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in dem land dacz Osterreich. Daz der chauf vnd di wandlung also stet vnd vnuerchert beleib, darüber geben wir, ich vorgenanter Hainreich und Jans di Würmtaler disen prief versigelt mit vnsern anhangunden Insigeln, vnd wand vnser jünger Prueder vnd Swester aygner jnsigel nicht habent, habent si gepeten dienstleich mit sampt yns den erbern vnsern genadigen herren, hern Eberharten con Walse uden zeiten oberisten Houptman ob der Ens, daz der auch sein jusigel dar an gelegt hat. Des priefs sind all di in sehent oder hörent lesen (geziug); Der gegeben nach Christs gepürd ist über Drevzehen Hundert jar, dar nach in dem Sechs vnd Vierczkisten jar an vnser Prawen Tag zder Liechtmisse.

Original auf Pergament zu Set. Florian mit zwei hängenden Siegeln, das dritte abgefallen.

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1346. Februar. – Johann ron Chunring zu Seefeld mit seiner Hausfrau Anna leisten Versuche auf ihre Ansprüche um das Erbe ihres Vaters Herrn Friedrichs

con Wallsee.

leh Johans ron Chúiring ze Seueld vnd ich Ann sein Hausurov veriehen mit disem Prief rud tun ehunt allen den, die in sehent oder høreut lesen, di au lebent oder noch her nach chúnftich werdent, Dan vier mit wolbedachtem muet vnd mit gutleiehem willen vnd owch nach Rat vaserr pesten vriwnt habn wier vns gènezleich mit insern triwn rerpunden md geiübt vnd loben owch dem Erbern Herren hern Fridreichen ron Walsze ror Ens meim Sweher, vorgenanten Annen later vnd alien seinen Erben, di er hat oder noch gewinnet, Daz wier ras genezleich vnd gar vnd an all widerred súllen fürtzieht tún vnd weilen oweb reekt vnd redlich verczeichen allez der Gütes ved Eribes, so der vorgenant inser lieber Herr her fridrich von Walsse vnd seia Erben habat oder noch gewinnent, ez seinen (sie) Vesti, Sætz, Erib oder rarund gut oder swie so daz genant ist, vnd süllen wier vnd wellen iem vnd seinen Erben daz voltueren vnd auch stæten mit inseru Priefen, dez sew wol genúegt, swenn dan ist, daz wier vus mit einander ze Haws seezen, es sei ze Suweld oder anderswa, da wier mit einander mit Haws wonen end siezeu; swenn dann er oder sein Erben darnach in ainem Moned

oder bin nach zu vns chòment oder sendent, so sullen wier vnd wellen vns gancz vnd gar vnd an all widderred fürczicht tůn vnd verczeichen, als wier vns dez vor an disem Prief mit ønsern triwn verpunden vnd gelobt haben also, daz wier noch ứnser Eriben hincz iem vnd seinen Eriben, di er hat oder noch gewinnet, hincz ier Erib vnd gút, swie daz genant ist, daz si habent oder noch gewinnent fürbaz nimmermer dehain vordrung noch ansprach ewichlich haben súllen noch wellen weder vil noch wenich. vnd dar zu durich pezzer sicherhait, so seczen wir in zesampt vns ze Pürgel vnuerschaidenlich di Erbern Herren ønser liebn Vetern hern Johansen vnd hern Lewtolden von Chúnring, vnsern lieben Ohaim hern Eberharten von Walsse Hawbtman ob der Ens, vnser lieben vriwnt hern Stephann vnd hern Heinreich gebrúder von Mæissow vnd vnsern besundern vriwnt hern Reinbrechten von Schónnberch also mit auz genommer red, ob wier in di gelübd nicht stæt baben noch volfüeren, swenn si dar vmb zu vns chòment oder sendent, als vor an disem Prief verschriben ist, swenn dann der vorgenannt her fridreich von Walsse oder sein Eriben yns vorgeschriben Pürgel monent ynd vordernt, so súllen wier in vnuerschaidenlich mit vnser selber leib Laysten hincz Wienn in der stat in ain Erber Gasthows, da sew vos hin zaigent vnd sůllen da inn ligen ynd laysten, als Laystens vnd innligens Recht ist vnd nimmer auz chömen, vntz in allez daz richtichleich volfúert wiert ynd stæt behalten wiert an allen iern schaden als vor an disem Prief verløbt vnd verschriben ist. War aber, daz der vorgenant mein Sweher her fridreich von Walsse mein vorgenanten Annen Vater vnd sein Sún, di er hat oder noch gewinnet, an Eriben ab giengen vnd verfüeren, des Got nicht verheng, swaz sew dann Eribes vnd Guetes hinder in lazzent, swie daz genant ist, daz sol dann Eriben vnd geuallen auf mich vorgenant Annen sein Tochter vnd auf di andern sein Tochter, di dann sint vnd auf di nachsten Erben, da ez dann ze recht auf Erben vnd geuallen sol. Daz di sach vnd daz Gelübd also stæt vnd vnzebrochen beleib, dar ýber gib ich vorgenannter Johans von Chủnring dem vorgenantem hern Fridreich von Walsse meinem Sweher vnd seinen Erben disen offenn Prief ze einem vrchýnd der warhait mit meinem anhangundem Insigel bestætigt, dar ýnder ich vorgenant Ann sein Hausurowe mich verpint allez daz stæt ze haben vnd volfúeren, als vor an disem Prief verschriben vnd gelobt ist, und mit der Erbern Herren voserr vorgeschriben Půrgeln anhangunden Insigeln geuestent vnd bestätigt. Der Prief ist geben, do man zalt von Christi gepåerd dreuzehen hundert Jar, dar nach in dem sechs vnd vierczkistem iar an ønser vrown Tag zder Liechtmiss.

