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Sendung erweisen, so bezeugen sie auch die Göttlichkeit seiner Lehre, weil das von Gott kommt und göttlich wahr ist, was der durch Wunder göttlich-beglaubigte Gesandte Gottes im Namen dessen lehrt und verkündet, der ihn gesandt hat. Die Göttlichkeit der Lehre Iesu stützt sich auf ganz andere Zeugnisse, als auf den Beweis durch Wunder; diese aber, welche doch offenbar mit zu Christi Werken gehören, zeugen von ihm, daß ihn der Vater gesandt habe, Ioh. 5, 37; es' beruft sich Iesus oft auf das Zeugniß seiner Werke, Ioh. 1N,, 37. 38; aber auch hier nur um darzuthun, wie er als der vom Vater gesandte Sohn mit dem Vater in der innigsten Verbindung und Gemeinschaft stehe, und nichts anderes will «r Cap. 14, 11. beweisen. Und wenn er sich vor den Iüngern Iohannis, die ihn fragen: Bist du der da kommen soll, oder sollen wir, eines andern warten? auf seine Wunder beruft, Matth. 11, 4. 5. so will er auch damit nur erweisen, er sei der verheißne und erwartete Messias wahrhaftig, und man dürfe keines andern w^ten, denn es deuten diese Worte um verkennbar auf jene Weissagung des Iesaias hin, Cap. 35, 5. 6., daß sie an ihm in Erfüllung gegangen sei. Wie der Erlöser hier seine Wunder als Zeugniß anführt für seine göttliche Sen dung, daß er ein Prophet und zwar der große Prophet sei (5 Mose 18.), so erkannten auch das Volk und seine Iünger dieselben als solche Zeugnisse, denn durch die Wunderthaten des Herrn wurden sie zuerst veranlaßt, seine Messiaswürde zu ahnen, und weit spater ging ihnen erst das geistige Auge auf, die innere Herrlichkeit Iesu, seiner Person und semer Lehre zu schauen, wovon der heilige Iohannes redet Ioh. 1, 14. Die herrlichen Wunderthaten Iesu waren das Mittel, ein fleischlich gesinntes Geschlecht zur Aufmerksamkeit auf ihn, zur Ahnung seiner hohen Würde, und zum Glauben an seine Person zu erwecken, Ioh. 6, 14. 15. 9, 17. 3U—33. 11, 45. Matth. 8, 27. Luk. 7, 16. Aber zunächst konnten sie nicht einmal seine ganze Würde enthüllen, sie, konnten ihn nur als gottgesandten Propheten, nicht aber als den Eingebornen Sohn Gottes verherrlichen, obwohl Iesus die Wunder, welche er that, nicht wie die Propheten mit einer fremden, ihnen nur verliehenen Kraft verrichtete, sondern mit der ihm eigenthümlichen Macht als Gottes Sohn, der aber auch in allen diesen Werken nicht sowohl seine, als vielmehr des Vaters Ehre suchte, Ioh. 11, 41, 42.

