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mit Kugel in der Rechten und Adjerscepter in der Linken und die Umschrift: f HEINRICVS DI GR - A ROMANOR IMP. AVG. zeigt.

Original von St. 3569, das gleichfalls nicht unerhebliche Abweichungen vom Ughellischen Drucke ergiebt; dieselben wurden notiert, wie vom unteren Protocoll Facsimile genommen.

Original von St. 4825 mit der Datierung: 'Acta sunt hec anno dominice incamationis 1193, indictione XI, regnante domno Heinrico VT. Romanorum imperatore gloriosissimo, anno regni eius XXIIII, imperii vero III. Datum apud Lutram pridie Nonas Julias'.

Original von St. 4920: 'Acta sunt hec anno domini 1195, indictione XIII, regnante domino Heinrico VI. Romanorum imperatore gloriosissimo anno regni eius in Theutonia XXV, regni Sicilie primo, imperii V. Datum apud Tranum per manum Conradi imperialis aule cancellarii IVt0 Idus Aprilis'.

Original von B. Regg. Ott. 82. 1209 mit 'Florentum' in der Datierung, leidlich erhaltenem Siegel an gelbrothen Schnüren; der Abdruck bei Ughelli weicht in einigen, jetzt notierten Kleinigkeiten ab.

Original von B. Regg. Frid. II. 16; wenn auch dort ohne Datum und nur vermuthungsweise zum Jahre 1207 gerechnet, hier doch: 'Data in urbe Felici Panormi per manus Gualterii de Palearia regni Siciliae cancellarii anno dominicae incamationis M CC octavo mense Aprelis undecima indictione, regni vero domni nostri Friderici Dei gratia gloriosissimi regis ducatus Apuliae et principatus Capuae anno decimo feliciter AMEN.'

2) Biblioteca municipale, Bibliothekar Sign. Giulio Gabrielli sehr gefällig. Hier befinden sich jetzt die Urkunden von S. Angelo, aus denen unten St. 4616 in vollständigem Texte folgt.

3) Archivio municipale. Der Liber Quinternone 1, 195 enthält:

a) 'Bertoldus de Cunigilberc Dei gratia imperialis aulae Italiae et Apuliae legatus' restituiert Güter an die Ascolaner Kirche. 'Capuae per manum Lodoici praepositi protonotarii nostri anno dominicae incamationis MCLXXXXJII. mense Madio, indictione XL'

b) St. 4911 mit 'Varii' und IV. Kl. Aprilis, sowie der Bemerkung, dass ein Siegel angehangen war.

VIII. Benevent.

Sign. Vincenzo Colle de Vita, eine um die deutsche Inschriftensammlung in Italien sehr verdiente Persönlichkeit, gab manche nutzbare und dankenswerthe Winke für das Aufsuchen der Urkunden; sodann zeigte der Archidiaconus Msgre. Bartolomeo dei conti Capasso mitgrösster Zuvorkommenheit trotz hohen kirchlichen Festes die Capitularbibliothek, die eine reiche Anzahl unteritalischer Herzogs- und Königsurkunden mit eigenthümlichen Chrismen und Monogrammen, letztere meist in rother Tinte, eine ganze Reihe päpstlicher Bullen, und unzählige Codices, allerdings der Mehrzahl nach geistlichen Inhaltes, in Lombard-brise-Schrift enthält. Ferner findet sich

1) im Archivio municipale: Undatiertes NotariatsInstrument des Beneventaner Notars Rogerius de Sabbarano über St. 4702. (Ind. VIII, an. regn. XXII, imp. I), welches unten vollständig mitgetheilt werden wird. Auch die Wiederholung dieses Privilegs durch [Friedrich II, B. Regg. Frid. II. 1003 zum Jahre 1241, bei Huillard-Breholles V" p. 1100, ist noch im Original erhalten mit der Datierung: 'Datum in obsidione Faventiae anno dominicae incarnationis MCCXL, mense Februario, indictione XIV.' etc.

2) im Archiv des aufgehobenen Nonnenklosters S. Filippo, zu dem Sign. Barone Giambattista Bosco Lucarelli geneigtest Zutritt verschaffte, aus den Urkunden von S. Sofia das im Archiv d. Ges. XII, 525 aus Vol. II. privilegiorum pontificum et concessionum principum, Zitierte Original-Privileg Ottos I. Es erwies sich dem Texte nach identisch mit St. 502; das Pergament ist sehr beschädigt, das Datum ganz, die Recognition zum Theil abgerissen, Eigenschaften, die St. seiner Nr. 503 beilegt, und ist, da kein anderes Privileg Ottos dieses Inhaltes sich vorfindet, bei St. wohl nur eine Urkunde zweimal aufgeführt worden. Die Abweichungen des Originals gegen UgheDi's Ausgabe sind so viele, dass ein Neuabdruck des wenn auch lückenhaften Stückes» hier doch wohl erfolgen muss.

