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predictorum, qui tunc pro tempore fuerant, a pluribus citra temporibus ab earum Monasterio et Conuentu alienatas asserebant ac etiam super administratione prebende consuete eis multo tempore diminute seu subtracte coram nobis materia questionis suborta et diutius ventilata, Tandem adhibito peritorum consilio partes predictas de utriusque earum bona voluntate et consensu taliter duximus concordandas videlicet, quod Prepositus et Conuentus predicti absque debita sollempnitate juris nullas deinceps possessiones Conuentuum predictorum quouis modo alienare debeant vel presumant, specialiter autem bona alienandi seu distrahendi subsequenter annotata, que ad Monasterium huiusmodi monialium pertinere singulariter dinoscuntur, Videlicet mediam libram denariorum de duabus areis in Reychersperig, jtem mediam libram denariorum in winreding, jtem in Chegelsód vnam libram denariorum, jtem in Geroling mediam libram denariorum, jtem. in Púchperig duodecim solidos denariorum, jtem in Gaulsgrub duas Hubas soluentes octo metretas tritici, Quadraginta metretas Siliginis et duos porcos, jtem in Tobel vnam curiam soluentem quatuor metretas ordei et viginti metretas siliginis, jtem in Refel vnam decimam valentem sexaginta metretas omnis annone, jiem in Munstewr, Praitenaych, in Munichperig de viginti duabus Hubis integram decimam, jtem in weintzurlperig quatuor jugera vinearum, jtem in werd duo jugera vinearum, jtem Pratum dictum Pfisterwis, jtem vnum pratum in Pfeffing, jtem in Hospitali vnam aream, Absque expresso consensu dominarum seu sanctimonialium predictarum et sigilli earum approbatione nullam habere debeat penitus facultatem. Prebendam vero cottidianam et annuam Prepositus vel quicunque gubernator antedicti Monasterii in Reichersperig pro tempore fuerit, dominabus predictis iuxta moderationem infrascriptam expedite et absque diminutione qualibet deinceps ministrabit videlicet singulis mensibus, quibus Esus carnium permittitur, vnam pernam valoris trium solidorum ad minus eis ministrabit. Per aduentum vero domini Cuilibet domine sex Casei, quorum quilibet ad minus sit estimationis duorum denariorum vsualium. Et per totam quadragesimam sex libras Olei vnicuique loco pernarum huiusmodi et nichilominus quauis die per totum anni circulum vnus denarius et panis conpetens cum sufficientia Olerum et vna mensura vini, que vsitato vocabulo ain seydel nuncupatur, eisdem prestabuntur, jtem quolibet anno vna metreta tritici et due ordei dueque auene ac viginti quatuor

vine panni linei vel sexaginta denarii pro eodem, Hyemales vero non nisi secundo anno vel qnadraginta denarii pro eisdem Et in tertio anno vnum pellicium vel dimidium talentum denariorum pro eodem ac in quarto anno vnum mantellum seu epytagium foratum vel quinque solidi pro eodem ipsis deinceps donabuntur. Et vltra hec omnia decem vacce pro sustentatione earum in allodio Monasterii Reychersperig predicto ipsis debent pabulari. Verum quia non expedit ancillas christi cultu diuino relicto extraneis obsequiis occupari, Tres persone, due quidem feminei et yna masculini sexus eis apte pro ipsarum cottidiano sunt seruitio deputande, quibus de victualibus et debita laborum remuneratione per Prepositum et Conuentum sepedictos similiter erit prouidendum. Preterea quecunque ex deuotione fidelium specialiter Conuentui seu Monasterio ipsarum monialium inter uiuos seu causa mortis legata seu collata fuerint, illa in utilitatem earum sunt singulariter conuertenda. Ceteris omnibus in aliis utriusque pareium predictarum priuilegiis contentis in suo robore duraturis. Ceterum quia premissa omnia et singula partes sepedicte concorditer approbauerunt, Nos vtilitate utriusque Monasteriorum predictorum diligenter attenta ad deuotam ipsarum instantiam singula queque gratanter approbantes Ex auctoritate ordinaria ex certa scientia duximus confirmanda. In quorum omnium et singulorum testimonium nostrum et antedictorum Conuentuum sigilla presentibus sunt appensa. Actum et Datum Patauie Dominica quasi modo geniti Anno domini Millesimo ceco. Tricesimo primo.