. Es werden in der evangelischen Geschichte sehr viele Wunder Iesu, theils ausführlich, nach allen Nebenumständen, mit denen sie verknüpft waren, theils nur andeutungsweise erzählt, wie Matth. 4, 23. 24; und daß ihrer eine große Zahl gewesen sein müsse, zeigt sich aus Ioh. 7, 31. Alle Wunder des Herrn waren Offenbarungen seiner verborgnen Herrlichkeit, und eben daher sichtbare Zeugnisse für seine unsichtbare Hoheit und Würde, sie waren Strahlen, die aus seiner irdischen Niedrigkeit und Knechtsgestalt hervorstrahlten und ihn verklärten. Die Menschliche Natur Iesu und der menschliche Körper, in dem er, der Gottessohn, auf Erden wandelte, verhinderten eine deutliche Anschauung seiner Herrlichkeit, wenn er sich aber als Herr der Natur zeigte, indem er den Elementen gebot, Wasser in Wein verwandelte, und mit »venigen Broten viele Taufende sättigte; als.Herr, dem alle Kräfte unterthanig sind und dest sen mächtiges Wort alle Gebrechen des menschlichen körperlichen Elends aufhob; als Sieger über Grab und Tod, als der, von dem überall und immer Kräfte ausströmten (Mark. 5, 3N.), dann durchbrach das Göttliche in ihm die Schranken menschlicher Beschränktheit, und er zeigte sich als der Allwirksame. Bei dem ersten, von Iohannes erzählten Wunder Iesu, als er auf der Hochzeit zu Cana in Galiläa Wasser in Wein verwandelte, bemerkt der Evangelist Cap. 2, 11: Das ist das erste Zeichen, das Iesus that, und offenbarte seine Herrlichkeit; und der Erlöser selber, der alles auf den Vater zurückführte, sagt zu Martha Cap. 11, 4N: Habe ich dir nicht gesagt, so du glauben würdest, du solltest die Herrlichkeit Gottes sehen? Es gereichen also diese Thaten Iesu zu seiner Verherrlichung und Verklärung, denn unter der Verklärung hat man alles dasjenige zu verstehen, was seine verborgene Hoheit und Herrlichkeit klar machte, ins hellste Licht stellte, mogte es nun ein von ihm gewirktes Werk, oder ein ihn betreffendes Schicksal sein; daher gehören auch Iesu Wandel, sein Leiden, sein Tod, sein« Auferstehung und Himmelfahrt zu seiner Verklärung; weil durch dies alles gleichsam eine Hülle nach der andern fortgenommen wurde, so daß man desto deutlicher seine Herrlichkeit anschauen konnte. Iohannes nennt, wie auch sonst oft in den Evangelien geschieht, die Wunder Iesu Zeichen, Kennzeichen seiner göttlichen Sendung, an denen seine alles übertreffende Hoheit erkannt werden sollte, und es waren alle Wunder des Herrn vornämlich Zeugnisse für seine göttliche Macht und für seine göttliche Liebe, die er so gern da wirken ließ, wo er Glauben fand, und wo man im Glauben bittend und Hülfe suchend sich an ihn wandte. So bereit er aber auch allezeit war, mit seiner Wundermacht zu helfen und seine göttliche Liebe zu beweisen, wo sich lebendiger, wenn auch nur schwacher Glaube an ihn fand, so wies er doch stets die Anforderungen wundnsüchtiger Zeitgenossen und namentlich der Pharisäer zurück, welche nicht zur Rettung aus Noth, sondern nur zur Befriedigung eitler Neugierde Wunder von ihm begehrten, und hie nicht achteten, welche er schon gethan hatte, Mark. 8, 11.12. Das beseufzte Iesus, daß sie in ihrem ungöttlichen Sinne, die Wunder nicht als Zeichen zu seiner Beglaubigung benutzten, sondern seine himmlischen Kräfte ihren irdischen Absichten dienstbar zu machen begehrten. Eben so tadelt er es auch, wenn nur allein die äußere Noth, nicht irgend ein Herzenebedürfniß die Menschen zu ihm hinzog, aber doch half er solchen, wie man an dem Königischen sieht, der Hülfe bei ihm «suchte für sein todtkrankes Kind. Iesus sprach zu ihm Ioh. 4, 48: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seh«, so glaubet ihr nicht. Es fand sich bei diesem Manne allerd«gs ein gewisses Vertrauen zu Iesu, denn ohne dies wäre er gar nicht zu ihm gekommen, aber das rügt der Herr, daß es der äußeren Wunder bedürfe, um den rechten Glauben zu erzeugen; denn die Herzen waren ihm am liebsten, welche durch ihre Seelennoth zu ihm gezogen wurden, und ihm das Vertrauen schenkten, er und er allein könne hier aber auch ganz und vollständig helfen. Dieser Königische kam nachher zu einem vollständigeren Glauben, aber nicht immer erreichte der Herr an dem rohen, ins Sinnliche versunkenen Volke die Absicht, sie durch seine Wunder auf etwas Höheres hinzuführen, und sie zu dem Gedanken zu erheben, er könne, wie in leiblicher, so auch in geistlicher Noth helfen, und auch hier alle Bedürfnisse stillen; und doch war dies ein Hauptzweck der Wunder, wodurch sie Zeugnisse der Weisheit und Güte Gottes sind, der kein Mittel unversucht läßt, die Menschen auf ihr wahres Heil und auf den, bei dem und in dem es zu finden ist, aufmerksam zu machen. Wie wenig indessen diese gnädige Absicht Iesu bei seinen Wundern erkannt wurde, sondern wie die Zeugen derselben nur bei der leiblichen Hülfe stehen blieben, die ihnen durch dieselben zu Th«il wurde, zeigt besonders die Geschichte jener Speisung, die Johannes Cap. 6. erzählt. Größer und herrlicher als alle äußeren Wunder, die der Herr im Reiche der Natur verrichtet hat, sind die Seelenwunder, die er im Reiche der Geister verrichtet, und mehr noch als jene verklaren ihn diese, wenn er unsere geistige Blindheit vertreibt, und uns über uns selber erleuchtet, so daß wir Uns in unsern Sünden, in ihm aber unfern Heiland erkennen; wenn er uns reinigt vom Auesatz der Sünden, wenn er uns Tauben das Ohr öffnet, sein Wort gern zu hören und recht zu verstehen; wenn er uns aus dem Tode der Sünden erweckt und den Quell des ewigen Lebens in uns eröffnet,.indem er uns den Glauben schenkt. Iene Wunder, die leibliche Hülfe gewährten, offenbaren ihn als Arzt in leiblicher Noth, damit wir in ihm auch den Seelenarzt finden sollen, wie er sich denn schon durch den Propheten also äußert: Ich bin der Herr, dein Arzt; jene Wunder hat er nur eine kleine Zeit in Per son, und dann durch seine Apostel verrichtet, diese wirktet von »Ewigkeit zu Ewigkeit, denn seit er erhöhet ist zur Rechten des Vaters und ihm alle Gewalt gegeben ist im Himmel und auf Erden, erstreckt sich seine herrlich wirkende Macht auf sein erlöstes Geschlecht, ohne alle Schranken, auf alle und auf alle allenthalben zugleich, während er in den Tagen seines Fleisches nur in einem kleinen Kreise als mächtiger und liebevoller Helfer sich offenbaren konnte. Aber gerade diese einst von ihm verrichteten sichtbaren Wunder sollen, da er unveränderlich derselbe ist, ein recht lebendiges Vertrauen zu ihm in uns erzeugen, damit wir ohne einigen Zweifel in jeglicher Noth Leibes und der Seelen unsre Zuflucht zu ihm nehmen und gewißlich hoffen, er werde uns, nach der mächtigen Wirkung, womit er alle Dinge sich unterthänig machen kann, einst erlösen von allerlei Uebel und uns aushelfen zu seinem himmlischen Reiche, denn er ist bei uns alle Tage bis an der Welt Ende.