IX. Neapel.
Biblioteca nazionale.

Der Praefect derselben Sign. Abbate Vito Fornari traf trotz Krankseins die nöthigen Anordnungen, die ein bequemes und schnelles Studium der Handschriften ermöglichten. Assistent Sign. AIfonso Miola trug in liebenswürdigster Weise zur Ausführung dieser Anordnungen bei, und gab auf spätere Anfragen bereitwilligst Auskunft.

Cod. V. G. 20 (siehe Archiv XII, 517) enthält nur bekannte, namentlich Karolinger Urkunden, ferner Copie von St. *929 mit dem etwas besseren Datum XV. Kl. Decembris 999, ind. I, anno imp. V, ferner St. 1381, aber mit Ind. I. und den Varianten 'Gilbertus' statt 'Egilbertus' in der Recognition, und 'in campo qui dicitur Laudo' statt 'Raudo' im Datum, und schliesslich St. 3408 mit 'Datum in Alsatia in loco qui dicitur Molescu'.

Aus Cod. V. C. 46 memb. fol. saec XII. (Archiv d. Ges. X, 517) wurde 'Contra scismaticos an Paschalis papa sitvocandus' vollständig abgeschrieben, und wird in nächster Zeit, von einem Excurse über die Politik Papst Paschalis DT. gegen Heinrich V. begleitet erscheinen.

Des herannahenden Osterfestes wegen musste von Arbeiten im 'Archivio Generale' abgesehen werden; eine Besichtigung der Räume, der Anordnung, und einiger hervorragender Archivalien, war selbst nur durch die grosse Liberalität des SopraIntendente Sign. Commendatore Trinchera möglich. "Was die Regesta oder Registra Friderici II. betrifft, so ist daran festzuhalten, dass das Baumwollenpapier kaum, höchstens durch eine bei aller Dicke vorhandene Weichheit und das starkfaserige Aussehen etwaiger Risse, sich vom älteren Leinenpapier unterscheidet.

X. Monte-Cassino.

Dirigierender Abt ist zur Zeit Msgre. Nicolo d'Orgemont, dem Referent für die Gewährung einer mehrtägigen Gastfreundschaft im Kloster zu besonderem Danke verpflichtet ist. Auch was die wissenschaftliche Thätigkeit anbetrifft, so scheint der Ursitz des Benedictiner-Ordens auch noch am meisten das Urbild der Ordensregel festgehalten zu haben. Das ganze Kloster ist eigentlich eine wissenschaftliche und gelehrte Werkstatt. Die vom Ehrenabte Msgre. Luigi Tosti und Dom Cesare Quandel geleiteten archivalischen Arbeiten der Briider der Aussenwelt nutebar zu machen, besteht neben der schon älteren Druckerei auch eine lithographische Anstalt. Ueberall herrschte damals reges Leben. Der erste Band des gedruckten Cataloges der Klosterbibliothek 'Bibliothecae Casinensis seu codicum manuscriptorum qui in tabulario Casinensi asservantur series' mit 20 vortrefffichen Foliotafeln von Handschriftenproben, eines für Patristik, Geschichte und Handschriftenkunde höchst schätzbaren Werkes, stand seinem Abschlüsse nahe. Die Schriftproben sind recht gut gelungen, leider was die einzelnen angeht, etwas klein ausgefallen; auch ist die ganze Ausgabe nicht allzu umfangreich, da man sich nicht zum buchhändlerischen Vertriebe entschliessen konnte, für Deutschland und seine Bibliotheken vielmehr eine Subscription durch diplomatische Vermittlung eröffnete, die zur Zeit der Anwesenheit des Referenten noch nicht zu den gewünschten Resultaten geführt hatte.

Die obengenannten Herren, Abt Tosti und Dom Quandel, waren es denn vornehmlich auch, die die folgenden Arbeiten im Archiv mit ausgesuchtester Freundlichkeit und Bereitwilligkeit unterstützten, sowie durch Empfehlungen nach ausserhalb auch noch weiter förderten. Nicht minder liessen es alle anderen in Archiv und Bibliothek thätigen Brüder an bereitwilligem Entgegenkommen und Hülfe, wie in gesellschaftlicher Beziehung vornehmlich der aus Böhmen gebürtige und des Deutschen vollkommen mächtige Dom Carlomanno, nicht fehlen.

Weitere Originale, als die von Bethmann erwähnten, waren bei erneuter Durchsicht der Verzeichnisse nicht aufzufinden; dagegen wurde festgestellt, dass

(Jap. XIV, 1 'Donatio Ottonis imperatoris monasterio Casinensi facta de Caieta, Fundis, Suesso, Theano, Arpino, Atino, Vicalbo etc.' von 997 wohl nicht mehr im Original, sondern nur im Registrum Petri diaconi Casinensis, aus dem sie St. Act. ined. Nr. 249 abdruckt, erhalten ist. Ferner ergab sich

Cap. XI, 2 = St. 335.
„ X, 25 = St. 336 mit Ind VII.
„ X, 2 = St. 448.

