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1331. 1. September. Ulrich, Herrn Niclasens von Minnbach Eidam, erkauft

von dem Kloster Waldhausen einen Hof zu Dro88 als Leibgeding.

Ich Vlrich her Nyclas aydem von Minnpach vnd katrei sein Housfrow wir veriehen an disem brif vnd tun chund allen den, die in sehent, hörent lesen, daz wir gechauffet haben von dem Erbern herren Brobst Wisenth von Waldhausen vnd von dem Conuent daselbs irn hof ze drozz, da in gehörnt vir ynd virczig jeuchart akcher vnd drei hofstet, do man in den hof von dint drey schilling vnd siben phening wienner Mûnsse vnd dreu hûn. den selben hof haben wir gechauffet zu vir leiben vns vorgenanten paiden vnd vnsern zwain chinden Nyclasen vnd Agnesen Also mit bescheidner red, daz wir in dovon alle iar geben sullen écht vnd zwaintzig wienner phenning an sand Michels tag, daz si diselben raichen sullen in gewerscheft irs gotzhous also, swann wir vorgenanten leib nicht mehr sein, so ist in der vorgenant hof ledich warn vnd swaz darzu gehört, an allen irrsal, Wir sullen auch den vorgenanten hof nicht versetzen noch verchauffen noch swaz darzu gehört zu vnserm recht, ez geschêch dann mit wizzen dez vorgenanten gotzhous phleger oder verweser. Wir sullen auch weder ekcher noch guld von dem vorgenanten hof verchumbern noch versetzen, nur mit willen dez vorgenanten gotzhous phleger. Wir sullen auch denselben hof ynddi ékcher haben in rechtem czeitlichem paw also, daz der hof icht zimmeruellich werd vnd auch di ékcher icht pawloz. wo wir daz nicht stét behalten, so ist in der hof ledich warn an allen chrig, vnd di hantfest, di wir von demselben gotshous haben, di hat dehain chraft fürpaz. Daz di red stêt beleib vnd vnuerchert, darvber gib ich vorgenanter Vlrich vnd her Leuppolt, zden zeiten Richter ze Chrems disen brif versigelt mit vnsern Insigeln zu einem vrchund vnd zu einem geczeug diser sach. Datum Anno domini M. CCC0XXX°. primo, Egidij Abbatis et confessoris.

Aus einem gleichzeitigen Pergainent-Codex zu Windhaag.

Urkundenbuch des Landes ob d. Epps. VI. Bd.

XXIX.

1331. 17. September. Waldhausen. - Propst Wisinto, Dechant Ulrich und der Convent zu Waldhausen stiften aus dem Ertrage der einverleibten Capelle St. Thomas zehn Pfund Wienerpfennige zur Besserung der Klosterkleidung.

In Christi nomine amen. Nos Wisento diuina miseracione Prepositus, Vlricus Decanus Totusque Conuentus Monasterij Walthausen. Ordinis sancti augustini canonicorum Regularium Patauiensis dyocesis ad perpetuam Rei memoriam. Cum secundum apostolum, qui altario seruiunt, viuere debeant de altari et qui ad onus eliguntur repelli non debeant a mercede, iustum ac rationi consonum fore dinoscitur, vt quod pro conmuni vtilitate ac necessitate donatum est, propriis cuiuscumque non applicetur vsibus sed iuxta qualitatem indigencie cedere debeat in conmune. Sane Reuerendus in christo pater et dominus noster dominus albertus Patauiensis Episcopus noster dyocesanus necessitates Monasterij nostri oculo paterno considerans nobis conmuniter ac Monasterio nostro de consensu sui Capituli donauit, incorporauit, appropriauit et vniuit Ecclesiam parrochialem in . . . cum Capella Sancti Thome eidem subiecta et omnibus earundem facultatibus, redditibus et prouentibus, prout ex littera ..... euidenter apparet, vt igitur, quod per ipsum et capitulum suum pia deuocione pro necessitate conmuni factum est in hac parte pr .... nos studio partiamur, diligenti ac matura deliberacione prehabita taliter duximus ordinandum, vt Rector Ecclesie et Capelle prenominate, qui pro tempore fuerit, Camere nostre, de qua vestes ministrantur fratribus, pro melioracione habitus, qui saltem in Cappis hactenus vilis ac minus vtilis fratribus extitit, x. libras denariorum wiennensium in subscriptis terminis videlicet in die dedicacionis capelle sancti Thome, que in dominica, qua cantatur vocem jocunditatis celebrari consweuit, vi libras, jn die beati vdalrici ij. libras, jn die Sancti Michahelis ij.“ libras annis singulis integre ac sine diminucione qualibet soluere teneatur, Residuum vero totum, quod tam de Ecclesia quam de capella quodcumque vel qualitercumque vltra congruam sustentacionem Rectoris et supportacionem Canonicam onerum obuenire poterit, ad vsus prepositure deueniat, que tam in edifficijs quam in aliis necessitatibus exterioribus et interioribus sustentat onera grauiora. In quorum testimonium et firmitatem perpetuam predictam nostram ordinacionem conscribi fecimus nostrorumque videlicet prepositure et Conuentus sigillorum appensione firmiter roborari. actum et datum in Monasterio nostro Anno domini mo. cccu. xxxj. xv. kalendas Octobris.