Das göttliche Zeugniß, welches in den Wundern des Herrn

lag,

lag, nahm dem Unglauben an ihn alle gegründete Entschuldigung, wie er darauf selber aufmerksam macht Ioh. 15, 24. Daher war es aber auch eine der ärgsten Sünden, dies Zeugniß vor sich haben, innerlich fühlen, daß es ein wahrhaft göttliches sei, und aus Haß gegen Iesum, es doch'dem Teufel und der Gemeinschaft mit dem Reiche der Finsterniß zuschreiben, um nur der Nöthigung, an ihn zu glauben, zu entgehen. Das thaten in ihrer alle Begriffe übersteigenden Bosheit die Pharisäer, indem sie sagten, als er einen Teufel austrieb, Luk. 11, 15: Er treibt die Teufel aus durch Beelzebub, den Obersien der Teufel. Die Verkehrtheit und Bosheit dieser ganz grundlosen Beschuldigung zeigt ihnen Iesus V. 17—22. und macht hier bemerklich, wie ihre Beschuldigung dadurch widerlegt werde, daß der Teufel nicht gegen sich selbst kämpfen und so sein Reich durch Zwietracht selbst zerstören werde; wie die bekannte Erfahrungssache, daß auch von andern ähnliche Wunder verrichtet würden, "sie widerlege, denn wenn sie von ihren Kindern nicht behaupten würden, daß sie mit Beelzebub im Bunde ständen, sondern bei diesen göttliche Kräfte als wirksam annahmen, so müßten sie billigerweise, bei gleichen Wirkungen auch gleiche Ursachen, also bei ihm ebenfalls eine göttliche Macht anerkennen, die auch allein stärker sei als Satans Macht; und so müßten sie erkennen, daß sich ihnen Gottes Reich nahe, weil die Macht des, Teufels besiegt werde. Fast nicht minder groß ist die Verkehrtheit und Bosheit derer, welche allen Zeugnissen der evangelischen Geschichte zuwider, während Iesus sich auf seine Wunder beruft, und seine Zeitgenossen eine solche Berufung gelten lassen, und selbst seine Widersacher seine Wunder aNerkennen (Ioh. 11, 46—48.); dennoch jetzt die Wunder des Herrn und seiner Apostel leugnen, indem sie Gottes Kraft, Rathschlüsse und Weisheit nach ihrer Ohnmacht und Kurzsichtigkeit abmessen. Zjur beklagen und bemitleiden kann man solche ungläubige Verblendung, durch welche dem Herrn seine Ehre geraubt werden soll, denn welche Schlußfolgerung ergibt sich, wenn der Herr wirklich keine Wunder gethan, sondern die Augenzeugen dieser Begebenheiten nur getäuscht, und diese Täuschung absichtlich und geflissentlich unterhalten hat? Kann er da noch der Heilige in Israel sein, der nie eine Sünde gethan hat? Bedenkt man aber die Gotteswürdigkeit aller Wun

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