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dichtungen, obgleich es in der apoc. 11, 7 heisst bestia quae ascendit de abysso faciet adversum eos bellum et vincet illos et occidet eos; woraus wenigstens erhellt dass die behauptung JGrimms myth. 158, 'in der christlichen überlieferung sei nichts was eine verwundung, und gar eine töfliche,des Elias anzunehmen berechtigte', irrtümlich ist. unbegründet und mit der biblischen und herschenden, kirchlichen darstellung in widerspruch ist dass Elias den antichrist besiegt und selbst dabei nur verwundet, nicht getötet wird, auch dass Enoch am kampfe keinen anteil nimmt, Satan dagegen in person auf der seite des antichrists erscheint , und dass endlich der weltuntergang unmittelbar auf die verwundung des Elias folgt, während die apocalypse 11, 13 nur von einem verheerenden erdbeben nach der himmelfahrt der propheten weiss, das der Linzer Entecrist (fundgr. 2, 120, 27 jf.) unmittelbar auf ihren tod folgen lässt. ein teil der abweichungen erklärt sich wohl aus einer combination oder vermischung von apoc. 11 mit 20, 7–13 (Zarncke s. 222). allein dass im VIII jh. oder überhaupt im miltelalter jemand mit vollem bewustsein über die biblische und kirchliche lehre in genialer kühnheit', wie Zarncke meint, sich hinwegsetzte und eigenen eingebungen folgte, ist ganz unglaublich. der verfasser war nach v. 37. 48 ein ungelehrter laie, der nach hören sagen und ungenauer kenntnis dichtete. der heidnischen mythologie gehört das wort muspilli an, dessen er sich noch in seiner eigentlichen bedeutung 'wellbrand, weltuntergang durch feuer' bedient, während sie im alt sächsischen Heliand 79, 24. 133, 4 schon verblasst und abgeschwächt ist. ob aber heidnische vorstellungen bei ihm noch unwillkürlich weiter, über den ausdruck hinaus nachwirkten, lässt sich nie mit gewisheit behaupten, wenn auch nach dem richtigen zusammenhange in der Völuspa, die für die nordische mythologie hier die allein entscheidende zeugin ist, unmittelbar nach dem falle Thors durch die mdgardsschlange der weltuntergang eintritt und Elias leicht, wie namentlich bei den Slawen (myth. 157.jf. Haupts zs. 12, 353), an die stelle des donnergottes treten konnte. darin dass der baierische dichler in seiner schilderung 'die flammen heraushebt (myth. 771), liegt gewis nichts heidnisches nach 2 Petr. 3, 12 oder myth. 776. fast alle ihre einzelheiten finden sich in der sechszehnten und siebzehnten fitte von Cynevulfs Crist wieder, womit das jüngere ags. gedicht des cod. Exon. 445 (Grein 1, 195), ausserdem fundgr. 1, 199, 39 (Diemer 287, 4) 2, 129, 33.ff., Haupts zs. 1, 125. 3, 525, Freidank 179, 4.ff. HMS 3, 97a, Wackernagel Basler hss. 23", Richthofen altfries. rechtsqu. 131 usw. zu vergleichen sind. gegen eine stärkere mischung des heidnischen und christlichen spricht zweck und ursprung des gedichtes.

das stück 37—62 unterbricht den zusammenhang von 31 — 36 und 63–72 und der kampf des Elias steht an einer falschen stelle, weil schon 31.ff. das gericht ent- 261 boten wird dem er vorhergehen sollte, da nach 31 - 36 alle zum gerichte kommen sollen um sich über das zu verantworten was jeder auf erden getan, so schliesst sich daran die ermahnung an die ungerechten und bestechlichen richter 63–72 aufs genauste an, und dass das mabal 63 das irdische ist und nicht das himmlische von 31. 34, ist nicht zweifelhaft wenn dem verse nur die vom metrum und vom inhalte der nächsten zeilen geforderte verbesserung zu teil wird. 63–72 zeichnen sich durch wiederholung derselben formeln 63. 65. 71, 64. 69 noch mehr aus als die andern teile des gedichts, die dadurch 2. 74, 10. 26, 17, 27, 30. 36, 31. 34, 70. 93, 99. 65. 71, so wie durch die ähnlichen anfänge der abschnitte 31. 73 und der mahnreden 18. 63, dann durch die beziehung von 36 auf 30 sich unzweifelhaft als das werk eines und desselben dichters ausweisen. dagegen schweifen 37-62 von der 31-36

