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allen iern Erben mit allen den rehten, als wir daz in aigens gewer her braht haben. Vnd geben in dar ýber disen Brief ze ainem waren gezeug diser sache besigeltn mit vnserm jnsigel. Der Brief ist geben nach Christes gebůrde Tovsent vnd drev Hundert iar darnach in dem fůmf vnd dreizzgisten iar an sand Bartholomes tag.

Original auf Pergament mit einem hängenden Siegel von grünem Wachse, das einen Helm mit zwei Jagd hörnern enthält, im k. k. geheimen Hausarchive.

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1335. 24. August. – Janns von Traun gibt mit Einwilligung seiner Mutter offmei dem Kluster Wilhering die Eigenschaft an dem Hofe zu Ober - Thalheim.

ICH Jans von Travn vergich offenbar vnd tvn chunt allen den, di disen Prif sehent oder hornt lesen, daz ich mit wol verdachtem můt vnd mit gutem willen meiner lieben vrown vnd myter vrôn Offmeyn vnd aller meiner geswistreit vnd nach aller meiner vrevnt (rat) han auf gegeben der (sic) Erbern gestlichen leuten dem abpt vnd der Sampnvng ze wilhering dev aigenschaft an den Hof ze Obern Talhaim, den Vlreich von Talheim von meinem vater Hern Hertneit von Travn sæliger gehvgnůzze ze rechtem lehen weilent enphangen hat, vnd han dem Gotshaus ze wilhering dev aigenschaft mit rechter furzicht vnd mit gerachter hant ledichleichen gegeben, daz di Herren von wilhering mit dem selben Hof irn frvm schaffen vnd den in aigens gwer ebichleichen inne haben an alles gevær vnd an allen chrieg. Ich wil auch vnd sol mit sampt meinen vrevnten vnd Erben des selben Hofs ze Talhaim ir scherm vnd gwer sein nach Landes recht, swo in des not vnd durft geschiecht, an all widerred. Daz dis gab also, di ich vnd mein geswistreit ze einem sælgeret meins vorgenanten vater sæl haben getan, dem Goizhaus ze wilhering stet vnd vnuerchert beleib, des gib ich ze einem vrchvnd in disen Prif versigelten mit meinem Insigel Vnd sint des zeuch Her Ditreich von weisenberch, Her Wreich der Pruschinch, Her Hainreich der Stainpech, Ditmar von Aystershaim, wernhart der Hager, alber und Philipp von alharting vnd ander Piderb leut gnůch. Do von Christes geburd warn Drevzehenhundert jar, in dem funf vnd Treizigisten Jar an sand Bartholomes tach.

Original auf Pergament zu Wilhering, das Siegel abgefallen.

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1335. 29. September. Wels. Ulrich Lauer verkauft an Heinrich dem Geu

mann Güter zu Harlungsberg, zu Rotelberg und zu Lehen.

Ich Vlreich Lawer und mein Housvrow vrow Demuet vnd all vnser erben vergechen offenleich mit disem brif vnd tun chunt allen, di in horent, sechent oder lesent, di nv sint oder noch chumftig wernt, daz wir mit wolbedachtem můt vnd mit gutleichem willen vnd wort aller vnser eriben vnd nach rat vnser pesten vreunt recht vnd redleich ze chauffen haben gegeben hern Heinreichen dem Gewman vnd sein erben daz gůt ze Harlungsperig vnd daz gut ze Rotelperig vnd daz ain gut dacz Lechen, di vnser rechtz aygen gewesen sint von den fursten von Ostereich, mit alle dev, vnd dar zv gehört ze holcz, ze veld, versucht vnd vnuersucht, vmb ein gelt, des si vns verricht vnd gewert habent, vnd schullen auch der selben gut ir gewer sein ze hof, ze tayding an aller stat, vnd in des not geschicht, als des Lantz recht ist ob der ens vnd swaz in dar an ab get, daz schullen si haben auf vns vnd auf aller vnser hab, wo wir di haben in paiern oder in Osterreich, versucht oder vnuersucht. ez sol auch, swer vogt ze wels ist, anders mit den vorgenanten guten nicht weder vil noch wenich zeschaffen haben nur als vil, ob di gut mit debaine ansprach begriffen wurden, von swem daz wer, so sol denn der vogt ze wels der selben gut vnd des gruntz denn ein gemainer richter vnd ein verhorer an als geuer sein, anders sint im di gut nichtz gepunten. vnd daz in di wandlung also stet vnd vnuerchert beleib, Dar v ber ze einem vrchunt geben wir in disen brif versigelten mit vnserm anhangunten jnsigel vnd mit hern Ditreichs jnsigel von Harach, de se den zeiten gwaltiger vogt was ze wels vnd mit Gerunges jnsigel ron Asenheim. Der brif ist geben ze wels nach Christes gepurt vber Dreuzehen Hundert jar, darnach im funf vnd Dreiskistem jar an sand Michbels tag des heiligen Engels.