Dás Original auf Pergament im Schlosse zu Eferding. Von den sieben daran gehängten Siegeln ist nur das Dritte – aber nicht völlig ganz – erbalten. Es ist jenes Leutolts von Chunring und enthält einen Stechhelm mit den Ohren und Hörnern eines Büffels bedeckt, die Hörner haben Querstreifen, wie selbe im Chunringer Schilde vorkommen.

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1346. 2. Februar. – Propst und Convent zu St. Florian geloben, zu Weissenkirchen in der Wachau von St. Michel aus einen täglichen Gottesdienst halten

zu lassen.

Wir Heinreich von Gotes gnaden Probst, Fridreich Techent vnd di sampnung, dacz sand florians hous veriehen ynd tuen chunt offenwar an disem prief allen den, di in sehent oder hörent lesen, daz wir wol bedacht mit veraintem muet Durch gotz lieb vnd vnser vrawn ze dinest vns verhaizzen haben geg dem Gotshous ze Wachaw dacz der Weizzenchirchen, daz wir daz selb gotshous von der pharr von sand Michel, di wir selben inne haben, besingen schuln haizzen alli tay tægleich an all saymung ewichlich mit einer Messe, Nuer an dem antlaztag vnd an dem charvreitag so sol daz pharrvolch gemainclich pei der Pharr sein ze sand Michel, ze Weinachten, ze Ostern, ze phyngsten, an gotes Leichnamstag vnd an allen vnser vrawen têgen vnd an aller heiligen tag vnd an dem chirchweichtag vnd an dem Paln tag vnd an aller zwelf boten tag, nuer alain an sand Matheus tag nicht, der ist in dem lesen, vnd an sant Mathyas tag auch nicht, der ist vmb den vaschanch, an den andern vorgeschriben tægen alln schullen ein Priester vnd ain schuller dacz der oft genanten chirchen dacz Wachaw an igleichem abent vesper singen vnd dez Margens Mettein vnuerzogenchlich an all wider red, vnd daz die arbait vnd der gotesdinst, als vor geschriben ist, dem Pharrer ze sand Michel, der da ist von vnsern wegen, ringer sei vnd decz paz volenten mug, habent vns vnd der chirchen ze sand Michel di pharrleut gechauft vnd gegeben zehen phunt phenning geltes, di man der pharr vnd dem pharrer hincz sand Michel raichen sol, vierstund in dem Jar alle quottemper drithalb phunt alter wienner phenning an all irrung vnd wider red. Vnd daz diser gotesdinst dem vorgenanten gotshaus vnser Vrawn ze Wachaw vnd den pharrleuten dar inne von der Pharr ze sand Michel, als vor geschriben ist, stæt vnd vnuerchert beleib, dar vber geb wir disen offen brief versigelten mit vnserm vnd mit dez Conuents anhangunden Insigeln, Vnd ze pezzer sicherheit mit der edeln Herren Insigel vnserr vógt Hern Jansen vnd Hern Leuttoltz von Chunring, Obrist schenchen in Osterrich. Der prief ist geben nach Christi gepurd Dreutzehen Hundert Jar, dar nach in dem sechs und vierzikistem Jar an dem Liechtmesse Tag.