eingeschlagenen bahn ab und lenken erst durch die mahnende frage 60 wieder ein. der übergang durch 61. 62 ist so, dass wenn man den engen zusammenhang von 35. 36 mit 63.f. ins auge fasst, man bald erkennt dass jene verse mit diesen nicht ursprünglich in demselben zuge gedacht und gedichtet sind, die abschweifung 37 -62 wird daher erst eingeschaltet sein, als man in dem gedicht die schildrung der demi weltgericht vorangehenden ereignisse vermisste. unläugbar ist der zusatz viel besser und poetischer als namentlich die ihn umgebenden stücke. an kenntnis der kirchenlehre ist auch nach dem vorhin bemerkten der ältere dichter dem jüngern nicht viel überlegen und beide richten sich an den gleichen hörerkreis. die frage nach der landschaft um die man mit seinen magen stritt, und die mahnung an die richter wenden sich beide, wie Schmeller s. 94 bemerkte, an leute der höheren stände, besonders jene an fürsten und die königssühne, deren einer wahrscheinlich das in seiner jugend erlernte gedicht mit eigener hand in die ihm gehörende hs. einzeichnete. in der mahnrede an die richter fand Scherer (über den ursprung der deutschen litteratur 1864 s. 17) wohl mit recht eine hindeutung auf die zeit der abfassung. sie fällt darnach in das ende des achten oder den anfang des neunten jhs., ehe Karl der grosse im j. 802 die vornehmsten des reiches, die nach dem ausdruck der Lorscher annalen iam opus non abebant super innocentes munera accipere, zur handhabung des rechtes aussandte und damit einer allgemeinen klage (Waitz DVG. 3, 379f. 4, 352.f.) zu begegnen suchte, der vor allen Theodulf von Orleans in seiner paraenesis ad judices 97 – 356 nach eigner erfahrung einen beredten ausdruck gibt. es ist auch wohl möglich dass erzbischof Arn von Salzburg, der mit Alcuin bei Karl die verbesserung der rechtspflege betrieb, der entstehung des gedichtes nicht fremd geblieben ist. denn der zweifel dass es, in Baiern aufgezeichnet, nicht auch dort entstanden sei wäre ungerechtfertigt, obgleich v. 5. 16. 22. 26 nur den oberdeutschen ursprung beweisen. und jener zeitbestimmung steht das schwanken in der aussprache des h vor consonanten 73. 82. 7. 62. 66 nicht entgegen; man vergleiche nur die hrabanischen glossen und vorr. s. XII. die einschaltung kann man weder anderswohin noch viel später setzen als das übrige gedicht, und gehörte der dichter dem selben kreise und derselben zeit an wie der andere , wie möchte man ihm eine stärkere mischung heidnischer und christlicher vorstellungen zuschreiben als die sprache mit sich brachte!

in dem letzten abschnitte fällt nur auf dass, wenn 97.f. iz mit alamuasnu furimegi enti von der hand des schreibers interpoliert ist, blofs die fasten als busse der übeltaten erwähnt werden. sonst unterscheidet sich das stück nicht sonderlich von den übrigen darstellungen. fast alle stimmen darin überein dass das kreu: und die wundenmale vorgezeigt werden, Crist 1085.ff., fundgr. 2, 135, 5; 130, 42; 1, 200, 9; 201,35 (Diemer 287, 14; 289, 8), HMS. 3, 97*, Basler hss. 236, all fries. rechtsqu. 131", zum zeichen dessen was Christus für die menschheit getan und gelitten, und sum schrecken der bösen. wie Cynevulf, wird auch unser dichter dies in seiner weise zu einer eindringlichen mahnrede benutzt haben. denn ihr beider, so wie Otfrids vorbild waren lateinische homilien, in denen ermahnung und betrachtung mit erzählung und schilderung wechselt. es ist am schlusse wahrscheinlich mehr verloren gegangen als im anfange, wo wohl nur wenige verse fehlen, die man mit hilfe der ersten zeilen der im Exeter und Verceller codex erhaltenen ags. reden der seelen an den leichnam (Grein 1, 198) leicht ergänzen kann:

