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Brechung vor r und h und mehrfacher umlaut des a und â in der

nordfränkischen mundart, von Schleicher . . . . . . . 224 Mullach, grammatik der gr. vulgarsprache, angez. von G. Curtius 230 Was bedeutet ich mag, von H. Ebel . atrium, von A Kuhn

Onomatologische studien, von Pott

Etymologische spähne, von dems.

Die homerischen verbaladverbia auf dŋr, dóv dá, die lat. verbaladjectiva auf endus, bundus, cundus und einige verwandte bildungen, von Leo Meyer

Olavsky, die neuhochdeutsche partikel nicht mit rücksicht auf die urverwandten n-partikeln einiger schwestersprachen, angez. von Michaelis ..

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. 287

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Etymologische spähne, von Pott

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svaihra, Exupos, von A. Weber

Etymologische spähne, von Pott

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Die hom. verbaladverbia auf dŋr, dór, dá u. 8. w. von Leo Meyer 368 Zur gothischen lautlehre, von dems..

râdhnomi, râdhas, éúrrvui, robur, rât, râte, von A. Kuhn Michaelis vergleichendes wörterbuch der gebräuchlichsten tauf

namen, angez. von Andresen Skythische namen, von H. Ebel.

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ti, tri, teri, lateinische suffixe, von Leo Meyer.

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Messapisches, von II. Ebel.

416

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Schnitzel aus dem niederd. wörterbuche, von F. Woeste

429

Zur lateinischen lautlehre, von A. Kuhn

436

J. Grimm und W. Grimm, deutsches wörterbuch, angez. von

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I. Abhandlungen.

Das suffix ka im gothischen.

Zu den gebräuchlichsten suffixen im sanskrit, sowohl unter denen, die nomina aus einfachen verbalformen bilden, als namentlich unter den sogenannten secundären, mittels deren von bereits fertigen nominen andre, meist adjectivische, abgeleitet werden, gehört ka, das seinem ursprung nach von dem gleichlautenden interrogativ - relativ - stamm nicht verschieden ist, der im skr. kas = goth. hvas, wer, im lateinischen quod, welches, im griechischen лóɛr, aus zóɛv, und zahlreichen andern bildungen erscheint. Auch das jenem ka entsprechende griechische suffix zo ist noch sehr lebendig; das lateinische cò ist durch andre suffixe wohl etwas zurückgedrängt, gleichsam überwuchert, aber doch auch noch ziemlich häufig. In welcher form nun aber und in welcher ausdehnung dasselbe suffix im gothischen erscheint, wollen wir etwas genauer ins auge fassen.

Dem lautverschiebungsgesetz genau entsprechend, dürfen wir jenes sanskritische ka im gothischen zunächst als ha wieder erwarten, und so begegnet es in der that mehrfach; wir bezeichnen es aber in dieser vollen, des vocals unberaubten grundform, wie wir auch im folgenden, um ihre bildungsart deutlich vor die augen treten zu lassen, alle gothischen wörter in ihrer grundform oder ihrem thema angeben werden. Nach der sanskritgrammatik (Benfey

VI. 1.

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§. 671) kann fast eine jede bezügliche oder bahuvrîhi-zusammensetzung, um ihre adjectivische natur noch deutlicher zu bezeichnen, mit dem suffix ka versehen werden, z. b. maha-bhuja, grofsarmig, kann auch lauten maha - bhujaka. Dieselbe bildung haben wir im goth. un-barnaha, άrezἄτεκvos, kinderlos, Luk. XX, 28. 29. 30; worin barna, n. kind, nach einer art der zusammensetzung, die Benfey (wurzellexikon II, 47) mit unrecht dem deutschen völlig abspricht, mit dem beraubenden un skr. an verbunden ist. Aufserdem erscheint unser suffix in stainaha, ɛrowdns, steinig, Mk. IV, 5. 16 von staina, m. stein, und in vaurdaha, wörtlich, buchstäblich, von vaurda, n. wort, das nur in der Skeireins (IV, c) vorkömmt in der verbindung us vaurdahai vistai rôdjands, aus buchstäblicher natur, d. i. durch worte redend, von Johannes gesagt im gegensatz zu Christus, der durch thaten redete. Das adjectiv **bairgaha, bergig, von dem einfachen **bairga, m. berg, das sonst in den gothischen denkmälern nicht vorkömmt, ist mit sicherheit zu folgern aus dem weiblichen abstractum bairgahein, ogɛvý, berggegend, Luk. I, 39. 65. Aus aina, ein, wurde gebildet ainaha (lat. ûnico), einzig, uovoyevis Luk. VII, 12; IX, 38, dessen weibliche form ainô-hô Luk. VIII, 42 auffällt, da nicht allein das fertige wort, sondern auch die grundform vor dem suffix das kennzeichen des weiblichen geschlechts trägt. Ohne zweifel enthält auch niu-klaha, neugeboren, klein, jung, vijos, Luk. X, 21; Kor. I, 13, 11; Gal. IV, 1; Efes. IV, 14 unser suffix; niu entspricht dem skr. nava, neu, und kla ging durch umstellung hervor aus skr. jan 3p, erzeugen, und übergang von n in 1, wie in skr. anyá, der andre goth, alja, und bei der genannten wurzel im engl. child in verhältnifs zu unserm kind. Das daraus gebildete substantiv niu-klahein findet sich nur in der Skeireins VII, a in der verbindung frauja andtilônds ïzê niuklahein quap, der herr helfend ihrer unmündigkeit, d. i. ihrem kleinmuth, sprach. Minder deutlich ist þvairha, zornig, worin ha kaum nominalsuffix ist, und þariha (?) in der nicht ganz deutlichen stelle Matth. IX, 16: ni hvas

