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Kraft, die durch Aaron wirkte, — sein Stab die Stabe jener verschlang; Pharao aber wollte Israel nicht ziehen lassen. Das Wasser wird in Blut verwandelt, und die egyptischen Zaube«r thun auch also mit ihrem Beschwören, und Pharao bleibt unerbittlich, und kühn ihrer Macht vertrauend, trotzt er dem Willen Gottes, Cap. 7. Frösche bedecken jetzt Egypten, als Aaron seine Hand ausreckte, und die egyptischen Zauberer bringen auch Frösche mit ihrem Beschwören über das Land, allein sie fortzuschaffen vermögen sie eben so wenig, wie das folgende Wunder zu verrichten, daß der Staub in Läuse verwandelt wird, als Aaron mit seinem Stabe in den Staub auf Erden schlug. Die außerordentlichen Wirkungen, welche die egyptisehen Beschwörer hervorbrachten, waren Folgen des mächtigen Einflusses, den der Fürst dieser. Welt, dessen Macht damals noch nicht gebrochen war, durch sie ausübte, und der sein Reich durch allerlei lügenhafte Kräfte, Zeichen und Wunder zu stützen suchte. Schaden konnten sie anrichten, aber zu helfen und Gutes zu thun sind sie zu schwach, worin auch ein Beweis liegt, durch welche Kräfte sie wirkten. Paulus 2 Tim. 3, 8. nennt die, welche Moses vornämlich widerstanden: Hannes und Iambres. — Als die Plage der Frösche da war, wandte sich Pharao, gewiß erst als die Ohnmacht seiner Beschwörer einleuchtete, bittend an Mose und Aaron und sprach: Bittet den Herrn für mich, daß er die Frösche von mir und von meinem Volke wegnehme, so will ich das Volk fortlassen, daß sie dem Herrn opfern. Die Noth macht ihn für einen Augenblick demüthig, und läßt ihn bitten und alles versprechen. Mose«, voll Freude, «ine andere Gesinnung an Pharao zu bemerken, spricht zu ihm Cap. 8, 9: Habe du die Ehre vor mir und stimme mir, d. h. laß nur wirklich, wie du versprichst, Israel ziehen, so wirst du dich als ein gottesfürchtiger und weiser Fürst zeigen, und dir einen großen Namen machen, und dich noch über mich hinaus verherrlichen; stimme mir nur bei, widerstrebe nur nicht länger dem Willen Gottes, so wird deine Ehre noch größer denn die meinige sein, die auch nur darin besteht, daß ich Gottes Willen thue. Auf Moses, seines Gesandten Fürbitte, um ihn als solchen zu erweisen, nimmt Gott /'. Frösche fort von Egypten, damit Pharao erfahren sollte, daß niemand sei wie der Herr, der Gott Israels; aber kaum fühlte sich Pharao frei, so verhärtete er sein Herz und fuhr fort, dem Willen Gottes zu widerstreben, und hör« nicht auf Moses und Aarons Vorstellungen und Bitten. Eben so hartnäcklg blieb Pharao bei der Plage der Läuse, obwohl seine Zauberer selbst erklärten, darin offenbare sich Gottes Finger; und als er nachher von der Plage des andern Ungeziefers auf Moses Fürbitte frei geworden war, so verhärtete er sein Herz auch dasselbe Mal, und ließ Israel nicht ziehen; ja selbst die Pest, welche das Vieh der Egypter tödtete, und die schwarzen Blattern, von denen sie selbst befallen wurden, änderten Pharaos Sinn nicht, der beharrlich auf seinem Willen bestand, das Volk nicht ziehen zu lassen. Gottes Güte und Langmuth, der bisher schon so oft, durch Moses, Israels freien Auszug hatte fordern lassen, und nur deswegen die Plagen sandte, um durch diese ernsteren Mittel seine Absichten zu erreichen, hatte noch kein Ende; auf sein Geheiß mußte Moses zum Konige sprechen Cap. 9, 13. ff.: Laß mein Volk, daß sie mir dienen, sonst will ich diesmal dein Herz mit allen meinen Plagen angreifen, damit du inne werdest, daß meines Gleichen nicht ist in allen. Landen; denn da ich vorher meine Hand ausgereckt hatte und dich und dein Volk mit der Pestilenz schlug, so wärest du sehr leicht von der Erde vertilgt worden (das sagt V. 15.); aber eben darum habe ick dich erwecket, d. h. dich wieder gesund werden und noch leben lassen, weil ich meine Macht an dir beweisen will, so daß mein Name in alle Lande erschallen soll; du aber erhebst dich noch immer wider mein Volk, und willst sie nicht ziehen lassen — du raffst dich immer wieder auf, und. stellst dich wie ein