Hûru þäs behøfad bäleđa æghvylc,
þät he his sâvle sîd sylfa gepence,
hû þät bid debplic, popne se deád cymed,
âsyndređ þå sibbe, beær samod væron,

lic and savle. wer statt Schmellers Muspilli nach einem, den ganzen inhalt des gedichts umschreibenden titel sucht, kann es nur 'von der zukunft nach dem tode' benennen.

Hs. 58 der bibliothek des domcapitels zu Merseburg, auf dem rücken von aller 262 hand der titel RABANI. EXPOS. SUP. MISSAM; auf der innenseite des deckels sind zwei zusammengehörende blätter einer hs. des IX jh. angeheftet: 14 Incipit Passio scorum martyrum Valentis presbiteri atque Hilarii diaconi. III. nonas novembris; 10 links unten von andrer hand Dodda Aluiger?; 92 bl. kl. fol. oder gr. 8o. sie besteht aus sechs teilen: I. bl. 1—21 expositio super missam usw. in ags. schrift, s. unten zu LII; II. bl. 22—38 zwei quaternionen IX jh., der erste als XV bezeichnet; 22* — 25b auszüge aus Jesaias, Oscas usw. mitten in einem sats beginnend; 251 - 34a memoriale qualiter in monasterio religiose ac studiose conversari vel domino militare oportet id ipsum cotidie repetendo; 341 von andrer hand Hymnus io natale dni ad nocturnas: Surgentes ad te domine atrę noctis silentio usw. mit neumen; 35 a --38 b von dritler hand Achener capitular von 817, in der ordnung und anzahl der capitel verschieden von MG. LL. 1, 201—204; (356 am obern rand verwischt Wolpbero Meginhart); III. bl. 39–42, 4 blätter IX jh., begleit schreiben bei übersendung der benedictinerregel aus Monte Cassino; IV. bl. 43-51 ein quaternio des IX/X jh. mit einem eingehefteten bl. kl. 4° X/XI jh., bruchstücke von missalen; auf dem obern rande des einzelnen blattes von einer hand des X jh. Iill kl marci ob. hadebraht pr. C...; auf dem untern rande links Albsui”t.h Üóda; V. bl. 52–83, vier quaternionen, von denen der dritle bezeichnet · QR · III ·, ende des IX jh., ein missale; auf dem obern rande der ersten, ursprünglich leeren seite 52a steht ein bruchstück einer ahd. interlinearversion (vorr. s. x)

Nec ñ & ab inferis resurrectionis,
ioh ouh fon hellu arstaunesses. ioh ouh in himilun diurliches

ufstiges. brengemes öclaræ berehtero dinero heri. fon dinan gebon
BENEDICTIO SALIS PRO PESTE ANIMALIVM ac datis.

inti giftin die benedictio, und eine inissa pro peste animalium auf dieser seite von anderer hand; auf den rändern der folgenden blätter bis 68a sind viele gebete und varianten nachgetragen; 776 oben Omnipotens sempiterne deus qui nos idoneos OR IN CHORO šī esse perpendis ad maiestatem tuain sicut dignum est exorandam, da sancto martyri tuo Bonifatio cum omnibus sanctis pro nostris supplicare peccatis quos digne possis audire. p. (vorr. 8. x); VI. bl 8492 ein quaternio von noch kleinerem format als IV. V, die schon kleiner sind als I-III; anfang eines missales IX jh.; auf dem urDENKMÅLER. 2. auf.

