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cipe de collation p. 10) und de Coussmaker (histoire de l'harmonie au Moyen-Âge. Paris 1852. pl. 38 nr. 4. 5.) herausgegebenen neumenverzeichnisse in leoninischen versen — P. punctum je éinen, v einen längeren, p einen kürzeren ton : vgl. ASchubiger die sängerschule SGallens vom uchten bis zwölften jh. (Einsiedeln und New- 277 York 1858) s. 8; FRaillard explication des neumes ou anciens signes de notation musicale (Paris (1860) p. 26-33 und besonders die schon von GJacobsthal die mensuralnotenschrift des zwölften und dreizehnten jh. (Berlin 1871) s. 4 hervorgehobenen äusserungen des Walter Odington bei Coussmaker scriptores de musica medii aevi 1, 235: morosa longa vocatur quae prius virga dicitur nota und velox vero vocatur brevis, quae prius dicitur punctus. mit bezeichne ich einen acut mit häkchen links oben, der hier am schlusse der halbzeile und des refrains mit P, im innern der halbzeile (2, 3. 4) mit cl und ce wechselt. cl. clinis (v + p). ce. cephalicus (mit v von gleicher geltung) sind ligaturen zweier absteigender, po. podatus (p+ v). ep. epiphonus ligaturen zweier aufsteigender töne. 1, 1. p. fehlt hier und 3, 1, ist aber wohl nur verwischt. 19. 20. ebenso 3, 19. 20: nerjan und skerjan dreisilbig gebraucht: es wird, wie das spätere nerigen scerigen beweist, noch lange ein i zu hören gewesen sein. 22. cl über o in imo, undüber i nichts, also fand elision statt. 2, 22. vielleicht v. ebenso 3, 4. 25. in perian steht v über ne, po (wie es scheint aus v corrigiert) über ri, ohne zweifel fehlerhaft: der po der ersten und dritten strophe, den ich auch hier setzte, war aufzulösen wie 3, 12 und auf die beiden silben zu verteilen. 3, 5. sweifelhaft, lücke im pergament, das sichtbare muss man für das untere ende von v oder ce halten. 6. ist vielleicht po. 12. upar mit v über u und p über par, also auflösung des po in v + p, nicht p + v wie man erwarten miste. 17. 31. vielleicht ce. vergleicht man nun die neumierung der drei strophen und erwägt, was sonst feststeht (vgl. auch exc. zum Gallusl.), dass v und ce wechseln dürfen und dass cl und ce, po und ep oft ungenau für einander gesetzt werden und sieht man von dem zweifelhaften zeichen ň ab, so bleiben nur geringe verschiedenheiten zurück und die drei melodien dürfen um so eher für wesentlich gleich gehalten werden, als die betrachtung der stellung der neumen, insofern dadurch die tonhöhe ungefähr angedeutet wird, auf dasselbe resultat führt. die gleichheit aller melodien sowohl als der umstand dass sehr häufig auf eine silbe zwei tüne kommen, zeigt dass der geistliche deutsche gesang im IX jh. mit der sequenz (vgl. Wolf über die lais s. 101f. 104) nicht die geringste verwandtschaft hatte. bemerkt man ferner wie die kleinen unterschiede der neumierung auf der in den verschiedenen strophen abweichenden verteilung der silben auf hebung und senkung beruhen, wie z. b. an 5. und 23. stelle das p auf weniger betonten wörtern oder auf einer unbetonten silbe steht, während das gewichtigere zeichen einer hochtonigen silbe entspricht: so ergibt sich dass hier der text über die melodie, das wort über den ton herscht, nicht umgekehrt wie in den sequenzen (Wolf s. 107.f.). alles dies, wie es in voller übereinstimmung mit dem unten zur Samariterin bemerkten steht, wird durch die melodie des Gallusliedes auch für den weltlichen deutschen gesang erwiesen.

X.