Original auf Pergament im gräfl, Harrach'schen Archive zu Wien, mit nur noch einem angehängten Siegel von weissem Wachs, das in einem Schilde drei Pedern an einem Ringe enthält. Die beiden andern Siegel sind abgefallen.

CLXXIII.

1335. 4. October. – Eberhart von Neuhaus verkauft Herrn Friedrich von Pettau Marschall in Steiermark seinen Antheil an dem alten Haus zu Rabensberg an

der öden Mauer etc.

ICH Eberhart rom newnhous vnd alle mein Erben Wier veriehen offenbar an disem brief vnd tuen chunt allen den, die in sehent, Jesent oder horent lesen, Daz wier dem Edeln Herrn Hern fridreichen von Pettaw Marschalich in Steyr ze choufen haben geben vnsern tail, den wier gehabt baben an dem alten Haus ze Rabensperch an der óden maur den elk gen dem prunn vnd waz an dem purig perig gelegen ist, mit der Hofstet, di gen dem prunn gelegen ist vnd swaz dor zue gehört ze holtz, ze ueld, versůcht vnd vnuersücht oder swie daz genant ist, vm ein gut, des er vnd sein erben vns gancz vnd gar gewert habent vnd geben im ez auf mit des Herrn hant, von dem ez ze lehen ist. Wier schullen auch fürbaz dehain Ansprach dor nach haben vnd schullen iem vnd sein Erben ez scherm an aller der stat, do in sein nót geschicht, Also landes recht ist. vnd daz in daz stæt vnd vnuerchert beleib, dor vber gib ich vorgenanter Eberhart vom newnhous iem vnd sein Erben disen offen brief versygelten mit meinem Anhangundem Insygel. Der ist geben nach Christs gebůrd dreuczehen hvndert iar, dar nach im fumf vnd dreizzigistem iar an sant Franciscus tag.

Original auf Pergament im Schlosse zu Eferding. Das Siegel abgefallen und verloren.

CLXXIV.

1335. 9. October. - Chunrat von Pless gibt gegen das Gotteshaus Garsten seine

Ansprüche auf die Sorgelhub auf.

Ich Chunrat van pless mitsampt miner Hausvrowen vren Leukarten vnd mit allen minen erben synen vnd tochtern guten willen vergich ynd tvn chvnt allen den, di disen brif horent, sechent oder lesent, di nv lebent oder noch chvnftig werdent, Daz ich mit gutlichem willen vnd mit verdachtem můt die Ansprach vnd den chrige, den ich gehaht han auf di sorgilhub, di da leit auf dem luschavr,

apt Micheln und dem Gotshaus unserr vrowen ze Gersten ledichlichen auf han gegeben vnd sol ich vnd alle min erben furbaz dehain ansprach darvmb haben gegen dem Gotshaus ze Gersten. Daz di sach stete vnd vnverchert ewichlich van mir vnd van allen minen erben beleib, gib ich ze cinem vrchvnde disen brief versigelt mit minen vnd mit Hern Otten des sechen (sic) vnd mit mines sunes Otten Insigeln Vnd sint der sach vnd der wandlung zevge Her Ott Hauser ze den ziten purchraf ze Steyr, Her Marchart prevhafen, friderich steger, Jans. HeinRich enser, chunRat chamerer, Peter ponhalm, peler Milichtopf vnd an der erber leut. Die sach ist geschehen, da van christes geburde ergangen warn dreuzehen hundert Jar, darnach in dem fumf vnd dreitzigstem Jar an sant Dyonisen tag.