„ X, 3, X, 7, XI, 1 sämmtlich = St. 801. Hiervon ist X, 7 die bei Gattula I. Nr. 77 abgedruckte; XI, 1 geht dagegen gleich von 'infra fines Landulfi principatus' auf 'necnon in ambobus ducatibus Spoletino atque Firmano seu infra fines regni nostri Italici' über, so dass also der ganze Passus 'in Capuano et Beneventano' bis 'usque ad priores fines', die ganze detaillierte Aufzählung der Besitzungen und ihrer Gränzen fehlt. Beide Urkunden sind nach Ausweis der Facsimiles von einer Hand geschrieben, der ersteren (X, 7) fehlt indess das Siegel, der anderen (XI, 1) das Monogramm. Mit letzterer stimmt nun Aviederum bis auf Auslassung des Satzes 'in Aprutio' bis 'subiacentiis' das dritte Exemplar (X, 3) überein, ist jedoch von anderer Hand geschrieben. Dem Referenten scheint dieselbe nicht ganz zeit- und canzleigemäss, während Herr Prof. Stumpf nach Vorlage des Facsimile gerade diese Urkunde für am wenigsten verdächtig und am meisten original hält. Sie ist mit einem allerdings etwas rohen Siegel, das aber die richtige Umschrift: + OTTO IMP- AVG trägt, besiegelt. Der ganze untere Theil der Urkunde vom Datum an bis zur Mitte der Subscriptionszeile ist zwar abgerissen, doch lassen sich noch die deutlichen Reste eines richtigen Monogrammes Ottos H erkennen, und liegt kein Zweifel vor, sie nach dem Vorgange der älteren Verzeichnisse und bei der Identität der Texte auch für übereinstimmend im Datum mit den übrigen zu halten. Ferner entspricht

Cap. Xn, 3 St. 810, aber giebt Ind. X, an. imp. XII; auch das Monogramm bei Gattula ist nicht genau. Eine zweite Cap. XII, 3 ist die jedenfalls gefälschte St. 1199 (neuerdings nach Reg. Petri abgedr. Acta ined. Nr. 254). Das widerspruchsvolle untere Protocoll lautet auch im Original wie dort angegeben: 'Heribertus cancellarius Willigisi archiepiscopi recognovit. Data XVIII. Kl. Novembris anno dominice incarnationis DCCCCXC, indictione XIII, anno tercii Ottonis regnorum XVI, imperii UII. Actum Rome' und wurde ausserdem hiervon Facsimile genommen. Schrift und Monogramm besonders zeichnen sich durch rohe Formen aus. Der untere Rand ist umgeschlagen, um eine Bleibulle anzuhängen, die auf der Vorderseite einen nach links umgewandten antiken Kaiserkopf mit der Umschrift: OTTO IMPER . . OR AVGVSTVS (die beiden letzten Buchstaben mit einander ligiert) und auf der Rückseite ein anscheinend männliches

Brustbild mit Schild und der Umschrift O IMPE . .

ROMANO (Renovatio imperii Romanorum) zeigt.
Weiter ist Cap. VI, 2 = St. 863.

„ X, 33 = St. 1158. Cap. XIV, 2 = St. 1752. XIV, 5 = 1786. „ X, 1 = St. 1798. XIV, 3 = 1824. Von den letzten vier Diplomen wurde Collation und Facsimile für Dr. Bayer und Rieger in Wien genommen. Die Datierung von St. 1752 enthält allerdings die bekannten Widersprüche 1020, Juli 13, ind. II, an. regn. XVTI, imp. V, doch macht die übrige äussere Gestalt einen durchaus unverdächtigen Eindruck; die Siegellegende hat sogar das characteristische: HEINRICHVS. St. 1786 hat an. reg. XXII, imp. IX. und in der Recognition: Papembergensis. In St. 1798 steht auf der Rückseite des unteren Randes in verkehrter Richtung zum Urkundentexte in gleichzeitiger Bücherschrift ziemlich verblasst: 'Guntherius B . . nis, Ekkihardus, Maternus .... Liutgerus, Herimannus .... scriptor', was in Verbindung mit dem im Drübecker Urkundenbuche facsimilierten Diplome Heinrichs II. (St. Acta ined. Nr. 260), in dem auf dem unteren Rande der Vorderseite gleichfalls ähnliche Namen angebracht sind, nicht ohne besondere Beachtung bleiben darf. Um Platz zum Einknöpfen der gelbseidnen Fäden einer Bleibulle zu schaffen, ist die Datierung in zwei Zeilen abgebrochen. Die Vorderseite der Bulle zeigt das in wagerechter Lage liegende Brustbild des Kaisers mit Scepter in der Rechten und Kugel in der Linken; die Umschrift entspricht Tab. IV zu Gattulas Accessiones, ebenso auch das Monogramm auf der Rückseite welches aber auf dem Kopfe steht. Die Datierung stimmt mit dem bisher bekannten Texte überein, nur steht in der Recognition 'Eberhardi' und 'notavit'. Aehnlich heisst es auch in St. 1824 'Hugo, Eberhardi archicapellani recognovit, Goslare/, und hat auch der Text bei St. Acta ined. Nr. 275

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