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ynd hernach khünfftigkhlich werden, die disen brief lessent ynd sechent oder hörent Lössen, daz ich mit wolbedachtem mueth vnd auch mit guetem willen mein vnd aller meiner Erben han ich recht vnd redlich zu khauffen gegeben der Erbarn Frauen Elsspeten der Seisterinne meinen dienst zu zwainzig Mezen Waiz, die man ihr alle Jahr gethreulich diennen scholl vnuerzogentlich an vnser Frawentag ze der diennstzeit von meinem Guett Ab dem Strenwerge, da Wernhardt von Möring aufsiczet, Vnd war daz gethonn, daz ich oder mein Erben daran seumich warn, wie daz kheme, daz der dienst An dem vorverschriben tag nicht geben wurde, So hat die vorgenant Fraw des Gewalth vnd auch Recht, daz Sie Fraw Elspeth auf dem egenanten Guett dacz Möring scholl pfendten Alss vere, daz si ires davon bekhömen mag vnd scholl auch der diennst von demselben holden an der Frawen müehe hintz Pulgarn gefierth vnd auch gewert werden in dem Casst Metzen von Lufftenwerch. Vnd souil mehr, wenne ich oder meine Erben der egenanten Frauen Frauen Elspeten geben in der Zeit zwischen Osstern vnd St. Georgentag acht Pfundt Wiener Pfening, So ist der diennst von der Frauen ledig vnd loss an allen füerhrzug. Vnd wer daz gethon, daz die egenant Fraw Elspeth nicht enwere, Swer mich denne mont mit dem brieff mich oder mein Erben, demselben schullen wir alles des gebunden sein dez Rechts, vnd vor verschriben ist. Daz die rede Stett vnd vnuerkhert bleib von mir vnd von meinen Erben, darvber so gib ich die vorgenant Agnes disen brieff zu ainem wahrn Urkhundte versiglten mit meines Sunes Peter der Rechs Innsigl vnd mit meines brueder Vlreichs des Siczendorffer Innsigl Also mit ihr baider Anhangenden Insigl, wand ich selber nicht aignes Insigl han. Der brieff ist geben, da man zehlt von Christes gebuhrdte dreyzechenhundert Jahr vnd darnach in dem Sechs vnd Vierzigisten Jahr an St. Peters tag.

Vidimirte Copie vom 17. März 1644 zu St. Florian.

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1346. 5. August. Spital. – Die Brüder Heinrich und Conrad die Vonstorfer verzichten nach langwierigem Streite mit Kremsmünster auf alle ihre Ansprüche

rücksichtlich eines Gutes im Garstenthale. Ich Hainreich und ich Chuenrat die Vonsdorfer mit unsern hawsvrown und mit allen unsern erben vergehen mit disem prief, daz

aller der chrieg ganz verricht ist, der zwischen uns und dem gotzhařs ze Chremsmünster gewesen ist umb ain guet ist gelegen in dem Gástental, das do haisset an der Puechen und lehen ist von dem Pistúm ze Pabenberch, also daz das selb guet des selben gotzhawz ze Chremsmünster recht chawfftz guet ist von uns und die werung umb den selben chawl gar emphangen haben und daz wir und unser hawsvrown und all unser erben, wie sew genant sein fürbas auf das selb guet chain ansprach nicht schüllen haben, wir sein auch des vorgenanten guetz des egenanten gotzhawz recht gwern für all unser erben nach des lantz recht ze Österreich, tåt wir des nicht, das schol das selb gotzhaws haben awf alle dew und wir haben in dem selben lant ze Österreych. Und daz das alles stæt beleib geb wir dem erbern hern abbt Fridreichen und seinem vorgenanten gotzhaws ze Chremsmünster disen offen prief versigelten mit unser paider prüeder anhangunden insigeln und zů ainein pessern urchånde mit hern Günthers spitaler an dem Piern und Ulreichs von Hag zu der selben zeit Purgraf daz Chlaws anhangunden insigeln, die nach unser pet und in an allen schaden diser sache recht zewg sint. Geben daz dem vorgenantem spital do von Christes gepuerd gezalt warn drewtzehenhundert jar dar nach in dem sechs und viertzkistem jar an sand Oswaltztag.

Urkundenbuch von Kremsmünster Nr. 217.

DLI.

1346. 10. August. Chunrat von Jeutendorf gibt dem Kloster Baumgartenberg

Grundstücke und eine halbe Hube zu Jeutendorf zu einem Seelgeräth.