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sprünglich leeren und vor der schrift schon abgeriebenen vorsetzblatte stehen bl. 84a die deutschen zaubersprüche und ein lateinisches gebet (s. JGrimms facsimile), erstere mit blasser dinte und zum teil sehr erloschen, von einer hand des X jh.; auf der rückseite 846 von andrer gleichzeitiger hand ein teilweise neumiertes gloria und vollständig neumierles alleluia. Stetit iesus in medio discipulorum et dixit eis pax uobis; darauf ein eingeheftetes kleineres blatt, wie es scheint, als nachtrag zum missale. JGrimm über zwei entdeckte gedichte aus der zeit des deutschen heidenthums in den abhandlungen der philosophisch-historischen classe der academie zu Berlin 1842, 1—24 (kleinere schriften 2 (1865), 1—29) mit facsimile. WWacker

nagel vorrede von 1842 zum altdeutschen lesebuch, Basel 1839, p. ix. x; Basel 1859, 263 19. 20. die verse sind nicht abgesetzt und ausser einem ·H: ähnlichen schluss

zeichen fehlt jede interpunction. 28. nom. plur. fem. adj. auf -a bei Graff 1, 14, kielle Oifr. 2, 275. 3. umb i cuopio uuidi 4. nach insprinc glaubte JGrimm noch den kopf eines g wahrzunehmen; die wiederholte untersuchung der hs. hat ergeben dass hier nie ein buchstab gestanden. uiganduo · H. wîgandun JGrimm.

Eiris "früher, ehedem' scheint ein adverbialer genetiv von êr, nicht wie got. airis comparativ, und ei für ê geschrieben, wie in der Reichenauer gl. b. (Diut. 1, 501, 513 a) archeirit und eirina ereos, vgl. Scherer zGDS. s. 105.f. es weist den spruch entweder in eine spätere zeit des heidentums wo schon der glaube an das unmittelbare eingreifen göttlicher wesen in die menschlichen dinge minder lebendig war, oder der anfang lautete ursprünglich anders und die erste zeile oder halbzeile hat in nachheidnischer zeit eine umbildung erfahren; und dies ist wohl das wahrscheinlichste, die beiden halbzeilen sind nur gebunden durch die wiederholung eines und desselben worts, nicht wie es in der ersten den anschein hat, durch vocalanlaut. sizan ist, wie noch oft im mhd., wie ein verbum der bewegung construiert: sâzun hera ist 'setzten sich hieher, liefsen sich hieher nieder', weil die idise durch die luft gezogen kommen, gerade wie in dem ags. spruch (myth. 402) sitte ge sigevîf, sîgad tô eorđan. am natürlichsten nimmt man darnach mit JGrimm und Wackernagel duoder als 'dorthin'. aber got. þaþrò {VTEūJEy 'daher, von da' hätte nicht verglichen werden sollen , eher ein got. þadré, das nach ags. hider þider oder þäder altn. heđra þadra neben got. hidrê zu vermuten ist. allein auch für den ablaut von þadre duoder fehlt jedes analogon, da ahd. inpâdiri in nôdili (Graff 1, 157, 298.f.) ganz anders zu beurteilen ist. sollte also hera duoder aus (duo) hera, duo dara (alts. thar) gekürzt und abgeschliffen sein? oder ist duoder nur ein verstärktes duo (duo dâr ?) 'damals' mit beziehung auf eiris? Graff 1, 54 f. 59. vgl. zu XI, 49. ungeachtet dieser zweifel wird niemand eine andre erklärung, wie die Ettmüllers (lear, anglosax. 607) 'sie sassen auf die erdkugel' udglm. gut heissen, die idise erscheinen in drei haufen (myth. 1181); vielleicht waren es wie Helgaqu. Hiörv. 28 þrennar nîundir meyja, weil gewöhnlich neun zusammen ausreiten, myth. 392. alle drei kann man nur in gleicher, nicht in verschiedener, dem gefangenen der durch sie befreit zu werden hofft feindseliger richtung tätig denken, und zwar so dass eine steigerung entsteht und der spruch mit v. 4 in eine spitze ausläuft. er geht von der anschauung einer schlacht, wo zwei kämpfende heere einander gegenüberstehen, aus und darnach ist die tätigkeit der göttlichen frauen, die wie schon 1843 in den nordalbingischen studien 1, 2118. be

