Schweizerisches Protestantenblatt, 30

1907

 - 

.


-

305 - Werd' ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch! du bist so schön! Dann magst du mich in Fesseln schlagen, Dann will ich gern zu Grunde gehn! Dann mag die Totenglocke schallen, Dann bist du deines Dienstes frei, Die Uhr mag stehn, der Zeiger fallen, Es sei die Zeit fr mich vorbei!
423 - Wenn ich dem Gottlosen sage: Du mußt des Todes sterben; und du warnest ihn nicht, und sagst es ihm nicht, damit sich der Gottlose vor seinem gottlosen Wesen hte, auf daß er lebendig bleibe: so wird der Gottlose um seiner Snde willen sterben; aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern.
344 - Lobe den Herrn, meine Seele! Herr, mein Gott, du bist sehr herrlich; du bist schön und prächtig geschmckt. Licht ist dein Kleid, das du anhast; du breitest aus den Himmel wie einen Teppich...
224 - Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, Der täglich sie erobern muß!
324 - Denn ich habe Lust an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen. Ich sehe aber ein ander Gesetz in meinen Gliedern, das da widerstreitet dem Gesetz in meinem Gemte, und nimmt mich gefangen in der Snde Gesetz, welches ist in meinen Gliedern.
294 - Mein Herze geht in Sprngen und kann nicht traurig sein, ist voller Freud und Singen, sieht lauter Sonnenschein; die Sonne, die mir lachet. ist mein Herr Jesus Christ; das was mich singen machet, ist, was im Himmel ist.
90 - Snde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm. auf daß wir Frieden hätten. und durch seine Wunden sind wir geheilt.
285 - Unbedeutenheit, Er soll mir zappeln, starren, kleben, Und seiner Unersättlichkeit Soll Speis und Trank vor giergen Lippen schweben; Er wird Erquickung sich umsonst erflehn, Und hätt er sich auch nicht dem Teufel bergeben, Er mßte doch zu Grunde gehn!
419 - Dreifach ist der Schritt der Zeit: Zögernd kommt die Zukunft hergezogen, Pfeilschnell ist das Jetzt entflogen, Ewig still steht die Vergangenheit.
348 - Die Rechte streckt ich schmerzlich oft in Harmesnächten und fhlt gedrckt sie unverhofft von einer Rechten Was Gott ist, wird in Ewigkeit kein Mensch ergrnden, doch will er treu sich allezeit mit uns verbnden.