Ich Chuenrat von Jewtenndorf vergich offenlich vnd tuen kundt allen den, die den brief sehent oder hörent lesen, das ich mit wol bedachtem vnd mit guetlichem muet vnd willen meiner hausfrawen frawn Ursula vnd ynnser beder Erben vnd meins brueder Bernolts geben han ein Aigenschaft gelegen datz Jewtenndorf, der ist subenthalb Jewch ackhers vnd ein krautgartt vnd ein halbe hueb, durch mein vnd meiner Vodern Seel willen hintz Pawngartennperg den herren zu jrem Chamer Ambt, die ich han abgekaufft von den Edin herrn hern Sigharten und hern Chunraten den hawsern, von den ich dasselb guet Emaln ze Rechtem lehen han gehabt, also beschai

dennleich, das ich vnd all mein Erben hinfürbas dasselb guet sullen haben ze Rechtem lehn vonn dem vor genannten Gotshaws vnd sullen auch davon dienen järlich zu der herren Chamer Vier und tzwaintzig phenning an Sand Michelstag vnuerzogennlich ze Rechtem Purckrecht, als purckrechts Recht ist vnd nicht mer. Vnd darumb das die Red stet vnd ganntz vud vnuerkert beleib, darüber gib ich vor genannter Chuenrat von Jewtenndorf dem Gotshaws zu Pawngartennperg die hanndtvest versigelt mit meinem anhangunden Innsigel vnd mit meins brueder Bernolts Innsigel, der der Sach damit gezewg ist. der Brief ist geben nach Crists Geburd drewtzehen hundert Jar vnd darnach in dem Sechs vnd viertzigistenn Jar an Sannd Lorenntzen tag.

Copialbuch des Kl. Baumgartenberg v. J. 1511.

DLII.

1346. 13. August. Hertel, Walchuns Sohn von Ischl, verkauft den Brüdern Reinprecht und Friedrich von Wallsee seinen Hof in der Stadt Gmunden und

mehrere Gülten um 200 Pfund Wiener Pfenninge. Ich Hærtel Walchủns Sun von yschel, dem Got gnad, und mit mier all mein Erben veriehen mit disem Prief vnd tůn chunt allen den, di in sehent, lesent oder hörnt lesen, di nu sint oder her nach chunftich werdent, daz wier mit wolbedachtem můt vnd mit gütlichem willen vnd nach Rat inserr pesten vriwnt ze der zeit, do wier ez wol getun mochten, Recht vnd redlich verchowfft haben vnsern Hof an dem Hof genant, gelegen in der Stat ze Gmunden vnd dar zu allez ønser Gút, daz wier haben in der Viechtaw in Münstrer Pharr gelegen vnd zway Gút auf der Swantt in Lochchircher Pharr gelegen, dez allez mit der Summ wiert siben Phunt phenning Geltes an achzikch phenning, daz allez inser Rechtes Lehen ist gewesen von ýnsern gnedigen herren hern Reimprechten vnd hern Fridreichen gebrúdern von Walsse von Ens. Daz vorgeschriben gút allez mit alle deu, vnd dar zu gehört ze holcz, ze veld vnd ze dorff, ez sei gepawen oder vngepawen, gestifft oder yngestifft, versuecht oder vnuersuecht oder swie so daz genant ist, vnd owch mit allen den rechten vnd nutzen, als wier ez in Lehens gewer herpracht haben, daz haben wier Recht vnd redlich verchowist vmb zway hundert Phunt phenning wienner Münzz, der wier gancz vnd gar verrichtt vnd gewert sein, den vorgenanten ûnsern gnedigen herren hern Reimprechten vnd hern fridreichen von Walsse von Ens vnd allen ieren Erben fürbaz lediclich vnd vreylich inn ze haben vnd allen iern frumen da mit ze schaffen, verchowffen, verseczen vnd geben, swem si wellen, als in daz aller pestt chôm vnd füeg an allen ierrsal. Wier sein owch dez vorgenanten Guetes allez ier rechter gewer vnd verantwrtter an aller der Stat, wo in sein not vnd dürft beschiecht, nach der Landes recht ze Österrich. Wêr aber, daz si an dem vorgenanten Hof vnd vorgeschribenn Gütern vnd an alle, vnd dar zú gehort, mit recht icht Chrieg oder Ansprach gewnnen, swie sich daz füegt, wigetanen schaden si dez nement, den ier ains pei seinen trewen gesagen mag, den selben schaden sůllen wier in gancz vnd gar widerchern vnd ablegen vnd süllen si daz haben auf mier vorgenanten Hêrtlein vnd auf meinen Erben vnd auf aller inserr hab, di wier haben in dem Land ze Österrich, oder swo wier die haben oder noch fürbaz gewinnenn, wier sein lebntich oder Tot. Daz die Red vnd der chouf also stêt vnd vnuercht (sic) beleib, da über gib ich e genanter Hærtel den e genanten meinen guêdigen herren hern Reimprechten vnd hern Fridreichen von Walsse von Ens vnd allen iern Erben disen Prief ze einem ewigen waren geczewg diser sach mit meinem anhangunden jnsigel beuesttent vnd bestätigt ynd mit hern Albers dez Lautterbechen, hern Herwortes dez Múlwanger, Hainreichs dez Wuermtaler vnd Chunrats dez úrms anhangunden Insigeln bestetigt, di pei dem Chowff sint gewesen vnd sein Geczewgen sind mit jern Insigeln. Der Prief ist geben, do von Christes gepůrd waren ergangen dreutzehen hundert Jar, dar nach in dem sechs vnd vierczkistem Jar dez nachsten Sunntags vor inser vrown Tag zder Schiedung.

