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Patri gemeint sein mag, von dem veranlasser oder dem verfasser vorliegender übersetzungen muss dieses mit unter die gegenstände der predigt gerechnet und vielleicht kam dabei eine abschrift der admonitio mit auslassung von patri zu hilfe mit dem 167 gloria in excelsis verwechselt sein: daher der fünfte bestandteil des catechismus. bald nach dem 23 mers:789 (su welchem gewis die admonitio ebensowohl gehört wie das legationis edictum, Sickel acta Karolinorum 2, 267 unten) ist die ganze arbeit unternommen. ich finde nichts was dieselbe von Weissenburg woher die hs. stammt wegwiese. die wichtigsten schwankungen der mundart, die zwischen an, und inlautendem d und t (got. d) und die zwischen ua und uo, erörtert in diesem sinne die vorrede. über das an Isid. erinnernde dh (nur einmal anlautend z. 103 dhir, niemals auslautend) und gh (z. 38. 453) s. Weinhold alem. gramm. $$ 179. 181. 211. inlautendem th (. 2. 12. 14 erthu, z. 21 quithit, 7. 36. 91 -itha, s. 95 pithar) vergleichen sich nächst einzelnem otfridischen wie dothe heithio besonders die gl. ker. s. Weinhold § 173 (wo Sg. 911 das SGaller credo', also dieselbe hs. bezeichnet). und diese, verglichen mit der benedictinerregel und den denkmälern des benachbarten Reichenau, müssen ihrem ursprunge nach von SGallen weg nach einer gegend wo berührung zwischen alemannischem und fränkischem möglich war, also nach dem Elsass gesetzt werden. oa das :. 99 (s. anm.) geschrieben war, aber in ua verbessert wurde, ist zwar in den trad. Wizenb. nur aus nr. 252 a. 699 Chroacus nachweisbar, aber aus anderen elsässischen urkunden von Jacobi beiträge zur deutschen grammatik s. 113 bis a. 792 belegt und in den gl. ker. sehr häufig: Weinhold § 68. her, neben er erscheint nach Graff 1, 40 auch bei Otfrid 2, 7, 34 (öfter nur in der Freisinger hs. helle 2, 321). die substantiva auf -pissi schwanken wie im Tatian zwischen neutrum und femininum, aber nur jenes, das bei Otfrid durchsteht, ist durch den artikel gesichert: dass aber auch dieses der mundart nicht fremd, beweist die Speierer hs. (B) des fränkischen taufgelöbnisses. tiefer gehen die schwankun gen im wurtgebrauch: davon geben die anmerkungen zu 3. 4. 49. 58. 78. 102 beispiele. anderes wie das schwanken zwischen dem masculinum und dem neulrum lib (gramm. 3, 397) könnte man bei einem der auf der grenze zwischen alemannisch und fränkisch schreibt, begreiflich finden, vgl. auch zu 42; aber über das begreifliche unter der voraussetzung eines verfassers scheint die völlig abweichende übersetsung der gemeinsamen partien des apostolischen und des athanasianischen symbolums (s. 45 -- 49 und z. 94-97) hinauszugehen (giuuîzzinôt: gimartorôt, hellju: helliuuizze, gisaz: sizzit, quemendi: cumftigêr, ardeiledne: suanaone, quecchêm: lebente), und zwar steht das symbolum Athanasianum mit allen diesen abweichungen ausser der letztgenannten in übereinstimmung mit dem Sangaller credo. aber andere schwankungen innerhalb des Athanasianum werden durch die annahme eines besonderen verfassers für jedes symbolum nicht gehoben: und doch hat der jüngere schreiber hier kaum etwas geändert, da ihm nach anm. zu :. 73 ûzzan geläufig war und er dennoch ûzzar beibehielt. muss man hier also jedes falls der laune und willkür des vielleicht unterbrochen und unaufmerksam arbeitenden übersetzers, der ja zb. in éinem atem das passivum .. 70 verfehlt und z. 71 ganz richtig ausdrückt, einiges zutrauen; so schwindet damit jede möglichkeit, mehrere verfasser unseres catechismus zu erweisen. und es kommt gar nicht weiter in betracht, dass in der hs. sich vielleicht verschiedene hände unterscheiden lassen und dass gewisse abweichungen der äusseren einrichtung statt finden, zb, nur im symb. Athan. das interpunctionszeichen:. die glossen,

deren noch mehr beabsichtigt waren, sind wenn auf edho für erdho (s. zu 71) etwas zu geben ist ron einem anderen beigefügt und dazu an einigen stellen rielleicht die gl. ker. benutzt.