278 Hs. 515, ol. cod. hist. prof. 646 der k. k. hof bibliothek in Wien, 8 bl. 8°,

IX jh. bl. 54. PLambecii commentarii de bibliotheca caesarea Vindobonensi 2 (1669), 383f. EGGraff Diutiska 2 (1837), 381. HHoffmann fundgruben für geschichte deutscher sprache und litteratur 1 (1830), 1. 2. (KLachmann über Otfrid in Ersch und Grubers encyclopaedie 3, 7 (1836), 280a anm. 7) WWackernagel altdeutsches lesebuch Basel 1839, 103-106; 1859, 101-104. 1. voir: und vu setzt die hs. in der regel aufser 7. Biuuaz 9. yuip 20. evuon 28. uuigit, 5. vip, 23. anneuært. uirt 25. uar; sonst nur ausnahmsweise v für u 8. vosera 10. vate. 2. ze untarne entsprechend dem lateinischen grundtext hier wie sonst ahd. 'mittagszeit Schmeller baier. wb. I, 87; die eigentliche bedeutung des aus der praeposition untar gebildeten worts ist 'zwischenzeit' s. glossar zum Quickborn 1856 s. 386. Otfrid 2, 14, 9 umschreibt weitläuftig:

Ther euangélio thar quit, theiz móhti uuesan séxta zit,

theist dages heízesta ioh árabeito méista. das formelhafte uuizzun thaz, sonst nur belegt durch Otfr. 4, 5, 7 Esil, yuízun uuir tház, theist fibu filu dúmbaz, stellt Haupt zs. 3, 188 mit recht dem häufigeren ih uueiz gleich. ze mit acc. nach Graff ahd. praepos. s. 242, sprachsch. 6, 5 sonst nur bei Kero und in der formel ze sih mehrmals bei Notker (auch ps. 28, 7. Boeth. prol.), bei Williram, in den Mainzer glossen Diut. 2, 286 usw.; vgl. gramm. 4, 327; mhd. wb. 2, 2, 2924. 3, 853a; Tnugdalus 42, 54; Haupts zs. 5, 23, 219. 30, 475; Heinrichs von Krolewiz VU. 46 din minne in so zuo dich gevêt. 3. Otfr. 2, 14, 5 Fúar er thuruh Samariam (s0 V, sámariam P: Lachmann über ahd. betonung s. 261), zi einera búrg er thar tho quám. Quā 4. die zweite vershälfte enthält einen zusatz; ähnlich bei Otfrid 2, 14, 11

Unz drúhtin thar saz éino, so quam ein uusb thara thó,

tház si thes giziloti, thes uuázares gihóloti. 5. quá 6. die zeile ist auf dem untern rande der vorhergehenden seite bl. 46 nachgetragen, das verweisungszeichen aber irrig vor B(at) anstatt vor B(iuuaz) gesetzt: die richtige stelle ergibt der grundtext. 8. nezant die hs.: piezant Wackernagel, dass sich einige male in alten quellen e für eo, io got. iu findet: piflehan Jür pifleohan gl. Par. Diut. 1, 205, pitrekin für pitreokin Schlettst. gl. 6, 207. 234, würde nêzant hier nicht rechtfertig'en, zumal da ne unmittelbar voraufgeht. xrist 9. obe: das b auf rasur, ebenso die vier ersten buchstaben von vuielih. gft mit i über g 10. dû: do die hs. nach einer art assimilation, vgl. zu XXXV, 4, 3 ou do virkor hâst und über no statt nu Graff 2, 977, Otfr. 2, 14, 59F. dass aber der dichter lang sprach, macht v. 21 wahrscheinlich. 11. dir: d aus t gebessert. 12. buzza findet sich ahd. nur in alemannischen quellen, in fränkischen nur puzza, puzzi, pfuzzi (Graff 3, 353f.), nicht in baierischen, womit stimmt dass Schmeller das wort nicht kennt, wohl aber Stalder 1, 252; vgl. jedoch mhd. wb. 1, 287. Olfr. 2, 14, 7

