صور الصفحة
PDF
النشر الإلكتروني
[ocr errors][ocr errors]

Vorrede.

^/er vorliegenden Fortsetzung der «Evangelischen Hauspostille" ein Vorwort beyzugeben, dazu fühlt der Verfasser vornämlich dadurch sich bewogen, daß der geneigte christliche Leser, der diese Fortsetzung viel früher erwarten durfte, das späte Erscheinen derselben sich richtig möge erklären können. Die Ursache der Verspätung — jedoch auf keine Weise die Schuld — hat man bey dem Verfasser zu suchen. Früh genug fing dieser seine Arbeit an, so daß sie langst vollendet seyn, und das Buch schon in seinem Kreise circuliren müßte; wenn es bey unserm Vornehmen auf unser Wollen und Laufen ankäme. Kaum hatte nämlich der Verfasser die Hand ans Werk gelegt; so ward ihm von der höchsten Behörde, dem Herrn, unter welchem sich auch die Größten beugen müssen, Stillstand geboten. Ein halbes Jahr lang mußte er ruhen, und in den Fesseln einer empfindlichen Leibesbeschwerde an dem Spruche lernen: »es ist ei «köstlich Ding, geduldig seyn, und auf die Hülfe des

* 2 Herrn Herrn hoffe n." Die kam denn endlich auch irl so weit wenigstens, daß der Verfasser nun wieder daran denken konnte, die unterbrochene Arbeit an diesem zweyten Bande seiner Erbauungsschrift von Neuem, im Namen Gottes, vorzunehnun. Ihr theuern Seelen! die der Herr wohl kennt, 'ihr, die ihr einem armen niedergedrückten Bruder mit Eurer vereinten Fürbitte habt zu Hülfe kommen wollen, und wirklich zu Hülfe gekommen seyd — Zhr mögt hier seinen innigsten Herzensdank vernehmen, mit der Versicherung, daß Euere? christlich-brüderlichen Liebe, und eures großen, ihm äußerst wichtigen Liebesdienstes, so wenig hier, als dort, von ihm vergessen werden wird. Der Herr vergelte ihn Euch mit tausendfachem Segen in eurer Pilgrimschaft, und dort vor seinem Angesicht! So ist denn nun durch kräftigen Beystanv dessen, der in den Schwachen möchtig ist, wiewohl noch immer in kümmerlicher Zeit, indem sich der Verfasser «ie völlig ftey bewegen konnte, das vorgenommene Werk, ohne weitere Unterbrechung, noch immer schneller beendigt worden, als, menschlicher Ansicht nach, erwartet werden konnte. — Möge es nun allen, die es gebrauchen werden, ein kräftig gesegnetes Mittel wahrer Erbauung seyn, so wie es dem Verfasser, so lange er hier noch wallen soll, ein starkes Zeugniß für die Wahrheit bleiben wird: „Wir haben einen Gott,

der der da hilft, der den Müden Kraft giebt, und Starke genug den Unvermögenden."

Was nun die hier gelieferten Predigten betrifft; so bleibe das Urtheil darüber erfahrnen, von Gott gelehrten Lesern überlassen. -Das nur will der Verfasser darüber bemerken, daß keine derselben ihre ursprüngliche Gestalt, so wie sie, früher oder spater, vorgetragen worden, behalten, ja daß ein großer Theil eine gänzliche Umgestaltung erfahren hat — woraus der christliche Leser sehen möge, es habe der Verfasser, bey solcher, in seinem Zustand angewandten Mühe, das Buch unmöglich früher liefern können, um so weniger, da eben in der Zeit, in welcher er wieder etwas Freyheit zu dieser Arbeit erhielt, eine Menge amtlicher Geschäfte ihn stark in Anspruch nahmen.

Die Einrichtung des Buches betreffend; so muß es der Verfasser dahin gestellt seyn lassen, wiefern er seine Leser dadurch befriedigt hat, daß er für die Passionsvorträge die Texte alle aus der Leidensgeschichte genommen. Er hatte die beste Absicht dabey, konnte nun aber freilich nicht umhin, — weil widrigenfalls die große und unaussprechlich inhaltreiche Geschichte doch gar zu dürftig würde behandelt worden seyn — für jeden Fastensonntag zwey Predigten zu liefern, und diesen eine etwas größere Allsdehnung zu geben, als die im ersten Bande enthaltenen Predigten haben. Bey dieser Einrichtung des Buchs wird es nun aber auch nicht befremden, wenn es schon mit der letzten Osterpredigt schließt, statt daß, nach dem ursprünglichen Plane, die Reihe bis zu den Psingstvortragen, und diese mit eingeschlossen, sollte fortgeführt werden. — <'

Es wird nun darauf ankommen, ob dem Verfasser Leben und Kraft vom Herrn geschenkt werden wird, um das begonnene Werk, in zwey noch folgenden Banden, zur Vollendung zu bringen. — Bittet darum Ihr, denen damit gedient seyw möchte. Unterdessen sey diese Arbeit dem Se?' gen Dessen befohlen, der, auch das matte Zeuguiß von Ihm, und von den Wundern Seiner Gnade und Liebe, an seinen rheuer erlösten Seelen kraftig machen und segnen kann zu ihrem ewigen Heile. .. . - . . - Geschrieben am 25. Januar 1823.

[graphic][merged small]
« السابقةمتابعة »