Damm meinen Absichten entgegen, so daß endlich nichts übrig bleiben wird, als dass ich dich vertilge, da du durch Vorstellungen und Bitten meiner Knechte zur Unterwerfung dich nicht willst bewegen lassen. Vergebens war auch diese göttliche Warnung, und so kam ein sehr hartes Hagelwetter über Egypten, nur allein im Lande Gosen, da die Kinder Israel waren, hagelte es nicht, V. 26; diese Plage machte in der That einen tiefern Eindruck auf Pharao, er sprach zu Moses und Aaron: Ich habe das Mal mich versündigt, der Herr ist gerecht^ ich aber und mein Volk sind gottlos, bittet den Herrn für mich, daß das Hagelwetter aufhöre; beides geschah — und Pharao verhärtete sein Herz, er und

seine Knechte. Bei der folgenden Plag« der Heuschrecken ward das Herz seiner Knechte schon erweicht, als sie nur erst die Androhung derselben vernahmen; und sie sprachen zum Könige: Wie lange sollen wir damit geplaget sein? laß die Leute ziehen! Erkennest du noch nicht, daß Egypten zu Grunde gegangen ist? allein Pharao wollte sie nicht ziehen lassen, und obwohl er wahrend der Plage aufs Neue seine Sünde bekannte und bat: Vergebet mir meine Sünde diesmal auch, und bittet den Herrn, euern Gott, daß er doch nur diesen Tod von mir nehme! so hielt er sein gegebenes Versprechen doch nicht, als die Plage gewichen war, denn der Herr verstockte sein Herz, Cap. IN, 1—2N. Finsterniß kam jetzt über Egypten, nur bei den Klndem Israel war es helle; Pharao will Israel ziehen lassen, aber ohne ihr Vieh; Moses erklärt, es solle auch nicht eine Klaue zurückbleiben, und der König treibt im Zorn Moses von sich und spricht: Hüte dich, daß du nicht mehr vor meine Augen kommest, denn welches Tages du vor meine Augen kommst, sollst du sterben; Moses antwortete: Wie du gesagt hast, ich will nicht mehr vor deine Augen kommen, V. 21—29. Scheidend verkündete er ihm, daß alle Erstgeburt in Egypten werde getödtet werden, aber Pharao achtete die Drohung nicht; da ging Moses von Pharao mit grimmigem Zorn, d. h. mit dem tiefsten Seelenschmerze, daß alle Versuche, Pharao zu erweichen, die er aus herzlicher Liebe übernommen hatte, so ganz vergeblich waren, und daß dieser nun seinem Verderben entgegeneilte. Wenn es von Pharao bald heißt: Der Herr verstockte sein Herz, und dann: er verstockte sich, und wiederum: »r wurde verstockt: so bezeichnen diese verschiedenen Ausdrücke das Verfahren seines Herzens, daß er immer aufs Neue die Warnungen, Drohungen und Gnadenzüge Gottes verachtete, welches Gott allerdings geschehen läßt, da er keinen Menschen zum Gehorsam zwingt, den er vielmehr als ein Opfer freier Liebe erwartet. Gott verstockte Pharaos Herz kann man aber deshalb sehr wohl sagen, weil Gottes Gna.de, die dem kindlichen Herzen so wohlthut, dem selbstsüchtigen Menschen, der unabhängig sein und Gottes Macht nicht anerkennen will, höchst zuwider ist, indem er auch in ihr seine Abhängigkeit von Gott fühlt, und sich daher um so mehr alle Mühe gibt, seine eignen Wege zu gehen und Gott nicht zu folgen; so wie die Sonne dem gesunden Auge erquickend ist, dem kranken aber Schmerzen verursacht, wie sie tiefes und weiches Land durch ihre Strahlen befruchtet, aber die Erde auf Felsengrunde ausdörrt — eben so bringt dieselbe Gnade Gottes so verschiedene Wirkungen an menschlichen Herzen hervor, daß die einen dadurch gerührt und gebessert, die andern nur mehr dadurch verhärtet werden, und wähnen, es werde ihnen doch gelingen, ihren Willen gegen den gottlichen durchzusetzen. So war es mit Pharao, mit Saul, mit Iudas, mit dem jüdischen Volke in seiner Widersetzlichkeit gegen Iesum. Paulus führt daher Rom. 9, 17. den Pharao als Beispiel an, wie Gott zwar wohl den Unglauben und die Empörung desselben mit Langmuth getragen, dessenungeachtet aber seine Absichten nicht geändert habe, und daher sei denn Pharao's Schicksal und endlicher Untergang ein eben so lautes Zeugniß für Gottes Barmherzigkeit, wie für seine Macht und Gerechtigkeit, und lehre, daß jeder, der eigenwillig Gottes Plänen widerstrebt, unfehlbar ins Verderben gerathe.