Original auf Pergament zu St. Florian, mit drei Siegeln, das vierte – das des Convents – abgefallen.

DXXXIII.

1346. 2. Februar. Die Brüder Jans und Leulolt von Chunring leisten Bürgschaft, dass die Bürger von Weissenkirchen jährlich dem Pfarrer zu St. Mi

chael 10 Pfund reichen werden.

Wir Jans vnd leutolt, paid prúeder von Chunring veriehen vnd tůn chunt offenbar an disem prief allen den, di in sehent oder hörent lesen, daz wir vns haben an genomen für vnser purger datz der weizzenchirchen in der wachaw, di sich verpunden haben dem pharrer datz sand Michel in der wachaw ze chauffen zehen phunt •wienner phennig geltes vnd im di ze raichen vierstund in dem jar alle quatertemper drithalb phunt phennig vmb einen Gotsdienst, als verschriben ist an irem prief, den si habent von dem Gotshaus datz sand florian. Wer auer, daz si dar an saumig waren vnd dem pharrer datz sand Michel, der zden zeiten ist vnd hernach chumftig wirt, di phennig nicht geben zden tågen, als verschriben an irem prief, so verpint wir vns für sev dem Gotshaus datz sand florian vnd auch ze sand Michel, daz wir seu dar tzue nøtten schullen, daz si di phennig raichen dem pharrer datz sand Michel zden tågen, als verschriben ist an irem prief. Vnd daz daz allez ståt vnd vnuerchert beleib, dar vber geb wir disen offen prief versigelten mit vnser paider anhangunden insigeln. Der Prief ist geben nach Christ gepárd dreutzen hundert Jar, dar nach in dem sechs vnd viertzigistem jar an vnser vraun tag.

Original auf Pergament zu St. Florian. Jans von Chunrings Siegel hat den Bindenschild ohne Helm, das andere den Helm mit Büffelhörnern, die mit Bändern umwunden.

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1346.3. Februar. Wien. Bertholt von Pergau theilt durch das Loos das Haus in der Hochstrasse und Walkstrasse mit seinem Vetter Ulrich von Pergau, welcher für den ihm zugefallenen Theil obigem Bertholt 100 Pfund oder einen jähr

lichen Dienst von 10 Pfund Pfennig zu zahlen hat. Ich Perichtolt von Pergawe Vergich vnd tin chunt allen den, die disen brief lesent oder horent lesen, Die nu lebent vnd hernach chúnftich sind, Daz ich mit gutem willen, mit verdachtem mýt vnd nach erber Leutt Rat zv der zeit, do ich iz wol getůn mocht, Recht vnd redleich mit rechter furtzicht vnd mit Loz Getailt han mit meinem vetern Ýreichen von Pergawe vnser Haus, daz da leit auf der Hochstrazze vnd in der Walichstrazze, vnd alles daz, daz dar zv gehöret, swie so daz genant ist Also beschaidenleich, Daz mir vnd meinen Erben recht vnd redleich mit rechter førtzicht vnd mit Loz an rechter Tailunge geuallen ist Der Tail gegen der Stúchssen haus ýber mit sampt dem Garten vnd dem Hof von der Gemawerten Chuchen Ekke Geleichs ýber vntz an der Padstuben Mauer Ekke Also, daz wir da mit suln fürbaz ledichleichen vnd vreyleichen allen vnsern frymen schaffen mit verchauffen vnd mit versetzen, alz yns daz aller pest wol chym vnd füge an allen irresal. Da engegen so ist dem vorgenanten meinem vetern Vlreichen von Pergawe vnd seinen erben auch mit rechter furtzicht vnd mit Loz an rechter Tailunge Ledichleichen geuallen der ander Tail dez egenanten Hauses mit sampt dem Marstal in der Walichstrazze gegen dem Puchsser 'ber Also, daz si da mit syln fürbaz Ledichleichen Vnd vreileichen allen irn frymen schaffen mit verchauffen vnd mit versetzen, alz in daz aller pest wol chvm vnd füge an allen irresal Also beschaidenleich, daz mein veter vlreich von Pergawe vnd sein Erben mir vnd meinen Erben geben svin von irm Tail auf vnsern tail dez egenanten hauses Hyndert phunt wienner phenninge, Vnd auch also mit auz genomer rede: Die

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