Original auf Pergament zu Waldhausen. Das zweite Siegel verloren, das erste länglicht zugespitzt von weissem Wachse weiset eine tonsirte kniend betende Figur in faltigem Habite. Die Umschrift ist bis auf einzelne Buchstaben abgebröckelt.

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1331. 29. September. Oetting. Herzog Otto von Baiern erhebt den Pfarrer zu Mauerkirchen zu seinem Caplan, ertheilt und bestätigel die Freiheiten seines

Gotteshauses.

Wir Ott von gotes genaden pfalczgraff ze Rein vnd herczog in Bayren ueriechen offenbar an dem brieff vnd thun chundt allen den, die in an sehent oder horent lesen, wann vnser vater vnd vetter vnd all viser voruodern saligen das goczhaus ze Maurkirchen mit besundern andachten vnd diensten in den ern vnd wirden der hochgelobten magt Gots muter sand maria vnser frawn alle zeit gehabt habent, Als wir chuntlich vnd aigenlichen erfunden haben an den briefen vnd hantfesten, die unser frawn pfarrer vnd Caplan da selben von vnsern voruordern vncz her gehabt habent, vnd wann wir salig vnd gut weg, die voser voruordern in gotes vnd seiner lieben muter dienst habent gehabt vnd gehandelt, pilleich vnd auch gern durch vaser vnd gemaincklich durch aller vnser voruodern vnd nachkomen ewigs hail vnd såld wellen pessern, meren vnd nicht mindern, Haben wir yeczod besunderlich angesehen vnd erchandt die genad, die vnser frawn pfarrer vnd Caplan ze Maurkirchen von vns vnd von vnsern voruodern habent gehabt, Als yns her Ortolff der Teuffenpeck, der nw pfarrer daselb ist, mit vnsern vnd mit vnsern voruodern hantfesten vnd briefen beweist vnd geinndert hat, Vnd haben dem selben her Orttolff dem Teuffenpecken, der manige jar vnd zeit, ee er gen Maurkirchen ye kam, vnser besunder caplan ist gewesen vnd noch ist, getan die genad, Daz wir wellen, das er alle die genad vnd recht sol haben, die sein voruoder her hilprant der weichsselberger vber al in vnserm landt an allen steten hat gehabt, und wan der selb teuffenpeck vor vnser besundrer Caplan ist gewesen, haben wir in als seinen voruodern hern hillprant såligen yeczod von newen dingen zu vnserm besundern Caplan genomen Also, das wir wellen, das er vnd sein diener haben alle die recht, die vnser Capplan habent, die taglichs pej vas sint an vnserm tisch. Vnd darzu freyen wir im sein haws ynd sein diener vnd alles sein jngesinde vor allem ingewonlichen vnd vnpillichem gewalt vnd wer von vnczüchten darzu vnd darein geflochen kumpt. und welicher vnser ambptman oder der vnsern das vber für im zu laid oder nicht ståt hielt, der sol wissen vns daran gelaidigt haben vnd daran wider yns getan haben. wir thun im die genad auch, das er die hoffstatt zu Maurkirchen, die der vógler gehabt hat, vnd den garten, der darzu gehort, vnd den hoff zu Tettenpach, die vnser aigen sind vnd die gult da von vns gefallen solt an sand Michahels tag, die sol er haben an all vnser vnd vnsrer amplewt vordrung, die weil er lebt Also, das kain pischoff ze passaw oder kain sein nachkomen noch seinem tod dar auff gen vns icht hab zu sprechen. Darzu haben wir vnser frawen zu lob vnd zu ere vnd auch ze dienst getan, das wir wellen, das der selb teuffenpeck die genad ynd freyung sol haben, was er von wein, Salcz, getraid oder von andern sachen zu kost bedarff in sein haus, das im das frey vnd ledig fur sol gen an alle zoll vnd Mautt