Original auf Pergament zu Reichersberg. Das halb zerbröckelte Siegel des Bischofes hängt allein noch an der Urkunde.

VIII.

133L. 9. April. Linz. Herzog Otto von Österreich verleihet dem Kloster Garsten das Blutgericht auf dessen Gütern bei Gaflenz mit Bestimmung der Gränzen.

WIR Ott von gotes gnaden Hertzog ze Osterrich vnd ze Styr, Herre ze Chrayn, auf der Marich und ze Portenawe Veriehen vnd tùn chunt offeulich mit disem brief allen den, die in ansehent, lesent oder horent lesen, die ietzv lebent oder hernach chunftig werdent, Daz wir durch aller vnserr vordern sel vnd vnsers bailes willen für vos ynd vnsern lieben bruder Hertzog Albrechten ze Österrich vnd ze Styr vnd vnser Erben vnd nachkomen dem Gotshaus ze Gersten, daz wir an allen seinen guten, die in vnsern lanten gelegen sint, von recht höhen vnd fürdern sollen, die sunder gnad getan haben vnd tûn ouch mit disem brief, daz des vorgenanten Gotshaus Rihter vnd Amptleût in der Gegent ze Gaflentz auf den gûten, die mit den gemerchen, die hernach gesehriben stênt, vmbuangen sint von dem Perg, der da haizzet der Merhenuale, vntz an daz wazzer, daz die frodnitz haizzet, vnd von dem Pache, der di Gaflentz baizzet, da er erst entspringet, entz da er fleuzzet in di Ens, vnd von dem Aigen, daz da haizzet auf dem Gemerche, vntz an daz aigen, daz da haizzet hinder dem Ouen, darauf si êmaln vmb alle sache gerihtet habent denn alein, waz an den tôd gie, fürbaz üreylich vnd vrloublich gerihten mugen vnd den Pan vnd Stokeh vnd Galgen haben sollen auf irem gût vmb todsleg vnd vmb alle sache, die an den tod gent. Vnd darvmb gebieten wir vestiebleichen allen Rihtern, si sein vnser Rihter oder ander iemans, daz si in die selben gnade stét halten vnd dawider in dhainen weg tůn. Vnd daz allez, daz vorgeschriben ist, dem vorgenanten Gotshaus von vns also stêt vnd vnzerbrochen beleibe, geben wir im disen brief ze Ainem vrchunde versigelten mit vnserm hangunden Jnsigel. Der ist geben ze Lynntz, Da man zalt von Christes gebûrde Dreutzehen Hundert jar vnd darnach in dem Ainz vnd Dreizzigisten jar des Eritags nach der Osterwochen,

Original auf Pergament im ehemaligen Garstner Archive mit einem an rothen und gelben Seidenfäden hängenden grossen Reitersiegel von gelbem Wachse.

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1331. 14. April. – Matz, die Wittwe des Leopold Püsser und ihre Söhne ver

kaufen dem Bischof Friedrich von Salzburg ihr Haus zu Linz.

Jch Matz di Liupoltz púzzer witib vnd ich Leb vnd Ott und Leupolt di púzzer ir sun vnd ich arnolt gozzeins svn vnd mein housfrow Ludmei vnd alle vnser erben wir veriehen vnd tůn chunt allen den, di disen brief sehent, lesent oder hörent lesen lemtigen vnd chumftigen, daz wir redleich vnd reht mit wol bedachten můt vnd mit aller vnser erben gunst vnd willen vnd mit gerichtz hant ze chouffen haben gegeben vnser hous Seiftenekk, daz zwischen des

Bischolfs hof leit yndz an Christans ayerimsmaltz hous gar vnd gaentzlich mit samt dem pachhaus vnd swaz da zu gehort, besucht vnd vnbesucht vnd sam wir iz in nytz vnd in gewer gehabt haben mit samt dem grunt vnd mit aller stat zÝ rechtem purchrecht dem erbaern fursten bischolf Friderichen vnd allen seinen nachchomen vmb sechtzk pfunt alter wienner pfenning, der wir gar vnd gantz gewert sein. Wir sullen ouch desselben houss sein vnd seiner nahehomen gewer sein für all ansprach, sam purchrechtz reht ist in der stat ze Lintz, oder nåm sev dar vber chainen schaden an dem selben hous, den sullen wir in ablegen vnd sullen den haben auf yns ynd auf allem vnserm gůt vnd wir haben. daz dem ersamen fursten bischolf Friderichen von Salzburch vnd allen seinen nahchomen von yns di red staet vnd vnzebrochen von uns beleib, dar vber geben wir disen brief gesigelten mit der stat jnsigel ze Lintz. Des sint gezeug Hainrich der Tungozzinger, Friderich der Tungozzinger, vlrich end Dietrich di pranter, bruder wolfhart, mathe der paeschinger, Ditmar in dem Lonstarfhof, Mathe vnd Christan di hornborst, christ an der ayerimsmaltz vnd Simon sein svn vnd ander erbaer laeut genuch. Der brief ist gegeben nach Christes geburd dreuzehen hundert iar darnah in dem ains vnd dreizikisten iar, nach Ostern vber vierzehen tag.