Tho gisaz er múader, so uuir gizáltun biar nu ér,

bi einemo brúpnen, thaz vuir ouh púzzi nennen. ze dero auf rasur. 13 babis, 24. hebiti, 25. 27. bebist, 26. hebitôs; vgl. 25. segist, 24. libiti. formen erster schwacher conjugation finden sich von haben ausser dem Isidor häufiger nur in alemannischen denkmälern bis auf Boner, mhd. wb. 1, 595; aus baierischen, Tegernseer und Monseer quellen führt Graff 4, 7298. 279 732. 734 gihepitud, iothebit, inthepita, firhebitun an, und aus denselben oder derselben gegend angehörenden quellen schöpfte er 6, 94. 99—103 fast allein seine belege für die erste schwache conjugation von sagen; daher durfte auch im Musp. 91 sekkan geschrieben werden, dass auch die dem niederdeutschen näherstehende fränkische mundart diese conjugation des verbums kannte, belegt für die ältere zeit mur des Isidors saghida; orst für die spätere sind die zeugnisse häufiger, Germ. 6, 56f. libit für lebet fand Graff 2, 41f. sonst nur in einer Reichenauer und Junischen glosse, libitîmes in einer Tegernseer; vgl. LXVI, 10 levit, alts. libbian, ag's. lifjan. 14. hier und 16 brunnan im reim statt 2 brunnon, s. Graff 2, 961. 15. nach Wackernagel, der den satz als frage interpungiert, müste ne hier die unerhörte bedeutung von numquid haben. es ist die frage des lateinischen textes in eine aussage verwandelt, wie an der entsprechenden stelle bei Otfrid 2, 14, 31:

Fúrira, uuán ib, thu pi bist, thanne únser fater Jacob ist;

er dránk es, so ih thir zéllu, ioh sinu kind ellu. ebenso auch LX, 2, 25; vgl. gramm. 3, 285. 760. auch Lachmann setzte in einer uns rorliegenden aufzeichnung nach Jacob ein punctum. kelop fehlt bei Graff 2, 62. 4, 55. gegen l'ackernagels auslegung verheissendsträubt sich der grundtext der ein dem maior entsprechendes wort, der zusammenhang der einen zweifel an der macht Christi verlangt, endlich die wortbildung gramm. 2, 744.ff. kelop heisst laudatus; vgl. got. galubs noluteins 1 Tim. 2, 9. 16. thesan, wie Graff und nach Lachmanns notiz auch JGrimm lasen, ist in der hs. mit hinlänglicher sicherheit zu erkennen; Hoffmann setzte dafür (then). eran die hs.: ernan Wackernagel. 17. thaz: az ist nicht mehr zu lesen. 18. thurstit aver: von dem rechten ende des querstriches über m scheint noch eine linie zu dem zweiten striche des m herabgezogen zu sein. das ist wohl nichts anderes als eine freilich sonderbare abkürzung für .nm- 19. die schreibung afar sonst nur in den heron. und Par. gl. Graff 1, 178. 1556. 20. iz sprangột schrieb Lachmann nach dem grundtext v. 14; in der hs. ist nur -ngot zu erkennen. mit sprangot wird vena tremit glossiert, Graff 6, 399; es ist gewählter als springit, Graff 6, 395f.; Otfr. 2, 14, 41

Thúrst then mer ni thuingit, uuant er in imo springit;

ist imo kúali drato in éuuon mámmonto. 21. thicho statt thikko, strengahd. dikku fränk. thiggu, wie lucheru gl. Winithar. Hattem. I, 252, giuuihho gl. ad lection. 1-3. Graff 1, 672, awicbi gl. Doc. misc. 1, 2036, mapslecho manslecbin Bib. 5 Graff 6, 775; vgl. gramm. 1, 193 anm.. 22. ubar tac erklärte Haupt zum Engelhard 42, Sommer zu Flore 1409. 23. tudih auf rasur. anne vært die richtige erklärung fort jetzt in Wackernagels glossar 1861 s. 126; sonst nur bei Notker (Graff 1, 999) als temporaladverbium. hole) vgl. über holên neben holôn Groff 4, 851; kielle Otfr. 2, 68 nr. 4. hera: herra die hs., wie therra therrero die Freisinger hs. des Otfr. 1. 23, 49; 2, 7, 68. 25. duuar: var auf rasur, ebenso die vier ersten buchstaben von du commen 26. êr Lachmann: her die hs., nur weil hebist, hebitos

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eben vorhergeht; vgl. 27 hebist henin statt ênin. Wackernagel setzte hera gegen den sinn und zusammenhang. Otfrid 2, 14, 51. ..