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Hs. 911 der stiftsbibliothek zu SGallen. 322 seiten aus dem ende des VIII jh. s. 319–322. enthält s. 4–289 das grosse glossar zur bibel (gl. Ker.), s. 292 Incipit doctrinae fides cet. bis s. 319. Marquard Freher orationis dominicae et symboli apostolici alamannica rersio retustissima (0, 0.) 1609. S bul. klein 4o. Iv Arx geschichten des cantons SGallen 1 (1510), 203. 204. berichtigungen zu den geschichten d. c. SG. (1930) s. 35. 36. HHattemer denkmahle des mittelalters 1 (1844), 324. 325. 1. 5. fat' 1. 2. uaseer, 3. unseero: ee entweder schon von dem schreiber dieser hs. oder erst in neuerer zeit verlesen aus ce das ist a. vgl. voc. (SGalli 194 geeil, gl. hier. 269 decge, für gail dage. 2. emezhie: zh kennt Weinhold alem. gramm. $$ 184. 157 sonst nur aus dem XIV. XV jh., obwohl bereits Graff 5, 567 auch gl. Iun. B kikozhenlihemo (Vyer. s. 206) nachwies. dazu kommen gl. ker. 7 zbeondi, 9 uuizhotprot, 69 (cacumen) iohazh, gl. Ra. 166 zhilaufit. für gl. Iun. ist eine neue rergleichung abzuwarten, aber in den übrigen fällen ist der fehler klar: zuehondi, uuizotbprot, hnach, zihlaufit. darnach ist hier gebessert. 3. oblâz, oblázem: rgl. distituerunt, oblipun gl. her. 97 Ra. 203; abacta, obkidanemu gl. her. 36. ob, eine bei Weinhold fehlende und so riel ich weiss nur an den angeführten stellen vorkommende form, gehört zu ahd, aba ab-, nicht zu oba und ist wie got. alts. af ags. of von weiterer bedeutung und steht in engerer composition mit dem verbum als jenes. gl. Par. 203 opalipum ist ein fehler und zeigt, wie früh die partikel aufser gebrauch kam. 4. inkhorunkauz zerlosi: Graff 1, 531 will ûzz erlosi. 5. almahticum kiscat ih'm 7. êuuskerul 'natus ex Maria semper rürgine dieser zusat:, an sich ganz gewohnlich, ist in den älteren symbolis nicht häufig. RvRaumer einw. s. 51 hat bemerkt dass ihn in Hahns bibliothek der symbole (Breslau 1812) nur das pelagianische (und, wie hinzuzusetzen ist, das des Pelagianers Julianus ron Eclanum s. 2004-202) kennt. aber jenes semper erscheint auch im cap. eccl. 789 c. 81 (nicht in dessen wiederholung in den capit. Rodulfi archiep. Bituric. c. 1 bei Baluze miscell. ed. Mansi 2, 105), in ps. Bonif. sermo XIV 8.2 p. 103 Giles, in einem sermo de fide des o. rom. Hittorp p. 103 und in Theodulfi de ord. bapt. liber ad Magnum Senon. c. 7. bibl. Lugd. 14, 10, an welchen stellen dasselbe enthaltende symbola vorausgesetzt werden; dann in den glaubensbekenntnissen der Friauler synode a. 796 (Paullini opp. ed. Madrisi p. 71 E; Labbé 7, 1001) und des h. Benedict von Aniane (Baluse misc, ed. Mansi 2, 986), sowie in der von Martène de ant. eccl. rit. 1, 162–164 veröffentlichten, nach den worten et verum dei filium non factum adoptivum zu schliessen, jenen gleichzeitigen formel; endlich in der professio Adalberti futuri episcopi Morinensis' (Labbé 8, 1884) sogar: qui secundum apostolicum symbolum de semper virgine Maria ... patus. der dem SGaller credo zu grunde liegende lateinische lert war auch sonst dem symb. apost. des te.clus receptus nicht völlig gleich: in der

