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Die Kehre

von

Chriftt Person und Werk

in

populairen Vorlesungen

vorgetragen
von

Ernst Sartorius,

Äoctor und Professor der Theologie.

Zweite Auflage.

Hamburg,
bei Friedrich Perthes.

18 3 4.

Borwort

zur ersten Auflage.

«^ie nachstehenden Vorlesungen habe ich, nach einem zu Anfang d?s vorigen Jahres von Herrn Professor Struve gegebenen Beispiele, zum Besten der von dem hiesigen Hülfsverein unterstützten Armen während der diesjährigen Passionszeit in dem großen Hörsaale unserer Universität vor einem aus Herren und Damen gemischten Publikum gehalten, welches ihnen bis zu ihrem Ende eine erfreuliche Theilnahme geschenkt hat. Ich gebe sie im Druck heraus, theils weil andere es gewünscht, theils weil ich selbst wünsche, daß auch in entfernteren Kreisen diese anspruchslosen Vorträge eine bestimmte und praktische Erkenntniß der eigenthümlichen Heilslehre» des Evangeliums bei solchen Laien befördern mögen, denen es oft weit mehr an dem rechten Wissen, als an dem guten Willen zum wahren Christenthume fehlt; und deren sind in dieser Zeit mehr, als man glaubt. Die Lehre von der Menschwerdung des Sohnes Gottes habe ich darum ausführlicher behandelt, weil ich gemeinfaßlich zeigen wollte, wie sein Erlösungswerk sammt allen seinen Wohlthaten für uns durchaus auf jener persönlichen Verbindung der Gottheit mit der Menschheit in ihm beruht, und wie wesentlich praktisch und wie nothwendig zum Heil deshalb jene große Lehre ist, die ein unchristlicher Rationalismus mit thörichter Indifferenz zu verdrängen nnd der offenbare» biblische» Wahrheit entgegen zu verleugnen strebt. Zugleich wird auch jene Darstellung dazu beitragen, der Reinheit, Consequenz und Vollendung der kirchlichen Lehre, die zwischen entgegengesetzte« Jrrthümern stets die allein wahre und fest, bestimmte Mitte behauptet, auch unter den Laien die gebührende Anerkennung zu verschaffen. Endlich wird der Druck dieser Vorlesungen ein jedes bei dem blos mündlichen Vortrage unver, meidliche Mißverständniß einzelner Stellen beseitige», und zugleich denen, die an der Mißgunst der Zeit gegen das evangelische Chriftenthum leiden, klaren Beweis geben, daß hier keine neumodische Mystik, sondern nur das alte, gründlich bewährte Bibelchristenthum unserer Väter, welches, so lange die Zlugsburgische Confession besteht, allein einen rechtmäßigen Bestand in unserer Kirche hat, vorgetragen worden ist. Mögen davon auch noch so viele abgefallen sein; die Wahrheit selbst ist darum nicht gefallen, sondern wird stehen bleiben, wenn auch Himmel und Erde vergeht.

Dorpat, im Mai 1331.

SarroriuS.

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