Thu spráchi in uuár nu, so zam, so thú ni habes gommad;

giuuisso zéllu ih tbir nú, finfi hábotost thu íu. zi auf rasur. vollist (oder vollisti), wie follest, follust, eine schwächung von folleist, folleisti Graff 2, 252.ff.; alls.fullêsti Monac., fullisti Cotton., ags. 280 fullæst, fullest, fylst; vgl. gramm. 2, 369 anm. 27. dæz vgl. zu XI, 21.

Otfr. 4, 26, 2Fkrucez statt kruces, wie umgekehrt 1, 2, 23. 17, 58 is, 77 strasa für iz, straza. mattu hs. vgl. zu LXXVII, 17. sichûre (in der hs. h übergeschrieben) statt sichur, sichor nach Graff 6, 149 sonst nur bei Notker. hepin: h ausgekratzt; s. zu 26. dernis din bis auf das letzte o auf rasur. andre beispiele des abfalls des auslautenden t vor anlautender dentalis gewährt die Freisinger hs. des Otfrid 1 20, 12 nis ther (fehlt Haupts zs. 12, 139 und Kelles Otfrid 2, 115); 1, 23, 25 is thar; 4, 19, 41 uih des. ob Otfrid 3, 13, 36 das is der la. sich auf ist oder iz im text bezieht, ersieht man aus der anführung nicht; zs. 12, 139 bleibt es unerwähnt. freilich auch ohne ein solches zusammentreffen fällt auslautendes t nach einem consonanten in F ab 1, 3, 37 zeris; 4, 29, 39 uuih; 4, 35, 41 hial usw. vgl. Schmellers Tatian s. xii; Sievers unters. s. 11. 28. uuigit führt auf uuigic statt vuigich, uuigih uuiga ih (vgl. z. b. LV, 32 unsic), eine Otfrid sehr geläufige redensart, Graff 1, 657; auch der text hat video. Wackernagel im gloss. folgert für wegan die bedeutung (vorhandensein nur aus unsrer stelle. 28. 29. maht | for uns: die ergänzung ist von Hoffmann; der anlass des fehlers ist klar. Otfrid 2, 14, 55.ff.

Min múat', quat si, dúat mib uuis, thaz thu fórasago sis:

thinu uuórt nu zelitun, thaz man thir er ni sagetun. Unsere áltfordoron thie bétotun hiar in bérgon;

giuuisso uuán ih nu thés, thaz thú hiar bita out suaches. Quédet ir ovh Júdeon nu, thaz sí zi Hierosólimu

stát filu ríchu zi thiu gilumpflichu.' 30. almaga mit übergeschriebenem t suohton (nicht Hoffmanns suohtan) die hs., wie schon Lambecius Graff JGrimm übereinstimmend angaben, wonach Lachmann suohtôn und 29 betôtòn ansetzte, sowie 24 libitî: hebiti nach der später von JGrimm German. 3, 147—151 dargelegten regel, die sich auf den alemannischen dialect nur beschränken würde, wenn die formen des Isidor anders zu erklären wären. hia: Graff 4, 696 lässt unangeführt Otfr. Freis. hs. 1, 18, 20 hia; 1, 26, 6. 2, 5, 14. 3, 1, 23 hiar; Wiener hs. 5, 22, 4 hia (mit nachgetragenem r); überall nur mit ausnahme von 3, 1, 23 vor consonanten (vgl. jetzt kelles Otfrid 2, 512). 31. sagant: über den ableitungsvocal s. zs. 12, 84.

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Das gedicht von Christus und der Samariterin ist in der originalhs. der annales Laureshamenses überliefert. diese füllen bl. 14_4b ganz und auf bl. 5* wenige zeilen, auf bl. 56 stehen drei responsorien zum teil neumiert, auf bl. 6-86 die eine besondere lage bilden (6 und 7 zusammenhangend, 8 angeklebt) die in Haupts zs. 12, 436 herausgegebene musterpredigt, die auch in der München-Freisinger hs, der auslegung des vaterunsers enthalten ist, und grosse stücke mit der