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Die vorliegenden übersetzungen folgen mit wenigen ausnahmen dem lateinischen terte von wort zu wort. dabei fehlt es nicht an misverständnissen. creatorem (es stand vielleicht creature) wird für creaturam genommen, pontio für potentia, peccatorum z. 11 von peccator abgeleitet. uuihi z. 1 betrachtet Graff 1, 722 als adjectiv. aber wenn auch das vorhandensein dieser form durch sanctus, uuihi gl. Ker. 56 hinlänglich gesichert würde, so bliebe doch der accusativ pamun dînan unerklärt. darum halte ich uuihi für den imperativ von uuîbjan, gleich sanctifica, verlesen aus sanctificet: vgl. über ähnliche buchstabenverwechselungen in den gl. ker. Hatlemer 1, 134. diese arbeit hat also mit den älteren alemannischen übersetzungen - dass sie nach SGallen selbst gehöre, lässt sich nicht sicher behaupten (vgl. exc, zu LVI) — den charakter äusserster unwissenheit oder doch flüchtigkeit und völliger unbekümmertheit um den sinn gemein. die sprache ist älter als in der übersetzung der benedictinerregel. dennoch können diese katechetischen stücke nicht älter als 789 sein (vgl. zu LV. LVI): bei werken, die einem praktischen bedürfnis ihre entstehung verdanken, ist der nachweis, wann dieses bedürfnis eingetreten, für die bestimmung ihres alters entscheidend. dieser nachweis lässt sich aber auch für die benedictinerregel geben. die ann. Flavin. datieren von 802 monachorum iura. und 'cap. exam. gen.' 801 802 c. 10 p. 107 heisst es: vos autem abbates interrogo, si regulam scitis vel intellegitis, et qui sub regimine vestro sunt ... quanti illorum regulam sciant aut intellegant. und cap, exc. 802 c. 33 p. 100 ut abbates regulares et monachi regulam intelligant et secundum regulam vivant (dasselbe c. 35 von den äbtissinen und nonnen), 'admon. gen. p. 102, 51 monachi regulam memoriter teneant et firmiter custodiant. es muss also die übersetzung der reg. jünger als 802 sein. dass dabei der angebliche Kero nicht irren darf, ergibt sich aus einer bemerkung Lachmanns (über das Hildebrandslied s. 155, wo er von einer vierten hand im K. spricht) deren richtigkeit eine aufmerksame betrachtung der orthographischen verschiedenheiten sofort aufser zweifel stellt. vgl. auch Lachmann be Hoffmann ahd. gl. $ 68 s. xxxiv. paläographische gründe können aber bei genaueren datierungen überhaupt nichts und hier um soweniger etwas entscheiden, als von einer anzufertigenden übersetzung der benedictinerregel der natur der sache nach auch gegolten haben wird, was Karl der grofse 'cap. eccl.' a. 789 c. 71 vorschreibt: et si opus est evangelium psalterium et missale scribere, perfectae aetatis homines scribant cum omoi diligentia. es liegt mithin zwischen unserem paternoster und

credo und der interlinearversion der benedictinerregel eine zeit von mindestens 13 jahren, welche die differenz der sprache hinlänglich erklärt. sugleich zeigt sich dass wir die verdeutschung des grossen bibelglossars in den gl. her. Par. Ra. nicht weiter als in die frühere regierungszeit farls des grossen hinaufzurücken brauchen. die encyclica de litteris colendis setzen ihre herausgeber in das jahr 787: man könnte vielleicht sechs jahre weiter hinaufgehen und sie mit den berufungen von 781 combinieren.

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LVIII. Cod. lat. 14468, Rat. SEmm. 468 (ol. Em. E. 91) der k. bibliothek in München. 112 bll. 4', im jahre 821 auf befehl des bischofs Baturich von Regensburg geschrieben, wie er selbst auf bl. notiert: Hoc volumen ut fieret ego Baturicus scribere iussi. episcopus pro diuino amore et remedio animae meae anno domini DCCCXXI. et quinto ordinationis meae. die hs. beginnt: Geonadius Massiliensis episcopus de fide disputans inter cetera dixit. Credimus unum esse deum cet. darauf folgt bis 27a gröstentheils canonisches, bl. 300--88a auf die sache des Elipandus bezügliche actenstücke. das jüngste was übh. aufnahme gefunden hat ist das glaubensbekenntnis des Friauler concils a. 796 (vgl. Madrisi SPaulini opp. diss. 2) bl. 270-300 wenn nicht vielleicht die zusammenstellung von zeugnissen de oblationibus vel eleemosynis pro defunctis bl. 254_274 mil bezug auf die baierische provincialsynode von 805 gemacht ist (s. zu LIV s. 441). nach De quaestiunculis s. Augustini (s0. opp. s. Aug. 6, 487) bl. 889—94a sieben leere seiten. auf bl. 982 bis sum schluss die admonitio und das legationis edictum des jahres 789. unmittelbar nach dem datum der ersteren bl. 110a von derselben hand und als ob es dazu gehörte das vorliegende gebet. BJDocen einige denkmäler (1825) s. 7. GHPerts monum. Germ. leges 1 (1835), 67. n. h. Massmann (1839) nr. 62. KRoth denkm. (1840) s. 6. die wortabteilung der hs. gieng mehrmals fehl. 1. god] vgl. zu LXX, 2. godan: v übergeschrieben zwischen ; und o. im lateinischen . 2 ist fälschlich interpungiert credulitatem tuam. dilectionem.