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hun lagjiþ du plata fanan þarihis ana snagan fairnjana, οὐδεὶς ἐπιβάλλει ἐπίβλημα ράκους ἀγνάφου ἐπὶ ἱματίῳ παhai. Als substantiv haben wir noch zu nennen das durch n erweiterte brôprahan als nebenform von brôpar, bruder, das wir nur Mk. XII, 20 lesen: sibun brôprahans vêsun, also etwa in der bedeutung des neuhochdeutschen gebrüder. Dann erscheint noch unser suffix mit folgendem na zu hna verschmolzen in dem distributiven tveihna, je zwei, das aus tva, zwei, gebildet wurde in der dem skr. dvi entsprechenden form mit i-vocal, die in zusammensetzungen allein gebraucht wird, in denen ja mehrfach ursprüngliche vocale geschwächt werden. Es erscheint nur an zwei stellen, nämlich Luk. IX, 3: nihþan tveihnôs paidos haban, μήτε ἀνὰ δύο χιτῶνας ἔχειν, auch nicht sollt ihr je zwei (lat. binos) leibröcke haben, und Mk. VII, 31: quam.. mi tveihnaim markôm daikapaulaiôs, e. άvà μέσον τῶν ὁρίων Δεκαπόλεως, wo also mip tveihnaim genau unserm zwischen entspricht, das aus der älteren verbindung ahd. untar zuiskêm oder in zuiskên, eigentlich inter binos (Jakob Grimm gramm. III, 268) allein übrig blieb.

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Eine der gewöhnlichsten störungen des lautverschiebungsgesetzes im gothischen ist die, dafs wir für einen ursprünglichen harten laut und zwar namentlich zwischen zwei vocalen nicht den erwarteten gehauchten, sondern den weichen antreffen; so ist goth. fadar skr. pitár, goth. laiba, f. überbleibsel, gehört zu skr. ric, trennen, leer machen, griech. λn, und neben dem einfachen goth. taihun, zehn, entspricht dem skr. dáçan (aus dákan) das goth. tigu in der verbindung tvai-tigjus, zwanzig, und den folgenden. Sehr oft finden wir diesen wechsel auch innerhalb gothischer wörter, dafs die weichen laute, wo sie aus der vocalischen umgebung heraustreten, wieder in die gehauchten übergehen; so bildet das gothische perfectparticip, dessen suffix da (= skr. ta) lautet, z. b. sôkida, gesucht, den männlichen singularnominativ gewöhnlich ps, also sokips; jenes laiba hat af-lifnan, übrig bleiben, zur seite; fragan (nur fragip Kor. II, 13, 5 in éiner handschrift) steht neben fraih

nan, fragen. Es kann daher nicht auffallen, wenn wir das sanskritische suffix ka, da ihm meistens ein vocal vorhergeht, im gothischen auch als ga wiederfinden; ja in dieser gestalt erscheint es am häufigsten. So finden wir môdaga, zornig, boyitóuevos, Matth. V, 22; Luk. XV, 28, von môda, m. muth, zorn, das durch das dem skr. ta mit der eben besprochenen störung das lautverschiebungsgesetz entsprechende gothische suffix da gebildet wurde aus skr. man, denken, mit derselben veränderung der wurzel, d. h. abwerfung des n und dehnung des vocals, der wir auch in dem eben daher stammenden griech. untis begegnen und zum beispiel im skr. jâti, f. art, geschlecht, von skr. jan, erzeugen. Aus hunsla, n. opfer, verehrung, dienst, wurde gebildet un-hunslaga, unversöhnlich, eigentlich nicht dienst leistend, άoлovdos, Tim. II, 3, 3. Aus audaga, selig, uazάotos, ergiebt sich das substantiv *auda, glück, seligkeit, gut, das im gothischen nur einmal in zusammensetzung vorkömmt in der verbindung anstai auda-hafta, zɛzaoitwμévos, Luk. I, 28, begnadigt, eigentlich mit gnade begabt, mit gnade beseligt; es gehört wahrscheinlich zu skr. ardh, wachsen, gedeihen, glücklich sein, woher skr. ṛddha, reich, beglückt; skr. ṛddhi, f. glück, wohlfahrt. In grêdaga, hungrig, von grêdu, m. hunger, und vulþaga, herrlich, verherrlicht, von vulpu, m. herrlichkeit, drängte sich das a vor dem suffix vor trotz des u der zu grunde liegenden formen, das bewahrt wurde in handuga, geschickt, klug, oogós (handugein, f. klugheit, oopia), von handu, f. hand. Weniger deutlich ist das sehr gebräuchliche managa, viel, woher managein, f. menge. Neben uhtiuga, zur rechten zeit, passend, das nur Kor. I, 16, 12 vorkömmt, finden wir uhteiga, zeit habend, nur in verbindung mit dem verbum substantivum für εvzaιoɛiv Kor. I, 7, 5. Beide formen gehören zu uhtvôn, f. morgendämmerung, das nur belegt ist Mk. I, 35: air uhtvôn, nowi evvvza, Luther: des morgens vor tage; es gehört wahrscheinlich zu skr. aktú, m. dunkel, nacht; auch: lichte farbe, licht. Auch gabiga, reich, von gabein, f. reichthum, zeigt

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