Salzburger Kammerbücher II.,p. 130. K. k. geh. Hausarchiv.

1331. 17. April. Steyr. Herzog Otto von Österreich bestätigt einen Vertrag zwischen dem Pfarrer und der Gemeinde zu Neustift wegen ordentlicher Feier

des Gottesdienstes an Sonn- und Feiertagen. WJr Ott von gotes gnaden Hertzog ze Üsterrich vnd ze Steyr Tún chunt offenlich mit disem brief allen den, die ihn ansehent, lesent oder horent lesen, Daz für vns chomen vnser leût in der Nevstift vnd habent vns fürgelegt irn gebresten, den si an dem Gotesdienst vntzher gehabt habent, vnd darymb, daz in fûrbaz von irem Pfarrer, wer zv den zeiten da ist, ewichlich alle veyrtage vnd Hohtzeit Messe gesungen werde vnd der Gotesdienst desterbaz begangen werde ze rehter zeit, als in andern pfarren sitlich vnd gewonleich ist, So habent si mit veraintem můt vnd mit vnsrer vnd des Pfarrer daselb

gunst vnd gûtem willen auf sich gelegt vnd sich vor vnser verpunden daz ieder pavman vnd alle sein nachkomen, der haus und hof hat in der selben Pfarre vnd in die Purch ze Steyr mit dienst gehoret vnd geschriben ist, aller jerichlich vnd ewichlich geben vnd dienen sol dem vorgenanten Pfarrer, der dann da ist, ze Sand Miehels messe einen halben metzen Chorns oder dafür, als vil er werd ist, Vnd daz diser sache fürbaz ewichlich also stết beleibe, haben wir in disen brief gegeben nach irr pêt ze ainem offenn ûrchunde versigelten mit vnserm Insigel. Der ist geben ze Steyr, da man zalt von Christes gebûrde Dreutzehen Hyndert iar vnd darnach in dem Ainz vnd Dreizzigisten iar des Mitichens nach dem Sonntag, wenn man singt Misericordia dominj.

Original auf Pergament im ehemaligen Garstner Archive mit einem an Pergamentstreifen hängenden grossen Reitersiegel von braunem Wachse.

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1331. 21. April. — Propst und Convent zu St. Florian verkaufen Chunraten in

dem Zaum den Hof zu Reichelsberg.

Wier Hainreich Probst von Gotesgnaden, Fridreich Techent vnd all die sammung des Gotshaus datz sand Florian veriehen vnd tün chunt allen den, di disen brief sehent oder hörnt lesen, di nu lebent oder hernach chúnftig werdent, daz weilent walther der Reichelsperger gehabt hat von vns vnd von vnserm Gotshaus einen Hof datz Reichelsperg, da er vns von gedient hat in vnser Ýrbar iårleich an vnser vrawn tag ze der dienstzeit sechs schilling alter pfenning wienner vnd sein recht verchauft het herren Hainreichen dem Stainpekchen an vnsern willen vnd an vnser handen, von demselben herren Hainreichen wier wider müsten lösen mit vîl mů vnd arbait vmb sechs vnd fümftzikch phunt alter wienner phenning. Daz selb recht an dem vorgenanten hof haben wier geben Chunraten in dem zaun mit aller der gewer vnd nutz vnd zu demselben hof gehört versůcht vnd vnuersucht, vmb åcht vnd funftzikch phunt alter wienner phenning. wir verhaizzen auch, daz dem (ob den) obgenanten Chủnraten in dem zaun dhain chast not dez benót oder dar zu trib, daz er verchauffen můst, swen er vns dann für pringt, den wier gern haben ze einem holden, dem schůllen wier leichen nach seiner pet vnd

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