 71) stellt jenes verbale sk nebst dem griechischen diminutivsuf. 1ozo zu dem skr. îksh, sehen (dann „aussehen, ähnlich sehen, scheinen"), was mir kaum möglich scheint, da bei dem sehr häufigen übergang von sk in ks der umgekehrte eben so wenig vorkömmt, als etwa der eines ursprünglichen r in s, da doch das umgekehrte so sehr häufig der fall ist. Beliebiger lautwechsel ist in unsern sprachen etwas sehr ungewöhnliches und die meisten lautveränderungen sind nur historische übergänge. Jenes diminutivische ozo aber, das übrigens verhältnifsmässig zwar nicht sehr gebräuchlich ist und mit wenigen weiblichen ausnahmen, wie zvλiozŋ und raidiozn, nur im männlichen geschlecht vorkömmt, wie στεφανίσκος, βασιλίσκος, δεσποτίσκος, ist wohl ohne zweifel ein zusammengesetztes suffix, ganz wie unser isch = goth. iska, das lautlich ganz damit übereinstimmt, mit dem schlufstheil skr. ka, dessen diminutivbedeutung auch sonst hervortritt, so in skr. putraká, söhnchen; vṛkshaká, bäumchen, in lat. flosculus, corpusculum, arbuscula, in unsern weibchen, männchen, im griech. Zaïys, f. steinchen, und anderen formen. Das vorausgehende is aber kann, wie es ohne zweifel in jenem goth. iska geschah, geschwächt sein aus dem alten suffix -as; aber wahrscheinlicher ist fast, dafs es, wie in den superlativen griech. toto skr. ishtha goth. ista und den gothischen comparativen, wie managiza, verkürzt wurde aus dem alten comparativsuffix iyas, îyas (îyans). Für diese entstehung sprechen auch einige ganz ähnliche lateinische formen, in denen sich nämlich das schon eben genannte diminutivische culo an comparative anschliefst, während das einfache co (cus) im lateinischen nur in priscus sich mit einem comparativ (pris für prius) verband. Diese bildungen auf iusculus sind allerdings nicht sehr zahlreich, mehr als die hälfte ist nur einmal belegt, doch begegnen sie zum theil schon in früher zeit, mehrfach in den lustspielen und auch Cicero zeigt eine gewisse vorliebe für sie. Etwas gebräuchlicher unter

=

ihnen sind nur meliusculus, etwas besser (Cic. Fam.
XVI, 5. Plaut. Ter. Cels. Varro); plusculus, etwas mehr,
etwas viel (Cic. Fam. V, 12. de Or. II, 24. Ter. Plaut. Co-
lum. Appul.); minusculus, etwas kleiner (Cic. Att. X, 16.
Off. I, 22. Enn. Cato. Plaut., davon später sogar minus-
cularius, kleinlich), und majusculus, etwas grösser,
etwas älter (Cic. Fam. IX, 10, 3. Ter. Eun. III, 3, 20. Plin.
XXVI, 6, 15). Ausserdem begegnen die folgenden, deren
zusammenstellung den schlufs dieses aufsatzes bilden mag:
longiusculus, etwas lang (Cic. Arch. X, 25; longius-
cule, etwas weit, bei Sidon. ep. VIII, 1, 1); putidius-
culus, etwas ekelhaft, etwas langweilig (von der rede, nur
Cic. Fam. VII, 5 ende); celeriuscule, ein wenig rascher
(dicere; nur auct. ad Herenn. III, 14, 24); liquidiuscu-
lus, etwas flüssiger, weicher (nur Plaut. Mil. III, 1, 70);
unctiusculus, etwas fetter (nur Plaut. Pseud. I, 2, 85);
tardiusculus, etwas langsam (Plaut. und Ter., das adv.
bei Marc. Aurel.); mitiusculus, etwas gelinder (Coel. und
Aurel.); nitidiusculus, ziemlich glänzend (Plaut. Pseud.
I, 2, 84; das adv. Plaut. Pseud. III, 1, 8); grandiuscu-
lus, ziemlich erwachsen (Ter. And. IV, 5, 19); complus-
culi, ziemlich viele (Plaut. Ter. Gell., das adv. nur Gell.
XVII, 2); duriusculus, etwas hart (wohl nur Plin. h. n.
praef. 2 und Plin. ep. I, 16, 5); altiusculus, ein wenig zu
hoch (nur Suet. Aug. 73; das adv. Appul. Met. 8); doc-
tiuscule, etwas gelehrter (nur Gell. VI, 16, 2); frîgi-
diusculus, ziemlich kalt, ziemlich matt (nur Gell. III,
10, 16); graviusculus, etwas tief (vom tone; nur Gell.
I, 11); lautiusculus, ziemlich prächtig (nur Appul. Met.
7, s. 462 Oud.); ampliusculus, etwas grösser (nur Appul.
Apol. s. 322, 19 Elm., das adv. nur Sidon. ep. III, 16); lar-
giusculus, etwas reichlich (nur Solin. 7); salsiuscu-
lus, etwas gesalzener (nur Augustin. Conf. VIII, 3).
Leo Meyer.

Göttingen, den 5. März 1857.

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