vnd an alle vordrung vber al in vnserm land vnd herrschafft an allen steten, das er den gotsdienst desterpas můg volpringen vnd volfurren. Darzu wellen wir, das er hab zwen fischer an der Máttich, in ynsern wassern trewbach, Rospach vnd Mospach, als die sein voruoder gehabt hat. Darzu wel wir auch, das im vnser jåger, welchen er nimpt, alle iar vell vnd antwurt ein Rottwilt zu den Dreyssick messen, die er beget an dem achtenten tag nach vnser frawen tag ze der Schiedung, vnd des die jåger gen vns vnd vnsern amptlewten an leib vnd an gut vnentgolten beleiben. wir tun auch im die genad, das wir wellen, das kein fischår sol siczen dacz Maurkirchen dann sein zwein fischår, die wir im erlaubt haben. Darzu tun wir im auch die genad, das er nem ausz vnserm Schachen prennholcz, wie vil er bedarff in seinem haws. wir haben auch im die genad getan, das wir wellen, das kain ynser ambptman vnser frawen lewt beswår mit kainerlay werckhart. wann vnser frawen pilgrein ze Maurkirchen icht rechter chauff wider get, wellen wir, das niemant chainen chauff da hab weder trucken nach nassen, es sej dann mit des vorgenanten her ortolff des Teuffenpecken pfarrer daselben willen vnd gunst. wir wellen auch, wenn ein pfaff in seinem erczpriester ampt Tod leit, das chain vnser amptman noch anders yemant mit seinem gut ichts zu schaffen hab, wann wir wellen, das es seinen geltern, seinen frewnden vnd seiner sel gevall. Vnd da von wellen wir vnd gepieten allen vnsern amptleuten, vicztumen, Richtern, Manttern, zollern vnd wie sy genand sind, vnd gemaincklich allen den, die in vnserm land vnd herschafft gesessen sind, Edeln vnd vnedeln vesticklich vnd ernstlich bej vosern hulden, das sy im die obuerschriben genad alle gånczleieh ståt haben vnd mit nichte vberfarn. Das wellen wir nicht enpern vnd als ir vnser swår, gross vngenad wellet vermeiden. Vnd das im die obgenandt gnad ståt, gancz vnd vnzerbrochen beleiben, Daruber zu ainem vrchund geben wir im den brieff mit vnserm josigel uersigelten. Der ist geben zu Otting, do man zalt von Cristes gepurdt drewczehenhundert jar, darnach in dem ainem vnd dreyssigisten jar an sand Michels tag.

Aus einem Vidimus dto. 19. Jänner 1441 in der Propstei Mattighofen.

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1331. I. October. Garsten. Bischof Albert von Passau bestätiget die Schenkung des Abbtes Otto von Garsten bestehend in 26 Bänden von Büchern an die Bibliothek des Klosters, welche ein Mitglied desselben, Fr. Johannes, zusammen geschrieben hatte, und gebietet, kein Stück davon zu veräussern, sondern den

Inhalt derselben fleissig zu lesen.

Albertus dei gracia Ecclesie Patauiensis Episcopus vniuensis Christi fidelibus, ad quos presentes peruenerint, salutem in domino. Humane conditionis sev nominis mutabilitas, que per singula momenta tamquam aqua decurrens nascendo et moriendo quodam ordine naturali dilabitur, hac potissimum, ne similiter transeat cum tempore, sollerti vigilantia stabilitur, si aut bone operationis merito aut beate posteritatis pignore fulciatur, sapiente pro eorum altero attestante: Memoria iusti cum laudibus. Et iterum: Mortuus est pater eius et quasi non est mortuus, similem enim sibi filium dereliquit. Sane cum venerabilis frater et dominus Otto Abbas Monasterij Sancte Marie

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