II. Stiftung des Passahmahles.

Zum immerwährenden Gedächtnis) der nahe bevorstehenden Erlösung aus Egypten ordnete Gott die Passahmahlzelt an. Ein Lamm oder ein Ziegenböcklein, an dem kein Fehler war, sollte geschlachtet, ihm aber kein Bein zerbrochen (Cap. 12, 46.), und dann von jeder Familie einzeln, oder mit ihren Nachbarn gemeinschaftlich verzehrt werden, so daß sie es aufessen könnten; mit dem Blute desselben sollten beide Thürpfosten und die obere Schwelle bestrichen werden, denn dies Blut soll euer Zeichen sein an den Häusern, darinnen ihr seid, daß, wenn ich das Blut sehe, ich vor euch übergehe, und euch nicht die Plage widerfahre, die euch verderbe, wenn ich Egyptenland schlage, V. 13, und also sollt ihr es essen: Um eure Lenden sollt ihr gegürtet sein, und eure Schuhe an euren Füßen haben, und Stäbe in euren Händen, und sollt's essen, als die hinwegeilen, denn es ist des Herrn Passah (d. h. Umhergehen, nämlich des göttlichen Strafgerichts an seinen Feinden); und sollt diesen Tag haben zum Gedächtniß, und sollt ihn feiern, dem Herrn zum Fest, ihr und alle eure Nachkommen zur ewigen Weise, V. 14. Und sollt euern Nachkommen sagen, wenn sie fragen, was habt ihr da für einen Dienst? Es ist das Passahopfer des Herrn, der vor den Kindern Israel überging in Egypten, da er die Egypter plagte, und unsere Häuser errettete, V. 27; kein Fremder soll davon essen, aber wer ein erkaufter Knecht ist, den beschneide man, und dann esse er davon, V. 43, 44. Dies Passahmahl ist'das andre Sacrament des A. Bundes, von Gott selber eingesetzt, nur wer schon zum Volke Gottes durch die Beschneidung gehörte, konnte an demselben Theil nehmen, und so sich derselben Gnade Gottes im Glauben getrösten, die er seinem Volk erwiesen hatte, und in den zukünftigen Zeiten noch erweisen wollte. So wie an die Stelle der Beschneidung im N. Bunde die heilige Taufe getreten ist, welche auch dem andern Geschlechte zu Theil wird, und somit recht deutlich die Allgemeinheit der Gnade Gottes in Christo bezeichnet, und daß alle durch den Glauben an Christo Iesu Kinder Gottes werden (Galat. 3, 26—28.), so ist an die Stelle des Passah das heilige Abendmahl getreten, denn Paulus lehrt, wie das Passahlamm ein Vorbild <wf Christum gewesen sei, 1 Kor. 5, 7; und Iohannes Evang. 19, 36. macht dieselbe Beziehung, indem er zeigt, daß Christo die Beine nicht gebrochen seien, das sei geschehen, daß die Schrift erfüllet würde: Ihr sollt ihm kein Bein zerbrechen. So wie das Blut jenes Lammes die Israeliten vor dem göttlichen Strafgericht über seine Feinde schützte, und sie als Freunde Gottes bezeichnete, und ihnen ein sichtbares Zeichen und Unterpfand der zu erwartenden Verschonung war: so ist Christi Blut, sein blutiger Kreuzestod, allen, die an ihn glauben, göttliches Unterpfand der Gnade, und im heiligen Abendmahl empfangen seine Gläubigen ihren Antheil an seinem Opfer. Nur wer Christo schon im Glauben und durch die Taufe angehört, wird zum Sacramente des heiligen Nachtmahls zugelassen, und so wie die Israeliten bei der Feier des Passah ungesäuertes Brot aßen und sorgfältig allen Sauerteig aus ihren Häusern fortschafften, so sollen die Genossen des N Testaments sich selber zuvor prüfen, und nicht im Sauerteige der Bosheit und Schalheit, sondern im Süßteige der Lauterkeit und Wahrheit dem Tische des Herrn sich nahen, damit sie nicht unwürdig von diesem Brot essen und von dem Kelch des Herrn trinken; denn

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