sechsten der dem heiligen Bonifacius zugeschriebenen predigten (Martene et Durand collect. 9, 199—201) gomein hat, s. zum Musp. 14. unmittelbar an die letzten worte der annales und in derselben zeile schliesst sich unser gedicht an und geht bis ans ende der Seite, wo die offenbar früher eingetragenen responsorien den schreiber mitten im worte hierosol ... abzubrechen nötigten. es ist ohne ab- 281 setzung der reimzeilen von einer hand, aber sehr ungleichmässig geschrieben, so dass mit z. 9 uuip, c. 14 vuar, z. 23 vuib, c.28 Herro jedesmal ein von dem vorhergehenden etwas verschiedener zug beginnt. die vielen rasuren weisen die anmerkungen nach, die erste zeile läuft mit fartmuodi, wie alle übrigen, ganz an den rand und über muodi steht mit derselben dinte, mit der das ganze gedicht geschrieben ist, und die sich von der unmittelbar vorher gebrauchten sehr deutlich unterscheidet, die zahl pcccvilit. an eine etwa beabsichtigte fortsetzung der bis zum j. pccc reichenden annalen ist dabei nicht zu denken, weil sie dann links eine zeile tiefer stehen miiste. man kann sie nur auf das folgende gedicht beziehen, muss dann aber annehmen dass wenn der schreiber damit ein datum für seine aufzeichnung geben wollte, so unerhört dies sonst in der ahd, litteratur ist, so konnten hier die voraufgehenden annalen einen auf diesen einfall bringen, dass er ein c su wenig gesetzt hat und dass statt pcccviiii vielmehr Dccccviiii zu lesen ist. denn nicht nur gehören die schriftzüge nicht in den anfang des IX jh., auch die mehrfach vorkommenden abgeschwächten wortformen weisen in eine spätere zeit: z. 2 einen, 27 ênin, Graff 1, 314; z. 3 fone statt fona, Graff 3, 524 wo von den belegen mindestens die gl. Cass. wegfallen; Samario statt Samariu, Dietrich hist. declin. p. 26; 7. 6. 18 be Graff 3, 6; z. 9 obe statt oba Graff 1, 75; z. 10 upte, nach Graff 1, 361 zuerst in den Monseer gl. und der Würzburger beichte (vgl. aber auch LXXIVa. LXXV); 2. 11 unuen: prunnen, vgl. Haupts zs. 12, 156f. ; z. 17 nozzer: vuazzer statt nozzir: quazzar Graff 1, 1127 f. 2, 333.f. 350; %. 4 uuazzer: saz er, z. 18 quazzer: mêr; z. 20 pruston (-um, -im): luston (-im); z. 23 anne statt ana, anę zuerst bei Williram nach Graff® 1, 277; 7. 24. 25 commen für comman zuerst in der Freisinger hs. des Otfrid, Graff® 2, 743; z. 26 finfe: volliste statt finfi, finfi, nach Graff 3, 542 sonst erst bei Notker; z. 27 sichůre statt sichûri udglm. daraus ergibt sich nun freilich noch nichts für das alter des gedichts, und wenn die reime mehrmals 5. 4. 11. 17. 26 entschieden für die geschwächten formen sprechen, so können diese hier gerade durch den reim hervorgerufen sein. wenn z. 28 richtig verbessert und ergänzt ist, wenn also der schreiber vuigit für uuigic, uuigich verlas und von forasago sîn auf for ups êr giborana übersprang, so hat er das gedicht nicht zuerst aus dem gedächtnis niedergeschrieben, sondern ihm lag eine ältere aufzeichnung vor, deren herkunft ebenso schwer zu bestimmen ist, wie die heimat des gedichtes selbst. JGrimm gramm. 11, Lix glaubte darin eine mit dem Tatian verwante fränkische miundart zu erkennen; Lachmann über Olfrid s. 280a hielt den verfasser für einen Baier. aber die bemerkungen zu z. 12 iiber buzza und zu z. 27 über sichûre sowie das auffallende tû (11, 13) für thû, dů (vgl. LXXXII und Notker) scheinen uns auf Alemannien zu führen, und dabei können wir wohl stehen bleiben; denn wenn die häufigen a der flexionen auch im IX – XI jh. oft als kennzeichen baierischer herkunft gelten dürfen, so sind sie doch nicht auf Baiern beschränkt, wie umgekehrt zb. die zunächst vergleichbare Freisinger hs. des Otfrid nichts ähnliches wie berega 29, geba 7, prunnan 14. 16 darbietet, s. Kelle Otfrid 2, 135; 35. 89;

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