Daraus dass vorliegendes gebet am schlusse der admonitio 'cap. eccl.' 789 überliefert ist, folgert Roth s. vi, es sei vermutlich bei eben dieser gelegenheit abgefasst worden. richtiger wird man annehmen, es sei ganz zufällig in die vorlage der hs. eingetragen und von dem schreiber der letzteren mitabgeschrieben worden. aber nicht getreu: weder hinsichtlich der mundart, der ga-, galau p un, gasun t i schwerlich gemäss war, noch dem wortlaute nach, das lateinische ist klärlich aus dem deutschen übersetzt (RvRaumer einwirkung s. 50), weist jedoch auf einen anderen deutschen text hin als den uns erhaltenen. rehtan uuilleon wird durch bonam voluptatem gegeben; das müste aber deutsch guodan uuilleon heissen, andererseits ist guodan ein wenig passendes epitheton zu galaupun, vielmehr rebtan (rectam fidem) das eigent

lich bezeichnende. man darf also annehmen dass im ursprünglichen texte stand iudi
rehtan galaupun, thîna minda indi guodan ouilleon, dass die willkiir des schreibers
die beiden epitheta vertauschte und auch im lateinischen das erste richtig änderte,
aber unaufmerksam das zweite unverändert liefs. nun ergibt mit einer kleinen, nicht
durchaus notwendigen, aber doch wahrscheinlichen einschiebung truhtin god, thû mir
bilpindithú forgip mir eine allitterierende, heilî indi gasuntî indi thîna guodûn huldîeine
zugleich allitterierende und gereimte richtig gemessene langzeile. es ergeben ferner
rehtan galaupun und indi guodan uuilleon je eine halbzeile. wörtlich gleich die erste
der z. 12b (bis auf das durch den abweichenden dialect bedingte genus von galaupo
galaupa), die zweite der z. 13a des W'essobrunner gebetes. die vermutung wird also 161
nicht zu kühn sein, dass die z. 12. 13 des Wessobr. geb. aus demselben poetischen ge-
bete genommen seien, dessen überreste uns hier zum teil in prosa aufgelöst vorlie-
gen, und dass sie an dieser stelle das echte erhalten haben. durch diese ạnnahme wird
thina minoa entfernt und gauuitzi schöner und an besserer stelle durch uuîstôm enti
spâbida ersetzt: dann besteht auch jedes glied der rede entweder aus einem mit einem
epitheton versehenen worte oder aus zweien durch indi verbundenen synonymen. ist,
wie ich glaube, der fränkische dialect für das ganze stick der ursprüngliche, so muss
das masc. galaubo beibehallen, dann aber zur herstellung des reims für den accus.
nach in der dativ gesetzt werden; und das gebet bekommt folgende gestalt:

Truhtỉa god, thu mir bilp indi thủ forgio mir
in thînêm ginâdôm rehtan gilaubon
indi guodan uuilleon, uuisdóm indi spâhida,
heili indi gisundî indi thina guodûn huldi.

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Bruchstücke einer foliohs. des IX jh. in der k. k. hofbibliothek zu Wien, aus Monseer büchereinbänden des XV jh. losgelöst; sign. 3048* olim N. s. n. sie enthielt das ev. Math. und unmittelbar darnach den vorliegenden tractat, ferner ungewis an welcher stelle - den Isidorus de nativ. dom. (von einer besonderen schreiber) und die augustinische predigt LX, der noch ein anderes unbekanntes stück vorhergieng 8. 465. auf der rückseite eines jeden blattes stand lateinischer text, auf der gegenüberstehenden vorderseite des folgenden blattes die verdeutschung desselben. . StEndlicher und HHoffmann, fragmenta theotisca versionis antiquissimae evangeli s. Matthaei et aliquot homiliarum, Vindobonae 1834, (E) s. 36 — 48. angezeigt von Haupt in den Wiener jahrbüchern bd. 67. sonderabdruck, Wien 1834, 24 ss. editio secunda cur. JFVassmann, Viennae 1841, (JI) s. 14–17. bei der aufnahme von ergänzungen in den tecl leitete mich der grundsatz, in der regel nur die in der hs. ror findlichen spuren zu vervollständigen, wo es mit einiger sicherheit geschehen konnte, dagegen worte die in der hs. ganz fehlen unergänzt zu lassen, auch wo über die wahl kein zweifel war, dafür aber die entsprechenden lateinischen durch kleinere schrift zu unterscheiden. unübersetztes ist natürlich nicht kleiner gedruckt. zur vermeidung unnützer weitläufigkeit ist weder angegeben wo die zweite ausgabe im text eine richtigere ergänzung enthält als die erste, noch wo von beiden ausgaben ab

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