Original auf Pergament im ehemaligen Garstner Archive mit drei hängenden Siegeln von gelbem Wachse. Das erste Siegel – sehr undeutlich — scheint drei aufstehende Spitzen zu haben.

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1335. 13. October. – Friedrich der Walich zu Freistadt übergibt dem Kloster

Hohenfurt zwei von seinen Eltern rerschaffte Weingärten.

Ich Fridreich der Walich von der Freinstat vnd mein Hausfrowe vnd vnser Eriben wier veriehen vnd tuen chunt allen den, die disen brief lesent oder horent lesen, daz wier mit vnserr nasten vnd pesten frewnt rat haben verrichtet vns mit den geistleichen Herren des chlosters von Hahenfuert vm di tzway weingertel, di mein vater vnd sein Hausfrowe in geschafft hat vnd der leit ains pei Leubs an dem Haslech vnd dient alle iar an sand Michels Tag drithalben wienner phenninch sand Mertein hintz zebing, das ander leit pei Goboltzpurch in den Gern vnd dinent alle iar an sand Michels tag funf wienner phenning den Herren von Chirichling. Vnd di selben weingartel hab wier in ledich Jazzen vnd haben seu aufgegeben mit Perchherren hant dem Geistleichen Herren Hern Hainreichen ze den czeiten ieren Pitanczer an ier aller stat vnd darum habent seu vns gegeben dreu phunt wienner phenning, der wier schon gewert sein. Wier schuln auch fuerbaz der vorgenanten weingårtlein ier rechter scherm sein fuer alle ansprach. Vnd ich Fridreich walich gib in darvber disen brief ze vrchund versigelt mit meinem Insigel vnd czu ainem

gezeuge versigelt mit Hern Chunrates des walich Insigel vnd zu gezeuge di Erbern leut Hern Vlreich und Hern Pilgreim di walich, Maricharten der Poschen ze den tzeiten Richter datz Leubs, VIreichen den amptman, Nyklan seiner swester sun vnd ander leut genueg, den di sachhe wol chund ist. Der brief ist gegeben nach Christes geburd dreutzehen Hundert iar, darnach in dem funf vnd dreizigistem iar, an sand Cholmans Tag.

Original auf Pergament mit drei an Riemen hängenden weissen Wachssiegeln, im Stiftsarchive zu Hohenfurt.

CLXXVI. 1335. 26. October. St. Paul. - Conföderation zwischen Kremsmünster und der

Abtei St. Paul in Kärnthen.

Reverendo inchristo patri ac domino suo carissimo domino friderico venerabili abbati Nycolao priori totique Conventuj Ecclesie in Chremismunster Pataviensis Dyocesis Hainricus dei gracia Abbas Monasterii Sancti Pauli in valle Laventina, Hermannus Prior totusque Conventus ibidem Saltzburgensis Dyocesis sinceram et fraternam in domino caritatem. Quoniam multiplicis tytulo honestatis Ecclesia vestra ab antiquo semper exstitit non inmerito commendanda fraternitatem inter nos huc usque contractam innovavimus per omnia in hunc modum. Quod cum plena confraternitate suffragiorum et bonorum operum in oracionibus in vigiliis et elemosinis, que pro nostris Conventualibus in Monasterio nostro fuerint, vobis et vestris confratribus, presentibus et futuris, sub presencium testimonio vobis damus unanimi ac communi decernentes consilio, ut inter premissa natalis beati Pauli apostoli, nostri Patroni, per vos in vestro Monasterio in festivitate ipsius sollempniter celebretur et nos Natalis beati Agapiti martiris, vestri Patroni, suo in festo viceversa sollempnitate debita peragatur, Insuper addicientes, quod causa necessaria et racionabili exigente fratres vestros cum litteris sui Abbatis ad nos missos recipiemus pro tempore oportuno, donec si emissionis eorum causa talis fuerit suo Abbati nostris precibus fuerint reformati vel ob aliam causam si fuerint emissi eadem causa cessante vel quomodolibet mitigata oco suo et consorcio fuerint restituti. Actum et datum in sancto Paulo Anno domini Millesimo CCC*•XXXV° VII Kalendas Novembris.

Urkundenbuch von Kremsmüoster Nr. 202.

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