Das Original auf Pergament, die Siegel alle abgefallen. Schlossarchiv zu Eferding.

DLIII.

1346. 20. August. Wien. Herzog Albrecht bekennt, dass es in Betreff der Vogtei am windberg über die Holden des Klosters St. Florian bei den alten

Briefen verbleiben soll. Wier Albrecht von gots gnaden Hertzog ze Österreich, ze Steyr vnd ze Chernden Tùn chunt offenlich mit disem prief vmb die Vögtey am Winberch auf der erberer geistlichen leut . . von Sand Florian gåt, dar vmb vnser sunder vreunt Bischolf Gotfrid von Pazzow an aym tail vnd vnser getrewen lieben Reinprecht und Friderich von walse von Ens von vnsern wegen am audrn tail mit einander chriegt habent, Daz wier dar vber derselben geistlichen leut von Sand Florian hantfest vnd prief gesehen haben, Vnd habent vnser Lantherren vor vnser ertaylt vnd ist von in ouch veruolget, waz die hantfest sage, die der Probst vnd daz Gotshaus ze Sand Florian habent, von dez selben gutes wegen, daz ez da pey beleiben sol, mit vrchůnde ditz priefs. Geben ze Wienn an Synntag vor Sand Bartholomes tag Anno domini Millesimo CCC"o xl, Sexto.

Original auf Pergament zu Sct. Florian. Das Siegel hängt an einem Pergamentriemen, wie Nr. 4, Tab. VI. im ersten Theile der Mon. augustae domus Austr. Cr. 1346. 2. III. Wien.

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1346. 29. September. – Peter der Sträler verkauft an seinen Schwager Otto

den Hinterholzer ein Gut im Lach in der Pfarre Hadershofen.

Ich peter der Strælær vergich offenwar an disem prief Vnd tuen chvnt Allen den, di in Sehent oder hörent lesen, Daz ich meinem Swager Otten dem Hinderholczer vnd meiner lieben Swester Christein vnd allen ieren erbern (sic) ze chauffen geben han meinez aygens ain guet jn dem lach genant in hædershof (sic) pfarr gelegen, besuecht oder vnbesuechts vnd pin auch dez Selben guetez ier gewer, wo in dez nat geschiecht. wie tan schaden si daran næmen mit recht on mier oder von meinen erben, den Sol ich vnd mein erben jn ablegen vnd Schyllen Si daz haben auff aller meiner hab, die ich han jn den land ze ostereich. Daz in daz Stæt vnd vnverchert beleib, darvber gib ich vorgenanter peter der Strælær ja disen offen prief versigelten mit meinem anhangvndem jnsigel vnd ist der prief geben, do von christez gepuerd warn ergangen drevzehen hundert iar, darnach jn dem Sechs vnd vierczikistem iar An sand Michahels tag,

Original auf Pergament im ehemaligen Garstner Archive, mit einem hangenden Siegel von gelbein Wachse – ein Balken, von welchem zu beiden Seiten Strahlen ausgehen, das ist ein stehender Stråhl (Kamm).

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