merkt ward der teilnahme der altgermanischen weiber an der schlacht durchweg entspricht, zu verteilen. heften einen haft bedeutet im Renner 20132 'schliessen, einen schluss, halt machen'. hier ist hapt heptidun jedesfalls wörtlich zu verstehen von dem fesseln der gefangenen und nicht, wie myth. 373, abstract und in widerspruch mit der nächsten halbzeile sie taten dem kampfe einhalt'. auch die altn. valkyrien Hlöck und Her fötr sind von der fesselung der gefangenen benannt und die benenmung nicht mit KMaurer in der zs. für deutsche mythologie 2, 341.ff. aus einer übertragenen bedeutung herzuleiten. der erste haufe der idise, dem das geschäft der fesselung zu fiel, ist hinter dem heer der landsleute des gefangenen zu denken, den der spruch befreien soll; wie die altgermanischen weiber hinter der schlachtreihe ihren stand hatten und hier auch die gefangenen feinde in empfang nahmen, Strabo p. 294, vgl. Germ. c. 7, histor. 4, 18, Plut. Marius c. 27. der zweite haufe wirft sich dem andringenden heer der feinde entgegen, wie die weiber nach Plut. Marius c. 19, Germ. c. 8; vgl. Stillihere duae? Dronke cod. diplom. Fuld. nr. 388 a. 819; aus Dio 71, 3 und Vopiscus vit. Aurelian. c. 34 wissen wir ausserdem dass einzelne weiber wie die männer und valkyrien vollständig gerüstet am kampfe teilnahmen. der dritte hau fe erscheint endlich hinter dem heer der feinde un den gefangenen, der sich hier befindet, zu befreien. dem vers úmbi cúniouuidi fehlt eine hebung. sie 264 lässt sich ergänzen wenn man, was in einem thüringischen spruch gewis erlaubt ist, eine mehr niederdeutsche form quidda, uuiddiâ oder uuidiâ herstellt. noch das heutige niederdeutsch kennt neben wêd = wede, das dem ahd. vuit mhd. wit wide entspricht, in besonderer bedeutung die neben form wedde (s. glossar zum Quickborn 1856 unter weed und wichel), und dem wedde steht gleich ags. viđđe alt fries. withthe altn. viđja, auch wohl ahd. quitta, fahsuuitta (Graff 1, 745f.). der themavocal des ersten worts aber konnte in der composition nur i oder o für altes a sein, nicht io, das jeder analogie im ahd. und alts. entbehrt, de carm. Wessof. p. 28. anders als hier erkläre ich es mir jetzt aus einem schwanken des schreibers, das sich auch schon in dem uo der ersten silbe verrät, ob er das eine oder das andre setzen sollte: got. kunaveda, verschrieben für kunavida, ahd. khunavuithi sprechen fiir o, ags. cynevidde das dasselbe wort zu sein scheint, für i. got, io kupavedom &v álúoet, die gloss. keron. (Hattemer 1, 190 b) Laqueari . strikhi, catena . khuna . uuithi. Loconie . uuithi . catene . khuna . uuithi, nach der Reichenauer hs. (Diutiska 1, 259) Lauconie, stricki, catene, chuo uuidi - sonst findet sich das wort in unsern quellen nicht -- lassen die bedeutung kette', dann allgemeiner fessel nicht zweifelhaft. der erste wortteil aber ist dunkel, ag's. cyne-, das in cynebald cynegôd cyperóf cynevord den begriff erhöht, weist auf got. kuni yévos, und altn. bedeutet kyn auch res mira, kynjum miro modo, valde und man bildet mit dem gen. phr. in diesem sinne composita wie kynjamenn kyojalæti kynjavetr, denen scheinbar cunioquidi genau entspricht. aber die erklärung durch kuni scheitert an der übereinstimmung des got. und ahd. in demn thema auf -a und der rechtfertigungsversuch FJustis (zusammensetzung der nomina s. 52) kann sich auf kein zweites beispiel für den ausfall des i stützen. er könnte sich nur noch darauf berufen dass das u, wenn es kurz ist, im ahd. höchst auffallender weise vor a ungebrochen bleibt. Wackernagels deutung 'kniestricke' ist sprachlich und sachlich gleich unzulässig : sprachlich weil es in keiner germanischen sprache ein kun oder kuni knie' gibt, also auch keinen gen. plur. cupiô den Wackernagel im lesebuch 1859 ansetzt, und sachlich weil niemand an den knien gefesselt wird. ebenso wenig ist bei cuniowidi an kränze für den sieger zu

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